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Sonntag, 13. Februar 2011, 16:10

Absurz durch den Hund. Was jetzt?

Guten Tag Alle zusammen,

heute hatten wir ein schönes Wetter in Mülheim, also habe ich mich entschieden fliegen zu gehen. Ich fliege auf einem Feld, was von einem Verein als Modellflugplatz genutzt wird und auch als solches gekennzeichnet ist. Leider ist dieses Feld von Hundebesitzer sehr geliebt, Hunde laufen nicht angeleint, scheißen und buddeln überall. Ich wurde schon mehrmals von einem Hund angegriffen und mehrmals hat schon ein Hund versucht mein Flugzeug im Landeanflug zu schnappen – heute musste ich deswegen sogar mein Flugzeug mit Händen fangen, damit ein spiellustiger Hund es sich nicht schnappt…. Gut, ein anderes Thema.

Was mir jedoch beim dritten Akku passiert ist fand ich gar nicht mehr lustig. Beim fliegen läuft ein Hund zu meinem Rücksack auf dem die Akkus platziert sind und SCHEIßT einfach drauf. Wie reagiert man dann? Ich habe versucht den Hund erstmal zu vertreiben, da der Rücksack nur 5 Meter weiter lag. Da ich dabei aber Angst hatte, dass der Hund mich eventuell angreift (na ja, der Hund war auch groß), habe ich dabei mein Flugzeug kurz aus der Acht gelassen…. Nach 2-3 Sekunden habe ich den Hund vertrieben, jedoch es war schon zu spät, das Flugzeug ist abgestürzt und hat Totalschaden.

Also, was habe / mache ich jetzt? Ich habe die Adresse und Telefonnummer von der Hundebesitzerin und von einem Zeuge. Ich habe viele Fotos als Beweis, dass der Flugzeug nicht mehr zu reparieren ist. Die Hundebesitzerin ist bereit den Schaden zu bezahlen. Sie weiß jedoch nicht ob sie das ganze über Hunde- oder Haftpflichtversicherung laufen soll.

Soll ich jetzt Fotos, eine Liste kaputter Sachen und Rechnungen an die Hundebesitzerin schicken oder wie? Ich habe jedoch nicht alle Rechnungen, nur vielleicht vom Flugzeug und meiner Fernsteuerung inkl. Empfänger.

Kann mir jemand sagen wie ich vorgehen soll?

Grüße, Michael


Teile des Flugzeugs / Schäden / Preis, euro
1 Flugzeug: Parkzone Messerschmidt BF-109G PNP
Totaler Schaden: der Rumpf ist in mehrere Stücke zerrissen, 135 euro
2 Motor: AerodriveXp 32 SK Series 35-48 900Kv / 770W
Totaler Schaden: Welle verbogen, Gewinde der Halterung gebrochen, Erde im innerem, 30 euro
3 Motorregler, OPTO 50A
Zuleitungen gebrochen/gerissen, Steuerplatine beschädigt, 20 euro
4 Spannungsversorgung für Servos und Empfänger, 5A, 40V SBEC Zuleitung ist beschädigt, Stecker gebrochen, 15 euro
4 Akkumulator LiPo 3S 2200mA 30C
Verformt, darf nicht mehr verwendet werden, 25 euro
5 Empfänger Optima 9 von Hitec
Anschlusse sind verbogen, Empfänger zeigt keine Reaktion mehr, 95 euro

Sämtliche Kabel, Verbindungen und Servos sind beschädigt, gehören jedoch zu Pos.1

Zusammen: 320 euro












2

Sonntag, 13. Februar 2011, 16:22

RE: Absurz durch den Hund. Was jetzt?

da würde ich ml vorsichtig sein mit Versicherung ect. ...

der Absturz entstand nicht durch direktes Einwirken des Hundes (Angriff auf dich oder Ähnliches) sondern weil du unachtsam warst und dich hast ablenken lassen (auch wenns verständlich ist wesshalb)
Im Schlimmsten Falle kann dir das als Fahrlässigkeit ausgelegt werden :shake:
Fliegergruß Christian

[SIZE=4]suche: VPP Blätter System SFW [/SIZE]

3

Sonntag, 13. Februar 2011, 16:33

RE: Absurz durch den Hund. Was jetzt?

Das einzigste was Du ersetzt bekommst ist der verschmutzte Rucksack aber NICHT den Flieger.
Du benötigst die Vers. Nr. der Hundehaftpflicht und natürlich bei welcher Gesellschaft sie besteht.Dort dann Deine Forderung geltend machen
Wenn sie keine Hundehaftpflicht hat kannst Du die Kosten bei der Besitzerin geltend machen.

Den Flieger bekommst Du in keinem Fall ersetzt da kein kausaler Zusammenhang zwischen "auf den Rucksack scheissen und Absturz" bestand. Hätte der Hund Dich gebissen und deshalb wäre der Flieger abgestürzt wäre das was anderes.

LG
Jörg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg SF1« (13. Februar 2011, 16:35)


Christian_B

RCLine User

Wohnort: Land Sachsen

Beruf: KFZ-Mechaniker

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4

Sonntag, 13. Februar 2011, 16:51

RE: Absurz durch den Hund. Was jetzt?

Der Hund hat Dich abgelenkt und verunsichert, richtig ?

Jetzt solltest Du ermitteln ob auf diesem Gelände bzw. in dieser Kommune ein freies Laufen der Hunde genehmigt ist, oder ob Leinenzwang besteht. In unserer Gegend ist der Leinenzwang Standard, hier müßte der Hundehalter oder die Versicherung auf jeden Fall zahlen.

Was ist mit dem Scheißhaufen geworden, wurde dieser vom Halter ordentlich entsorgt ???

Zeig den Köter einfach an. :evil:
Gruß Christian

[SIZE=3]REX-500 PROTOS 500 [SIZE=1]REX-250 [/SIZE] [/SIZE] FF-6/T8
Belt CP mit MX-12 Esky HH Gyro SG90.
CopterX in 2,4GHz
S.R.B. Quark mit MX-12
Cessna 182 SpW 1410mm <> Stinson Reliant <> ME-109 <> FunCub <> SuperCub

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian_B« (13. Februar 2011, 16:52)


Sanguinius

RCLine User

Wohnort: Ingolstadt

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5

Sonntag, 13. Februar 2011, 16:56

Als erstes würde ich Schilder aufstellen das auf dem Platz Hundeverbot herrscht.
Bei Zuwiderhandlung: ect. pp. usw..................

Jetzt kommen ein paar die schreien und mich für unvernatwortlich oder blöd halten.
Pfefferspray. Wenn dich ein Hund angreift darfs du dich damit wehren. Der überlegt
es sich sehr stark ob er es noch einmal tut. Wenn Gegenstände von dir auf eurem
Gelände liegen verteil mal so einen "Hundeteufel". Bei uns hat er sehr gut gewirkt.

Wir waren früher mal eine Gruppe "legaler Wildflieger". Ein Bauer stellte uns schriftlich
seine Wiese zur Verfügung. Wir hatten auch Anfangs Probleme bis wir uns auf diese
Art gewehrt hatten. Unsere Flugwiese war in dem Gebiet eines Jägers der auch ab
und zu mal zum ratschen kam. Ich weiß nicht mehr genau was er gesagt hatte, aber
die Hunde mussten in seinem Revier an die Leine. Auf unsere Bitte hin machte er
verstärkt die Hundehalter darauf aufmerksam das die Hunde an die Leine müssen. Somit
gab es danach auch keinen Ärger mehr mit Hunden und die Chemiekeulen konnten
wir uns dann auch sparen. Hört euch mal um und macht euch schlau.

Grüße
Alex

6

Sonntag, 13. Februar 2011, 17:19

Hallo,
ehe wir jetzt alle als Hobbyrechtsanwälte loslegen, halte ich´s wie Bruchpilot, schaue mal da nach: http://www.derwesten.de/staedte/muelheim…-id1836621.html
In meinem Fall würde ich die Sache direkt mit dem Juratel der ARAG klären. Danke für deinen Hinweis/ deine Erfahrung, ich werde ab sofort auf Hunde achten und ggf. Landungen verzögern oder die Maschine gar nicht erst raus lassen.
Gruß
Ronny

7

Sonntag, 13. Februar 2011, 18:51

RE: Absurz durch den Hund. Was jetzt?

Zitat

Original von Christian_B
Der Hund hat Dich abgelenkt und verunsichert, richtig ?


Uninteressant was den Absturz anbelangt.


Zitat

Jetzt solltest Du ermitteln ob auf diesem Gelände bzw. in dieser Kommune ein freies Laufen der Hunde genehmigt ist, oder ob Leinenzwang besteht. In unserer Gegend ist der Leinenzwang Standard, hier müßte der Hundehalter oder die Versicherung auf jeden Fall zahlen.:


In welchem Fall? Das ist nicht richtig. Nochmal: Der Hund hat weder gebissen noch irgendwelche Sachen zerbissen sondern ausschliesslich den Rucksack verschmutzt

Zitat

[i]Zeig den Köter einfach an. :evil:


Und dann? Wie soll die Anzeige lauten? Hund hat mir auf meine Sachen geschissen? :evil:

Es ist auch für Deine Entschädigung vollkommen uninteressant ob dort Leinenpflicht ist oder nicht. Einzigst die Kommune kann dem Besitzer ein Bußgeld aufbrummen weil der Hund nicht angeleint war das hat aber nichts mit einer event. Entschädigung deinerseits zu tun.
Du bekommst auch nicht mehr Geld wenn Dir jemand besoffen in´s Auto fährt.Nur den Verursacher kostet es mehr :evil:

Bei Haftpflichtgeschichten greift IMMER das BGB und danach richten sich auch die Richter. Jeder Richter wird Dich fragen: "Warum haben Sie ihren Flieger aus den Augen gelassen? Wiel ein Hund sein Geschäft erledigt hat? Haaalllooo??? Es war keine "Gefahr" in verzug. Hättest Du das ganze nicht gesehen und Deinen Flug normal zu Ende geführt wäre Dein Rucksack zwar immer noch "stinkig" mehr aber auch nicht.
BGB Sinnmässig: Wer anderen einen Schaden zufügt muß diesen begleichen als wenn er nicht eingetreten ist. In Deinem Fall heisst das Du bekommst einen neuen Rucksack, event mit beschädigtem Inhalt, und das war es.

Ach und noch etwas zum Pfefferspray: Im Falle eines Angriffs, kein Thema dieses einzusetzten. Wenn ein Hund sein Geschäft erledigt? Ein no go.Auch wenn er dies auf anderen Sachen tut so ist er zwar kein bisschen erzogen und hat wahrscheinlich einen verantwortungslosen Besitzer aber das ist nicht strafbar. Der Einsatz aber von PS in diesem Falle könnte eine Straftat darstellen.

Fliegerassel

RCLine User

Wohnort: Angermünde

Beruf: Erzieher

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8

Sonntag, 13. Februar 2011, 20:27

Hallo Michael,

kannst du bitte mal ein Bild von dem Hundehaufen auf deinem Rucksack hier einstellen? Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass ein Hund auf deinen Rucksack kackt, das ist schlicht völlig unnatürlich für einen Hund.

Gruß Mirko
Meine Seite: www.fliegerassel-modellbau.de.tl

9

Sonntag, 13. Februar 2011, 21:13

So, jetzt bin ich wieder da.

Ein Foto, wie der Hund auf mein Rücksack heißt habe ich nicht, da ich zu diesem Punkt noch das Flugzeug gesteuert habe. Hier ist aber ein Foto wo die Dame meinen Rücksack putzt.

Wie man sieht da hatte ich mit einem sehr großen Hund zu tun. Auf dem Rücksack liegen viele Akkus und wenn man da drauf scheißt und pisst, dann ….

Natürlich wollte ich meine Sachen retten, und ich hatte auch Angst, dass der Hund mich beißt – mit so einem Riesen ist es nicht zu spaßen.

Klar, jetzt denke ich - ich hätte lieber erst landen müssen, doch auf dem Feld hatte ich andere gedanken. Hätte ich lieber warten müssen, bis der Hund mich beißt oder sich die Eier abbrennt, falls die Akku explodieren?


IwannaFly

RCLine User

Wohnort: Braunschweig

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10

Sonntag, 13. Februar 2011, 21:21

Zitat

Original von Fliegerassel
Hallo Michael,

kannst du bitte mal ein Bild von dem Hundehaufen auf deinem Rucksack hier einstellen? Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass ein Hund auf deinen Rucksack kackt, das ist schlicht völlig unnatürlich für einen Hund.

Gruß Mirko


Also ich finde das Verhalten der Hunde bei ihm alllgemein sehr ungewöhnlich, ich fliege auch häufig auf Feldern wo viele Menschen Mit hunden Spazieren aber bisher konnte ich solch agressives Verhalten nicht bestätigen...
Wenn ich fliege juckt es die Hunde nicht die Bohne, und im Landeanflug gucken sie dann mal dem Flieger hinterher, einmal ist auch einer in die Richtung des Fliegers gerannt, und war dann aber anscheinend irgendwie verunsichert und ist wieder zum Herrchen...

Also eigentlich kann ich mir das alles so gar nicht vorstellen, vorallem das ein Hund einfach angerannt kommt und prompt auf einen Rucksack scheißt ist wirlich sehr eigenartig, hat vielleicht ein anderer Hund schonmal auf den Rucksack gepinkelt? Vielleicht wollt der andere sein Revier Makieren :D

EDIT: Wow hätte ich echt nicht gedacht, das nen Hund sowas macht xD...
Guten Flug!
Mein Kanal :)

LG. Tobi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »IwannaFly« (13. Februar 2011, 21:24)


11

Sonntag, 13. Februar 2011, 21:24

Was mir gerade einfällt - ich war doch auf dem Flugplatz (Feld im Schutzgebiet), was auch mit Schildern gekennzeichnet ist. Und falls da jemand fliegt darf man den Platz nicht betretten.

Ob ein Leinenzwang besteht habe ich k.A. , aber daran hält sich fast keiner.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eurosting« (13. Februar 2011, 21:26)


12

Sonntag, 13. Februar 2011, 22:30

für dich als pilot gilt auch a-n-c (aviate, navigate, communicate). will heissen du bist für die flugzeugführung verantwortlich und wenn du durch unachtsamkeit dein flugzeug verlierst oder einen schaden veruchsachst, also du hättest z.b. ein fahzeug beschädigt oder die hundebesitzerin getroffen, dann bist allein du dafür verantwortlich, wenn du dich ablenken lässt.

klingt blöd aber richtig wäre gewesen, weiterfliegen, landen und dann das gespräch mit der halterin suchen.

die dame sollte den schaden regulieren der an deinem rucksack oder den akkus entstanden ist. (ich möchte auch keinen rucksack auf dem mal hundekot war :D)
wenn sie dir den flieger ersetzen möchte, dann finde ich das wirklich nett von ihr.

hätte der hund dich jedoch angsprungen oder bedroht, dann würde die sache natürlich anders aussehen.
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carli« (13. Februar 2011, 22:32)


Himmeltraktor

RCLine User

Wohnort: Schlüßlberg OÖ Austria

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13

Sonntag, 13. Februar 2011, 23:01

Ich bin selber Hundebesitzer - und finde es ist eine Sauerei den Hund solange aus den Augen zu verlieren das er die gelegenheit hat auf einen Rucksack zu kacken oder etwas anderes anzustellen !

Es bringt nichts über wenns und aber zu diskutieren - hast du eine Rechtschutzversicherung geh zu einen Anwalt - der sagt dir was Sache ist .
Sicher genügt ein netter Brief von diesem wo du eine Vorderung stellst .

Ich bin mir sicher sie will keinen Ärger wegen ihrem Hund haben ..... auserdem ist ihr das sicher sehr peinlich - wär das mein Hund gewesen möchte ich auch nicht das das im Netz oder in anderen Medien breitgetreten wird .


Übrigens - hält die in der einen Hand einen Apfel und in der anderen das "Sacki fürs Kaki" ??? Na Mahlzeit !!!! :puke:
Ciao Paolo
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Himmeltraktor« (13. Februar 2011, 23:07)


normalfreak

RCLine Team

Wohnort: Eifel/Raum Euskirchen

Beruf: Leichtflugzeugbauer

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14

Sonntag, 13. Februar 2011, 23:24

Ich habe zwar jetzt nicht sooo die Ahnung von dem Thema, aber die Situation des Themenstarters finde ich zwar etwas kompliziert, aber nicht aussichtslos.
Denn sehen wir es mal so, was da lag waren Lithiumpolymer Akkus und was passiert wenn die nen kurzen bekommen? Richtig, Kabum!
Und wie kann man nen kurzen erzeugen?
Richtig, mit Wasser.
Der Hund hätte genau so gut auf den Rucksack pissen können, daher lässt sich auch die für manche etwas übertriebene Reaktion des geschädigten für mich zumindest rechtfertigen.
Wissen konnte man es vorher nicht!Und wie hätte die Situation nachher ausgesehen wenn auf dem Rucksack ein Akku nach dem anderen in die Luft gegangen wäre?Bestimmt nicht besser.
Genauso hätte der Hund in ein Akku reinbeißen können, wer weiß was dann passiert wäre.

Andererseits überlege ich gerade auch was es für auswirkungen haben würde damit zu argumentieren das soein Akku explodieren könnte wenn ein Hund draufpisst.Würde man sich damit selber ans Bein pinkeln? Wäre es dann vielleicht sogar grob fahrlässtig so gefährliches Zeug einfach irgendwo auf den Boden zu legen?

Und was das Thema ablenkung angeht, bis wann wäre man denn selber schuld wenn man sein Modell selber zersägt?Angenommen man fliegt mit seinem Modell, ein Trainer oder so.
Hinter einem würde dann ein Hund zum Beispiel eine andere Person angreifen und man setzt seinb Modell in den Dreck um der Person zu helfen. Selber schuld wenn das Modell im Dreck ist?

Ich will weiß Gott nicht das meine Beispiele alle durchgekaut werden, sondern nur mal einen Denkanstoß geben wie man den Spieß auch umdrehen könnte!
Und natürlich darauf hinweisen das man nicht immer alles selber schuld ist.

Gruß,Marcus
Mit freundlichem Gruß
Marcus

15

Montag, 14. Februar 2011, 00:18

das ist doch blödsinn, sicherlich muss man immer die situation abwägen aber es ist immer zeit zum landen.

leute ihr führt ein luftfahrzeug! das kann schaden machen. das lässt man nicht einfach weiterfliegen egal was los ist. ein 4m segler an der sichtgrenze macht noch ordentlich strecke bis er einschlägt. von einem unkontrollierten flugmodell geht ebenso eine gefahr aus, wie von einem hund. es ist keine unterlassene hilfeleistung wenn man zuerst das modell landet, oder zumindest kontrolliert zum absturz bringt, ohne dass davon gefahr ausgeht.

wenn ihr mit eurem auto an einen unfall kommt, springt ihr doch auch nicht einfach raus und lasst es weiterrollen.

selbst wenn der hund die akkus zerbeisst, dann ist das ebenso. er wird schon merken wenn es heiss wird. wenn die akkus im rucksack durch den urin einen kurzschluss bekommen und auf der wiese abbrennen, dann ist das so. von einem brennenden rucksack geht doch auf freier wiese keine großartige gefahr aus. von einem unkontrollierten flugzeug aber sehr wohl.
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

16

Montag, 14. Februar 2011, 00:59

Zitat

Original von normalfreak
Ich habe zwar jetzt nicht sooo die Ahnung von dem Thema, aber die Situation des Themenstarters finde ich zwar etwas kompliziert, aber nicht aussichtslos.
Denn sehen wir es mal so, was da lag waren Lithiumpolymer Akkus und was passiert wenn die nen kurzen bekommen? Richtig, Kabum!
Und wie kann man nen kurzen erzeugen?
Richtig, mit Wasser.
Der Hund hätte genau so gut auf den Rucksack pissen können, daher lässt sich auch die für manche etwas übertriebene Reaktion des geschädigten für mich zumindest rechtfertigen.
Gruß,Marcus


Hehehe da würde ich gegenargumentieren. Wenn man weiss (und das wissen Modellbauer) das Lipo´s empfindlich auf äussere Einwirkungen reagieren dann lässt man die nicht achtlos auf´m Boden liegen. Was wäre wenn ein Kind neugierig seinen Trinkbecher über dem dort liegenden Rucksack entleert hätte?

Spass beiseite. Nochmal. Ich bin der Meinung zwischen Kacken und Absturz liegt kein direkter Zusammenhang :D

flytiger

RCLine User

Wohnort: Wiesbaden

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17

Montag, 14. Februar 2011, 07:38

Hi zusammen,
wenn ein Anspruch aus Tierhalterhaftung (§ 833 BGB) erhoben wird wegen
1.) Verkotung eines Rucksacks durch einen Hund und
2.) Verlust eines Modellflugzeugs, weil der Halter des Flugzeugs sich durch den Hund zu einem Willensentschluss (Außerachtlassung des Flugzeugs) veranlasst sah, welches den Flugzeugschaden verursachte, so dürfte
Ziff. 1 unproblematisch sein. Wenn der Rucksack unbrauchbar ist, gibt´s einen neuen (unter Abzug Neu für Alt).
Ziff. 2 ist komplizierter. Das Hundeverhalten kann nicht hinweggedacht werden, ohne dass der Flugzeugschaden entfiele. also besteht Kausalität im Rechtssinne.
ABER: Es muss auch ein Zurechnungszusammenhang bestehen zwischen dem Hundeverhalten und dem menschlichen Verhalten, welches einen Schaden zur Folge hat. Das ist z.B. dann der Fall, wenn die Handlung des Verletzten durch das haftungsbegründende Ereignis herausgefordert worden ist und keine übermäßige Reaktion auf dieses darstellt. Außerdem muß sich der Schaden als Realisierung des herausforderungstypischen Risikos darstellen.http://www.rechtslexikon24.net/d/herausf…rungsfaelle.htm Das ist dann eine Frage der Bewertung des Einzelfalls.
Gruß
Volker
edit: Eventuelles Mitverschulden des Piloten ist natürlich auch noch in Abzug zu bringen

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »flytiger« (14. Februar 2011, 10:57)


Fliegerassel

RCLine User

Wohnort: Angermünde

Beruf: Erzieher

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18

Montag, 14. Februar 2011, 08:55

Mhm,

ich werde das Gefühl nicht los, dass hier schlicht eine Menge Panik vor Hunden im Spiel ist. Da wird dem Hund grundsätzlich erstmal unterstellt, dass er den Piloten beißen will (oder könnte). Aber warum sollte er? Der Pilot ist doch völlig uninteressant, wenn er den Hund in Ruhe lässt.
Den Hunden wird grundsätzlich (oder zumindest den meisten) unterstellt, dass sie Modellflugzeuge jagen wollen. Ist sicher alles schon vorgekommen, aber bestimmt nicht die Regel.

Für mich ist dieser - unbestritten blöde und unangenehme - Vorfall völlig aufgebauscht. Wir würden bei uns die Sache regeln (OHNE Anwalt!!!) und uns aber ansonsten nur köstlich drüber amüsieren.

Gruß Mirko
Meine Seite: www.fliegerassel-modellbau.de.tl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fliegerassel« (14. Februar 2011, 08:56)


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Montag, 14. Februar 2011, 08:59

Guten Tag ,

ich habe gerade mit H. Köddermann von Deutsche Modellsport Organisation GbR gesprochen und ihn das Problem geschildert. Also - nicht angeleintes großes Hund, Naturschutzgebiet, auf die Akkus pissen, Gefahr -Akkus explodieren, Schreck bekommen usw. und dadurch abgestürzt.

Er sagte, die Besitzerin muss für den Schaden Haften und sich unverzüglich an ihre Hundehaftpflichtversicherung wenden.

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Montag, 14. Februar 2011, 09:37

Zitat

Original von eurosting
Guten Tag ,

ich habe gerade mit H. Köddermann von Deutsche Modellsport Organisation GbR gesprochen und ihn das Problem geschildert. Also - nicht angeleintes großes Hund, Naturschutzgebiet, auf die Akkus pissen, Gefahr -Akkus explodieren, Schreck bekommen usw. und dadurch abgestürzt.

Er sagte, die Besitzerin muss für den Schaden Haften und sich unverzüglich an ihre Hundehaftpflichtversicherung wenden.



Melden kann/muß sie es ja. Entschädigung für den Flieger steht auf einem anderen Blatt.
Bin gespannt 8)