Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 6. August 2014, 21:32

Genehmigung für Flüge ausserhalb der Sichtweite

Ich möchte gern legal (nichtkommerziell) FPV fliegen (ausserhalb der der Sichtweite). In der manntragenden Luftfahrt meldet man mehrere Tage vorher ein Luftraum an (in dem man dann z.b Kunstflug macht) anderen Flugzeugen ist es erlaubt diese Luftraum zu passieren (werden es aber aus Sicherheitsgründen vermeiden). Fürs Modellflugzeug könnte man das theoretisch auch machen allerdings ist die Crashgefahr dann extrem hoch, denn ein Pilot der ca 150-200kmh fliegt kann ein 1-2 großes Flugzeug nicht rechtzeitig erkennen.
Man müsste also bei der zuständigen Behörde eine Luftraumsperrrung für das Modell anmelden. Ist das überhaupt möglich ? Hat das schon mal jemand gemacht? Falls ja, was müsste ich dafür tun und wie schwierig ist es eine solche Genemigung zu bekommen.

2

Mittwoch, 6. August 2014, 22:14

wie schwierig ist es eine solche Genemigung zu bekommen.

Aussichtslos bis Hoffnunglos.
Solche Genehmigungen bekommt nur das Militär.
Überlege dir mal was du da verlangst. Der Jenige der die Genehmigung ausstellt kann isch einen neuen Job suchen, wenn was passiert.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

3

Mittwoch, 6. August 2014, 23:15

Hmmmmmm, in Drachenszene gibt es ein ähnliches Problem bzw Nicht-Problem. Für Drachenfeste werden gerne mal Höhenfreigaben auf 300 oder 500 m beantragt und und auch erteilt. Selbst in Nähe eines Sportflughafen oder auch einer Militärflughafen ist das meist zumindest bis 300m gar nicht so schwer. Dabei ist der Genehmigungserteilende nicht in der Sorgfaltspflicht.

Ich erinnere mich an ein Drachenfest auf Norderney vor etlichen Jahren. Höhenfreigabe 300m, der Inselflughafen wurde zum täglichen Beginn der Veranstaltung jeweils nochmal informiert. Am Sonntagmorgen waren die Wolken schon ganz schön tief, wir liessen die meisten Drachen (grossen Kastendrachen und Parafoils mit durchaus 1.5 cm dicken Leinen) nur bis ca 250 m steigen, dann waren sie an der Wolkenuntergrenze. Wenig später überschlugen sich die Ereignisse. Erst sackten die Wolken auf gefühlt unter 200 m durch, alle grossen Drachen waren verschwunden. Dann näherte sich, Küstenlinie und Wolkendecke folgend, eine Piper mit Kurs genau auf unsere Drachen. Wir entschlossen uns zum Notstart eines weiteren Drachen, den der Pilot dann zum Glück noch rechtzeitig sah und abdrehen konnte.

So oft ich mit Piloten über diesen Vorfall gesprochen habe und auch mögliche Schuldszenarien ansprach, war die Aussage immer: Die Schuld liegt bei dem Piloten. Er hat die Pflicht sich vor dem Start zu informieren ob auf seiner Route irgendwelche Besonderheiten sind. Wäre er in unsere Schnüre geflogen und abgestürzt, hätte er für den Schaden aufkommen müssen, incl der zerfetzten oder weggeflogenen Drachen.

Ob es nun wirklich realitisch möglich ist, für einen einzelnen Piloten eine Luftraumsperrung zu bekommen, halte ich trotzdem für fraglich. Dafür dürfte der Aufwand zu gross sein. Wenn man das jedoch als eine Verantstaltung mit mehreren / vielen Modellpiloten anmelden würde, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Chancen besser sind.

4

Mittwoch, 6. August 2014, 23:30

Das Problem ist aber, hier will jemand einen Freifahrtsschein und wenn es den gäbe könnte jeder den ja beantragen.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

5

Donnerstag, 7. August 2014, 07:24

Wo liest du das aus dem Text der Threadöffners heraus? Ich verstehe das eher so, dass das eine zeitlich begrenzte Sonderveranstaltung werden soll nicht unbedingt eine Dauereinrichtung.

6

Donnerstag, 7. August 2014, 09:23

Zitat

So oft ich mit Piloten über diesen Vorfall gesprochen habe und auch mögliche Schuldszenarien ansprach, war die Aussage immer: Die Schuld liegt bei dem Piloten. Er hat die Pflicht sich vor dem Start zu informieren ob auf seiner Route irgendwelche Besonderheiten sind. Wäre er in unsere Schnüre geflogen und abgestürzt, hätte er für den Schaden aufkommen müssen, incl der zerfetzten oder weggeflogenen Drachen.

Ob es nun wirklich realitisch möglich ist, für einen einzelnen Piloten eine Luftraumsperrung zu bekommen, halte ich trotzdem für fraglich. Dafür dürfte der Aufwand zu gross sein. Wenn man das jedoch als eine Verantstaltung mit mehreren / vielen Modellpiloten anmelden würde, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Chancen besser sind.


In der Bemannten Luftfahrt gilt der Grundsatz, "See and avoid" . Jetzt kann ich mir bei großen Drachen noch vorstellen das der Pilot sie sehen kann...ein Modellflugzeug mit ca 2 Metern kann man aber nicht erkennen (u.a wegen der schmalen Silouhette). Bei Großseglern (4-7Meter) halte ich die Erkennbarkeit für möglich aber schwierig.


Zitat

Das Problem ist aber, hier will jemand einen Freifahrtsschein und wenn es den gäbe könnte jeder den ja beantragen.

Mir ist nicht klar was genau du unter Freifahrtsschein genau verstehst. Bitte um Erklärung.

Was ich will ist eine Genehmigung (die mehrere Tage vorher schriftlich eingeholt werden muss) und mir erlaubt an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit, eine bestimmte Strecke/Höhe fliegen zu dürfen ohne dass ich Angst vor Kollisionen haben muss bzw das jemand dabei draufgeht und ich mein Leben lang nicht mehr schlafen kann weil ich jemand auf dem Gewissen hab (der entstandene materielle Schaden wäre im Verhältnis dazu eher gering)

Die beiden letzten Punkte sind zur Zeit in der FPV Szene normal (leider) und es ist nur eine Frage der Zeit bis mal was richtig Krasses passiert.

7

Donnerstag, 7. August 2014, 12:03

Grosse Stabdrachen gibt es auch in flacher Bauform, die zwar von unten gesehen sehr gross sind, aber auch nur eine sehr flache Siluette haben. Die bestehen dann aus 15 oder 20 qm festem Stoff mit ein paar Glasfaserstäben drin von denen jeder für sich sich mehr wiegt als dein ganzes Flugzeug, angebunden an eine 1 cm dicke Leine auf der dann gerne mal 100 - 300 kg Zug hängen. Im zweiten Weltkrieg war dies eine beliebte Methode um Schiffconvois gegen Tieffliegerangriffe zu schützen. So gerne wie ich glauben will, dass ein 2 m Segler ein kleines Sportflugzeug in Gefahr bringen kann, ein grosser Drachen wird mehr Schaden anrichten können und bietet weit mehr Angriffsfläche.

Nichts destotrotz scheint mir der Weg zu einer Freigabe noch am ehesten über die Freigaberegelungen für Drachenfeste zu führen. Versuch macht klug.

8

Donnerstag, 7. August 2014, 12:21

Zitat

Grosse Stabdrachen gibt es auch in flacher Bauform, die zwar von unten gesehen sehr gross sind, aber auch nur eine sehr flache Siluette haben. Die bestehen dann aus 15 oder 20 qm festem Stoff mit ein paar Glasfaserstäben drin von denen jeder für sich sich mehr wiegt als dein ganzes Flugzeug, angebunden an eine 1 cm dicke Leine auf der dann gerne mal 100 - 300 kg Zug hängen. Im zweiten Weltkrieg war dies eine beliebte Methode um Schiffconvois gegen Tieffliegerangriffe zu schützen. So gerne wie ich glauben will, dass ein 2 m Segler ein kleines Sportflugzeug in Gefahr bringen kann, ein grosser Drachen wird mehr Schaden anrichten können und bietet weit mehr Angriffsfläche.

Aha, wieder was dazugelernt.

9

Donnerstag, 7. August 2014, 13:07

Ich möchte gern legal (nichtkommerziell) FPV fliegen (ausserhalb der der Sichtweite).
Damit ist diese Diskussion doch schon erledigt.
Diese Genehmigung wirst Du nicht erhalten.

Die rechtliche Lage ist eindeutig:
- Ferngelenkte Luftfahrzeuge MÜSSEN auf Sicht des Piloten gesteuert werden!

Auf die FPV-Fliegerei übertragen bedeutet das:
- Ohne 2. Mann, der des Luftfahrzeug immer in Sichtweite hat und die Steuerung (Lehrer-Schüler) jederzeit übernehmen kann (Der FPV-Pilot sieht ja das Flugzeug nicht!) geht garnix.


Was im realen Leben von einigen verantwortungslosen Mitbürgern angestellt wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Gruß

Thorsten

10

Donnerstag, 7. August 2014, 19:13

...na ja, eigentlich ist das ja das Interessante an einer Kamera Drohne, wenn die in sichtweite ist braucht man auch keine Cam.

Gruß
Markus

konrad1795

RCLine User

Wohnort: Waldsassen

Beruf: Schüler

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 7. August 2014, 19:57

Zitat

...wenn die in sichtweite ist braucht man auch keine Cam.


So pauschal kann man das nicht sagen,es ist auch sehr spannend das Modell quasi aus Pilotensicht auch nur in der eigenen Sichtweite zu steuern.
Ich hab mit meinen Kumpel vor einigen Wochen beispielsweise aus ein paar Zeltheringen und Poolnudeln Tore auf einer Wiese aufgestellt,durch die wir dann mit Nurflüglern kaum 30cm kleiner als die Tore durchgejagt sind.Das macht schon richtig Spaß.
Manchen fehlt dabei halt der Kick...

Das ist aber wieder alles Offtopic :w

MfG Konrad
Quadcopter:
Eyefly Quadrixette 30 , 250er Eigenbau
Flächenmodelle:
Dreamflight Alula EVO , Turnigy Tek Sumo , diverse Eigenbauten für FPV
Funken:
Spektrum DX6i / DX9

12

Donnerstag, 7. August 2014, 20:02

Man könnte beispielsweise mal bei den passenden Stellen anfragen, kostet ja nichts, ob es sich lohnt, einen Antrag darauf zu stellen, hier wird dazu eh kaum was brauchbares zu rumkommen, ausser Kommentare die keiner braucht.

jorge

RCLine User

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

13

Donnerstag, 7. August 2014, 20:39

Thorsten hat alles gesagt was es zu sagen gibt, was willst du noch hören?
Gruß
Georg


FrSky Taranis X9D - LRP Speedbird Corsair - Blade nano QX - HK Radjet 800 mit 3000kv - P40 Warhawk UMX - RocHobby P-51 Strega - Robbe Air Trainer 140 - Hobbyking Bixler 1 - ZMR250 Racer - Teksumo FPV - Hobbyking Walrus

14

Freitag, 8. August 2014, 13:50

... evtl will er hören, dass es auch in Deutschland keine Regel ohne Ausnahme gibt?

Auto und Motorräder müssen in D über eine funktionierende Lichtanlage verfügen. Trotzdem gibt es abgesperrte Bereiche, aka Rennstrecken, auf denen würdest du mit deinem VW Golf und Blinkersetzen zum Überholen ziemlich lächerlich wirken. Hubschrauber können per Design auf jedem ebenen Stück Land starten und landen, trotzdem dürfen sie es regulär nur auf ausgewiesenen Landeplätzen.

Da könnte man sicher noch ein paar mehr Beispiele finden, das ist aber müssig. Wenn Stereodreieck den Versuch unternehmen möchte, eine legale Örtlichkeit für weiträumige FPV-Flüge zu schaffen, dann sollte er es mal versuchen. Klar, er könnte ein "Nein, das geht nicht" zur Antwort bekommen, aber könnte, wenn vielleicht auch nicht beim ersten Versuch, eine Möglichkeit finden, doch eine Genehmigung zu bekommen.

Manchmal muss man beim Vorschriften lesen dann auch etwas kreativ sein. Bei uns im Ort gibt in Sichtweite zum Stadzentrum einen Rudersportverein am Fluss. Jahrzehnte lang wurden dort Regatten ausgetragen und der Fluss in den 70er deswegen sogar vor dem Boothaus begradigt. Dann auf einmal wurde der Fluss zum Naturschutzgebiet erklärt und prompt kam von der Wasserschutzbehörde der Schrieb, dass die Regatten nicht mehr zulässig sein. Die einen steckten den Kopf in den Sand, die anderen fanden heraus, dass die Regatten seit 1901 ausgetragen wurde, liessen das Ganze als Brauchtumsveranstaltung einstufen und schon hatten sie ihre Ausnahmegenehmigung.

Brauchtum wird FPV wohl nicht sein ;) , aber evtl bekommt er doch (mit Auflagen) was zustande. Ob das dann noch interessant und wirtschaftlich ist, steht auf den nächsten Blatt. Hilfreich könnte es sicherliac auch sein, wenn er es schafft, die Modellflugverbände mit ins Boot zu holen. Es gibt viel zu tun, pack es an!

achja, Stereodreieck, wqenn du mehr über Kriegsdrachen lernen willst, dann google man nach "Saul Barrage" oder nach "Samuel F. Cody".

15

Freitag, 8. August 2014, 14:37

Aus Österreich habe ich gehört das es die möglichkeit einer Sonderzlassung gibt..das in Kombination mit einer temporären Lauftraumsperre (soll wohl ebenfallss in Ö möglich sein) würde die Möglichkeiten eröffnen die ich gern hätte. Allerdings muss man dafür soviele Dokumente, Datenblätter ranschaffen, und Testflüge usw absolvieren das der Aufwand in die Tausende oder Zehntausende ginge...vom Zeitaufwand will ich garnicht erst anfangen..

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

16

Freitag, 8. August 2014, 18:36

Hallo,

manchmal fragt man sich schon, was in den Köpfen mancher Leute so vorgeht....

Stereo,
mal angenommen, das Gesetz lässt solche Ausnahmeregelungen überhaupt zu (das würde dann im Gesetzestext stehen): Glaubst du wirklich, daß ein Behördenvertreter eine Luftraumsperrung für Andere erlässt, damit du deinem Hobby nachgehen kannst ? Der würde dann ja auch die Verantwortung übernehmen...

Schon mal bei deiner Versicherung nachgefragt, was die von deiner Idee hält ?

Das Verbot von "out_of_sight"-Flügen wird auch mit der hohen Ausfall-Wahrscheinlichkeit von wenigstens einer der beiden Funkstrecken begründet. Mit legalem Equipment kommst du nicht weit; das könnte der Anlass für eine Behörde sein, daß sie dich, dein Equipment und deine sonstige FPV-Fliegerei mal etwas genauer unter die Lupe nimmt.

Aber nur mal zu; mach mal und berichte hier dann, wie es dir ergangen ist.

Gruß,
Helmut

PS.
Gerade gelesen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/techn…k-a-985149.html
Kannst ja mal dort anfragen, vielleicht lassen die dich mitfliegen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (8. August 2014, 18:51)


17

Freitag, 8. August 2014, 19:28

Hmm, in einem anderen Forum gibts gerade eine Diskussion darüber, dass einer von der Uni auf einem von der Uni benutzten Feld 2010m hoch fliegen darf, im Umkreis von 2010m.
War mit einem Kopter, der dann aber mangels Sprit, äh Akkuleistung, herunter fiel.
Klick mich mal.

Habe jetzt nicht mehr alles verfolgt, weils dann doch zu viel wurde, eventuell gibts hier auch sowas, wer weiß das schon so alles genau?!?

18

Freitag, 8. August 2014, 20:05

Also ich habe den Tread ganz kurz grob überflogen; das technische Verständniss und Wissen scheint gelinde gesagt rudimentär gewesen zu sein. Und obendrauf kommt noch dass er die Daten (Spannung, Strom usw) offensichtlich nicht mitgeloggt hat. Und weil das noch nicht genug ist er direkt aufs Ganze gegangen.

3x UltraFail. Da hab ich keine Worte mehr.

19

Freitag, 8. August 2014, 20:10

Um die aufgestellten Fehler gings mir nicht, da sollen andere drüber urteilen, halt über die Genehmigung, so weit rauf aufsteigen zu dürfen...

20

Freitag, 8. August 2014, 20:15

Bist im Kopterforum angemeldet? Falls ja, würdest du ihn fragen wie er die Genehmigung bekommen hat und was er dafür tun musste.