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JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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981

Dienstag, 9. August 2016, 13:08

Airliner-Piloten fliegen sicher regelmäßig genug, um die Verhältnisse zumindest halbwegs realistisch einschätzen zu können und da ein Copter im Vergleich zum Airliner praktisch stationär ist, gibt alleine schon die Relativbewegung einige Infos zur Abschätzung her. Die genannten 10 m braucht man auch nicht auf die Nachkommastelle zu diskutieren.

Unter den vorherrschenden Bedingungen ist Luftraumbeobachtung für die Piloten eine absolut heilige Pflicht. Nicht jeder Airlinerpilot schnarcht im Landeanflug bildzeitungslesend vor sich hin und wartet, bis der Autopilot die Landung quittiert.
Ich finde die Argumentationen hier lächerlich, dass jede dieser Meldungen sofort als absolut unmöglich dargestellt wird von Leuten, die nicht dabei waren, es aber trotzdem besser wissen wollen als die Beteiligten und dann einfach jedes einzelne Wort von Zeitungsmeldungen auf die Goldwaage legen. Bezweifeln darf die Meldungen jeder, ich glaube auch nicht alles was da geschrieben wird, aber die pseudowissenschaftlichen Gegenbeweise kommen eher als verzweifelte Ausreden rüber.

Klar wäre ein Copter unter solchen Bedingungen schwer zu erkennen, aber eben nicht unter allen Umständen unmöglich! Wir diskutieren nicht drüber, dass jede Copterannäherung immer völlig problemlos von einem Piloten erkannt werden kann. Da sind wir uns sicher alle einig. Es reicht schon ein gewisser Prozentsatz und es würde mich nicht wundern, wenn die Dunkelziffer der deshalb nicht wahrgenommenen Copter höher wäre als die Anzahl der Meldungen.

982

Dienstag, 9. August 2016, 13:26

Auch wenn da "Physiker" steht, warst Du einmal politisch aktiv, bzw. bist Du es?

LG, Phil

JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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983

Dienstag, 9. August 2016, 13:29

Nein.

984

Dienstag, 9. August 2016, 15:00

Gut. Was denkst Du dann, könnten Modellflieger konkret tun, damit nicht solche dümmlichen Schnellschuss Meldungen im kollektiven Gedächtnis hängen bleiben, sondern etwas, das halbwegs nah an der Realität ist?

Egal ob jetzt der Pilot, ein unausgeschlafener Journalist oder irgendeine Presseabteilung dafür verantwortlich ist, das Problem ist die falsche Schlagzeile auf der Titelseite und die Entgegnung dazu, Wochen später, kleingedruckt auf Seite zwölf!

LG, Phil

JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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985

Dienstag, 9. August 2016, 15:42

Wir Modellflieger sollten statt die Augen zu verschließen Lobbyarbeit machen, um der breiten Masse den Unterschied klarzumachen zwischen verantwortungsbewussten Modell(copter)fliegern und der Masse hirnloser Irrer, die irgendeinen Spielzeugkram unterm Weihnachtsbaum gefunden haben und meinen, alles und jeden mit ihren rücksichtslosen Amateur-Actionaufnahmen beeindrucken zu müssen. Sei es jetzt der angebliche Airliner near miss, die durch Drohnengaffer behinderte Rettungsaktion oder einfach nur der vom ständig über die Dächer zischenden Camcopter genervte Nachbar. Modellflieger gegen Spanner eben.

Was man gegen solche Schlagzeilen machen kann? Solange man das Problem nicht bei der Wurzel packt nichts, denn was kann man schon zu einem Vorfall beweisen, dessen Details man auch nur aus der Zeitung kennt? Natürlich kann man sich in Leserkommentaren austoben, aber wen interessiert das, solange es nicht weniger spekulativ ist als die Meldung selbst?

986

Dienstag, 9. August 2016, 17:01

Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

987

Dienstag, 9. August 2016, 18:50

Solange man das Problem nicht bei der Wurzel packt ...

Das wird wohl schwierig. Du kennst das angebliche Einstein Zitat mit unendlich, Universum und Dummheit?

... solange es nicht weniger spekulativ ist als die Meldung selbst?

Eine Aussage ist nicht erst dann spekulativ, wenn ihre Richtigkeit widerlegbar ist. Da reicht´s schon, zu zeigen, wo es an Schlüssigkeit fehlt!

Diese Presseportal Umfrage ergibt zwar ein Ergebnis, das durchaus in unserem Sinne wäre, aufgrund der anzunehmenden Seriosität sollte man aber vorsichtig damit umgehen. Immerhin wurde sie von einem Elektronik Händler in Auftrag gegeben.

"Multikopter lassen sich immer leichter handhaben, ihre Akkukapazität steigt und die Preise sinken. Das führt dazu, dass die Deutschen zunehmend über die Anschaffung einer Drohne nachdenken. Immerhin jeder zwölfte Umfrageteilnehmer kann sich vorstellen, in den nächsten zwölf Monaten eine Drohne anzuschaffen oder plant es bereits.
Landschaftsaufnahmen und Tierbeobachtung sind die beliebtesten Einsatzfelder"


Klingt nach recht unreflektierten Begehrlichkeiten, nach Modewelle: "Man könnte wieder einmal etwas Neues probieren, einen anderen Frühstückskaffee, ein anders Waschpulver, oh, ja, so eine Drohne wäre auch schick!"

Nach österreichischem Recht müsste übrigens eine Mehrheit der darin dargestellten Interessenten ihre Copter bei der Austro Control zulassen, was wahrscheinlich nur ein Bruchteil tatsächlich tun würde, zumeist wohl aus Ignoranz. Außerdem bringt´s Scherereien, kostet schnell mehr als das Gerät selbst. Damit begibt sich so mancher nicht nur beim Datenschutz oder durch Gefährdung in die Illegalität. Macht ja nix, is fesch! Und damit sind wir auch wieder bei der eingangs erwähnten Unendlichkeit.

LG, Phil

988

Mittwoch, 10. August 2016, 08:24

Sorry, aber die Reichelt-Pressemitteilung zeigt nur, dass ein Verkäufer von Drohnen sich eine weitere Werbestudie zu seinem Marktsegment hat erstellen lassen. Mit der passenden Fragestellung ist es kein Problem eine Studie mit der genau gegenteiligen Aussage aus der gleichen Befragtengruppe zu bekommen. Für mich ist diese Mitteilung gerade mal das Blatt Papier wert, auf dem es gedruckt wurde.

Bei all den Beträgen, die den Vorfall als Fake entlarven wollen frage ich mich aber vor allem, warum ich von diesen Stimmen nicht eine in der Presse wieder finde. Alle Lobbyverbände, die die Modellflieger einschränken wollen, haben ihre Aussage gemacht, gestern fand ich auf der Titelseite der Zeitung noch wieder eine Aussage von Dobrindt, dass er Drohnen einschränken wolle, nur von den Lobbyisten des Modellflugs lese ich kein Wort. Pro-Modellflug" hatte vor etlichen Wochen mal einen Artikel in der Presse, zum aktuellen Vorfall lese ich nichts, gar nichts.

schmonzel

RCLine User

Wohnort: Lüchow im Wendland

Beruf: Versicherungskaufmann

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989

Mittwoch, 10. August 2016, 08:43

Sollen der DMFV oder der DAEC nun genau solche ( wohl wahren ) Vermutungen veröffentlichen ?
Was bitte sollen die denn in so einem Fall schreiben ??

???
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

990

Mittwoch, 10. August 2016, 08:59

Nemt mir es nicht übel, aber ich halte das mit den 1700 m und in 10 m Abstand irgendwo für eine geziehlte Falschmeldung. In den 70 -80 er Jahren wurden , auch von Piloten, immer wieder UFO - Sichtungen gemacht. Was war da damals reell und was ist es hier????
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

JaRa

RCLine User

Beruf: Physiker

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991

Mittwoch, 10. August 2016, 09:07

Die Reichelt-Meldung ist alles andere als positiv für Drohnen. 74% fühlen sich nicht gestört - und die verbleibenden 26% sind immerhin 20 Millionen gegenüber unseren 150.000 (?) verbandstreuen Modellfliegern.

992

Donnerstag, 11. August 2016, 07:52

Sollen der DMFV oder der DAEC nun genau solche ( wohl wahren ) Vermutungen veröffentlichen ?
Was bitte sollen die denn in so einem Fall schreiben ??

???


Wilde Spekulationen oder gar persönliche Anschuldigen gegen die Zeugen bringen naturgemäss keinerlei Fortschritt in so einem Fall. Anderseits sollte man durchaus versuchen einerseits anhand von technischen Zusammenhängen die Glaubwürdigkeit eines solchen Berichtes zu erschüttern und andereseits aufzeigen, dass die verwendete Technik und Flugweise kaum mit legalen Mitteln erreicht werden konnte. 1700 m Höhe sind definitiv ausserhalb der Sichtweite des Piloten, eine potentiell vorhandene FPV-Ausrüstung (wie will der Pilot sonst den Kopter noch gezielt steuern können) kann auch wohl kaum noch mit legalen Mitteln betrieben worden sein. Letztenendes kann es auch sein, dass es sich um einen Fly-Away handelte und der Copter unkrontrolliert durch die Gegend flog und schliesslich irgendwo abstürzte.

Neben dem Fehlfunktionsszenario sollte mal also klar stellen, dass die vorhandenen Regeln vollkommen ausreichen, der Hinweis auf eine Aufklärungskampagne sollte auch da sein. Vielleicht sollte man auch einfach mal daraufhinweisen, dass durch fehlerhaftes Verhalten (z. Bsp überhöhte Geschwindigkeit) im Strassenverkehr jährlich tausende Personen getötet oder verletzt werden und da noch niemand ernsthaft ein "Geofencing" für Autos gefordert hat.

schmonzel

RCLine User

Wohnort: Lüchow im Wendland

Beruf: Versicherungskaufmann

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993

Donnerstag, 11. August 2016, 08:55

Ist ja alles bekannt, aber eine solche Falschmeldung wird halt gelesen, weil es "schick" ist, vor allem auf der Frontseite der "BLÖD" !

Jetzt frage ich mich, wie wir genau den verantwortlichen Radakteur dazu bewegen können, einen gegenteiligen Text zu verfassen/ veröffentlichen.

Davon abgesehen, dass solche Dinge dann eher nicht gelesen werden, leider.
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

994

Donnerstag, 11. August 2016, 08:56

Wenn es "nur ein 50 cm messender Kopter war, wie will er genügend Energie mit nehmen, um diese Höhe zu erreichen? und er muss ja auch noch landen!!! Alles sehr in Frage zu stellen!!!
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ströher« (12. August 2016, 08:30)


995

Donnerstag, 11. August 2016, 12:15

Klingt nach recht unreflektierten Begehrlichkeiten, nach Modewelle: "Man könnte wieder einmal etwas Neues probieren, einen anderen Frühstückskaffee, ein anders Waschpulver, oh, ja, so eine Drohne wäre auch schick!"


Ist ja fast so. Die einzige Kaufblockade liegt noch im Preis.
Am liebsten hätte fast jeder so eine DIJ Phantom. So zumindest in dem
was ich so in meiner Mitwelt an Nicht-RC-Piloten so heraushöre.
Leider ist der Zugang für diese Begehrlichkeiten viel zu einfach.
Und so, wie viele Menschen halt nunmal so sind, wenn sie für irgendwas
Geld ausgegeben haben, lassen sie sich durch nichts und niemanden aufhalten/einschränken.

Gruß Tom

996

Donnerstag, 11. August 2016, 13:53

Jetzt frage ich mich, wie wir genau den verantwortlichen Radakteur dazu bewegen können, einen gegenteiligen Text zu verfassen/ veröffentlichen.



Tja, wie zum Teufel schaffen es bloss die üblichen Modellfluggegner, egal ob ADAC, DFS Cockpit usw, dass deren Stimmen zu solchen Vorfällen gehört werden??????? Werden die von den zuständigen Redakteuren / Presseagenturen angerufen und gefragt oder passen die selbst auf, ob über die Ticker von der Agenturen entsprechende Meldungen kommen und hauen dann auf die Schnelle eine (vorbereitete?) Pressemitteilung raus. Ich weiss es nicht, aber deren Stimmen werden in den Beiträgen genannt, die letzte Pressemitteilung von ProModellflug stammt von Mitte Juli, beim DaeC finde ich auch nichts relevantes.

In diesem FAll sehe ich einen eklatanten Mangel im Handeln von ProModellflug / DMFV und DAEC, die Meldung habe ich erstmals letzten Samstag im Radio gehört, von den Verbänden höre ich immer noch nichts, mittlerweile ist aber auch wohl schon zu spät, es wird längst die nächste Sau durch Pressesommerloch getrieben.

raimcomputi

RCLine User

Wohnort: Tönisvorst

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997

Donnerstag, 11. August 2016, 14:11

In diesem FAll sehe ich einen eklatanten Mangel im Handeln von ProModellflug / DMFV und DAEC, die Meldung habe ich erstmals letzten Samstag im Radio gehört, von den Verbänden höre ich immer noch nichts, mittlerweile ist aber auch wohl schon zu spät, es wird längst die nächste Sau durch Pressesommerloch getrieben.

Es sollte doch nicht etwa so sein, das die obengenannten gar kein wirkliches Interesse an uns Modellfliegern haben, sondern das man uns nur Sand in die Augen streuen will, um uns ruhig zu stellen?
Helis: XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
Flächen: Easy Star 3, Hobbyzone Champ S+
Funke: Walkera Devo 10
Simulator: Clear View, Heli-X

998

Donnerstag, 11. August 2016, 16:38

Zitat

das die obengenannten gar kein wirkliches Interesse an uns Modellfliegern haben


ich denke schon, dass sie Intere$$e (oder Int€r€ss€) an Modellfliegern haben.

opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

Beruf: Mensch

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999

Mittwoch, 17. August 2016, 13:33

Stuttgartet Zeitung


Baden-Württemberg

Drohnen für Jedermann
Land erleichtert Bedingungen

Von red/dpa 16. August 2016 - 15:43 Uhr

Das Land hat mit einer Allgemeinverfügung den privaten Gebrauch von Drohnen in Baden-Württemberg erleichtert. In und um Ortschaften sind die Fluggeräte bis zu zehn Kilogramm nun generell erlaubt.
Zum Starten einer Drohne braucht man künftig im Land nur noch eine Allgemeinverfügung. Foto: dpa
Zum Starten einer Drohne braucht man künftig im Land nur noch eine Allgemeinverfügung.
Foto: dpa

Stuttgart - Das Land vereinfacht die Regeln für den Betrieb von Drohnen und anderen Minifliegern. Mit einer Allgemeinverfügung werde der Aufstieg von unbemannten Fluggeräten bis zu einem maximalen Abfluggewicht von bis zu zehn Kilogramm innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften in Baden-Württemberg generell erlaubt, teilte das Regierungspräsidium Stuttgart am Dienstag mit. Wer eine Drohne oder Ähnliches nutzen wolle, müsse dies künftig mit einer allgemeinen Erklärung bei den Behörden melden. Bislang mussten Flüge, die nicht ausschließlich Sport- und Freizeitzwecken dienten, einzeln beantragt und genehmigt werden. Dies entfalle nun.

Mit der Allgemeinverfügung werde das Verfahren für Bürger deutlich vereinfacht, hieß es. Die neuen Regeln gelten den Angaben zufolge landesweit, sie sind am Dienstag in Kraft getreten. Eine Ausnahme bleibe der Betrieb von Drohnen über Menschenansammlungen. Diese müssten, wie bisher auch, einzeln beantragt werden. Das neue Verfahren sei mit dem Verkehrsministerium und den drei anderen Regierungspräsidien im Land abgestimmt.
:ok: :ok: :ok: :prost:
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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1 000

Mittwoch, 17. August 2016, 19:48

Hallo Ottopeter,

kannst du das mal verlinken ?

Gruß,
Helmut