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1

Mittwoch, 17. September 2014, 09:18

Lebensdauer von Schaumwaffeln

Hallo Schaumwaffelflieger

Ich wollte einmal Eure Meinung / Erfahrung zur Lebensdauer der Schaumwaffeln erfragen.

Ich habe einige Schaumwaffeln, Billige und Teure, Namhaft und Nonames.

Mein Problem ist eigentlich nicht unbedingt die Lebensdauer, resp. die Qualität des Schaums sondern eher das zum Beispiel sich das Fahrwerk aus dem Schaum löst oder die Servos ständig wieder eingeklebt werden müssten oder der Motorspannt sie löst.

Bin gestern mit meiner Dynam Su26M geflogen und es hat sich der Motorspannt bereist zum zweiten gelöst und natürlich eine Notlandung hingelegt und dabei das Fahrwerk rausgerissen.

Das Schaumwaffeln Schaumwaffeln und nicht Holzmodelle sind ist mir klar, auch das es bessere und schlechtere gibt. Und doch gibt es kein Rezept auf was beim Kauf geachtet werden könnte.



Welche Erfahrungen habt Ihr, Freue mich auf Feedbacks.

Grüsse aus der Schweiz

Roger

Aussie64

RCLine User

Wohnort: Nähe Frankfurt

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2

Mittwoch, 17. September 2014, 09:39

Genau aus diesem Grund habe ich mein Schaumwaffelsortiment rigoros eingeschränkt. Gerade die Fahrwerksproblematik bekommt man scheinbar nur mit verstärktem Einsatz von Sperrholz in den Griff, aber irgendwann kann man dann auch gleich ein Holzmodell bauen. Ein Flugkollege steht auf Schaum-Jets, aber bei jeder Landung warte ich nur darauf, dass es ihm das Einziehfahrwerk raus reisst. Der Schaum wird halt mit der Zeit wabbelig, das liegt einfach in der Natur des Materials. Ich werde jedenfalls kein Schaummodell mehr kaufen, das ein Fahrwerk besitzt. Aber einen Parkzone Stryker oder Nanoracer RareBear möchte ich nicht missen.

3

Mittwoch, 17. September 2014, 13:27

Deutsches Sprache, schweres Sprache

Schaumwaffeln haben im normalen Flugbetrieb schneller Macken, Kratzer und Dellen als Holzmodelle, von GFK/CFK ganz zu schweigen. Sie halten aber eindeutig mehr grobere Misshandlungen aus und sind nach Bruch meistens deutlich schneller wieder flugfähig zusammenzuflicken.

Die meisten Schäume neigen bei längerer Nutzung dazu, weich zu werden.

Ein Problem bei flexiblen Schäumen wie EPP und auch EPO ist die Verklebung. Oft gibt es im Laufe der Jahre Probleme mit aufgelösten Klebestellen. Nicht nur bei Fertigwaffeln mit zweifelhaften Klebern, sondern auch bei UHU Por auf EPP. Besonders problematisch sind punktuelle oder kleinflächige Krafteinleitungen wie bei Fahrwerken. Oder auch Motorspanten bei geringer Materialstärke dem des umgebenden Schaums.
Auch Lackierung ist bei diesen Schäumen ein Problem, so richtig dauerhaft fest hält das alles nicht.

Der beste Schaum war das feste, graue Styropor, das MPX früher verwendet hat. Robust, formstabil, nicht wabbelig, sehr gut schleif- und spachtelbar, dauerhaft kleb- und lackierbar.


Viele Auflösungserscheinungen sind aber erkennbar, bevor sich im Flug zu Unfällen. Dazu ist einfach nur eine gewissenhafte Vorflugkontrolle nötig.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (17. September 2014, 21:04)


FloBau

RCLine User

Wohnort: Weinheim

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4

Mittwoch, 17. September 2014, 15:14

Kommt ganz darauf an über was für einen Zeitraum wir uns hier unterhalten. Meine PZ Trojan hat inzwischen 3 Saisons und einige Flüge hinter sich und wird aktuell nur noch als FPV Flieger betrieben, aber hält sich noch sehr gut.

Die Qualität vom MPX Tucan ist ebenfalls ausgezeichnet.

Ich hatte allerdings schon einige Schaumwaffeln mit denen ich sehr unzufrieden war. Wenn es um Kunstflug geht, werde ich mir definitiv auch keine Schaumwaffel mehr zulegen.

depronator.

RCLine User

Wohnort: D-67547 Die Nibelungenstadt Worms

Beruf: IT-ler

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5

Mittwoch, 17. September 2014, 18:25

Beglasen bei XPS/EPS oder tapen bei EPP & Co. erhöhen die Lebensdauer der Schaumis enorm.
Raisgerissene Fahrwerke und Motorhalterungen lassen sich mit Verankerungen, die tief bzw. lang ins "Fleisch" greifen, minimieren.
Oft ist es aber besser, ein Fahrwerk an der Befestigungstelle abreissen zu lassen, als einen Rumpfbruch zu riskieren. Die Energie des Aufprals, ähm der "Landung" muss ja kanalisiert werden. Wie viel dabei kaputt geht, hängt von der Konstruktion ab.
Ein beglastes Eigenbaumodel hat nach der ausserdienststellung meinem kleinen Sohn als Spielzeg gedient. Paar Jahre später wurden wieder die RC-Komponente un ein Brushless eingebaut. Und es fliegt wieder.
Ein betapter Nuri wurde nach ca. 8 Jahren Dienst jetzt mutwillig auseinander genommen, da einfach zu verbraucht. Es sind einige hundert Flugstunden im Senderspeicher vom Flieger. Sah natürlich nicht mehr taufrisch aus, aber er flog.
Gruß
Juri
"Stillstand ist der Tod,
geh voran, bleibt alles anders"

6

Mittwoch, 17. September 2014, 21:02

Ich denke auch wie stark oder weniger stark die heissgeliebte Schaumwaffel im Einsatz ist und natürlich die Qualität der verwendeten Klebstoffe sind natürliche Faktoren,
die erheblichen Einfluß auf die Lebensdauer der Schaumwaffel haben. Ich fliege gern Holzmodelle und weiß auch deren Vorzüge zu schätzen, aber für den kleinen
Spaß für zwischendurch, da muß einfach eine Schaumwaffel her. :D

mfg
best Regards
Air-Cruiser

7

Donnerstag, 18. September 2014, 08:57

Ich fliege gerne Holzmodelle. Allerdings nur bei seeehr gutem Flugwetter. Ansonsten fliege ich Schaum. Ab einer gewissen Zeit (so rund 100 - 200 Flugstunden) nehme ich die Komponenten, so es sich denn rentiert, raus und baue einen neuen Schaumi auf. So habe ich inzwischen die zweite Mentor und werde, wohl oder Übel, mir im Frühjahr einen neuen Twinstar aufbauen. Die Servos lasse ich im Allgemeinen drin und der Motor, so er denn schon etwas rau läuft, auch. Und dann???? Wer ihn haben will, kann ihn nehmen!!! So fliegen von diesen meinen Modellen aber noch einige bei unseren Fliegerkollegen. Nur, mir sind die dann schon zu ausgeschlagen. Ich habe eben mal auf den Sender geschaut; also die Twin hat 78 Stunden und die Mentor wieder 190 Stunden auf dem Buckel. 8( Das wird wieder Geld kosten!!!! ;( Dieter
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

schmonzel

RCLine User

Wohnort: Lüchow im Wendland

Beruf: Versicherungskaufmann

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8

Donnerstag, 18. September 2014, 09:55

1000 und mehr .......

...Flugstunden habe ich wohl geschafft in drei Jahren, und das fast ausschließlich mit meinen Schäumlingen.
Allerdings verteilt auf knapp 30 Fliegerlein.
Meine TS II als ältester Vogel hat zwar auch arg gelitten, aber der Schaum hält, nur alle Flaps sind mittlerweile Scharnieren gewichen.
Rest lackiert und mit Edding aufgehübscht, alles fast wie am Tag 1.
Klebestellen gerade bei vorgepappten Fliegern lösen sich mit der Zeit (oder können), hier habe ich schon Rümpfe nachgeklebt.
Nix hält ewig, sogar dann nicht, wenn ich mein Modell unbenutzt unter die Zimmerdecke hänge ( Chemie, Weichmacher, Lösungsmittel etc... )
Klar sollten nach gewissen Zeiten immer mal die kritischen Stellen näher beäugt werden, aber eine Vorflugkontrolle mache ich eh immer, egal wie alt der Flieger ist !
Und abhängig von der Landebahn und vom Können und von wiederholt schönen Landungen ( oder auch nicht ), können vor allem die Fahrwerke arg leiden.
DAS ist bei Holz aber nicht anders, fast alle schönen Stäbchenflieger werden meistens gleich zu Beginn
von den Kollegen im Bereich der Aufnahme verstärkt ( oder nach der Erstlandung auf Holperrasen). :evil:

Die Mot-Aufnahme sehe ich mir immer kritisch an, vor allem bei den Racern mache ich immer Festigkeitstests.
Aber evtl. sind drei Jahre auch noch nicht die Lebensdauer, hier wäre mal schön zu wissen, wie lange ihr denn eure Schaumis fliegt (Flugstunden ?) ?
:prost:

Heute geht es raus, es sommert nochmal schön im Wendland :ok:
Andreas
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

9

Donnerstag, 18. September 2014, 11:47

Manche Schaumis haben ihre Probleme mit den Krafteinleitungen. Meistens hat man das aber recht schnell, bzw. von Anfang an. Manchmal kann man das auch im Internet schon lesen und entsprechend modifizieren. Wenn das mal erledigt ist, fliegen meine Schaumis fast ewig, solange kein Absturz passiert. Irgendwann werden Schaumscharniere lose und gegen Vliess getauscht. Nur selten wurde das Material bisher so schwach/schlecht, daß ich ein Modell wirklich entsorgt habe. Einige Modelle habe ich schon >10Jahre im Einsatz, wenn auch meist nicht sehr oft im Jahr. Entsorgt wird meist erst, wenn die Reparatur einfach keinen Sinn mehr macht, weil Teile zu sehr verbogen sind oder fehlen oder zu klein sind.
Auch die Nuris halten sehr lang, nur das Tape bei einigen hält nur wenige Jahre und muß regelmäßig getauscht werden.

RK

10

Donnerstag, 18. September 2014, 16:28

Meine häufig (aktuelle und alte) genutzten Schaumwaffeln: Easy Glider, Acro Master, Sport Wing, Xeno, Twin Star
Materialermüdung: -0
gelöste Servos: -0-
ausgerissenes Fahrwerk: -0-
Optik nach etlichen Flügen: top (Sport Wing 2-3)

Wenig geflogene (aktuelle und alte) Schaumwaffeln: Saab Grippen, Fox, Gemini
Materialermüdung: -0
gelöste Servos: -0-
ausgerissenes Fahrwerk: -0-
Optik nach wenigen Flügen: o.k.

In dieser Hinsicht kann ich den Schaumwaffeln nur ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.
Viele Grüße, Michael

11

Donnerstag, 18. September 2014, 17:22

Also die Mentor ist zwar nicht gerade ""wie aus dem Laden""" aber sonst noch in Ordnung. Die hatte einmal ihr Fahrwerk verloren und das war bei einer nicht gerade gewollten Rückenlandung. ;( Alter des Vogels war da mal gerade eine Stunde. Der Vorgänger Mentor 1, hatte da wohl ein paar Stunden mehr drauf ohne Fahrwerkverlust. Die Twin hat einige Lehrer/Schüler Ferienfreizeitstunden abgekriegt und das Abfangen aus einem Sturzflug ist dann immer voll auf die Flächen gegangen. Nicht, das die gebrochen wären; aber die wurden durch das Abfangen immer """fassrund""". Der Stab sitzt dem entsprechend seeehhr locker in den Flächen. Deshalb wird es wohl bald eine Neue geben. Easyglider und Tucan??? bestens. Dem Tucan habe ich allerdings eine Verstärkung aus Eichenholz ans Bugfahrwerk geleimt. Jetzt hält es. Obwohl, inzwischen ist unsere neue Piste richtig weich und gut zu landen. Alle Holzflieger???? Nur bei guten ruhigen Wetterverhältnissen. Es könnte ja was dran kommen. Dieter
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

Gast01032020

RCLine User

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12

Donnerstag, 18. September 2014, 18:43

Und um das Thema Qualität noch zu behandeln.
Ich habe reichlich Schaumwaffeln und damit genügend Vergleiche im Hangar stehen und ich muss sagen, dass mir die Multiplexschaumwaffeln allesamt am Hochwertigsten erscheinen.

Die sind genügend Steif/ Fest, trotzdem noch flexibel und robust genug und die Teile fliegen wie schon etlich Andere vor mir geschrieben haben "ewig" und sehr gut. :ok:

Meine Dynam Mosquito hat sich in Puncto Schaum den 2. Platz im Hangar
gesichert und gleich danach kommen die Epojets vom Hobbykönig, die
erstaunlicherweise auch nach 3Jährigem Dauergebrauch nicht aufgeben
wollen.

Alles Andere wird schon in der ersten Saison und nach reichlich Gebrauch merkbar weicher und benötigt ständiger Kontrolle und Nachbearbeitung am Wochenende.

Zum Schlusslicht meiner Sammlung gehört leider meine schöne PZ Thunderbolt zusammen mit den FMS Vögeln. Wunderschöne Flieger, doch der Schaum ist dermaßen empfindlich... Gerade bei der Thunderbolt von Parkzone muss ich aufpassen, dass die keine Blasen bekommt, wenn sie zu lange ohne Schatten auf der Wiese steht. :no:

Nebenbei bemerkt, meine Depron Flieger halten auch jetzt noch ohne Ausfälle! Allerdings sind die wie schon beschrieben mindestens Parkettiert und ordentlich lackiert. Ich hoffe das bleibt so :nuts:

liebe Grüße
Tobias
»Gast01032020« hat folgende Bilder angehängt:
  • SAM_1175klein.jpg
  • SAM_0097n.JPG

13

Donnerstag, 18. September 2014, 19:35

...moin, meine Zero von GWS fliegt seit 8 Jahren, mein Fox von Windrider hat inzwischen 5 Jahre auf dem Buckel, Easy Glider wie Fox, Asw17 von Hype, PZ Hartmann 109 und mein Depron Tomboy fliegen seit 3 Jahren. Alle mit mehr oder weniger klitze kleinen Blessuren.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/

14

Freitag, 19. September 2014, 07:35

Hallo Schaumwaffelfreunde

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.

Ich habe ca. 15 Schaumwaffeln rumstehen/fliegen.

Die Frage der Lebensdauer hat vorallem meine Dynam Su 26M ausgelöst.
Seit ich diese aus dem Karton genommen habe muss ich Ihr hinterher reparieren, Ok ein- zweimal wegen Verknüppellungen, trotzdem ist es irgendwie ein Montagsmodell.

Meine PZ Corsair V1 fliege ich jetzt 5 Jahre war mein zweiter Fliegen nach dem Floaterjet (Easystarkopie). Die beiden find top obwohl einige Reparaturen wegen Lernfehlern.

Alles Andere vor allem Eigenbauten aus Depron, Dynammodelle etc. leben so ca. 2-3 Jahre entspricht ca. 150-200 Flugstunden. Danach Komponenten ausbauen und neues Eigenbaumodell erstellen. Indoorschaummodelle halten ca. 2 Saisons.

Momentan überlege ich mir zu meinen grösseren Holzmodellen (Selbstzünder und Benziner) ein kleineres Elektro Holzmodell ca. 1.00-1.20m zuzulegen anstelle einer neuen Schaumwaffel.

Grüsse Roger

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Freitag, 19. September 2014, 10:02

Vielleicht sollte ich hier noch einfügen, das ich bis im Frühjahr eine Me 109 von PZ besessen habe. Am Anfang war ihr bei fast jeder Landung vorne höhe Nasenleiste der Rumpf durchgebrochen. Auch so gab es immer mal Ärger mit ihr. Der Schaum speziell von diesem Modell war nicht besonders qualitativ. Das muss aber nicht bedeuten, das andere Modelle von PZ jetzt auch schlecht wären. Nur von PZ kaufe ich nach diesem Reinfall nichts mehr. Dieter
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

16

Freitag, 19. September 2014, 10:30

Wenn ich dran denke was der alte Easy Star schon alles hinter sich hat und immer noch einwandfrei fliegt, da wäre alles andere was im Modellbau verwendet wird schon lange verschrottet worden. So gesehen haben die Schaumdinger schon ihre Berechtigung, mag sein dass es Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Schäumen gibt, unter den Herstellern eher nicht die verkleben die Teile ja nur.