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Sonntag, 10. Januar 2016, 20:51

Flaperons - Wie Höhe-/Querruder stellen?

Hallo zusammen

Nachdem ich nun im Netz alle möglichen Flaperon-Stellungen gesehen habe, möchte ich mich gerne hier einmal erkundigen, was wohl (für mein Vorhaben) richtig sein könnte...

Meine bisherigen Erkenntnisse:
- Bei richtigen Seglern werden die Querruder nach oben gestellt (evtl. minim negatives Höhenruder dazugemischt)
- Nach unten gestellte Querruder bewirken einen Auftrieb
- Nach unten gestellte Querruder lassen diese nicht mehr so gut ansprechen (Wirkung ist geringer)
- Mit nach obengestellten Querruder ist der "Bremseffekt" besser

Hintergrund der Frage:
Ich habe meine Parkzone Extra 300 wieder ausgegraben, nachdem ich diese vor langer Zeit einmal in der Ecke abgestellt hatte. Wenn ich mich recht entsinne, war mir diese damals immer zu schnell beim Landeanflug, weshalb mir nun die Flaperons in den Sinn gekommen sind. Aber - wie sollen die Ruder gestellt werden? Was würde hierbei am meisten helfen, die Extra etwas langsamer zu bekommen.

Mir ist auch klar, dass die Extra etwas Geschwindigkeit braucht, daher kann ich mir keine SlowFly-Landung wünschen - aber etwas langsamer sollte schon drin liegen.


Für eure Hilfe bedanke ich mich bereits einmal im Voraus.

Gruss Manuel

grossiman

RCLine User

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2

Sonntag, 10. Januar 2016, 22:01

Hallo.

Bei einem Motormodell werden die Querruder NICHT als Landehilfe benutzt, dafür gibt es extra die Wölb-/Landeklappen.
Bei einem Segler sieht das etwas anders aus, auch gehen dort die Querruder meistens nicht über fast die ganze Spannweite .
Und das Model würde, wenn überhaupt, auch nur geringfügig langsamer werden. Es wird durch das Hochstellen der Querruder der Auftrieb
verschlechtert, das Modell nimmt dabei die Nase etwas runter, so das die Geschwindigkeit fast gleich bleibt. Warum? Wegen Strömungsabriss und damit es steuerbar bleibt.
Kurz über dem Boden wird dann Höhe gezogen und man lässt das Modell knapp über dem Boden aushungern.
Also, durch das Hochstellen der Querruder erreicht man einen schnelleren Höhenabbau, aber nicht unbedingt eine langsamere Fluggeschwindigkeit.
Bei einem Segler mit einem guten Gleitwinkel macht dies Sinn, der fliegt sonst noch aus 2m Höhe über dem Landeplatz hinweg.
Klar bremsen hochgestellte Querruder und vernichten teilweise den Auftrieb, aber deshalb nimmt man die Nase runter ( = schlechter aber gewollter Gleitwinkel) damit die Geschwindigkeit wegen der Steuerbarkeit erhalten bleibt und das Modell keinen Strömungsabriss bekommt.

Mit Landeklappen sieht das anders aus, mit denen erreicht man genügend Auftrieb bei einer geringeren Geschwindigkeit.
Nur wird dies bei der Extra mit durchgehenden Querrudern nicht gehen.

Ich würde in ausreichender Höhe versuchen wie langsam Du deinen Flieger machen kannst.
Ich selbst kenne eine Extra nur aus einem SIM, aber die habe ich immer verhältnissmäßig langsam mit Schleppgas gelandet.
Wie das nun real mit deiner Extra gehen würde kann ich nun nicht sagen, einfach ausprobieren (anfangs in ausreichend Höhe).

Gruß Andreas
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

christianka6cr

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3

Montag, 11. Januar 2016, 07:09

Moin

Wenn, dann QR nach oben. QR nach unten bedeutet eine Verwindung in die kritische Richtung und einen Strömungsabriss am Aussenflügel, QR nach oben lässt die Strömung am Innenflügel abreißen aufgrund der verstärkten Verwindung und damit kann man im Langsamflug kontrollierter die Geschwindigkeit rausziehen. Der Aerodramatik ist es übrigens egal ob es ein Segler oder Motormodell ist, da gelten die selben Gesetze..... ;)

Gruß Christian
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

4

Mittwoch, 13. Januar 2016, 08:15

Hallo zusammen

Vielen Dank für eure beiden hilfreichen Beiträge!

Ich werde also nun einmal an der Extra die QR nach oben programmieren und schauen, wie sich das ganze in der Luft verhält.


Noch eine andere Frage bzgl. den Klappen:
Ich habe mir vor 2 Wochen eine neue Parkzone Radian Pro erworben. Diese hat ja den 4-Klappen-Flügel. Welche Klappenstellung sollte hier für eine möglichst kurzen, aber demnoch sicheren Landeweg verwendet werden? In den youtube-Videos sehe ich oft nur die beiden inneren Klappen nach unten gestellt – was ja eigentlich gemäss den obigen Aussagen eher schlecht ist (oder ist das hier aufgrund der viel kleineren Klappen (im Verhältnis zum ganzen Flügel) wieder anderst)... Wäre hier die Butterfly-Stellung angesagt? Ich nehme an, dass hier das nach unten stellen der inneren Klappen i.O. ist, weil gleichzeitig die Querruder noch oben gehen, oder?


Gruss Manuel

grmpf

RCLine User

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5

Mittwoch, 13. Januar 2016, 08:20

Hallo Manuel,

bei 4-Klappern ist die "ideale Landestellung" der Butterfly. Die Wölbklappen gehen nach unten, die QR idealerweise so weit nach oben, dass sie die Auftriebserhöhende Wirkung der Wölbklappen ausgleichen. Wie viel das ist, das muss man normalerweise erfliegen. Die Herstellerangaben sind aber normalerweise ein guter Anhaltspunkt.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
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christianka6cr

RCLine User

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6

Mittwoch, 13. Januar 2016, 13:56

Erstmal nur die inneren Klappen, also die Wölbklappen, nach unten ist super, denn dann hast du die Verwindung in die richtige Richtung, deine Strömung reißt nicht ab, du hast immens mehr Widerstand als im Normalflug und dein Vogel bleibt trotzdem völlig brav und steuerbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schränkung_(Aerodynamik)

Je weniger die QR zum Bremsen hochgenommen werden, desto bessere Steuereigenschaften auf QR hat dein Modell. Ich versuche bei meinen Modellen meist ausschließlich über die WK´s zu Bremsen und die QR nach Möglichkeit neutral zu lassen, dadurch wird der Vogel langsam, die Strömung reißt nicht ab und man kann trotzdem noch Böen schnell aussteuern was bei vollem Butterfly deutlich träger geschieht. Das ist bei F3B/J kein Thema, da fliegt man in der Ebene und quasi geradeaus den Endanflug an, aber am Hang kann eine doppelte Programmierung, also erstmal nur WK´s runter und auf den letzten 5mm kommen die QR dazu um in der Not den Anker werfen zu können, Fliegerleben retten.

Bei WK´s 90° nach unten wirst du aber Tiefenruder geben müssen. Deine EWD der Tragfläche verändert sich ja mit runterfahren der Endleiste hin zu höheren Werten, also in Richtung "gezogenem Höhenruder", was du ausgleichen musst um nicht plötzlich senkrecht im Himmel zu stehen.

Gruß Christian
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7

Mittwoch, 13. Januar 2016, 16:06

... und nochmals vielen Dank für die tollen Beiträge! Da habe ich jetzt doch wieder einiges dazugelernt.

Schade nur, dass das Wetter momentan überhaupt nicht mitspielt (hier stürmt und regnet es momentan nur) um das ganze gleich in der Praxis zu testen.

Das Thema mit der Schränkung ist ja ebenfalls sehr interessant – Danke für den Link!

Gruss Manuel

christianka6cr

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8

Mittwoch, 13. Januar 2016, 17:35

Moin Manuel

Gerne. Schränkung baut man aber heute nicht mehr in Tragflächen, das regelt man heute über unterschiedliche Profile, sog. Profilstraks. Das war nur zur Verdeutlichung der Effekte beim Wölben bis Bremsen. ;)

Gruß Christian
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schmonzel

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9

Donnerstag, 14. Januar 2016, 11:06

Die Parkzone Extra 300 ist aber nunmal kein Segler.

Um überhaupt etwas langsamer zu bekommen.......würden hier wohl nur Landeklappen helfen.
( Also innen ).

Ist das Teil wirklich nur " zu schnell" landebar ?

Andreas
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

10

Donnerstag, 14. Januar 2016, 11:14

Ich hatte auch mal die Parkzone Extra 300 und habe zum Landen einfach die 3D Ausschläge verwendet. Dadurch konnte man den Flieger im Elevator landen. Kommt also einfach recht gerade runter und setzt sanft auf. Positives extra dabei ist, daß du keine Landestrecke mehr brauchst... ;)
Gruß Markus :w

christianka6cr

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11

Donnerstag, 14. Januar 2016, 11:17

Lesen, verstehen, schreiben. Es ging um den Radian Pro....

Gruß Christian
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12

Donnerstag, 14. Januar 2016, 12:20

Warum denn immer gleich so unfreundlich Christian? ???
Hier sind erstens beide Flieger angesprochen und zweitens ging es zuerst um die Extra. Von daher ist meine Antwort durchaus richtig aufgehoben. Habe das also durchaus verstanden und gelesen... ;) Vielleicht sollte man auch nicht zwei komplett unterschiedliche Flieger in einem Fred behandeln um die Übersichtlichkeit zu erhalten.
Gruß Markus :w

13

Freitag, 15. Januar 2016, 08:45

Hi zusammen

Zitat

;)
Vielleicht sollte man auch nicht zwei komplett unterschiedliche Flieger
in einem Fred behandeln um die Übersichtlichkeit zu erhalten.
Mein Fehler - Sorry. Dachte nur bei diesem Thread-Titel kann ich evtl. gleich beide Modelle erwähnen.

Zitat


Die Parkzone Extra 300 ist aber nunmal kein Segler.
Dessen bin ich mir schon bewusst :) Aber vielleicht helfen die nach oben gestellten QRs demnoch das Modell etwas zu verlangsamen. Würde es gerne draussen probieren, aber mittlerweilen hat es hier auch noch begonnen zu schneien...

Zitat


Ist das Teil wirklich nur " zu schnell" landebar ?
Zumindest ist das für meine Verhältnisse der Fall.


Eventuell müsste ich mal meinen Simulator mal wieder ausgraben (Aerofly) – vielleicht kann man da die verschiedenen Klappensetups einmal simulieren und dabei schon einen Unterschied feststellen (ober eben nicht).


Gruss Manuel

grmpf

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14

Freitag, 15. Januar 2016, 09:26

Hi,

nach oben gestellte Klappen/QR soregen für eine VERRINGERUNG des Auftriebs. Das bedeutet, dass der Flieger schneller sinkt bzw schneller fliegen muss um oben zu bleiben. Willst Du den Flieger langsamer machen, dann müssen die Ruder nach unten. Das Problem bei den QR ist allerdings dabei, dass nicht nur der Auftrieb erhöht wird sondern auch die Neigung für einen Strömungsabriss. Von daher nur in ganz kleinen Schritten probieren, wenn es denn sein muss.
Grüße

Harald

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schmonzel

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15

Freitag, 15. Januar 2016, 10:42

Zitat


Ist das Teil wirklich nur " zu schnell" landebar ? Zumindest ist das für meine Verhältnisse der Fall.

Eventuell müsste ich mal meinen Simulator mal wieder ausgraben (Aerofly) – vielleicht kann man da die verschiedenen Klappensetups einmal simulieren und dabei schon einen Unterschied feststellen (oder eben nicht).

Gruss Manuel



Moin Manuel, es gibt kein schlechtes Wetter, außer evtl. zu viel Wind ( okay....und Regen ! ) :prost:

Ich habe einmal an meiner MX 2, auch ein Mitteldecker, mit den QR experimentiert, das brachte nix, außer mehr Zappelei.
Probiere es am SIM und dann draußen einfach in größeren Höhen aus, wie langsam du die Extra gefahrlos aushungern kannst.
Bis du dann den langsameren Speed für bessere Landungen heranziehen kannst - alles ne Übungsfrage.
Bekomme ich ein neues Modell, wird nach der Trimmerei.......etc........erst einmal die Landeeigenschaft
( sprich das langsame Fliegen ) gecheckt - in großer Höhe, versteht sich !

Fliegen heißt ja nicht umsonst = landen :evil:
Kenne das selbst, lieber erst mal zu schnell landen...... :D

Aber nach vielen 100 en Flügen kenne ich meine kritischen Modelle.

Munter bleiben....und happy flying,

:prost: Andreas
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
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