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61

Sonntag, 15. November 2015, 07:48

Guten Morgen allerseits,

tja, so einfach ist eine Regelung eben nicht ... und hier in Ö gab es genau so viele Ideen + Pläne.

Möglicherweise könnte sich die "österreichische Lösung" als einzig praktikabel und zukünftig auch justiziabel heraus stellen (grob vereinfacht !):
"... alles was fliegt und eine Kamera verbaut hat welche Bilder/Filme aufzeichnet (o. zur Aufzeichnung am Boden sendet) ist ein ULFZ, egal ob privat o. gewerblich ..."

mit der Folge:
- eigene technische Zulassung, Klassifizierung und Kennzeichnung des ULFZ durch Behörde (bei uns ACG)
- eigene Flugrechtl. und ärztl. Eignungsprüfung des Piloten

ABER:
- diesem Zulassungsprozess unterziehen sich wiederum nur Diejenigen, welche das Fliegen beruflich und somit eh gewissenhaft betreiben.
- solange in Ö Cam-Copter einerseits ohne entsprechende Aufklärung gekauft werden können und andererseits Zuwiederhandlungen nicht verfolgt werden,
ist diese Regelung nichts wert.

Es muß wahrscheinlich erst etwas Schlimmes passieren, bevor ein Umdenken passiert und entsprechend gehndelt wird.

Bis zur Einführung diese Getzes habe ich viele Testflüge mit Cam´s an Helis und auch an Coptern unternommen ... doch die Lust ist mir vergangen

jedoch hat ein kleiner 250er FPV Racer mir den Spaß am Fliegen zurück gebracht :ok:
den scheuche ich derzeit zwecks Einstellungsflügen duch den Garten, bevor ich mir dann eine Brille besorge :D

nette GRüße vom See
* just my 2cents *
Grüße Jörg

* fly fast - live slow *

62

Sonntag, 15. November 2015, 10:07

Der Haken an all den Gesetzen: Solange nichts passiert, ist es Entmündigung. Und selbst wenn was passiert, heißt das noch lange nicht, dass man getzlich irgendetwas regeln müsste, denn es ist ja sowieso schon geregelt. Das ganze ist Klientelpolitik vom Feinsten :wall:

opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

Beruf: Mensch

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63

Sonntag, 15. November 2015, 10:22

In Deutschland wird es immer schwierig, wenn die Wirtschaft (Händler und Produzenten) mit neuen Auflagen und Verpflichtungen belegt werden sollen.
Du kannst alles verkaufen, mit allem Handel treiben. Der Kunde darf das gekaufte dann nur nicht, oder nur sehr eingeschränkt nutzen. :no:
Leider ist es mit Produkten des Modellflugs genau so, die einzigen Einschraenkung, die mir bekannt ist, ist die beim Handel mit Methanolhaltigem Treibstoff und bei den Raketentriebwerken.

Um zum Beispiel eine Aufklaerungsplicht des Handels ueber die jeweiligen Bestimmungen zum Gebrauch eines Modellfluggeraetes durch zu setzen bedarf es sicher etwas mehr als nur ein Positionspapier eines Verbands.
Da muss wesentlich mehr Druck gemacht werden. :prost:
:ansage:

Und wer, wenn nicht die vielen Modellpiloten selber, sollte diesen Druck aus ueben?
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

64

Sonntag, 15. November 2015, 10:34

Hier wird immer geschrieben, das in dem Modell die Adresse und der Name eingeschrieben sein soll. Wie auch immer!! Bei mir sind so ziemlich alle Modelle mit Name und Adresse beschriftet. Macht aber nicht jeder. Genau so wenig wird man das mit der Versicherung wirklich durchsetzen können, es sei denn, man ist in einem Verein. Alle anderen Piloten könnten durchaus auch ohne Versicherung fliegen. Es überprüft sie keiner. Unter diesen Umständen hätte die Polizei ja noch mehr Arbeit am Hals. Ähnlich war es vor Jahren mit dem CB- Funk. Wenn es keine Anzeigen gab, griff die Post, die damals dafür zuständig war, nicht ein. Warum auch??? Und so ist es auch mit dem Modellflug. Alle Copter registrieren??? Und dann bei der Gelegenheit auch noch die Versicherung überprüfen??? Die Händler werden sich bedanken. Ins Besondere die Onlinehändler!!! Aber richtig wäre das schon!!! Vielleicht so, wie ich ganz am Anfang geschrieben hatte:"" In dicker Schrift auf den Versicherungsschutz und die gestzlichen Bestimmungen hinweisen"" Und der Händler lässt sich unter Angabe von Namen und Adresse den Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen bestätigen und das er den Kunden darauf hingewiesen hat, das er die innen liegenden Bestimmungen zu lesen hat.
Auch wieder sehr viel Bürokratie und wurde auch schon eigentlich genannt!!!!
Da gefällt mir der Hinweis auf die Maut und der Herdprämie auch ganz gut. Das war beides im Sande verlaufen.........
Vieleicht haben wir ja Glück?????
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

65

Sonntag, 15. November 2015, 10:37

Zitat

Und wer, wenn nicht die vielen Modellpiloten selber, sollte diesen Druck aus ueben?


Aber da fängt das Problem ja an: Es hat prinzipiell einen Bürger nicht zu interessieren, was ein anderer Bürger macht. Diese ganze Schreierei "aber du darfst das nicht" ist genau das, was die Politkasperl jetzt gegen alle Modellflieger ins Feld führen. Vorauseilender Gehorsam --> Selbsterfüllende Prophezeihung.

Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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66

Sonntag, 15. November 2015, 10:53

... bevor ich mir dann eine Brille besorge

Und nicht auf den in .at gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitspiloten mit Direktsicht vergessen.

Auch nicht auf die Entfernungs- und Höhenbeschränkung (500m/150m ü.G) vergessen.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

67

Sonntag, 15. November 2015, 10:53

Möglicherweise könnte sich die "österreichische Lösung" als einzig praktikabel und zukünftig auch justiziabel heraus stellen (grob vereinfacht !):
"... alles was fliegt und eine Kamera verbaut hat welche Bilder/Filme aufzeichnet (o. zur Aufzeichnung am Boden sendet) ist ein ULFZ, egal ob privat o. gewerblich ..."

Was ist mit den millionen Handys, die Bilder/Filme aufzeichnen?
Wenn ein Multicpoter eine Funktion hat, ist dieses als Kameraträger
zum aufzeichnen von Bilder/Filme oder für den Spaß als FPV-Racer.
Für alles andere ( incl. Spaß) nehme ich meine Flächenflieger.
Ohne dir den Spaß an deinem 250er zu verderben.
Demnach ist dein FPV-Quad auch ein ULFZ. 8(

Ich weiß nicht ob das verbieten der ursprünglichen Funktion
praktikabel ist?
Demnach darf ich nach österreichischer Lösung, meinen PKW nur noch
als Kaninchenstall nutzen. Das wäre ja noch halbwegs praktikabel,
aber wie komme ich dann zur Arbeit?

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (15. November 2015, 11:05)


68

Sonntag, 15. November 2015, 11:19

Bei mir sind so ziemlich alle Modelle mit Name und Adresse beschriftet.

Dito und das ganz freiwillig. Das zeigt Verantwortung.
Wenn die Gesetzeslage sich da hin bewegt, was unserer Verkehrsminister ankündigt,
werden die Beschriftungen alle entfernt.

Gruß Tom

69

Sonntag, 15. November 2015, 11:30

Zitat

Dito und das ganz freiwillig. Das zeigt Verantwortung.
Ganz aus dem Context gerissen würde das vorauseilenden Gehorsam und/oder Unkenntnis der Gesetzeslage zeigen :O

Früher (TM) gab's gute Gründe, Freiflieger zu beschriften. Wie sich die Zeiten wandeln ...

70

Sonntag, 15. November 2015, 11:37

Pflicht ist es Ü-5Kg oder 25Kg Modelle zu beschriften.
So genau weiß ich das aber auch nicht, da sich meine alle
unter 5Kg bewegen.

71

Sonntag, 15. November 2015, 11:44

... bevor ich mir dann eine Brille besorge

Und nicht auf den in .at gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitspiloten mit Direktsicht vergessen.

Auch nicht auf die Entfernungs- und Höhenbeschränkung (500m/150m ü.G) vergessen.


:ok:

Möglicherweise könnte sich die "österreichische Lösung" als einzig praktikabel und zukünftig auch justiziabel heraus stellen (grob vereinfacht !):
"... alles was fliegt und eine Kamera verbaut hat welche Bilder/Filme aufzeichnet (o. zur Aufzeichnung am Boden sendet) ist ein ULFZ, egal ob privat o. gewerblich ..."

Was ist mit den millionen Handys, die Bilder/Filme aufzeichnen?
Wenn ein Multicpoter eine Funktion hat, ist dieses als Kameraträger
zum aufzeichnen von Bilder/Filme oder für den Spaß als FPV-Racer.
Für alles andere ( incl. Spaß) nehme ich meine Flächenflieger.
Ohne dir den Spaß an deinem 250er zu verderben.
Demnach ist dein FPV-Quad auch ein ULFZ. 8(

Ich weiß nicht ob das verbieten der ursprünglichen Funktion
praktikabel ist?
Demnach darf ich nach österreichischer Lösung, meinen PKW nur noch
als Kaninchenstall nutzen. Das wäre ja noch halbwegs praktikabel,
aber wie komme ich dann zur Arbeit?

Gruß Tom


vor Handyaufnahmen schützen Dich ja bereits bestehende gesetzliche Regelungen.

Flächenfliger mit Cam die aufzeichnet gilt in Ö -streng genommen- auch als ULFZ.

Der 250er fällt raus, weil die Cam dem Flugzweck (Fliegen aus Pilotensicht) dient und NICHT aufzeichnet,
ferner ist -wie Rudy F bereits erwähnte- zwingend ein Spotter vorgeschrieben, welcher notfalls unmittelbar eingreifen können soll.

nette Grüße vom See
Jörg
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opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

Beruf: Mensch

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72

Sonntag, 15. November 2015, 11:47

@ Zwieblum,
ich meinte nicht den Druck von Modellflieger zu Modellflieger, der liegt mir fern wie nur irgend was. 8)
Nein, ich Rede von dem Druck, den wir auf unsere Politiker machen können, ==[] ==[] ==[]
aber dieser Gedanke, dass wir als Bürger uns mit unseren Anliegen auch direkt an die zuständige Administration wenden können ist wohl den Meisten vollkommen fremd. :wall:
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

73

Sonntag, 15. November 2015, 11:54

Der 250er fällt raus, weil die Cam dem Flugzweck (Fliegen aus Pilotensicht) dient und NICHT aufzeichnet,

Die meisten Brillen haben eine DVR-Funktion. Es könnte auch ein anderer deinen Flug aufnehmen
und macht aus deinem 250er ein ULFZ.

Gruß Tom

stefano

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  • »stefano« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Burgkirchen

Beruf: Maschinenbaumeister

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74

Sonntag, 15. November 2015, 14:15

@ Zwieblum,
ich meinte nicht den Druck von Modellflieger zu Modellflieger, der liegt mir fern wie nur irgend was. 8)
Nein, ich Rede von dem Druck, den wir auf unsere Politiker machen können, ==[] ==[] ==[]
aber dieser Gedanke, dass wir als Bürger uns mit unseren Anliegen auch direkt an die zuständige Administration wenden können ist wohl den Meisten vollkommen fremd. :wall:
Ich bin gerade dabei, mit allen Modellflugvereinen, evtl sogar allen Luftsportvereinen aus unserem Wahlkreis einen Brief zu verfassen und dann an den Wahlkreisabgeordneten zu senden. Das könnten / sollten alle Vereinsvorstände - Vorstandschaften auch machen.

Alle Interessierten Vorstände können sich gerne bei mir mal melden...

Bitte sprecht mit euren Vorständen darüber,

Grüße,

Stefano

75

Sonntag, 15. November 2015, 15:20

Der Herr Dobrindt tut das, was Politiker immer tun.
Die bekommen ein Problem gezeigt und verschärfen daraufhin die Gesetze.
Er tut nicht, was Politiker nie tun: bestehende Gesetze anwenden.
Der Erfolg: auch die verschärften Gesetze werden nicht angewendet.

Was soll schon rauskommen, wenn heute irgendwelche Hirnlappen mit dem Multikopter durch Luftraum C eiern und daraufhin die erlaubte Flughöhe für Modellflugzeuge auf 100m limitiert wird?
Werden sich die Hirnlappen an die 100m-Grenze halten?

Und die, vor denen Herr Dobrindt wirklich Angst hat, die mit Modellflugausrüstung anderes betreiben als Modellflug, die haben ja gerade vor, Gesetze zu brechen. Und zwar noch ganz andere Gesetze als solche, die uns den Spaß am Hobby verderben sollen.
Der Herr Verkehrsminister will dem Publikum Handlungsfähigkeit demonstrieren.
Sonst nichts.

76

Sonntag, 15. November 2015, 15:39

Der Herr Dobrindt tut das, was Politiker immer tun.
Die bekommen ein Problem gezeigt und verschärfen daraufhin die Gesetze.
Er tut nicht, was Politiker nie tun: bestehende Gesetze anwenden.
Der Erfolg: auch die verschärften Gesetze werden nicht angewendet.

Was soll schon rauskommen, wenn heute irgendwelche Hirnlappen mit dem Multikopter durch Luftraum C eiern und daraufhin die erlaubte Flughöhe für Modellflugzeuge auf 100m limitiert wird?
Werden sich die Hirnlappen an die 100m-Grenze halten?

Und die, vor denen Herr Dobrindt wirklich Angst hat, die mit Modellflugausrüstung anderes betreiben als Modellflug, die haben ja gerade vor, Gesetze zu brechen. Und zwar noch ganz andere Gesetze als solche, die uns den Spaß am Hobby verderben sollen.
Der Herr Verkehrsminister will dem Publikum Handlungsfähigkeit demonstrieren.
Sonst nichts.

Teilweise etwas populistisch formuliert, im Kern aber auf jeden Fall richtig.

Das Grundproblem ist halt, dass Politiker, von dem Willen des Machterhalts und insofern populärer Lösungen getrieben, einfache Lösungen für komplexe Probleme suchen. Und das ist in der Realität halt nicht so einfach umsetzbar.

77

Sonntag, 15. November 2015, 17:14

Der 250er fällt raus, weil die Cam dem Flugzweck (Fliegen aus Pilotensicht) dient und NICHT aufzeichnet,

Die meisten Brillen haben eine DVR-Funktion.
...


wenn eingeschaltet, ist auch ein 250er -streng gnommen- ein nicht zugelassenes ULFZ !

Anders aber z.B. bei ausgewiesenen FPV-Rennveranstaltungen auf speziell hierfür hergerichteten, abgeschirmten und gesicherten Plätzen.


...
Es könnte auch ein anderer deinen Flug aufnehmen
und macht aus deinem 250er ein ULFZ.

Gruß Tom


Filmen/Foto des Fliegers vom Boden ist uninteressant, entscheidend ist die momentane Funktion der On-Board-Cam.

Nachtrag: Du meinst: wenn zufällig ein Kollege mein FPV-Signal aufzeichnet ?
- Wenn dies dann ohne mein Wissen u. Wollen passiert, kann mir nichts vorgeworfen werden.
- im anderen Fall fliege ich -streng genommen- ein nicht zugelassenes ULFZ.

Wenn aber alle rechtlichen Voraussetzungen für einen Kopterflug vorliegen und Du bei einer Kontrolle glaubhaft machen kannst, daß die verbaute Cam während des Fluges außer Funktion ist, dann sollte dem Flug nichts entgegen stehen ...
Dies ist aber meine pers. Rechtsauslegung ohne Gewähr !

nette Grüße vom See
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Grüße Jörg

* fly fast - live slow *

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Seebodener« (15. November 2015, 17:20)


78

Sonntag, 15. November 2015, 17:18

Zitat

einfache Lösungen für komplexe Probleme
Probleme sind nur dann komplex, wenn man sie nicht versteht oder nicht verstehen will.

Übrigens ist in Österreich der "Zweck des Fluges" im ZLLV definiert, egal was der ÖAeC sagt:

§2 Abs. 4: Arbeitsflüge sind Flüge, deren Zweck nicht in der Durchführung des Fluges selbst oder in einer
Beförderung besteht. Dazu zählen insbesondere Streu- oder Sprühflüge, Schädlingsbekämpfungsflüge,
Flüge zum Abwerfen von Sachen, Foto-, Film- und Vermessungsflüge sowie Schleppflüge.

Womit FPV als "Arbeitsflug" zu werten ist ..

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zwieblum« (15. November 2015, 17:29)


79

Sonntag, 15. November 2015, 17:26

Die Entwicklung in Europa zeigt, dass es auch in Deutschland bald sehr eng werden wird.

Man kann nur hoffen, dass der Wildflug auch in Zukunft legal bleiben wird. Das ist meines Wissens in Spanien z.B. nicht mehr möglich.

Die RTF-Modelle haben den Einstieg in das Hobby enorm erleichtert, allerdings sieht man jetzt auch die negativen Folgen.
Ich fliege in Spanien aber immer noch wild.
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- Die Pflaumen reifen im Schnee, doch der Pfarrer ißt sie gernel :-)
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RC Uhu

RCLine Neu User

Wohnort: Frankfurt

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80

Sonntag, 15. November 2015, 21:37

demokratisches Prinzip...

Hallo Zusammen,

ich halte es mit Ottopeter - je mehr Briefe sich beim Bundesverkehrsminister hierzu auf dem Tisch stapeln, desto besser. Allerdings sollten wir in der Tat nicht nur meckern, sondern nach Möglichkeit auch - zumindest etwas - Konstruktives beisteuern. Ich denke inhaltlich sind wir alle nicht allzu weit voneinander entfernt; die Mehrheit vielleicht keine Quadcopterpiloten, aber dennoch grundsätzliche Sympathien für diese Sparte vorhanden (so denn gewissenhaft ausgeübt, aber das gilt ja für uns alle). Es wäre gut, wenn das jeder von uns in seine eigenen Worte fassen könnte, reines copy-paste macht vielleicht doch nicht so viel Eindruck.

Hier mal, was ich geschrieben habe - wem's gefällt, der kann sich gern bedienen (nur nicht den kompletten Text, s.o.):

Sehr geehrter Herr Verkehrsminister,

mit großem Interesse verfolge ich die Diskussion bezüglich der Neu-Regulierung der Luftverkehrsordnung bezüglich Modellflug (umgangssprachlich auch „Drohnen“ genannt). Ich gehe davon aus, dass die geplanten Änderungen nicht nur die Quadcopter und ähnliche selbst stabilisierende Systeme betreffen werden, sondern auch die klassischen „Flächenflieger“, also Modellflugzeuge, die nicht in der Luft stehen können.

Als langjähriger Modellflieger bin ich höchst besorgt, dass es in diesem Bereich zu einer am Ziel vorbei gehenden und darüber hinaus überbordenden Regulierung kommt. Ich versuche, die Gründe so knapp als möglich darzustellen – auch ihre Zeit ist kostbar:

- Alle Vorfälle die es bislang gab, insbesondere Sichtungen in Flughafennähe sind bereits nach geltendem Gesetz verboten.
- Daher vermute ich, dass viele dieser Vorfälle auf Unwissenheit/Ignoranz zurückzuführen sind.
- Die pauschale 100 Meter Grenze wird insbesondere den Segelflug empfindlich treffen. Nachwuchspiloten – auch für internationale Wettbewerbe – wird es dann aus Deutschland nicht mehr geben. Auch wenn Motorflieger meist unter 100 Meter unterwegs sind, so kann es doch Flugphasen geben, bei denen diese Grenze „gerissen“ wird, z.B. ein Looping.
- Wir haben an unserem Modelllugplatz Strommasten, die sind bereits 75 Meter hoch, andere haben Windräder in der Nähe, die noch deutlich höher sind. Insofern wären (pauschale) 100 Meter maximale Aufstiegshöhe kein realer Sicherheitsgewinn.
- Auf unserem Vereinsflugplatz haben wir die Auflage ein Flugbuch zu führen, aus dem Pilot, Modell und Datum/Uhrzeit des Fliegens hervorgeht. Gern wären wir bereit unsere Modelle zu beschriften – und würden es im Sinne der Verwaltungsvereinfachung begrüßen, wenn im Gegenzug der Flugbuchzwang aufgehoben werden könnte.
- Viele Modellflieger haben hinter dem eigenen Haus, z.B. am Feldrand, bereits eine Wiese – und dürften dort nicht mehr fliegen. Das pauschale Verbot innerhalb von Ortschaften zu fliegen halte ich für zu weitgehend. Bitte bedenken Sie, der Überflug von Personen ist ohnehin auch jetzt schon nicht zulässig (so halten wir es zumindest im Verein).

Alternativ möchte Ich folgendes vorschlagen:

- Stärkere Begünstigung von Modellflugvereinen (und deren Plätzen), da so eine effektive Selbstkontrolle stattfinden kann (und auch bereits stattfindet).
- Verkauf von flugfertigen Modellen (insbesondere Quadcopter, da diese so gut wie keine Vorkenntnisse erfordern…) ab einem bestimmten Gewicht nur unter Nachweis einer entsprechenden Versicherung, da fast nie von der Hausratversicherung abgedeckt.
- Obligatorische Aufklärung über die Verletzungsgefahr bei Kauf – bei Quadcoptern werden die 4 rotierenden Propeller häufig unterschätzt.

Alle diese Maßnahmen werden denjenigen der unser schönes Hobby bewusst missbraucht, für welche Zwecke auch immer, nicht stoppen. Denn letztlich kann man sich die Geräte immer auch selbst zusammenbauen und Gesetze missachten. Daher sollte Aufklärung ganz oben stehen, um diejenigen zu erreichen die sich möglicherweise zu wenig Gedanken machen bevor das neue „Spielzeug“ ausprobiert wird.

Daher bitte ich Sie bei der Neuregulierung Maß zu halten, auch im Sinne der Nachwuchsförderung in diesem Bereich, der eine schöne und für viele Mitmenschen erschwingliche Mischung aus Technik und Traum vom Fliegen darstellt!


Auch wenn es vermutlich Nichts bringt, für einen selbst wenigstens das Gefühl es versucht zu haben.... :wall: