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1

Samstag, 10. Juni 2017, 16:59

Fliegen ohne alle Ruder ?

Geht nicht ?

Geht doch:

https://www.youtube.com/watch?v=lRGamx4U_GY

Elektrisch.
Gruß, Jockel

2

Samstag, 10. Juni 2017, 17:21

Noch einer /-s ?

Ok:

https://www.youtube.com/watch?v=e94xBmx1G9o

Leider nicht bis zur Vollendung des Rohbaus gezeigt, aber na ja.
Gruß, Jockel

3

Samstag, 10. Juni 2017, 17:31

Diesmal mit allen Rudern

Scheußliche Musik, finde ich. Na ja:

https://www.youtube.com/watch?v=xQbO1d5cZvw

So groß sind meine Baumöglichkeiten leider nicht, der Frästeilesatz wäre mir zu teuer, doch das Resultat und der Bau können sich sehen lassen. Dazu noch elektrisch, wow.
Gruß, Jockel

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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4

Sonntag, 11. Juni 2017, 01:16

Hallo Jockel,

ich weiß jetzt nicht, ob ich dich vielleicht mißverstehe- aber "Fliegen ohne Ruder" ist doch nichts Besonderes...
Jedes Freiflugmodell macht das. Man kann halt nur nicht steuern, wohin das Modell fliegen soll.

Aber auch das geht ohne Ruder: Alle 2-motorigen "Silverlit"-Spielzeugflieger z.B. steuern mit den Motoren. Gleichsinnig angesteuert = Model steigt oder fällt; gegensinnig angesteuert = Giersteuerung = Rechts/Links = "Seitenruder", und mit etwas V-Form des Flügels damit auch automatisch "Rollsteuerung".

Ich hatte auch mal ein 2-motoriges Experimental-Modell, bei dem Steigen/Fallen und rechts/links auf diese Weise gesteuert wurde. Zusätzlich zum normalen Höhenruder war da noch ein kleiner, in der Waagrechten umlaufender Prop (mit Motor und vorwärts/rückwärts-Regler angetrieben). Zur Sicherheit hatte das Höhenleitwerk bei den anfänglichen Flügen noch ein übliches Ruder(mit Servo). Aber man konnte mit dem Prop (fast) genauso steuern wie mit dem Höhenruder; nur die Ruderwirkung war deutlich geringer.
Nicht verwechseln mit "ohne Höhenleitwerk"- das wäre erheblich schwieriger.

Man kann also schon fliegen und steuern ganz ohne Ruder. Von Multicoptern u.ä. wollen wir mal garnicht reden ;-)) .

Gruß,
Helmut

5

Sonntag, 11. Juni 2017, 08:34

Hallo Helmut,
ja, da hast Du Recht, stimmt. Aber fliegt heute, im Zeitalter von RC mit weiß ich was dran, noch jemand Freiflugmodelle? Wahrscheinlich schon, aber wohl nicht viele. Schade eigentlich.

Die Modelle, die Du da beschreibst, kenne ich gar nicht - Bildungslücke. Klingt aber interessant und logisch.

Um noch eins drauf zu legen: mit Strahltriebwerken und Schwenkflügeln oder -triebwerken gibt's das ja auch noch.

Hab den ersten Link einfach eingestellt, wiel ich zeigen wollte, daß sehr einfache, kleine und nicht nur deswegen sehr leichte Modelle auch Erstaunliches leisten. Auch gefiel mir die Darstellung, so noch nie gesehen. Hoffe, es dient einigen als Anregung, es auch mal mit dem Modellbau zu versuchen. Hab oft den Eindruck, wir werden als eine Gruppe von "Überfliegern" gesehen, statt als Interessierte, deren Vielfalt anspornen sollte, mal mitzumachen, es selbst zu versuchen. Macht mich manchmal fast traurig. Etwas zu versuchen, von vielen beobachtet, manchen belacht, braucht Mut und vor allem Selbstbewußtsein. Damit scheitern ist nicht angenehm, weil es zu viele neidische Häßlich-Schwätzer gibt. Es noch mal, verändert, zu versuchen, sich nicht beirren zu lassen, vor allem von denen nicht, das wär's. Hoffe, es gibt wenigstens einige, die sich das mal durch den Kopf gehen lassen.
Gruß, Jockel

6

Sonntag, 11. Juni 2017, 09:12

Um noch eins drauf zu legen: mit Strahltriebwerken und Schwenkflügeln oder -triebwerken gibt's das ja auch noch.

Du Jockel,
so um 1960 herum konnte man von Graupner "den kleinen UHU" kaufen. Den konnte man mit einer Art "Raketentriebwerk" ausrüsten :hä: ??? . Die Treibsätze dafür waren aber schweineteuer 8( . Also, so ein armer kleiner Schüler wie ich, der sich auch noch die Saiten für seine Gitarre verdienen musste, unmöglich. Und dann war der kleine Uhu immer mal wieder a. A. (im Eimer) und es musste ein neuer gebaut werden. Damals so um die 15 DM !!!! Verdammt viel Geld :no: !!! Also wurden aus Apfelsinnenkistenholz Silhouetten ausgesägt, da, wo die Flächen hin sollten, wurde ein Schlitz eingesägt, Ramakarton (der war kräftig und sehr günstig) als Flächen ausgeschnitten, Blei von den renovierten Altbauten "geschnorrt" Und dann ausgewogen UND ES FLOG !!!! Und kostete nur ein paar Tropfen UHU Hart !!! Freiflugmodelle!!! Leider wurden die mit der Zeit immer besser und dann? Waren es "Onewayflyer", denn oftmals wurden sie nie mehr gefunden!!!!! ;( :D
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

7

Sonntag, 11. Juni 2017, 10:46

@ Tünnbüddel

Zitat

noch jemand Freiflugmodelle? Wahrscheinlich schon, aber wohl nicht viele. Schade eigentlich.


Dann besuche mal den Internationalen "Eifel-Pokal" bei Zülpich dort haben wir jedes Jahr +- 200 Teilnehmer.

Heinz

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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8

Sonntag, 11. Juni 2017, 19:57

Hallo,

da werden bei mir auch Erinnerungen wach...

Die "Raketenantriebe" von Graupner kamen aus England und hießen "Jetex". Ein Döschen mit Treibsätzen liegt immer noch bei mir im Keller. Die Jetex gab's mEn in verschiedenen Größen.

Freiflug ist ein schöner und anspruchsvoller Sport; habe ich in den 50er-Jahren auch ein paar Jahre lang gemacht; Klasse "A1" und "N2". Das Letztere war eine Exoten-Klasse, Nurflügel mit Gummimotor. Nur eine Handvoll Leute in Deutschland hat das geflogen, wir waren fast immer unter uns ;-) . Einmal wurde ich sogar in der DAeC-"Nationalmannschaft" berufen zu einem Wettbewerb in Holland. Und wurde prompt Erster (weil ich der einzige Teilnehmer in dieser Klasse war ;-) ).

In meinem damaligen Heimatverein wird der Freiflug bis heute von ein paar Leuten betrieben, z.T. in der 2. Generation. Der heutige Herausgeber der "Thermiksense" (Bernhard Schwendemann) hat damals bei den UHU-Wettbewerben (in unserem Ort von unserem Verein ausgerichtet) mit dem "Kleinen UHU" angefangen.

Einige Freiflug-Modellbauer der damaligen Zeit haben es später zu höchsten wissenschaftliche Ehren gebracht. Einer davon (Dietrich Hummel) war ein Klassenkamerad von mir im Gymnasium in Bad Cannstatt, der war zuletzt Prof in Braunschweig und DLR-Präsident. Als er noch im Beruf war, hat er nie Zeit gehabt für unsere Klassentreffen; seit ein paar Jahren als "Emeritus" kommt er wieder. Aber die Teilnehmer werden immer weniger, sind ja alle so um die 80 Jahre alt...

Also Leute, betreibt Freiflug, dann lernt ihr was, und werdet alt und berühmt.. ;-))

Gruß,
Helmut

9

Sonntag, 11. Juni 2017, 23:19

Da gibt es noch einige die vor ihrer Karriere Freiflug betrieben haben.

Zum Beispiel: Prof. Dr. Richard Eppler (Eppler Profile), Prof. Dr. Ingo Rechenberg (Bionik).

Heinz

10

Montag, 12. Juni 2017, 07:53

Der heutige Herausgeber der "Thermiksense"

Jjjjaaaaa. da war doch was. Irgendwie mit so einer Art Zündschnur. Und später dann so was wie eine "Eieruhr"..... Oder habe ich das falsch im Kopf?
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

11

Montag, 12. Juni 2017, 14:03

Uff - das Prof. Eppler auch Freiflieger war, wußte ich nicht, obwohl ich einiges von ihm gelesen habe. Anscheinend nicht alles, manchmal das Falsche? Na ja.

Die "Eieruhr" kenne ich auch noch. Ein flaches, relativ einfaches Teil. Hat aber funktioniert.

Alt werd ich hoffentlich noch, aber berühmt wohl eher nicht mehr ;-). Macht so ja auch Spaß und ist völlig ok. Kann ja nicht jeder Albert Einstein heißen.

Vielen Dank für Eure Beiträge und Anregungen.
Gruß, Jockel

12

Montag, 12. Juni 2017, 15:51

Hallo,
ich fliege meinen Horten-Nurflügel "Twisteuse" seit vielen Jahren komplett ruderlos. Zur Steuerung um die Längs- und um die Querachse wird die Horten-Glocke verwölbt.
Vom Aufbau her eine vergleichsweise knifflige Angelegenheit, fliegerisch aber einwandfrei.
https://www.rcgroups.com/forums/showthre…n-Wing%29/page3
Gruß
Stephan
Inter-Ex 2019 am 07.- 08.09.2019 in Vittersbourg/Frankreich! 30 KM hinter Saarbrücken, also sehr zentral! :)

haschenk

RCLine User

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13

Montag, 12. Juni 2017, 18:07

Hallo,

Zitat

Jjjjaaaaa. da war doch was. Irgendwie mit so einer Art Zündschnur. Und später dann so was wie eine "Eieruhr"..... Oder habe ich das falsch im Kopf?

Nicht verwechseln, das hieß "Thermikbremse". Bei den normalen "Schwanzfliegern" war dazu das Höhenleitwerk so ausgebildet, daß es ca. 40° hochklappen konnte; in dieser Position ist die Strömung an Flügel und Leitwerk total abgerissen, und das Modell kam wie ein Fallschirm runter. In seiner Normallage wurde das Höhenleitwerk durch einen kleinen Gummiring oder Zwirn fixiert, in den die Glimmschnur eingebunden war. Diese brannte mit ca. 1 - 1,5 cm/Minute ab, und wenn die Glut den Ring erreicht hatte, brannte oder schmolz der durch- voilà... Mechanische Zeitschalter gab's aber auch.

Zitat

Uff - das Prof. Eppler auch Freiflieger war, wußte ich nicht, obwohl ich einiges von ihm gelesen habe

Ob Eppler "Outdoor-Freiflieger" war, weiß ich nicht; aber "Indoor-Freiflieger" ( = Saalflug) war er sicher. siehe Anhang.
Bitte nicht falsch verstehen ! Wer damals Modellfllug betreiben wollte, musste "Pimpf" bzw. danach "Hiltlerjunge" und im NSFK sein, sonst ist er schon mal nicht an Baumaterial rangekommen.
Ich hab' nur Schwein gehabt, sonst wäre ich auch dabei gewesen (mit 10 Jahren kam man zum "Jungvolk"). Meine Mutter, mein gerade geborener Bruder und ich waren wegen der Fliegerangriffe in eine Kleinstadt "evakuiert", und wegen dem allgemeinen Chaos im Frühjahr 1945 gab's dort kaum noch Schule, und die Verwaltung war so langsam, daß die Amis dann schneller da waren. Aber gehört und gesehen habe ich die etwas Älteren der Hitlerjugend noch, wenn die zu "Geländeübungen" rausmarschiert sind.

Die Scans sind übrigens von einer englischen Webseite; dort gibt's alle Jahrgänge der damaligen "Deutsche Luftwacht- Ausgabe Modellflug". Ist (technisch) sehr interessant. Leider finde ich den Link nicht mehr; vielleicht hat ihn einer der "Antik-Modellflieger".

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgende Dateien angehängt:
  • Eppler1.pdf (328,47 kB - 11 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. Juni 2017, 14:17)
  • Eppler2.pdf (308,26 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. Juni 2017, 14:17)
  • Eppler3.pdf (311,34 kB - 3 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juni 2017, 20:04)
  • Eppler4.pdf (83,36 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. August 2017, 20:01)

14

Montag, 12. Juni 2017, 19:46

Hallo Stephan,

die Horten Nurflügler waren eh mE geniale Teile. Was die Amerikaner damals "mitgenommen" hatten, dann über Jahre hinweg im "Smithonian Institute" mehr oder minder vergammeln ließen, haben sie offensichtlich lange nicht richtig begriffen. Später hat Northorp einiges damit angestellt, besser gesagt, einem Modell davon. Aber da ging's mMn fast um Mystik.
Gruß, Jockel

15

Montag, 12. Juni 2017, 19:49

Hallo Helmut,

versteh's nicht "miß". Ist zwar nie meine Richtung gewesen, auch heute noch nicht, schon wegen meinem Vater nicht, aber wissenschaftliche Leistung kann ich davon trennen. Und darin waren einige Deutsche jener Zeit anderen ein ganzes Stück voraus. Den anderen "Kram" muß man ja nicht mit tragen. Mein Vater war 16, als ihn der Kerl noch erwischte. Viel Jugend hatte er nicht, aber Verwundung, russische Kriegsgefangenschaft, Flucht von Stalingrad zu Fuß nach Ffm.
Gruß, Jockel

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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16

Montag, 12. Juni 2017, 21:43

Hallo Jockel,

keine Sorge, da stehen wir heute doch drüber...
Ich interessiere mich sehr für Technikgeschichte (insbesondere Luftfahrtgeschichte) und Biographien der Konstrukteure. Nur ganz Wenige hatten damals den Mut, nicht "mitzumachen" (z.B. Hans Klemm, Henrich Focke, Hugo Junkers); z.T. haben die dann auch dafür "bezahlt". Wenn man die Wahl hat zwischen beruflicher Karriere oder Knast/Psychiatrie/KZ, dann werden sich wohl die Meisten für das Bequemere entscheiden; da sollten wir heute nicht drüber richten.

Ich kenne 2 Biographien aus "meiner Familie", wie sie unterschiedlicher nicht sein können:
Da ist ein Großonkel (Richard Vogt- habe ihn leider nie persönlich kennengelernt), der war etwa ab 1934 bis Kriegsende Chefkonstrukteur bei Blohm & Voss Flugzeugbau in Hamburg, hat dort u.a. alle die "krummen" Flugzeuge entworfen. Nach dem kannst du googeln; er hat auch später seine Biografie geschrieben. Nach Kriegsende ging er -mehr oder weniger freiwillig- in die USA und hat dort -zuerst für Army und Airforce, dann Industrie- gearbeitet, er ist als reicher Mann in Kalifornien gestorben. Was seine Biografie anbelangt- da hat mir meine Oma in einigen Punkten was Anderes erzählt.

Mein Vater war ein überzeugter und "strammer" Nazi, er war zuletzt im Herbst 1944 kurz zuhause, als seine Einheit von Frankreich in den Osten zur Partisanenbekämpfung verlegt wurde. Da hat er noch fest an den "Endsieg" (mit "Wunderwaffen") geglaubt und mit meiner Mutter darüber gestritten. Bei Kriegsende geriet seine Einheit in amerikanische Gefangenschaft, aber die Amis haben sie an die Russen ausgeliefert. 1948 kam er dann als kranker (und vom Nazismus geheilter) Mann aus Sibirien zurück. Da hat er dann auch erstmals meinen inzwischen 3 1/2 Jahre alten Bruder gesehen; mit der Folge, daß er nie mehr ein normales Vater-Sohn-Verhältnis zu ihm entwickelt hat.

Noch kurz zu den Horten-Nurflügeln:
Trotz großem Respekt und Hochachtung vor der Leistung der Hortens: Ganz so toll wie heute manchmal mystifiziert waren deren Nurflügel nicht. Ich hatte noch das Glück, Prof. Karl Nickel (Mitarbeiter der Hortens) zu erleben, und der hat bei den Nurflügel-Symposien in Scheidegg immer mal wieder davon erzählt. Die "Glocken-Auftriebsverteilung" hat nie so funktioniert wie gedacht, und die Giersteuerung war ein großes Problem (daher auch die "Widerstands"-Seitenruder).

Jack Northrop hatte dasselbe Problem, er hat es lange Zeit mit kleinen Seitenleitwerken gelöst. Wenn man Bilder der B-2 im Flug sieht, dann kann man an den Flügespitzen Spreizklappen entdecken, die stets ein wenig geöffnet sind. Das ist die "moderne" -aber wenig elegante- Lösung für die Giersteuerung, die gerade bei einem Bomber sehr wichtig ist.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (12. Juni 2017, 22:00)


17

Montag, 12. Juni 2017, 21:50

Hallo Helmut,

danke Dir für Eindrücke aus erster Hand und die vielen Anregungen, nochmal etwas dazu zulesen. Zu dem, was Du über das "Richten" gesagt hast, kann ich nur nickend zustimmen - kaum einer von uns hat diesen Druck so erlebt, kaum jemand kann sagen, wie gut und wie lange er ihm stand gehalten hätte. Wenn ich Syrien zB, aus weiter Ferne, sehe, habe ich eine leise Ahnung davon, was Menschen machmal aushalten müssen, und was es mit ihnen, vor allem mit Kindern macht.
Gruß, Jockel

18

Dienstag, 13. Juni 2017, 10:45

Das geht auch noch einfacher - siehe unten.
Ansonsten Balsa- oder Deprongleiter mit den Jugendlichen, macht auch Erwachsenen mal wieder Spaß son Ding in 10min zu bauen, durch die Halle werfen, andere Auslegungen und Trimmungen zu probieren, und das alles für ein paar Cent.
Man kann damit viele aerodynamische Grundprinzipien erklären und "anfassen".
Leider ist der Spaß recht kurzlebig, die Möglichkeiten der Einflußnahme sind gering und man möchte dann doch schnell etwas "Richtiges" bauen und fliegen.
Die eingangs gezeigten Balsamodelle als Freiflieger, Gummimotor (gibt's noch CO2 Motoren?) sehe ich eher als Bastelobjekt denn als echte Flugmodelle. Der leichteste Wind, ein Stein oder Pfosten bei der Landung etc. und das Modell ist hinüber.
Trotzdem häufen sich mittlerweile die Angebote bei ebay & Co. mit schönen und preisgünstigen Bausätzen.
Ansonsten gibt es ja immer noch die offiziellen DAeC Freiflugwettbewerbe F1A....F1E, die Saalflieger, oder eben die Millionen Freiflugmodelle von Schmidtspielen, Gummiflitscher etc. etc. etc.
Vermutlich gibt's 10x so viele "Freiflugmodelle" wie ferngesteuerte.
Ich bleibe aber beim RC, Sport mache ich anderweitig genug, da brauche ich nicht Modellen hinterher zu rennen....

Bis dann,

Ralf
»Gast20171101« hat folgendes Bild angehängt:
  • image.jpeg

19

Dienstag, 13. Juni 2017, 11:04

Halllo Ralf,

schicker Flieger (Dein Foto), und sicher eine Idee. Hab solche Dinger früher oft selbst gefaltet. Sie flogen ganz passabel. Mit dem RC sehe ich es wie Du, obwohl ich mit Sport machen jetzt erst wieder begonnen habe (bin MTBler).
Gruß, Jockel

20

Dienstag, 13. Juni 2017, 16:49

Die Gurke hat auch keine Ruder, arbeitet mit Flächenverwindung. Höhen- und Seitenleitwerk sind dabei fest mit dem Rumpf verklebt.