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1 141

Freitag, 7. Oktober 2016, 09:24

Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

1 142

Freitag, 7. Oktober 2016, 11:09

Ich hatte eben auch die Vorschläge von Dobrint gelesen. Ich muß sagen, das ich es weitestgehend richtig finde.
Auf verschiedenen Veranstaltungen tauchen auf einmal Drohnen auf, bei Autokorsos fliegen sie hinterher. Bei Ausflugsschiffen wird man während der Fahrt von Drohnen umkreist, Am Urlaubsstrand wird man überflogen.
Oder ein Nachbar, der das Geld hat, kauft seine 7 jährigen Sohn so ein Multikopter. Beide hatten keinerlei Erfahrung. Auch meine Hinweise zur Sicherheit und Pflichversicherung kam dann nur, das man sich nicht so haben solle. Ist doch nur ein Spielzeug. Da passiert nicht. War nur ein DJI Kopter.

Und was eine Modellflugluglizenz betrifft: Für den Amateurfunk mußte man auch in einem Verein oder privat lernen und dann bei einer Behörde eine Lizenz machen. Das beinhaltete einen rechtlichen Teil, einen technischen Teil und einen betriebstechnischen Teil. Wer weltweit Funken wollte, mußte noch einen Telegrafie Teil absolvieren. Und das war selbst für ein Kind von 14 Jahren machbar und bezahlbar. Ich denke, wenn man Modelle und Sender für 200 Euro oder mehr in der Tasche hat, kann man auch 50 Euro für eine Prüfung bezahlen, bei Kindern die Hälfte.
Und was den Sachkundenachweis im Modellflug betrifft, da wird eine Prüfung im Vergleich zum Amateurfunk ein Klacks sein. Es geht hier ja eher nur um einen Sachkundenachweis als um eine Lizenz, der die rechtliche Seite näher bringen soll. Dazu vielleicht auch ein paar praktische Hinweise wie gegen den Wind starten und landen. Und wenn Vereine dann einen Start, einen Rundflug und eine Landung abnehmen dürfen ist das doch ausreichend.
Selbst bei Reptilien werden weitestgehend Sachkundenachweise bei Kauf gefordert.

Und einem Sachkundenachweis im Netz erbringen? Wie will man sicherstellen, das der zukünftige Pilot denn die Fragen beantwortet und nicht ein erfahrener Freund? Dem Prüfer in die Augen zu schauen, hat noch nie geschadet. Da kann das eine oder andere Auge bei einem Fehler vielleicht zugedrückt werden. Gerade bei Kindern.
Ich denke, jeder wird auch die Möglichkeit haben eine Instructorlizenz machen zu können. Somit kann der Papa dann auch dem Kind das Hobby beim Wildfliegen näher bringen.
Ich sehe da keine Probleme.
Nur so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Und wenn der Sachkundenachweis pflicht ist, hat auch der Händler / Lieferant / Hersteller die Pflicht, das deutlich am Geräte / Verpackung zu kennzeichnen bzw. darauf hinzuweisen.
Dann weiß jeder angespitzte Youtubegucker, das man eben nicht alles mit einem Modellfluggerät darf und das es richtig ärger gibt, wenn man erwischt wird und Piloten von Verkehrsmaschinen können wieder beruhigter fliegen... und die richtigen Modellflieger können den Ruf wieder aufbessern.
Der Ruf um den Modellflug steht zur Zeit nicht besonders gut da mit den ungeschulten Dronenchaoten. So wird im Zweifelsfall das komplette Wildfligen dann verboten und alle sehen sich in den Vereinen wieder auf den schon 1000 fach überflogenen selben Platz bis einem langweilig wird oder das Vereinsgemeiere einen zum Hobby aufgeben zwingt.
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jfbaumi

RCLine User

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1 143

Freitag, 7. Oktober 2016, 11:16

Toll, ist alles drin was der Modellflieger braucht.

- Kennzeichnungspflicht
- Flugschein ( auch noch zeitlich begrenzt )
- 100m Höhenbegrenzung

und da steht immer " für Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme "

Danke Hr. Dobrindt, danke Dachverbände habt ihr gut gemacht. Da ist es für unsere Jugend einfacher komasaufen zu gehen als Modelle zu fliegen.
Gruß Jürgen
jbsseiten

grmpf

RCLine User

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1 144

Freitag, 7. Oktober 2016, 11:19

Ich habe Dobrindts Entwurf auch gerade gelesen und finde ihn im Wesentlichen stimmig. Natürlich gibt es Punkte, über die man ja nach Standpunkt diskutieren könnte aber im Großen und Ganzen könnte ich damit leben. Zumal der Entwurf gerade auch für FPV-Flieger Erleichterungen bringt wie z.B. die Maßgabe, dass ein Spotter den Piloten nur noch "auf Gefahren hinweisen muss" und nicht selbst per LS den Flug übernehmen muss.
Nach den Regeln müsste ich selbst zwar auch den Kenntnisnachweis erbringen obwohl alle meine Modelle <3kg sind, aber 100m Beschränkung sind beim Segeln einfach blöd. Und ich glaube nicht, dass der Nachweis eine Einsteinsche Aufgaben wäre :)

@Jürgen:
Wenn Du unter 100m bleibst dann kannst Du Dir den "Flugschein" sparen, hast Du ihn aber dann kannst Du auch über 100m fliegen. Und die Kennzeichnungspflicht sehe ich jetzt auch nicht als so gravierend an. Man wird ja wohl keine 5kg Bronzeplatte ans Modell anschrauben müssen.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D

1 145

Freitag, 7. Oktober 2016, 12:15

Moin,

also ich halte von einer Schulungspflicht und ähnlichen nicht so viel.
Ich bin für Flugverbot in bebauten Gebieten, Abgabe einer PA Kopie beim Kauf und Durchnummerierung/Kennzeichnung/Seriennummer von Fluggeräten/Modellen. In die Verpackung den Hinweis auf geltendes Recht und wer dann bei der Missachtung der Regelung erwischt wird ist dran.
Da aber unsere Gesetzeshüter mit der Überwachung anderer Gesetze vollkommen überlastet sind,werden lieber strengere Gesetze eingeführte die alles besser machen soll, können sie aber nicht weil es auch wieder keiner kontrollieren kann.

LG

1 146

Freitag, 7. Oktober 2016, 12:27


Zitat

Betriebsverbot:....
•über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen.

bedeutet ja in der Konsequenz, dass alle ferngesteuerten Fluggeräte verboten sind. Irgendwie passt das nicht. Gemeint ist da vermutlich, dass andere Frequenzen weiterverteilt werden ("Abhören").

Zitat

Ausnahme: der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,

Spannend (im wahrsten Sinne des Wortes) auch, wenn ich innerhalb meiner Grundstücksgrenze den Nachbarn ausspioniere - weil das ist ja immer noch nicht verboten.

Zitat

Der Verordnungsentwurf geht jetzt in die Länder- und Verbändeanhörung.

Hier gibt es durchaus noch Einflusspotential der Verbände z.B. solche Dinge sachlich korrekt zu formulieren.
Auch Klärung der Sachfrage, was passiert, wenn ein Flugmodell unbeabsichtigt außer Sichtweite gerät (z.B. Thermik/Empfangsprobleme)..., ob mich dann wegen dem dann geltenden Betriebsverbot auch automatisch die Haftpflicht in Regress nehmen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (7. Oktober 2016, 12:40)


1 147

Freitag, 7. Oktober 2016, 13:04

Hallo,
das/unser Problem dahinter ist die Lobby der Versanddrohnen- Hersteller/Betreiber.
Im Falle eines Unfalls oder gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr gilt immer noch das Verursacherprinzip.
Ein Massenverbot kommt Aufgrund unserer freiheitlichen Demokratie nicht in Frage.

Leider ist es wahr dass diese "Wildflyer" von "Drohnen" sich so ein Billigteil kaufen und einfach loslegen ohne sich um das Luftfahrtrecht zu scheren.
Hier sehe ich die Vertreiber/Händler in der Pflicht.
Da müssten auch erstmal die Fahrradfahrer eine Lizens und ein Nummernschild erwerben, hier entstehen ständig ein mehrfaches an Unfällen und gefährlichen Situationen.
Aber dafür gibt es (noch) keine (gewerbliche) Lobby, die diesbezüglich ein Interesse hätte.

Allein schon der Begriff "Drohne" ist irreführend.
Wenn ihr eure Stimme dazu erheben wollt, dann lest bitte zuerst dieses hier!
Grüße aus den Sauerland - Ralf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »iser-modell« (7. Oktober 2016, 13:10)


1 148

Freitag, 7. Oktober 2016, 13:46

Die Katze ist aus dem Sack, der Referentenentwurf liegt jetzt (endlich) vor. Und nach einer ersten Durchsicht bestätigen sich zunächst einmal all die Informationen, die wir schon in den letzten Tagen unter Vorbehalt an Euch weitergeben konnten.

Fest steht daher schon jetzt, dass eine Kennzeichnungspflicht für Flugmodelle ab 250 Gramm Abfluggewicht kommen, es aber keine Registrierungspflicht für Piloten geben wird. Die gefürchtete ausnahmslose Flughöhenbegrenzung von 100 Metern wird es nicht geben. Zwar ist für Flugmodelle bis 5 Kilogramm grundsätzlich eine entsprechende Deckelung vorgesehen, allerdings reicht eine individuelle Bescheinigung aus ("Einweisung“), um über 100 Meter fliegen zu dürfen. Aus dieser Bescheinigung muss hervorgehen, dass der Inhaber umfassend in den Betrieb von Fluggeräten oberhalb von 100 Metern eingewiesen ist. Die noch nicht konkret definierten "Vorgaben für das Verfahren der Erteilung der Bescheinigung" liegen nach dem neu in die Luftverkehrsordnung aufgenommenen § 21e in der Zuständigkeit der beauftragten Luftsportverbände (also auch beim DMFV), die hierbei Herr des Verfahrens sein werden. Letzeres war dem DMFV besonders wichtig und wurde entsprechend in den Verhandlungen mit Nachdruck gefordert. Auch vom Tisch ist ein Verbot des Fliegens über Wohngebieten. Das hätte das Fliegen in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland praktisch unmöglich gemacht. Hier ist jetzt wie vom DMFV gefordert nur noch von Wohngrundstücken die Rede. Und selbst hier sind Ausnahmen möglich, zum Beispiel wenn der Grundstückeigentümer zustimmt.

Neu ist auch die Tatsache, dass der Betrieb eines unbemannten Fluggeräts mithilfe eines visuellen Ausgabegeräts auch dann "als nicht außerhalb der Sichtweite des Steuerers gilt", wenn der Betrieb unterhalb von 30 Metern erfolgt und das Fluggerät entweder leichter als 250 Gramm ist oder der Steuerer von einer anderen Person, "die das Fluggerät ständig in Sichtweite hat und die den Luftraum beobachtet, unmittelbar auf auftretende Gefahren hingewiesen werden kann." (§ 21b)

Allerdings - auch das wollen wir nicht verschweigen - deuten sich auch einige Punkte an, bei denen es noch Gesprächsbedarf geben wird. Dies betrifft vor allem den erlaubnispflichtigen Betrieb von Flugmodellen mit mehr als 5 Kilogramm Startgewicht, die Altersbegrenzung (14 Jahre) für den Erwerb der Bescheinigung einer Einweisung, der die Nachwuchsarbeit deutlich erschweren würde, sowie mögliche Fallstricke für Vereine (Naturschutz, Lärmschutz etc.)

Hier und an anderen Stellen ist der Referentenentwurf und dabei vor allem die umfassende Kommentierung nicht eindeutig beziehungsweise hält sogar interne Widersprüche bereit. Derzeit prüfen wir daher das mehr als 30-seitige Dokument intensiv und werden am Wochenende zusammen mit dem Verbandsjustitiar sowie den beteiligten Luftfahrtexperten des Verbands eine abschließende Bewertung vornehmen. Wenn diese vorliegt werden wir beizeiten über die Ergebnisse dieser Analyse informieren, bitten aber um Verständnis, dass wir solange keine diesbezüglichen "Wasserstandsmeldungen" abgeben.
E-Mail: kontakt@pro-modellflug
Internet: www.pro-modellflug.de

1 149

Freitag, 7. Oktober 2016, 14:11

Kannst du mir bitte kurz erklaeren wie das mit den 100 Metern zu interpretieren ist.

100 Meter vom Standpunkt des Piloten aus oder 100 Meter ueber Grund?
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

1 150

Freitag, 7. Oktober 2016, 14:18

Hallo Thomas.

Es geht dabei um Flughöhen von 100 Meter über Grund.
E-Mail: kontakt@pro-modellflug
Internet: www.pro-modellflug.de

1 151

Freitag, 7. Oktober 2016, 17:06

Zu der FPV Geschichte ist eine frage aufgekommen, wie ist das zu Interpretieren

1. 30m maxhöhe, + entweder unter 250g oder Luftraumbeobachter
oder
2. 30m und unter 250g oder Luftraumbeobachter, dann über 30m und bis 5Kg erlaubt

Der Satz ist leider Zweideutig zu interpretieren, eine reine 30m Deckelung wäre das Ende vom FPV von den reinen Racecopterrennen abgesehen.

1 152

Freitag, 7. Oktober 2016, 17:19

Nur wo sind die Spanner?

Die laufen filmend mit dem Handy rum. Anzutreffen bei Unfälle aller Art und sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen.
Wenn es es nicht so traurig wäre, könnte man fast darüber lachen.

DJK94

RCLine User

Wohnort: Hamburg

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1 153

Freitag, 7. Oktober 2016, 18:45

Was mich etwas "stört", ist dass einige der Punkte unter "Betriebsverbot" nach meinem Wissen bereits geltende Regeln sind.
- außerhalb der Sichtweite: bereits verboten
- sensible Bereiche: bereits gegeben oder gesunder Menschenverstand. bei letzterem ist klar warum es aufgenommen wird.
- bestimmte Verkehrswege: ok hier hätte ich jetzt Verstand wieder voraussgesetzt. Über einer Autobahn eher nicht zu fliegen.
-kontrollierter Luftraum: seit jeher Tabu für alles ohne Anmeldung
-100m: NEU. mal sehn wie der Kenntnisnachweis aussieht.
-Wohngrundstücke: Verstand
-25kg+: da wird hoffentlich die alte Regelung bleiben, für die Betroffenen. Ist schon verboten, bzw. Abnahme nötig.

Insofern zeigt das für mich eher erneut auf, wo das eigentliche Problem liegt. In der fehlenden Verbreitung der bestehenden Regeln an die "Amateure".

Die Erlaubnispflicht für 5kg+ ist in meine Augen auch wieder nur Aufwand, da hierfür zugelassene Startplätze nötig sind.

Sollte ich "Müll" erzählt haben so gerne korrigieren.
Und gegen einen kleinen Test habe ich persönlich nichts einzuwenden. Auch die Zeitliche Begrenzung sehe ich nicht so kritisch. Hiermit wird im Grunde sichergestellt, dass Änderungen in der Lage auch weitergegeben werden.

Daniel

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Hilgenroth

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1 154

Freitag, 7. Oktober 2016, 20:56

Jaja, Hoffnung ist doch soooo schön, aber die stirbt auch irgendwann...

Prinzipiell ist es doch so:
Alle Modellflieger werden restriktiert und
eine Aufklärung bei Luftrowdys ist immer noch nicht vorgesehen.

Wie werden Verkäufe an Möchtegern-Piloten reguliert?
Steht das irgendwo?
Jemand, der jetzt schon meint, gegen geltende Versicherungspflichten und Vorschriften verstossen
zu dürfen, ist mit dieser Neuregelung natürlich automatisch bekehrt und macht plötzlich auf braver
Modellflieger und auch nen Pilotenschein? Welch eingeschränkte Denke muss man haben, um das zu glauben...

Erfolg sieht imho anders aus. Ich glaube mal, das war's für mich...

CU Eddy
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

1 155

Freitag, 7. Oktober 2016, 21:02

Eddy, auch an dich jetzt mal die Frage:
Weisst du mehr als wir?
Wir kennen alle nur die knappe Zusammenfassung (aus wohl etwa 30 Seiten) des Entwurfs.
Wer auch immer das zusammengefasst hat. Es ist nicht Konsistent.

Ich hoffe das wir nach dem Wochenende (da wird der DMFV das komplette Dokument durchleuchten) etwas mehr erfahren werden.
Nach meinen Recherchen ist der komplette Entwurf derzeit nirgends veroeffentlicht.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Hilgenroth

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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1 156

Freitag, 7. Oktober 2016, 21:53

Eddy, auch an dich jetzt mal die Frage:
Weisst du mehr als wir?
Wir kennen alle nur die knappe Zusammenfassung (aus wohl etwa 30 Seiten) des Entwurfs.
Wer auch immer das zusammengefasst hat. Es ist nicht Konsistent.

Aber Thomas,
Du liest doch auch nicht weniger als ich!?!

Zitat

Wesentliche Regelungen des Entwurfs:

1. Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.

2. Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist generell keine Erlaubnis erforderlich. Gleiches gilt für den Betrieb durch Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc.

3. Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen Geräte über 5 kg ist künftig eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

4. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 10 Jahre.

5. Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme
außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
über bestimmten Verkehrswegen;
im kontrollierten Luftraum (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
in Flughöhen über 100 Metern über Grund. Ausnahmen: Der Steuerer hat einen Kenntnisnachweis.
über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,

über 25 kg (gilt nur für "Unbemannte Luftfahrtsysteme").

Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

6. Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille gelten als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur!

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel…nkToOverview=js
Liest Du da beim BMVI etwas, was meiner Meinung widerspricht?

Da ist nur von Modellfliegerei die Rede!
Oder habe ich die "Neueinsteigerinformation und -aufklärung" übersehen?

Den Verbänden und Vereinen wird wohl dieser Passus gut zu Passe kommen:

Zitat

4. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 10 Jahre.
Das spült doch Gebühren rein...
Ich lasse mich gerne überzeugen, dass ich falsch liege. Wir sprechen uns in 2 - 3 Jahren zu dem Thema nochmal.
Dann werden wir sehen, wer den besseren Riecher hat.

Wer auch immer das konsistiert hat ......................... - das riecht streng ;)


CU Eddy
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Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

comicflyer

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1 157

Freitag, 7. Oktober 2016, 22:16

4. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich.

Das ist imho auch so eine schöne Formulierung.

Ich lese da zwei Begriffe:
1. Flugmodelle
2. unbemannte Luftfahrtsysteme ab 5 kg

So steht es da.
Alles andere ist Hoffnung. Wir werden sehen...

CU Eddy
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1 158

Freitag, 7. Oktober 2016, 22:34

4. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich.

Das ist imho auch so eine schöne Formulierung.

Ich lese da zwei Begriffe:
1. Flugmodelle
2. unbemannte Luftfahrtsysteme ab 5 kg

So steht es da.
Alles andere ist Hoffnung. Wir werden sehen...

CU Eddy

Richtig. Nach dem Abschnitt gilt fuer beide die 5kg Grenze. Dann muss der Kenntnisnachweiss gebracht werden.
Gruss
Thomas
🖖

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comicflyer

RCLine User

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1 159

Freitag, 7. Oktober 2016, 22:43

Richtig. Nach dem Abschnitt gilt fuer beide die 5kg Grenze. Dann muss der Kenntnisnachweiss gebracht werden.

Siehste Thomas,
genau solche Interpretationen meinte ich.
So, wie Du es liest, steht es eben NICHT da.

Kann zwar von jemandem, der sich nicht wirklich GENAU ausdrücken kann, so gemeint sein,
aber nackt betrachtet, kann man es auch so schreiben:
Für den Betrieb von (unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg) und (Flugmodellen) ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich.

- Und dann? -

Klammerrechnen ist schon lange her bei mir... :O

CU Eddy
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1 160

Freitag, 7. Oktober 2016, 23:01

Du kannst gerne die Klammern setzen wie du willst.
So eine Forumlierung ist eigentlich sehr ueblich.
Erst und und dann ab. ;)

Und das kannst du auch aus

Zitat

Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist generell keine Erlaubnis erforderlich.

rauslesen.
Gruss
Thomas
🖖

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