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Sonntag, 8. Februar 2015, 16:56

Rocket F1 Evo (Hobbico) Great Planes

Liebe Mitflieger,
ich möchte Euch hier ein wenig über mein Winterprojekt berichten. Inzwischen ist das Modell fertig gebaut, allerdings steht noch der Jungfernflug aus.

Im letzten Jahr habe ich auf dem Hobbico-Stand (ProWing Soest) die Rocket F1 Evo das erste mal in Live gesehen und habe mich gleich in den Vogel verliebt. Auf meine Nachfrage bezüglich Lieferbarkeit sagte man mir Mitte August 2014 sei das Modell lieferbar. Leider wurde darauß Ende 2014.
Die Rocket F1 ist in real ein Kitplane und in den USA wohl auch recht beliebt. Optisch für mich auf jeden Fall ein Leckerbissen.

Die Rocket kann sowohl elektrisch wie auch als Verbrenner betrieben werden. In meinem Fall elektrisch.
Spannweite beträgt 1320mm, Gewicht ist mit 2,7 - 3,1kg angegeben, wobei ich direkt vorneweg sagen möchte, die habe ich locker unterboten. Meine Rocket wiegt mit 4s-3000 30c nur 2450g (!).
Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich nicht den empfohlenen 2x 3s Antrieb genommen habe, sondern mich für 4s entschieden habe. Dadurch spart man Gewicht beim Motor und dem Akku. Die Idee das Modell mit 4s auszustatten, ist nicht grundsätzlich auf meinem Mist gewachen, sondern im englischen Forum wurde schon darüber geschrieben und für gut befunden.
Dort wurde auch darüber philosophiert warum Great Planes nicht direkt das Modell mit 4s Ausstattung empfielt. Was warscheinlich daran liegt, dass man keinen 4s Antrieb (ob Motor oder Akkus) im Progamm hat, oder hatte.

Ausstattung:
Ich habe mich beim Motor für einen Robbe Roxxy 4250/06 800kv entschieden, der mit einer Aeronaut 13x8 ca. 3300g Schub bringen soll. Das bedeutet, Leistung sollte genug vorhanden sein :evil:
Evtl. wenn es vom Strom her passt, werde ich auch eine Schraube mit mehr Steigung probieren. Denn außer dem Maiden fehlt auch noch die Schub- und Strommessung im Stand, weil mir im Moment noch Adapterkabel dafür fehlen.
Als Regler habe ich einen Derkum Uranus 65A mit 8A s-BEC verbaut.
Für die Querruder habe ich Savöx 0255 MG (3,9kg bei 6,0V), da die Querruder zwar über die gesamte Flügelbreite gehen, aber von der Tiefe sehr klein sind. Ich hatte die Ruderbelastung mal berechnet und da kam ich nie auf mehr als 2kg. Mit 4kg sollte man also auf der sicheren Seite sein.
Auf Höhe und Seite habe ich jeweils ein Savöx 0254 MG (7,0kg bei 6,0V) verbaut, was auch mehr als ausreichend sein sollte.
Den originalen Spinner habe ich auch noch gegen einen Aeronaut Kunststoffspinner getauscht, weil ich mit denen bis jetzt immer gute Erfahrungen gemacht habe.

Ausstattung zusammengefasst:
Motor: Roxxy 4250/06 (800kv)
Luftschraube: Aeronaut 13x8
Regler: Derkum Uranus 65A
Servos Quer: Savöx 0255mg
Servos Höhe/Seite: Savöx 0254mg

Bau des Modells:
Das Modell kommt als ARF Modell und ist komplett bespannt. Ich musste nur wenige Stellen mit dem Folienbügeleisen nacharbeiten.
Die Motorhaube ist aus GFK. Die Löcher für die Halteschrauben müssen später noch selber gebohrt werden. Bei dieser Arbeit sollte man sorgfältig arbeiten, damit es anständig aussieht. Ich habe dafür die Huabe aufgesetzt, den Spinner montiert und dann die Haube mit Klebeband am Flieger und dem Spinner fixiert. Hat man die Haube gut fixiert, kann man gut die Löcher durch die Haube und in die Halter für die Schauben bohren.

Zu Anfang beginnt man allerdings mit dem Einsetzten der Querruderservos in die Flächen. Die Hartholzklötze in die die Servos später befestigt werden, liegen lose dabei. Das hat den Vorteil, ich kann mir die Servogröße aussuchen indem ich später die Halteklötze selber verklebe/verschraube.
Als Besonderheit sei noch erwähnt (das war mir vorher nicht klar), die Flächen werden zwar zweiteilig geliefer, müssen aber zu einer einzelen verklebt werden, da die komplette Fläche später von unten an das Modell geschraubt wird. Das bedeutet aber auch man muss die 1320mm Tragfläche auch im Auto unter bringen. Das sei nur am Rande erwähnt, denn der Schreiber dieses Textes hat zur Zeit nur einen Fiat Panda oder einen Lotus zur Verfügung :D
Das Verkleben der Flächen geht mit Epoxy. Außerdem werden die Flächen zuvor noch mit einem robusten Holm verbunden.
Das Leitwerk Höhe/Seite und Spornrad sorgsam eingeklebt.
Anschließend werden noch die Servos für Höhe und Seite (übrigens Kopfüber) und die Anlenkungen verlegt.
Motorspannt für den E-Motor eingeschraubt (ich habe ihn noch zusätzlich verklebt) und Motor aufgesetzt. Bei mir kamen Gewindestangen zum Einsatz, weil der 4250/06 natürlich kürzer ist als der angegebene Rimfire für den 6s-Betrieb.
Alles in allem für einen fortgeschrittenen Modellbauer kein Problem.

Als ergänzende Hinweise will ich aber auch noch ein paar Probleme schildern.
Die Anlenkungen der Ruder werden mit Schrauben und Gegenplatte befestigt, was sich als schwierig erweist, weil man dafür sehr genau bohren muss. Das hat bei mir nicht wirklich gut geklappt und deshalb habe ich die Löcher größer gebohrt und mit Epoxy gesichert.
Das andere Problem ergab sich dadurch dass ich der Anleitung gefolgt bin und die Schraublöcher in den Hartholzklötzen, wie beschrieben mit Sekundenkleber ausgehärtet habe. Dass soll ja eigentlich dazu dienen, dass durch mehrmaliges ein- und rausschrauben das Schraubenloch nicht kaputt geht. Ich habe allerdings festgestellt, dass das bei Hartholz wohl dazu führt, dass die Schrauben kaum noch rein oder raus zu schrAuben sind. Ich habe mir sogar beim Versuch eine Schraube raus zu schrauben den Kopf abgerissen. Deshalb habe ich danach auch keine Scharublöcher mit Sek-Kleber ausgekleidet. Bei weichen Hölzern ist das gut, bei Hartholz wohl eher nicht.

Beim Auspacken des Modells war bei mir der Pilot nicht mehr auf seinem Platz und hatte sich in der Haube gelöst. Zum Glück konnte ich ihn aus der Öffnung hinten heraus bringen. Mir ist dann aufgefallen, dass es auch nicht der Pilot ist wie auf den Bildern von Hobbico zu sehen. Dieser Pilot war irgendwie viel größer und passte vom Scale her nicht zum Flieger. Ich hatte zu Glück noch einen im Fundus, der auch von seinen Körpermaßen zum Flieger passt. Dafür musste ich nur unten ein bisschen abschneiden und mit einen selbst gebauten Zange aus 3mm Draht, mit Epoxy einkleben.

Bei mir haben die Schraublöcher für das Motorkreuz nicht gepasst, deshalb habe ich mit den vorderen Teil des Motorspannt selber aus zwei (doppelt) Sperrholzplatten 4mm geschnitten und eingeklebt. Da man die Motorbox eh noch zusammenbUen und kleben muss, hat man die originalen Teile gleich als Schablone.

Erwähnt sei auch noch, dass teilweise die Schrauben metrisch sind und andere Schrauben wieder in Zollgewinde. Das ist solange kein Problem solange man die Muttern mit den vorgesehen Schrauben verbindet. Da ich aber für den Motor Gewindestangen verbaut habe, konnte ich auch die Einschlagmuttern die geliefert wurden nicht nehmen. Zum Glück ist mir das noch vor dem Einbau der Einschlagmuttern aufgefallen.

.....to be continued

Jochen
»DarkDust« hat folgende Bilder angehängt:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkDust« (8. Februar 2015, 17:35)


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Dienstag, 17. September 2019, 09:30

Es hat bisschen gedauert, aber ich habe endlich mal ein Video gemacht :D