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1

Donnerstag, 22. September 2016, 20:05

[S] Hilfe! Materialvergleiche/Festigkeiten bei M1:3 <> M1:1

Hi Jungs,
ich stelle mich grad vor das Problem, Baumaterialien für einen Prototypen M1:3 auszusuchen,
die dann bei M1:1 eine vergleichbare Festigkeit haben bzw umgekehrt. Ich weiß, dass es sowas wie
Festigkeitsmodule gibt, aber ich kann mit sowas nicht umgehen oder so etwas berechnen.

Beispiel:
Für 1:1 wird 6mm Birkensperrholz verwendet. Dann sollte recht einfach bei 1:3 ein 2mm Brkensperrholz passen.
Oder 18mm Styrodur bei 1:1 sollte sich auf 6mm Depron bei 1:3 reduzieren lassen.

Aber es gibt ja zB kein 1mm Pappelsperrholz für 1:3, wenn ich bei 1:1 die Stärke 3mm Pappelsphz verwenden will.
Gefühlsmässig für Härte und Festigkeit würde ich hier zB Abachifurnier in 1,5mm oder Birkensperrholz in 0,8mm verwenden.

Ist hier in der Runde jemand, der mir bei solchen Fragen weiterhelfen kann?

CU Eddy
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DJK94

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2

Donnerstag, 22. September 2016, 22:03

Das lässt sich whrscheinlich zum Teil so umrechnen, aber nicht unbedingt.
Wenn wir davon ausgehen, dass die mechnische Festigkeit und Steifigkeit bei den Dicken gleich ist (ist bei Metallen nicht so. Dünne Bleche haben höhere Festigkeiten als dicke Platten) dann kannst du den Querschnitt entsprechend umrechnen, sofern die Lasten auch mit dem Maßstab skalieren.
Jetzt kann es allerdings auch passieren, dass dein limitierendes Kriterium nicht die Festigkeit sondern Stabilität ist. Dies wäre, wenn Platten oder Stäbe zu dünn werden und dann Knicken oder Beulen. Dann kann es durchaus sei, dass ein größerer Querschnitt, als der maßstäbliche nötig ist.
Insofern würde ich auf Erfahrungswerte zurück greifen, wenn diese vorhanden sind.
Ansonsten nach Gefühl.

Grüße

Daniel

comicflyer

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3

Freitag, 30. September 2016, 19:54

Hi Daniel,
erstmal herzlichen Dank für Deine Meinung dazu!
Ich hatte etwas abgewartet, weil ich hoffte, dass noch jemand was dazu sagen würde...

Naja, ErfahrungsWERTE sind zwar nicht grad vorhanden, aber etwas
Erfahrung und viel Gefühl. Bislang reichte das auch gut aus. Nun
soll es aber am Ende grösser werden und da dachte ich: frächse ma.

Schaun wir mal, ob es am Ende gereicht hat. ;)

CU Eddy
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4

Samstag, 1. Oktober 2016, 13:30

Hallo Eddy,
das Thema ist "etwas" komplexer.
Eine Scale-Festigkeit gibt es praktisch nicht, bzw. wäre nur mit sehr hohem Aufwand und 3D in der Gesamtkonstruktion errechenbar.
Wo es funktioniert sind statisch klar definierte Bauteile, vor allem der Holm.
Aber auch hier bedeutet eine Biegesteifigkeit von 1:3 schon ein anderer Relativ-Wert für Torsion, Scherfestigkeit, etc.
Grund: Die Höhe des Holms geht in der 3ten Potenz in die Biegung ein, in der Torsion aber linear. Die Breite geht dabei linear ein.
Das ist eine stark vereinfachte Sicht für das am einfachsten zu berechnende Bauteil. Ohne dynamische Betrachtung, ohne spezielle Biegelasten oder oder oder.
Ein weiterer Punkt: Das Gewicht nimmt ja (zum Glück) nicht 1:1 mit dem Maßstab ab. Übern dicken Daumen: Ein Doppeldecker mit einem Leergewicht von 500kg wiegt als 1:3 Modell < 25kg - also nur 1/20tel. Das ändert die Statischen Anforderungen schon "leicht".
Bei einem großen Modell kommt man nicht umhin die wesentlichen tragenden Bauteile zu berechnen (oder an anderen abzuschauen) und den Rest passend abzuschätzen. Z.B. kann man Rippen oder Spanten auch bei einem Modell in der Größe sehr leicht und schwach auslegen, das tut der Statik im Flug keinen Abbruch. In Summe wird das Modell aber vom Handling sehr schlecht, eine kleine Aussenlandung im Kornfeld wäre ein Totalschaden und man weiß nie wo man hingreifen soll beim Transport.
Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei deinem Projekt.

Bis dann,

Ralf

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