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181

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 12:52

Und selbst wenn sie es irgendwie durchkriegen sollten, werden sie es wohl ganz schnell wieder aufgeben...
Leider ist es dann trozdem durch und genau das gilt es zu verhindern. Klares nein zu jeglicher Neuregelung! Schönreden nutzt uns nüx.
Gruß Stefan

Ich hab auch ein Flugzeug :dumm:

182

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:04

Ich möchte nur mal wissen wie die Amazondrohnen auf Sicht
geflogen werden? Alles andere ist ja nicht erlaubt. :D

Oder haut der Gesetzgeber wieder etwas neues raus?

-fliegen mit Brille ohne Spotter
(schon längst hinfällig. Was tun wenn der Spotter auch eine Brille trägt
und es wird darum geflogen wer die nächste Pizza zahlt? )
-autonomes fliegen ist wieder erlaubt
-Sichtkontakt nicht nötig.
-Städte und Wohngebiete sind keine Tabuzonen mehr.

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (2. Dezember 2015, 13:16)


christianka6cr

RCLine User

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Beruf: staatl. gepr. Schiffschaukelbremser mit Jodeldiplom

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183

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:14

Ich frag mich grad, wie das mit der Manntragenden Zunft zusammengehen soll, denn in dem Höhenbereich sind ua Segelflugzeuge, die im besten Fall Flarm an Bord haben, Gleitschirmflieger die garantiert garnichts ausser ihrem Vario und nem Handy dabei haben, Heißluftballone, ..... unterwegs.
Wenn da eine Eta mit 30m Spannweite mit 250kmh nach nem schönen Streckenflug zum Flugplatz in 120m Höhe auf den letzten Metern zurückballert, will ich nicht in der Eta sitzen wenn so ein Copterdreck mit Päckle drunter entgegengeeiert kommt und dann im blödesten Fall innerhalb 1 Sekunde um 20m Ausweichen muss/müsste/hätte müssen... Das endet unter Garantie eiter.

Kann mir nicht vorstellen, daß da die Manntragenden Jungs und Mädels noch nicht auf den Gedanken gekommen sind, oder die halten den Amazon-Witz für komplett abwägig!? Daß alle Manntragenden plötzlich mit Transpondern unterwegs sein müssen, inkl. Gleitschirm- und Drachenpiloten wird sicher nicht durchzusetzen sein.

Andererseits muss Amazon schon was machen um ihre Liefergeschwindigkeit zu erhöhen. Ich bestelle schon länger nichts mehr dort, weil ich keinen Bock habe 1 Woche auf irgendwas direkt vom Lager lieferbares zu warten oder für Prime, also für eine ganz normalschnelle Lieferung wie sie alle anderen Händler bieten, mich verarschen zu lassen und sogar extra zu bezahlen. Das hat aber nichts mit Copterpäckle zu tun, das hat was mit der verko(r)ksten Geschäftspolitik zu tun und die kann ich nur durch Bestellung bei anderen Versendern ändern.

Gruß Christian

EDIT: Auch gute Argumente Tom.... :ok:
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

stein

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184

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:19

Ihr könnt davon ausgehen, dass bei kommerziellen "Drohnen" zukünftig Sonderregelungen gelten, sofern sich die Lobbyisten durchsetzen.

Die werden alle mit Funktranspondern ausgerüstet werden, die werden untereinander Informationen über ihre aktuelle Position austauschen (ähnlich TCAS in der Großfliegerei) und sich dann auch gegenseitig automatisch ausweichen.
Die dazu notwendigen Sensoren (passen in eine Röhre in der Größe eines dicken Kugelschreibers) könnte ich bereits jetzt schon liefern. Der loggt und überträgt über 15 KM per Funk GPS Position, Flughöhe, Temperatur, Lagewinkel, Beschleunigung und sonst noch was. Ist also gleichzeitig auch noch ein Transponder,wenn da die Sendeleistung noch mehr erhöht werden darf.

Werden wir in Kürze auf den Markt bringen, denn dann können die gewerblichen Piloten sich besser gegen Anschuldigungen wehren, Sie wären angeblich dort geflogen, wo sie nicht dürfen.
Mit den Daten, die dieser Sensor liefert kann man lückenlos einen kompletten Flug darstellen. Da muß nur noch eine TCAS Lösung nachgeschaltet werden und schon können alle Copter mit diesem System autonom fliegen und sich gegenseitig ausweichen und auch allen anderen manntragenden Fliegern, die dieses System haben. Kostet nur ein paar Hundert EUR, wird also selbst die Ultraleicht- und Gleitschirmflieger nicht abschrecken.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stein« (2. Dezember 2015, 13:25)


185

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:27

Werden wir in Kürze auf den Markt bringen, denn dann können die gewerblichen Piloten sich besser gegen Anschuldigungen wehren, Sie wären angeblich dort geflogen, wo sie nicht dürfen.

Perfekt, dann werde ich demnächst Gewerbe anmelden, die Flughöhe 0-60Meter ordern (ist ja noch frei )
und Pizza ausliefern.
Wo fliegt ihr?

Gruß Tom

stein

RCLine User

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186

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:30

Werden wir in Kürze auf den Markt bringen, denn dann können die gewerblichen Piloten sich besser gegen Anschuldigungen wehren, Sie wären angeblich dort geflogen, wo sie nicht dürfen.

Perfekt, dann werde ich demnächst Gewerbe anmelden, die Flughöhe 0-60Meter ordern (ist ja noch frei )
und Pizza ausliefern.
Wo fliegt ihr?

Gruß Tom
Wäre auch kein Problem, einen optischen Sensor zur Erkennung von Hindernissen (Menschen, Häuser, Bäume und was weiß ich) kann man da noch problemlos ankoppeln.
Dann kannst Du auch in dem Bereich fliegen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stein« (2. Dezember 2015, 13:46)


christianka6cr

RCLine User

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187

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:32

Cool! Gewerbe hamma scho, also kanns ja gleich losgehen und ich kann in den nächsten Wochen dann mit dem 7,93m Quintus direkt hier in D am Hang den Erstflug machen. :dumm: :ok:

Gruß Christian
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

JaRa

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Beruf: Physiker

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188

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:34

Daß alle Manntragenden plötzlich mit Transpondern unterwegs sein müssen, inkl. Gleitschirm- und Drachenpiloten wird sicher nicht durchzusetzen sein.


Ja, der war gut!
Fliegst Du nicht selbst auch manntragend? Bist Du's dann nicht schon längst gewohnt, dass auch da über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und jeder noch so hirnrissige Furz sofort umgesetzt wird, wenn sich irgendein hohes Tier damit profilieren oder davon profitieren kann? Haben wir nicht alle erlebt, wie dramatisch die Anzahl der von der deutschen Privatfliegerei ausgehenden Terroranschläge nach Einführung der ZÜP zurückgegangen ist? Das beste Mittel, amokfliegende Bürger von ihren Taten abzulenken ist immer noch, ihnen die Fliegerei zu teuer zu machen und das funktioniert auch im Modellflug. Bei den "manntragenden" fallen die paar k€ Zusatzkosten alle paar Jahre für die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird, glatt aus der Portokasse, schließlich schwimmen wir ja alle im Geld. Und sind wir nicht froh, dass wir unsere Funkgeräter demnächst durch super tolle mit 8 kHz-Raster tauschen dürfen, was uns de facto keinen Gewinn bringt? Und jeder Techniker ist sicher der Meinung, dass Kosten von deutlich über 1000€ für ein analoges (!) Amplitudenmodulationsfunkgerät (!!!) absolut gerechtfertigt sind und dem Stand der Technik entsprechen. Gerade Deutschland ist da ganz besonders obrigkeitshörig und jeder Furz der EASA wird sofort mal prophylaktisch umgesetzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JaRa« (2. Dezember 2015, 15:00)


JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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189

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:36

Da muß nur noch eine TCAS Lösung nachgeschaltet werden und schon können alle Copter mit diesem System autonom fliegen und sich gegenseitig ausweichen und auch allen anderen manntragenden Fliegern, die dieses System haben. Kostet nur ein paar Hundert EUR, wird also selbst die Ultraleicht- und Gleitschirmflieger nicht abschrecken.


Mhm, dann träum mal schön weiter. Für die Privatfliegerei gerecht in ein EASA Form 1 eingepackt kannst Du an den Endkundenpreis dann mal noch ne Null dranhängen.

christianka6cr

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190

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:36

Nee, fliege schon seit einigen Jahren nicht mehr manntragend... Anscheinend gottseidank :shy:
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

Flattermausi

RCLine User

Beruf: Flugzeugbau :)

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191

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:44


Perfekt, dann werde ich demnächst Gewerbe anmelden, die Flughöhe 0-60Meter ordern (ist ja noch frei )


*Gelangweilt*: Gibt es schon. Tiefkühlpizza wie Tontaube hoch schleudern. Nach dem Wiedereintritt ist sie knusprig. Frischer geht es nicht. :)

Mein Gott was will man da sagen.
Wenn sie technisch so weit sind kleine Packerl risikoarm per Drohne aus zu liefern werden sie ihr Ding durchmauscheln. :hä:

stein

RCLine User

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192

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:48

Da muß nur noch eine TCAS Lösung nachgeschaltet werden und schon können alle Copter mit diesem System autonom fliegen und sich gegenseitig ausweichen und auch allen anderen manntragenden Fliegern, die dieses System haben. Kostet nur ein paar Hundert EUR, wird also selbst die Ultraleicht- und Gleitschirmflieger nicht abschrecken.


Mhm, dann träum mal schön weiter. Für die Privatfliegerei gerecht in ein EASA Form 1 eingepackt kannst Du an den Endkundenpreis dann mal noch ne Null dranhängen.
Wie die Lösung letztendlich aussieht, wird der Gesetzgeber bestimmen. Technisch können wir jetzt schon die GPS Position,Höhe und noch viele andere Daten problemlos direkt über den Sensor in einem 15 KM Radius funken. Und das für einen Preis der im Bereich von 300 EUR liegt.
Bei hohen Stückzahlen wird der noch mal dramatisch nach unten gehen.

JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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193

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:54

Technisch können wir jetzt schon die GPS Position,Höhe und noch viele andere Daten problemlos direkt über den Sensor in einem 15 KM Radius funken. Und das für einen Preis der im Bereich von 300 EUR liegt.
Bei hohen Stückzahlen wird der noch mal dramatisch nach unten gehen.

Der Herstellungspreis ist eine Sache. Der Preis, der auf dem luftfahrtzertifizierten Teil steht mit jeder Menge Papier, Stempel, behördlich eingetragenen Zulassungsnummern (für die dann bei dem gigantischen Aufkommen von mehr als 3 Stück gleich eine neue Abteilung innerhalb der Behörde geschaffen werden muss, die auch bezahlt werden will), ist ein anderer. Das ganze muss dann regelmäßig nachgeprüft werden und zwar von qualifiziert gestempelten Fachpersonal, das auch nicht karitativ arbeitet.
Klingt lächerlich? Ja, ist aber Realität in der Privatfliegerei.

stefano

RCLine User

  • »stefano« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Burgkirchen

Beruf: Maschinenbaumeister

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194

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 15:56

Ich möchte nur mal wissen wie die Amazondrohnen auf Sicht
geflogen werden? Alles andere ist ja nicht erlaubt. :D

Oder haut der Gesetzgeber wieder etwas neues raus?

-fliegen mit Brille ohne Spotter
(schon längst hinfällig. Was tun wenn der Spotter auch eine Brille trägt
und es wird darum geflogen wer die nächste Pizza zahlt? )
-autonomes fliegen ist wieder erlaubt
-Sichtkontakt nicht nötig.
-Städte und Wohngebiete sind keine Tabuzonen mehr.

Gruß Tom

Siehe hier: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artike…08-drohnen.html
Quelle: BMVI

Aus dem Text: Landesbehörden können künftig Flüge auch außerhalb der Sichtweite des
Steuerers erlauben, wenn der sichere Betrieb nachgewiesen wird.‎ Bislang
ist der Betrieb außerhalb der Sichtweite des Steuerers grundsätzlich
verboten.

noch Fragen?

195

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 22:55

...........wenn der sichere Betrieb nachgewiesen wird.‎
noch Fragen?

Eine hätte ich dann noch.
Wie und durch wen, will man den sicheren Betrieb nachweisen?
Ich denke da mal an die äußeren Einflüsse, wie Sonnenerubtionen,
starker Wind, Gewitter, Regen, Nebel, Kälte, Hitze unsw.
Gibt es dann beim DWD eine neue Sparte? Drohnenwetter.

Gruß Tom

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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196

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 00:38

Hallo,

man sollte da nicht nur an reine Multicopter u.ä. denken. Die "Amazon-Drohne" z.B. startet und landet nur vertikal; den größten Teil ihrer "Mission" fliegt sie Tragflügel-gestützt, was Reichweite und Flugdauer erheblich vergrößert.

Die Zulässigkeit des autonomen bzw. automatischen Flugs ist bereits im EASA-Proposal berücksichtigt (Kategorie 3). Die Zulassungs- und Prüfungsbedingungen werden wohl an ähnliche Regeln angelehnt werden, wie sie in der Luftfahrt schon bestehen.

Die Wissenschaft/Forschung beschäftigt sich schon lange mit "Schwarmverhalten" und intelligentem autonomen Fliegen.

Man sollte sich daher keine falschen Hoffnungen zur technischen (Nicht-)Machbarkeit machen, und das wird (leider) auch bezahlbar sein.

Gruß,
Helmut

mannikiel

RCLine User

Wohnort: Kiel

Beruf: Spazierenfahrer

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197

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 03:10

Da das Thema in meinen anderen Foren entweder ignoriert oder hochwissenschaftlich behandelt wird, frage ich hier mal ganz unschuldig:

Was solls ? ??? (Ja, ich weiß, allgemein ne Katastrophe, aber ich meine jetzt für mich !)

Ich fliege E-Segler und neuerdings E-Modelle.
Fahre an den Popo der Welt, weil ich niemanden sehen oder hören will, weil ich die Natur geniessen will.
Die Segler lasse ich meistens auf 100m steigen, manchmal 200, gaaaaanz selten 300, EINmal 500m. Dann fliege ich da meine Runden, versuche Thermik zu finden, wenns gut läuft steige ich wieder auf und mache Blödsinn bis zur Einstiegshöhe, meistens gleite ich aber nur die Höhe ab und schmeisse irgendwann den Motor wieder an.
Die E-Modelle fliege ich bis jetzt in nem Radius von 50m um mich rum, mehr traue ich mich noch nicht. Wenn ichs gewohnt bin vielleicht 150, max 200m.

So ungefähr alle 10 Flugtage spricht jemand mit mir. Ist dann zu 90% ein Modellflieger, oder zumindest Ex-....
Spaziergänger Radfahrer Reiter werden freundlich gegrüßt, manche grüssen zurück, die meisten sind einfach plötzlich weg.

Wovor soll ich jetzt Angst haben ? ???
Kann irgendwer ein Modell zwischen 2m und 3,5m per Radar orten ? Würde sich überhaupt im WorstCase jemand die Mühe machen mich zu finden ? Oder geht es erst los, wenn ich ne Amazon- oder DHL-Drohne geschrottet hab ?


Ja, ich schreibe einen Brief. Scheitert aber meistens schon bei "Sehr geehrter Herr Doofrind". Ich werde nächstes Jahr meine DMO-Versicherung kündigen und in den DMFV eintreten. Ich werde jede Petition dagegen unterschreiben.
Aber jedes Gesetz ist nur so gut wie seine Überwachung, und da mache ich mir momentan keine Sorgen....
Nu haben sich zwei Fatzebuch-Gruppen zusammengeschlossen, um Taranis- und OpenTX-Nutzern zu helfen:

https://www.facebook.com/groups/712191765525582/

Würde mich freuen, wenn noch mehr dazukämen.... :prost:

LG vonner Küste
Carsten :w

198

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 07:29

Das sehe ich genauso, man könnte es auch in 3 Worten zusammenfassen:
legal - illegal - schei**egal.
Ein Herz für Drohnen! Gruß Rainer

thorben97

RCLine User

Wohnort: Hamburg

Beruf: Auf dem Weg zum Fluggerätmechaniker Instandhaltungstechnik

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199

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 08:22

Ehrlich gesagt, ich glaube nicht daran, dass Amazon das durch bekommt. Da spielen einfach zu viele Faktoren mit rein.
Mein Hangar: Petr Zak Yak 54 :evil: , Sebart Wind 110, Wind S und Angel S, PA Katana MD, Zaunkönig, Arrow v6, Kobras in allen Variationen :D und eine Sebart Su 29 140e ( 6s Elektro, love it :heart: )

Helis: Logo 600 SX, Warp 360, T-Rex 250 SE

Solange die Teile im Umkreis von 5m verstreut sind, zählt es als Landung :D

Ich habe visuellen Tinitus. Ich sehe dauernd nur Pfeifen!

MfG
Thorben

200

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 13:13

Das sehe ich genauso, man könnte es auch in 3 Worten zusammenfassen:
legal - illegal - schei**egal.

So einfach ist es leider nicht.

Natürlich ist eine flächendeckende Überwachung völlig unmöglich (es steht ja auch nicht alle 5 Meter ein Blitzer neben der Straße). Das Radar der zivilen Flugsicherung ist für sowas garnicht ausgelegt, weil die so kleine Flugobjekte nie interessiert haben. Deren Geräte sind eher auf Reichweite getrimmt, um weniger Standorte zu benötigen. Eine wirklich präzise Ortung und Verfolgung ist nur im Zusammenspiel mit Transpondern möglich.
Für die sichere Ortung eines Flugmodells bräuchte man militärische Radaranlagen, z.B. solche die im Zusammenhang mit Raketenabwehr zum Einsatz kommen. Die haben aber relativ wenig Reichweite, also braucht man viele davon. Ein Flugmodell anhand eines Radarechos von einem großen Vogel sicher zu unterscheiden ist auch nicht so einfach. Man müsste also bei jedem Verdacht sofort die Polizei losschicken, die in der Mehrzahl der Fälle dann nur paar Störche o.ä. finden und den Einsatz frustriert abbrechen (und nach dem 20. Storch garnicht mehr ausrücken) würde.

Nur weil eine flächendeckende Überwachung unmöglich ist, kann man aber nicht folgern, dass man gefahrlos machen kann was man will.

Nach Informationen in RCN wurde in den Niederlanden (seit Juli 2015: 120m Limit!) bereits ein Exempel statuiert, ein Modellflieger zu einer saftigen Strafe verurteilt und ein Modellflugplatz vorübergehend geschlossen. Dort hat es sich, so wie ich es verstanden habe um eine gezielte Kontrolle durch einen Polizeihubschrauber gehandelt. Auch die können keine exakte Höhe eines Modells messen, sondern nur nach Augenmaß auf gleiche Höhe gehen, ihren Höhenmesser ablesen und Fotos machen. 4 Augen in Uniform reichen aber offensichtlich für eine gerichtsverwertbare Höhenfeststellung.

Es ist also durchaus möglich, in Einzelfällen vorzugehen und wie die Schließung des Flugplatzes zeigt, ist auch die Sippenhaft nicht gänzlich abgeschafft.
Solche behördlichen Kontrollaktionen werden zwar selten bleiben, aber sie sidn nicht die einzige Möglichkeit jemandem Ärger zu machen.
Stell Dir vor Du fliegst auf Deiner Wiese oder Deinem Modellflugplatz und irgendein Denunziant sieht das. Also einer von der Sorte, die so sehr gegen alles ist, dass sie sogar die eigene Geburt verboten hätten. Der hat vor Jahren irgendwo was von einer Höhenbeschränkung gelesen, ruft bei der Polizei an und berichtet völlig aufgelöst von einer "Drohne" in schwindelerregender Höhe, die gerade ein Flugzeug behindert hätte. Es spielt in dem Moment nicht die kleinste Rolle, ob das stimmt. Dann kommt ein Streifenwagen, um die Sache zu überprüfen. Und genau in dem Moment hast Du richtig Thermik gefunden ist bist in großer Höhe am kreisen, ganz offensichtlich weit höher als erlaubt.
Schon hast Du zwei Zeugen in Uniform und einen ohne Uniform gegen Dich und keine Chance, Dich zu wehren.

Es ist völlig inakzeptabel, sich in die Illegalität treiben zu lassen! Das ist definitiv nicht verhandelbar, nichtmal in der leisesten Andeutung!


Angesichts der Entwicklung im Ausland kann man nur feststellen, dass sich dei Schlinge langsam zu zieht.
Österreich hat seit 2(?) Jahren 150m. Spanien und die Niederlande haben seit diesem Jahr 120m, in den Niederlanden mit Ausnahmen für Verbandsflugplätze bis 300m. Italien hat 70m ohne und 120m mit Flugschein. Falls ich mich nicht irre, war auch irgendwas in Dänemark im Gange.
Und auf der seltsamsten aller Inseln, da oben nördlich von Calais, wird seit Jahren ein System mit lustigen Flugzertifikaten praktiziert, ohne die man garnix mehr darf.

Selbst wenn der Dobrindtvorstoß komplett eingestampft wird (Dobrindt hat erstmal nur Zeit bis zur Wahl im Herbst 2017), kommt 2-3, vielleicht 4 Jahre später die EU mit ihrer "Drone Regulation" auf Basis des EASA Proposal. Dobrindt unterscheidet zwischen Drohnen und Flugmodellen (bisher ohne klare Drohnendefinition, im deutschen Recht gibt es den Begriff Drohne noch garnicht). Im EASA Proposal gibt es diese Unterscheidung nicht, dort ist einfach alles eine Drohne, was ferngesteuert oder autonom fliegt. Laut diesem Proposal kommt zur Höhenbeschränkung noch eine Reduzierung von 5 auf 4kg und dazu für schwerere Fluggeräte und nicht ganz so enge Höhenlimits eine Art Flugscheinpflicht.
Tolle Aussichten :angry: