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christianka6cr

RCLine User

Wohnort: 79379

Beruf: staatl. gepr. Schiffschaukelbremser mit Jodeldiplom

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201

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 14:01

Moin

....Italien hat 70m ohne ...... Flugschein...


Krasse Scheiße. Diesen Sommer wurde das dann demnach alleine von mir an einem Tag zigfach bis zum ~25-fachen überschritten und einige italienische Kollegen waren ebenfalls ähnlich hoch, denn ab bissl über 1700m wurde es diesig und man kam in die Thermikwolke... ;)

Demnach ist mir aber sowas ab sofort absolut völlig unglaublich bis zum gehtnichtmehr Scheißegal, denn wenn ich eh quasi ab spätestens 2sek. nach dem Start Versicherungsschutzlos und im illegalen Bereich unterwegs bin, ist ja alles andere ebenfalls Wurst. Der freundliche Herr Doofrind, anscheinend mit deftigem Wahn, hat was befreiendes.... Versicherung kündige ich auch, brauch ich ja dann nicht mehr. Namensschildchen aus feuerfestem Material in den Modellen habe ich eh noch nie gehabt, da bleibe ich also weiterhin wie gewohnt Gesetzesunkonform.

Gruß Christian, der sich auf neue Höhenrekorde im Jahr 2016 freut
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

203

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 16:40

Dazu gab es auch einen Beitrag im TV, wie sich Amazon das Ganze vorstellt.

Bis 60m private Drohnen, dann die Amazondrohnen und dann der zivile Luftverkehr.

Unglaublich wie arrogant manche Unternehmen sein können. Nach dem Motto: "Alle aus dem Weg, jetzt komme ich"

Und dank der Schiedsgerichte die vie TTIP installiert werden sollen, werden die wohl dort wegen Behinderung dort klagen, wenn die den Bereich nicht bekommen!
Wart es ab....
KDS 450 S, Heim 3D100, Mt 325 V2 SE, Mt 325 V2
Panda Sport, Easy Glider Pro, Heron, Acromaster, Pilatus PC-6, Catalina

204

Freitag, 4. Dezember 2015, 02:41

Stell Dir vor Du fliegst auf Deiner Wiese oder Deinem Modellflugplatz und irgendein Denunziant sieht das. Also einer von der Sorte, die so sehr gegen alles ist, dass sie sogar die eigene Geburt verboten hätten. Der hat vor Jahren irgendwo was von einer Höhenbeschränkung gelesen, ruft bei der Polizei an und berichtet völlig aufgelöst von einer "Drohne" in schwindelerregender Höhe, die gerade ein Flugzeug behindert hätte.

Das von dir beschriebene Szenario, wird früher oder später kommen.
Gestern Vormittag hatte ich vor meiner Haustür ca.1,5min die neuen Propeller getestet
und schon kamen 2 von denen aus ihrer Haustür herausgestürmt. :dumm:
Für so ein Sch..ß werde ich mir wohl eine Taranis zulegen müssen und für jeden Flug
Datalogging betreiben.

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (4. Dezember 2015, 08:06)


205

Freitag, 4. Dezember 2015, 10:00

Das musste nur öfter machen, dann wissen alle, da spielt wieder der Tom mit seinem Fliegkram. Das interessiert nach dem 5ten Mal dann keinen mehr, so jedenfalls bei mir. Die Frauen schauen mitleidig und die Jungs neidisch, aber was solls. Ich bin bekennender "homo ludens".
Gruß
Bodo

206

Freitag, 4. Dezember 2015, 10:47

Moin

....Italien hat 70m ohne ...... Flugschein...


Krasse Scheiße. Diesen Sommer wurde das dann demnach alleine von mir an einem Tag zigfach bis zum ~25-fachen überschritten und einige italienische Kollegen waren ebenfalls ähnlich hoch, denn ab bissl über 1700m wurde es diesig und man kam in die Thermikwolke... ;)

Demnach ist mir aber sowas ab sofort absolut völlig unglaublich bis zum gehtnichtmehr Scheißegal, denn wenn ich eh quasi ab spätestens 2sek. nach dem Start Versicherungsschutzlos und im illegalen Bereich unterwegs bin, ist ja alles andere ebenfalls Wurst. Der freundliche Herr Doofrind, anscheinend mit deftigem Wahn, hat was befreiendes.... Versicherung kündige ich auch, brauch ich ja dann nicht mehr. Namensschildchen aus feuerfestem Material in den Modellen habe ich eh noch nie gehabt, da bleibe ich also weiterhin wie gewohnt Gesetzesunkonform.

Gruß Christian, der sich auf neue Höhenrekorde im Jahr 2016 freut


Andere Länder, andere Sitten. Bellufskoni(*1) würde es so handhaben.
Dann mache ich mir doch einen Flugschein zum selbst ausdrucken fertig.
Genehmigt durch mich selbst, mit dem Hinweis das, das Modell scheinbar höher als 70Meter fliegen kann
und das wird durch die Jeti DC16 kontrolliert. Der behindernde Flugverkehr ist ab sofort
umzuleiten.

Saluto Bello(*1)
Selbstverständlich auf italienisch.

*1 Jeder Bezug zum italienischen Politiker wird hiermit ausgeschlossen.
Eine Klage lohnt nicht. Bei mir ist (fast) nichts zu holen. :tongue:

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (4. Dezember 2015, 12:54)


opflettner

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207

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 22:48

Nochmal eine Aktualisierung , eine Diskusionsgrundlage auch für die vereine vom DMFV gerade bekommen:

Verkehrsminister Dobrindt gefährdet den Modellflug in Deutschland – wir wollen Zukunft und Sicherheit!
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Alexander Dobrindt plant erhebliche Einschränkungen für den Modellflug. Öffentlich redet er von „Drohnen“. Es muss aber deutlich gesagt werden, dass seine derzeitigen Pläne nicht nur die sogenannten Drohnen/Multikopter betreffen, sondern den gesamten Modellflug in seiner Existenz gefährden werden. Folgende Einzelheiten sind bekannt:
▪ Private Drohnen-Flüge (d.h. alle Flugmodelle) wären zukünftig in einer Höhe von über 100 Metern verboten.
▪ Kein Betrieb von Flugmodellen außerhalb der Sichtweite des Steuerers.
▪ Verbot des Betriebs über Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten und Einsatzorten von Polizei oder Sicherheitsbehörden, Kraftwerken und Anlagen der Energieerzeugung/–verteilung sowie Bundesfernstraßen und Eisenbahnlinien.
▪ Verbot des Betriebs von Flugmodellen über 0,5 Kg und Flugmodellen mit Kameratechnik in Wohngebieten.
▪ Allgemeine Kennzeichnungspflicht ab 0,5 Kg.
Wie begründet Bundesminister Dobrindt sein Vorgehen?
1. Mit der Vermeidung von Gefahren im Luftraum oder der Verhinderung von Verletzungen von Personen am Boden.
Zu 1. Der Minister liegt falsch: Der Betrieb von Flugmodellen/Drohnen gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Die Anzahl der registrierten Schäden ist konstant niedrig. Es ist momentan keine Zunahme von Gefährdungen der Rechtsgüter Dritter zu verzeichnen. Dies belegen die Schadensstatistiken des DMFV. Auch ergab eine Umfrage des BMVI unter den Landes-Luftfahrtbehörden im Jahr 2014, dass nur eine geringe Zahl von Beschwerden bzw. Meldungen von Störungen zu verzeichnen ist.
Im November 2015 trat darüber hinaus eine aktuelle Ergänzung der LuftVO in Kraft: Hiernach ist das genehmigungsfreie Fliegen über Menschenansammlungen nicht mehr möglich. Damit wird dem Schutzbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger in ausreichendem Maße Rechnung getragen.
2. Mit dem Schutz der Persönlichkeitsrechte unbeteiligter Dritter.
Zu 2. Der Minister liegt falsch: Eine Antwort seines eigenen Ministeriums auf eine Bürgeranfrage geben wir hier wörtlich wieder: „ […] steht damit nach geltendem Recht ein umfassender und ausreichender rechtlicher Schutzmechanismus gegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch sog. Drohnen zur Verfügung.“
Worum geht es Herrn Dobrindt und anderen Politikern dann wirklich?
Ihr Ziel ist die Schaffung von freien Lufträumen für gewerbliche Nutzer wie Amazon, DHL etc. – dies durch
Einschränkungen beim Betrieb von Flugmodellen:
Zitat Magazin Spiegel: „Ein Teil des Himmels nur für Lieferdrohnen - so stellt man sich beim Onlineshop
Amazon die Zukunft der Zustellung aus der Luft vor. Amazon-Manager Gur Kimchi auf einer Konferenz der USRaumfahrtbehörde
NASA eine Aufteilung des Luftraums, um Auslieferungen von Paketen mit einer Drohne zu
ermöglichen. Er schlug vor, Lieferdrohnen nur in einer Höhe von 200 bis 400 Fuß (61 bis 122 Metern) fliegen
zu lassen - reguläre Flugzeuge mit einem Sicherheitsabstand ab 500 Fuß.“
Welche Auswirkungen hätte die Einführung einer Flugobergrenze von 100 Meter in Deutschland auf den
Modellflug?
1. Allgemein
Eine 100-Meter Flugobergrenze bedeutet das „Aus“ für den gesamten Modellflug in seiner jetzigen
Form in Deutschland. In keinem anderen Land der Welt, genießt der Modellflug und der damit
verbundene Modellbau, eine solch langjährige Tradition mit einer solch großen Anhängerschaft, wie
in der Bundesrepublik. Historisch gesehen ist der Modellflug älter als die personentragende Luftfahrt
und wird vom Internationalen Luftsportverband FAI als ein eigener Zweig der Luftfahrt angesehen.
Ein echtes Stück Vielfalt und ein sinnvolles, generationsübergreifendes Hobby würde verloren gehen.
Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass die Illegalität und Zersplitterung des Modellflugs
überproportional zunehmen wird. Anstatt mehr Sicherheit zu schaffen, wird genau das Gegenteil
erreicht.
Wir wenden uns gegen eine Politik, die mit Einführung einer allgemein gültigen 100 Meter
Flughöhenbeschränkung den sicheren und verantwortungsvoll betriebenen Modellflug in seinen
Grundfesten beeinträchtigt. Wir setzen uns für den uneingeschränkten Erhalt des im
Verbandsrahmen (Vereins- und Einzelmitgliedschaft) ausgeübten Modellflugs ein. Dies in seiner
ganzen Vielfalt und im Rahmen der aktuell geltenden Gesetzeslage.
2. Mitglieder & Vereine
Die gewachsene Vereinskultur mit ihren etablierten sozialen Strukturen, dem ehrenamtlichen
Engagement und ihrer örtlichen Verankerung werden existentiell gefährdet. Bundesweit sind unsere
über 1.320 Modellflugvereine und mithin über 86.000 betreuten Mitglieder betroffen. Die
Ausbildung von Kindern und Jugendlichen genießt insbesondere in den Vereinen einen über alle
Maßen hohen Stellenwert. Die Jugendarbeit in den Vereinen wird von heute auf morgen gänzlich
von der Bildfläche verschwinden ebenso, wie die damit verbundenen Schul- und Vereinsaktivitäten
sowie die Vermittlung von technisch-naturwissenschaftlichen Grundlagenwissen und
Sozialkompetenzen.
Sollte die Nutzung eines Modellfluggeländes oder die strukturierte Organisation in Vereinen und dem Fachverband keinen Vorteil mehr bieten, werden sich die Modellflieger in die Fläche verteilen und sind unwiederbringlich dem „Zugriff“ des Fachverbandes als ordnungspolitische Instanz entzogen. Momentan stellt der Deutsche Modellflieger Verband e.V. ein bewährtes und vorbildliches Betreuungskonzept zur Verfügung, über welches er informativen und steuernden Einfluss auf seine über 86.000 Mitglieder nimmt. Diese Mitglieder sind umfassend über die wichtigsten Regeln des verantwortungsbewussten und sicheren Modellflugs informiert, verfügen über eine Halter-Haftpflichtversicherung, haben die satzungsgemäße Verpflichtung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten Dritter akzeptiert und werden ständig über alle wichtigen Entwicklungen im rechtlichen Bereich unterrichtet.
Durch Einführung einer 100 Meter Flugobergrenze wird dieses funktionierende System zerstört. Der Großteil dieser 86.000 Personen wird sich als „Wildflieger“ betätigen und ist nur noch mit erheblichem Mehraufwand und Kosten für die Verwaltung zu steuern. Aufgaben, die bislang zu einem großen Teil ehrenamtlich vom Verband und seinen Vereinen geleistet wurden.
Wir wenden uns gegen eine Politik, die unsere Vereine in Ihrer Existenz grundlegend gefährdet und ein funktionierendes System zerschlägt. Wir setzen uns für den Erhalt unserer traditionsreichen und fachmännischen Vereinsarbeit ein und für Respekt vor ehrenamtlichem Engagement.
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

opflettner

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208

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 22:49

3. Sport
Die Austragung von 13 der 19 Modellflugsportarten auf nationaler und internationaler Ebene ist nicht mehr möglich. Es sind ausnahmslos nur noch Helikopter-, Multicopter-, - und Indooraktivitäten entsprechend den vorhandenen Kapazitäten möglich. Die gesamte deutsche Wettbewerbsszene im Modellflug ist in ihrer Existenz betroffen. Der sportliche Wettstreit, die internationale Verständigung und der multilaterale Fachaustausch werden erlöschen.
Wir lehnen eine Politik ab, die die Austragung von nationalen und internationalen Wettbewerben in Deutschland fast unmöglich macht. Wir setzen uns ein, für eine Weiterführung der nationalen und internationalen Wettbewerbe und den fairen Wettstreit unter Modellflugsportlern.
4. Technologie
Der Modellflug ist naturgemäß ein technischer Innovationstreiber für die bemannte Luftfahrt. Flugmodelle werden schon seit Jahrhunderten gebaut, lange bevor es personentragende Luftfahrzeuge gab. Der Modellflug war eine der entscheidenden Grundlagen für die ersten erfolgreichen Flüge der Menschheitsgeschichte. Modellbauer kreieren seit jeher Dinge, die im „wirklichen Leben“ noch gar nicht existieren. Die geplanten Regelungen werden einen Technologiestopp in diesem Segment zur Folge haben und Forschergeist sowie Investitionen verhindern.
Wir lehnen eine technologiefeindliche Politik zu Lasten des Modellflugs ab. Wir stehen vielmehr für den Erhalt der Vielfalt unseres Technologiestandorts und des Innovationstreibers „Flugmodellbau“.
5. Jugend
Der Modellflug ist eine der wenigen technisch-naturwissenschaftlichen Freizeitaktivitäten, die Hobby, Sport, Bildung und Beruf verbinden. Er vermittelt durch den Bau der Modelle handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Genau die Fähigkeiten, die die Fachkräfte von Morgen für viele technische Berufe mitbringen müssen.
Wir wenden uns gegen eine Politik, die unserer Jugend ohne Not eine sinnvolle und anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung nimmt. Wir wollen den Modellflug als „Mittler“ von handwerklichen und technischen Grundfertigkeiten erhalten und der Jugend auch in Zukunft ein hochwertiges Hobby bieten.
6. Industrie
Die deutsche Modellbauindustrie, die durch Importe aus dem asiatischen Sektor bereits erheblichen Wettbewerbsherausforderungen unterliegt, ist durch die Pläne des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur in ihrer Existenz bedroht. Insbesondere alle Flugmodelle mittlerer und größerer Bauart wie z.B. Segelflug-, Jet-, Kunstflugmodelle etc. werden ihren Reiz und ihre Attraktivität verlieren und erhebliche Umsatzeinbußen, wenn nicht sogar das wirtschaftliche Ende für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), mit sich bringen. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen sowie die damit einhergehenden Arbeitsplatzverluste sind erheblich.
Wir lehnen eine Politik ab, die kleine und mittlere Unternehmen in Ihrer Existenz gefährdet und Arbeitsplätze vernichtet. Wir fordern von den gewählten Mandatsträgern eine Politik, die auch die Interessen des deutschen Mittelstandes bei ihrem Handeln berücksichtigt.
7. Messen und Veranstaltungen
Über Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine qualitativ hochwertige Messelandschaft mit internationaler Ausstrahlung rund um den Flugmodellbau entwickelt. Beispielhaft seien hier die „Faszination Modellbau“ in Sinsheim und Friedrichshafen, die „modell hobby spiel“ in Leipzig oder die „Intermodellbau“ in Dortmund genannt. Hinzu kommen eine große Zahl von Modellflugtagen und Vereinsveranstaltungen im Rahmen von lokalen und regionalen Feierlichkeiten. Auf diesen breiten Aufführungen werden rund 750.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland erreicht und mit der Begeisterung des Modellflugs in Berührung gebracht.
Wir wollen keine Politik, die diese Messen und Veranstaltungen gefährdet. Wir wollen weiterhin hunderttausende Menschen mit unserem Hobby begeistern und dabei auch die Möglichkeit nutzen über die Vielfalt, aber auch Regeln und Pflichten zu informieren.
Welche Auswirkungen hätte die Einführung einer Flugobergrenze von 100 Meter in Deutschland auf Politik und Verwaltung?
Die Einführung einer solchen Grenze wird ein bewährtes, funktionierendes System zerstören. Ein System der Information und der Aufklärung der verbandsorganisierten Mitglieder, wie es der DMFV mit 86.000 Mitgliedern und seinen bundesweit über 1.300 Mitgliedsvereinen zur Verfügung stellt.
Mit einer Politik, die sich gegen die verbandsorganisierten Modellflieger wendet, verzichtet man auf deren Fachkompetenz und ordnungspolitische Funktion. Gleichzeitig treibt man die Modellflieger in den Bereich der „Wildfliegerei“, der zum Teil illegal, zersplittert und unverantwortlich betrieben wird. Das Gefährdungs- und Belästigungsszenario wird dadurch in nicht unerheblicher Weise gefördert werden.
Es kommen erhebliche Mehrbelastungen in personeller, technischer und finanzieller Hinsicht auf die Genehmigungs- und Überwachungsbehörden in Ländern und Gemeinden zu. Dies bedingt durch den Wegfall
der freien Kontrolle und Überwachung durch die Verbände und deren Vereine sowie der notwendig werdenden Überwachung der neuen gesetzlichen Reglementierungen.
Mit den gesetzlichen „Versprechungen“ wird bei der Bevölkerung der Eindruck erweckt, es würde damit ein erheblicher Sicherheitszugewinn einhergehen. Wie oben bereits dargelegt, besteht diese konkrete Gefährdungssituation momentan aber in keiner Weise. Durch die gesetzlichen Maßnahmen sehen wir erhebliches zusätzliches Gefahrenpotential entstehen. Wer trägt dann die notwendig werdende Verantwortung?
Fazit: Die Politik hat die Wahl: Sie kann gegen den Sachverstand und die Kompetenz des DMFV und seiner 86.000 Mitglieder arbeiten. Oder: Sie trifft eine Entscheidung, die den Modellflug für Verbandsmitglieder in seiner bisherigen Form erhält und einem gesellschaftspolitischen Lösungsansatz gerecht wird.
Über uns: Der Deutsche Modellflieger Verband e.V. als größte Interessenvertretung der Modellflugsportler in Europa betreut in Deutschland mehr als 1.300 Mitgliedsvereine und über 86.000 Mitglieder. Der überwiegende Großteil, d.h. gut 90%
 betreibt einen störungsfreien traditionellen Modellflug mit Geräten unter fünf Kilogramm,
 unter Ausschluss sicherheitsrelevanter Risiken und jeglicher Lärmbelästigung sowie,
 ohne Kameraausstattung.
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

209

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 23:16

Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass die Illegalität und Zersplitterung des Modellflugs
überproportional zunehmen wird. Anstatt mehr Sicherheit zu schaffen, wird genau das Gegenteil
erreicht.

Die Jugendarbeit in den Vereinen wird von heute auf morgen gänzlich
von der Bildfläche verschwinden ebenso, wie die damit verbundenen Schul- und Vereinsaktivitäten
sowie die Vermittlung von technisch-naturwissenschaftlichen Grundlagenwissen und
Sozialkompetenzen.


Genau das wären meine zwei wichtigsten Punkte.

Wenn man auch dem letzten Jugendlichen seine Möglichkeit zur sinnvollen
Freizeitaktivität(freien Entfaltung) genommen hat, ist der Weg zur Kriminalität nicht weit weg.
Mit den Dollarzeichen im Auge, steuert unsere Politik geradewegs auf dieses Ziel zu.
Da muss man sich für unsere Landesführung Fremdschämen.
In den Zeiten wo Twix Raider hieß, war die Welt noch in Ordnung.

Gruß Tom

210

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 23:46

Bereitet der DMFV jetzt etwa betont unauffällig die Opferung der vereinsfreien Modellflieger vor?
Einem Laien erschließt sich aus den gewählten Formulierungen wahrscheinlich nicht, dass "Wildflieger" (man beachte die Anführungszeichen) in diesem Text nur diejenigen vereinsfreien Modellflieger meint, die nicht versichert sind und sich auch sonst um Sicherheit und Belästigugnsfreiheit nicht kümmern. Es geht also um diejenigen, die auch heute schon illegal unterwegs sind. Für die große Mehrheit der vereinsfreien Modellflieger trifft das aber nicht zu.

Es fehlt im Text die Betonung, dass Verbandsmitglieder selbstverständlich neben den Vereinsmitgliedern auch Einzelmitglieder sind, die außerhalb von Modellflugplätzen legal fliegen. Es steht zwar kurz drin, aber das wird schnell überlesen, weil es danach nur noch um illegale "Wildflieger" und um Vereinsarbeit geht.

christianka6cr

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211

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 23:52

Haben den DMFV die freien Hangflieger usw denn jemals interessiert? Andersrum interessiert die meisten der DMFV auch nicht, denn zumindest soweit ich das bei uns hier überblicke, sind hier in der Umgebung die meisten reinen vereinsungebundenen Hangflieger beim DMO oder in der FFAM. Der DMFV ist halt in vielen Augen der teure Pflichtversicherer für Vereine...

Gruß Christian
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

JaRa

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212

Freitag, 11. Dezember 2015, 10:42

Wirklich sehr intelligent vom DMFV, den DAeC gar nicht erst zu erwähnen und immer wieder nur seine 86.000 Mitglieder anzuführen. Damit wird impliziert, dass es in Deutschland "nur" diese 86.000 Modellflieger gibt, ganz zu schweigen von denen, die in keinem der Verbände sind.

dd8ed

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213

Freitag, 11. Dezember 2015, 11:07

Wirklich sehr intelligent vom DMFV, den DAeC gar nicht erst zu erwähnen und immer wieder nur seine 86.000 Mitglieder anzuführen. Damit wird impliziert, dass es in Deutschland "nur" diese 86.000 Modellflieger gibt, ganz zu schweigen von denen, die in keinem der Verbände sind.


Tja,
die nicht im DMFV organisierten Modellflieger dürften die Mehrheit darstellen.

Gruss
Frank
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BOcnc

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214

Freitag, 11. Dezember 2015, 11:18

Der DAeC sollte seine Mitglieder selber vertreten.
Das der DMFV nur seine Mitglieder vertritt kann ich auch verstehen. Auch wenn das vieleicht Nachteile hat. Aber die zahlen dafür.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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215

Freitag, 11. Dezember 2015, 11:28

Seine Mitglieder zu vertreten ist eine Sache, ein durch Vorenthalten von Informationen verzerrtes Bild zu malen eine ganz andere. Die Anzahl der Modellflieger DMFV+DAeC+verbandsfrei dürfte, selbst bei sehr konservativer Abschätzung der verbandsfreien Dunkelziffer, weit über 100.000 liegen und mit so einer Zahl ließe sich schon viel besser argumentieren.
Wenn in diesem kritischen Punkt Vereinsmeierei wichtiger ist als an einem Strang zu ziehen, stehen die Chancen für eine akzeptable Lösung schlecht.

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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216

Freitag, 11. Dezember 2015, 11:36

Hat mit Vereinsmeierei überhaupt nichts zu tun. Jeder kann Mitglied werden und sich vertreten lassen. Oder er muss es selber machen.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

grmpf

RCLine User

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217

Freitag, 11. Dezember 2015, 12:00

Sehe ich ähnlich. Es steht ja dem DAEC und DMO ja frei, sich ebenfalls an Dobrind zu wenden. Zumal die beiden Verbände sicherlich auch empört wären, wenn umgekehrt Dobrind nur den DMFV als Ansprechpartner sehen und akzeptieren würde, falls es zu entsprechenden Gesprächsrunden kommen würde.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D

dd8ed

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218

Freitag, 11. Dezember 2015, 19:44

Sehe ich ähnlich. Es steht ja dem DAEC und DMO ja frei, sich ebenfalls an Dobrind zu wenden. Zumal die beiden Verbände sicherlich auch empört wären, wenn umgekehrt Dobrind nur den DMFV als Ansprechpartner sehen und akzeptieren würde, falls es zu entsprechenden Gesprächsrunden kommen würde.

Dem DAeC steht es nicht nur frei, er tut es auch aktuell.
National über den Bundestag und im Bereich Sport und Jugendarbeit über den DOSB.
Ferner auf europäischer Basis über den europäischen Luftsport-Dachverband.
Hinter den nationalen Aktivitäten steht der gesamte DAeC als nationaler Luftsportverband mit etwas über 100000 Mitgliedern und auf europäischer Basis Europe Air Sports, die ca. 680000 Luftsportler vertreten. Offenbar muss man ja die Mitgliederzahlen neuerdings ständig erwähnen.

Dobrindt ist nur ein Teil des Problems.

Es geht insgesamt um den Luftsport in Europa und das erfordert einen gesamteuropäischen Ansatz und Aktionen des Europäischen Dachverbandes EAS auf europäischer Ebene.
Lokal begrenzte Aktionen in Bayern greifen da ETWAS zu kurz.
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219

Freitag, 11. Dezember 2015, 21:01

Die Anzahl der Modellflieger DMFV+DAeC+verbandsfrei dürfte......

Unterstrich von mir.
Was willst du denn für Zahlen für die Verbandsfreien zu Grunde legen ?
Wer nicht organisiert ist, ist auch nicht "registriert"( ist ein etwas unglücklicher Ausdruck).
Somit bleibt nur grobes Schätzen. Darunter leidet wiederum die Glaubwürdigkeit.
Bringt keinen weiter, nur weil die Zahl,vielleicht ein besseren Eindruck macht.
bis bald Maik

220

Freitag, 11. Dezember 2015, 21:08

Was meint ihr eigentlich mit "verbandsfrei"?
Es besteht Versicherungspflicht. Da die meisten Privathaftpflichtversicherungen das eh nicht abdecken sind alle die "legal" fliegen versichert. Und damit in den meisten Faellen organisiert. Sein es nun DAEC, DMFV, DMO oder sonstwas.

Wer nicht versichert fliegt wird eh nicht mitgezaehlt. Und ist damit eh illegal unterwegs.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles