Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 29. Juli 2017, 19:02

Motorhauben aus GfK herstellen

Guten Tag,

ich möchte mich an die GfK Laminiertechnik heranwagen und benötige ein Paar Tipps, wie ich Kleinbauteile wie eine GfK Motorhauben für kleine und mittlere Modelle selbst herstellen kann, (ich habe bereits in der Ausbildung GfK und CfK Laminiert), dort hatten wir jedoch auch eine passende Vakuumpumpe, bei mir zu Hause habe ich all dies nicht, oder entsprechende Geräte wären recht teuer in der Anschaffung, die Frage ist, ob mit einem GfK Gewebe, Trennmittel, Harz und Härter, ich Kleinbauteile herstellen könnte? ggf gibt es Empfehlenswerte Literatur zu dem Thema?

bin gerade dabei mir YT Videos über den Herstellungsprozess anzusehen

siehe min 40:00

Kommentare gerne willkommen

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (29. Juli 2017, 19:19)


2

Samstag, 29. Juli 2017, 22:03

Die Vakuumpumpe ist für deine Größenordnung doch überhaupt kein Problem.
Auf Ebay werden immer gebrauchte Thomas Pumpen verkauft, die reichen dafür noch locker aus.
http://www.ebay.de/itm/Thomas-Vakuumpump…NUAAOSwPe1UGyXK

Das Problem könnte nur das Tempern werden. Da musst du schon mal deiner Frau den Backofen abquatschen. 8)
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

3

Samstag, 29. Juli 2017, 22:15

Zum Bau von Formen braucht man keine Vakuumpumpe. Ebensowenig zum Bau vom Motorhauben. Auch die meisten Rümpfe werden ohne Vakuum, im einfachen Handlaminat gebaut. Selbst Tragflächen und Leitwerke können und werden immer öfter ohne absaugen gebaut, nennt sich dann Hartschale.

Schreib mal genauer was du vorhast, dann gibt's passgenaue Tips.

4

Samstag, 29. Juli 2017, 22:17

Die Qualität der Laminate wird durch das Vakuum doch hochwertiger und dichter.
Die 100€ und eine passende Tüte wäre mir das aber wert.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

5

Samstag, 29. Juli 2017, 23:05

Die Qualität der Laminate wird durch das Vakuum doch hochwertiger und dichter.
Die 100€ und eine passende Tüte wäre mir das aber wert.


Welcher Laminate? Schon mal ne Motorhaube oder nen Hartschalenflügel im Vakuum gebaut ???

6

Samstag, 29. Juli 2017, 23:25

So viel ich weiss ist die Vorgehensweise doch gleich.
Nur wird hinterher noch die Tüte drüber gepackt um die Luftbläschen raus zu saugen.
Den Flügel musst du doch eh aus zwei Hälften zusammen kleben.

Kenne jemanden der baut diese kleinen Kanus, wo sich auch Überschlagen können im Wasser.
Der benutzt eine Pumpe und arbeitet noch Aramidfasern ein, da CFK nicht stabil genug wäre.

Glaube kaum das man die Formal 1 Autos ohne Vakuum baut, nur werden die sicher direkt einen Autoklav haben.

Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »officejet« (29. Juli 2017, 23:30)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 30. Juli 2017, 00:41

Hallo,

der TS sagt doch, daß er nur Kleinteile aus GFK herstellen will. Dazu braucht's kein Vakuum, nur sorgfältige Arbeit.
Wenn er dann mal Schalenflügel oder andere großflächige Teile herstellen will, kann man über Vakuum reden.
Und Tempern muß man solche nur minimal beanspruchten Teile auch nicht.
Außerdem ist eine Ausgabe von 100 oder mehr Euro nicht für jeden "peanuts" und in gegebenen Fall unverhältnismäßig.

Betr. Fachbücher würde ich erstmal bei Amazon suchen. Zuerst auf "Bücher" klicken, dann einen möglichst treffenden Suchbegriff eingeben. Der wäre hier z.B. "Gfk im Selbstbau" oder "GFk-Teile herstellen". Wenn's auch andere Literatur sein darf, dann mit Google suchen, gleiche Suchbegriffe.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (30. Juli 2017, 00:47)


8

Sonntag, 30. Juli 2017, 07:07

Guten Morgen Modellbaufreunde!

Hallo,

der TS sagt doch, daß er nur Kleinteile aus GFK herstellen will. Dazu braucht's kein Vakuum, nur sorgfältige Arbeit.


Absolut richtig!

Ich will mir keine teuren GfK Motorhauben für 50€ pro Stück kaufen, zumal die meisten meiner Modelle von mir eigens restaurierte gebraucht-Flugzeuge sind (eine cessna mit 1m SPannweite kaufte ich für 20€ in der bucht, und baute dafür eigens das Leitwerk, die Fenster und eine Holz-Motorhaube neu).


Zum Bau von Formen braucht man keine Vakuumpumpe. Ebensowenig zum Bau vom Motorhauben. Auch die meisten Rümpfe werden ohne Vakuum, im einfachen Handlaminat gebaut. Selbst Tragflächen und Leitwerke können und werden immer öfter ohne absaugen gebaut, nennt sich dann Hartschale.

Schreib mal genauer was du vorhast, dann gibt's passgenaue Tips.


Ich möchte eine Motorhaube für eine Cessna mit 1m Spannweite bauen, wenn das geklappt hat und ich die Technik drauf habe, habe ich ebenfalls vor, Motorhauen auch für andere Projekte herzustellen wie für eine AT-6 Texan (2m Spannweite), und ggf für eine PT-17 Stearman, und in weiter Zukunft auch engine cowlings für die Ju-88 (Großmodell).

Ich muss erstmal das Grundprinzip verstanden haben,

gleiche ein Frage vorweg: Kann ich eine Motorhaube nur mit der Positiv Form bauen? Oder geht das nur - wie in dem gezeigten Video mit der negativ Form?

Wie groß wäre der Kostenaufwand für die Bereitstellung der Grundmaterialien zum Herstellen von kleinen GfK Formen - in der Hauswerkstatt ?

Theoretisch kann ich eine vorhandene ABS-Motorhaube gleichzeitig als Negativform verwenden und würde dann wie folgt vorgehen:

Trennmittel auf die Innenseite, (Negativform) auftragen, GfK 163g/m² GfK Laminat mit Köber Webung auftragen (gut geeignet für runde Formen), Harz+Härter Auftragen, danach verstreichen mit Pinsel, danach wieder eine GfK Lage auftragen, 3 oder 4 GfK Lagen wären dann ausreichend, danach trocknen lassen. GfK Teil aus der Negativ-Form herausnehmen.

Abschluss: die Radien für die Luft-Einlässe Bohren, und dann ggf. Aussägen, verschleifen (entgraten).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (30. Juli 2017, 08:38)


9

Sonntag, 30. Juli 2017, 08:32

...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (30. Juli 2017, 08:38)


10

Sonntag, 30. Juli 2017, 09:25

Ok, dann legen wir mal los:

erste Frage: In welcher Gegend wohnst du und wie alt bist du?
Der Grund dieser Frage: Am besten lernt man die Harzpantscherei natürlich in der Praxis. So kann man evtl. einen erfahrenen Modellbauer in deiner Gegend ausfindig machen, bei dem du zuschauen und mitmachen kannst. Vorzugsweise im ähnlichen Alter, da entwickeln sich oft lebenslange Freundschaften.
Weiterer Vorteil: So ein Modellbauer hat alle Materialien "auf Lager". Du brauchst nur den tatschächlichen Verbrauch bezahlen, oder bekommst das ganze umsonst.

Zum Vorschlag die vorhandenen Motorhaube als Form nutzen:
Keine gute Idee.
Erstens wird sich die Motorhaube höchstwahrscheinlich nicht ohne Bruch des Originals entformen lassen (deshalb sind Formen in der Regel mehrteilig).
Zweitens wird höchstwahrscheinlich das erste Laminat nicht deinen Vorstellungen entsprechen, dann hast du keine Form mehr und keine brauchbare Motorhaube.
Drittens würde so ein Motorhaube um die Materialdicke des Origninal kleiner und passt nicht mehr sauber aufs Modell.

Materialauswahl, mal nur für die kleine Motorhaube:
Formenharz, 50g würden reichen. Kleinste zu bestellende Menge liegt bei ca. 250g.
Laminierharz, 500g
Baumwollflocken
Glasgewebe 105g Köper, das 163er ist zu grob für kleine Teile.
Trennwachs, am besten SE 700 (wird bei den Händlern unter verschiedenen Namen verkauft, aber immer mit dem Zusatz 70 oder 700)
PVA Trennlack
Harzwaage auf 0,1g genau
verschiedene Pinsel
beschichtete Spanplatte 10 oder 13mm dick
und ganz wichtig: reichlich Schutzhandschuhe aus Nitril.

Hier ist der Bau einer Haubenform sehr gut beschrieben http://www.rc-network.de/forum/content.p…rhaube-die-Form

Für die Haube selbst:
Bei einem so kleinen Bauteil reichen 2 Lagen 105er Gewebe locker.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Eisvogel« (30. Juli 2017, 09:34)


11

Sonntag, 30. Juli 2017, 10:16

erste Frage: In welcher Gegend wohnst du und wie alt bist du?
Der Grund dieser Frage: Am besten lernt man die Harzpantscherei natürlich in der Praxis. So kann man evtl. einen erfahrenen Modellbauer in deiner Gegend ausfindig machen, bei dem du zuschauen und mitmachen kannst. Vorzugsweise im ähnlichen Alter, da entwickeln sich oft lebenslange Freundschaften.


Ich bin 33 jahre alt aus Hamburg.

edit: Zitat Rc Line Forum "Ungefähr 6 Stunden Arbeitszeit haben wir in unsere Motorhauben-Form investiert. Jetzt liegen die beiden schwarz glänzenden Formhälften vor uns. " das ist ja echt krass, da kann man sich auch überlegen eine Motorhaube aus Voll Balsa zu schnitzen / schleifen... Obwohl man bei bestimmten Scale-Modellen "scratch build" oder Bau "nach Bauplan" nicht drumherum kommen wird, die Hauben aus GfK herzustellen!

Für eine AT-6 die ich vorhabe zu bauen (nach einem Scale Bauplan) käme ich nicht drumherum eine Motorhaube aus GfK zu bauen

Frage: Wenn ich keine Original ABS Motorhaube wie in der Beschreibung habe, woraus kann ich mir dann eine Urform bauen? Holz, oder Hartstyropor, und brauche ich bei der Urform eine glatte Oberfläche?

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (30. Juli 2017, 10:40)


12

Sonntag, 30. Juli 2017, 10:40

Ja klar, Zeit braucht das schon.
So eine Form ist ja auch eigentlich dazu da mehrere Bauteile bis hin zur Serie zu laminieren. Eine Motorhaube z.B. wird in ca. 1/2 Std gebaut.

Mein Tip:
schau mal da vorbei, vielleicht gibt's da praxisgerechte Hilfe http://elmshorner-modellbau-club.de/unser-verein/ oder hier http://www.nfsc.de/

oder Google nach anderen Vereinen in der Nähe. Man muß ja nicht gleich Mitglied werden, auch als Gast oder Kollege wird geholfen.

13

Sonntag, 30. Juli 2017, 15:05

Ein Modellflug Verein befindet sich in Norderstedt (MFGN), es ist mir aber doch recht weit weg, (hab im Moment kein Auto um 15 km dort hinzufahren) - ich würde mir die GfK Teile die ich brauche, zu Hause herstellen.

Von welchem Hersteller sollte ich die Grundmaterialien am besten beziehen? (die hast Du ja bereits netterweise genannt) Harz+Härter, Trennwachs, GfK Laminate (welche Webarten), bräuchte ich zum Herstellen meiner ersten GfK Motorhaube, sind bestimmte Produkte empfehlenswert, z.B. die von R&G, oder gibt es da auch Alternativprodukte?

Welche Verarbeitungszeit empfiehlst Du einmal für das Formenharz und für das Laminierharz?

Was ist nochmal genau die Funktion von dem Formenwachs? Baue ich damit erst die Negativ-Form?

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (30. Juli 2017, 15:37)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 30. Juli 2017, 15:50

Hallo,

Zitat

Kann ich eine Motorhaube nur mit der Positiv Form bauen? Oder geht das nur - wie in dem gezeigten Video mit der negativ Form?

Höchstwahrscheinlich schon (kommt auf die Details der Haube an); aber das Ergebnis wird dir nicht gefallen.
Bei einer Positiv-Form hast du die glatte Seite des fertigen Teils innen. Außen aber die "rauhe" Seite, auf der sich das Gewebe abbildet. Da könntest du dann höchstens noch spachteln und schleifen...

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (30. Juli 2017, 15:58)


15

Sonntag, 30. Juli 2017, 16:04

Hallo,

Zitat

Kann ich eine Motorhaube nur mit der Positiv Form bauen? Oder geht das nur - wie in dem gezeigten Video mit der negativ Form?

Höchstwahrscheinlich schon (kommt auf die Details der Haube an); aber das Ergebnis wird dir nicht gefallen.
Bei einer Positiv-Form hast du die glatte Seite des fertigen Teils innen. Außen aber die "rauhe" Seite, auf der sich das Gewebe abbildet. Da könntest du dann höchstens noch spachteln und schleifen...

Gruß,
Helmut


Da magst du Recht haben, auch der Manntragende Flugzeugbau arbeitet mit Negativformen, wobei in die Negativform Wabenteile eingebunden sein können, ich gehe gern den längeren Weg, habe dann dafür eine Qualitativ bessere Motorhaube, vor allem wäre mir das wichtig für Scale Modelle!

Hat jemand ein Paar tipps wie ich mir eine Positiv Form für eine Cessna 182 Motorhaube bauen kann, ggf sogar aus einer Modelliermasse (z.b. Staedler Air), die ja sehr gut formbar ist?

Umgerechnet habe ich in alle Verbrauchtsmaterialien ca. 50€ investiert, wenn ich aus 3m², 8 bis 10 Motorhauben bauen kann (für Cessna 182, für die Focke Wulf 190, usw. bei vielen Modellen von mir habe ich minderwertige ABS Motorhauben, oder sie fehlen komplett), dann hat sich die Investition mehr als gelohnt! (und ich habe dann die Arbeitstechnik für Zukünftige Bau Projekte erlernt).

PS: habe schon alle Produkte und 3m² GfK Köber Gewebe bestellt für nächste Woche, am Freitag will ich gleich eine GfK Motorhaube bauen, was mir noch fehlt ist das Formenharz, habe dazu nichts gefunden, kannst du mir ggf einen Link schicken?

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »bruchpilot84« (30. Juli 2017, 16:15)


16

Sonntag, 30. Juli 2017, 16:36

Hallo Helmut, bruchpilot84,

zum Schneiden der Positivform: Styrodur (von BASF, Dämm- / Isoliermaterial, XPS), nicht Styropor (EPS). Naht bedenken; dh einarbeiten, dann trägt das im Positiv nicht so auf, läßt sich leichter egalisieren. Nach Trocknung von Außen mit Microballon-Harz spachteln, dann schleifen usw, zuletzt Positivform 'raus nehmen (geht meist kaputt, selbst mit Trennmittel versehen). Wir hatten früher Rohazell (XPS) genommen.
Gruß, Jockel

17

Montag, 31. Juli 2017, 12:22

habe mir kürzlich eine Haube für meine auf brushless umbebaute Feline X2 gebastelt. Mit Balsa (so wie beim davor vebauten Getriebemotor mit langer Achse) war nicht genügend Fleisch (knapper mm + etwas Spalt) zwischen Motor und Außenkontur

Styrodur (Feinschaum) erstmal mit einem Loch versehen, in das der brushless passt. Grob mit dem Messer auf Form geschnitten, Spinner drauf und anschließend mit frischem (!) Schleifpapier auf finale Form gebracht. R&G Harz, ein Rest 180g Matte als tragendes Material, noch ein paar Restchen 40g Matte drüber und- so hatte ich gehofft, um bessere Oberfläche zu erzeugen, das ganze mit einem Einweg-Nitril-Handschuh überzogen. War leider etwas faltig - und noch schlimmer - hing dann auch noch fest. Nach etwas Reinigung (Pinzette, Drahtbürste, grobes Schleifpapier...) war das Epoxi zumindest wieder sichtbar.

Aber es war schon mal eine steife Struktur, auf die sich weitere (dünne) Harzschichten mit Microballons aufbringen ließe.

Bzw. in meinem Fall etwas brachialer und schneller mit Sekundenkleber Glasvlies+Microballons zum Fillern und das ganze mit Folie lokal angedrückt. Letztendlich nur noch grob verschliffen - weil dann eh mit Folie überbügelt wurde (Übergang zum Balsarumpf - der hat auch keine Spiegeloberfläche).

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

18

Montag, 31. Juli 2017, 20:29

Hallo,

für die Anfertigung von Positiv-Kernen kann man "kreativ" sein. Hartschäume verschiedenster Art, Balsa-(der anderes) Holz, härtbare Knetmasse (für Kinder); ich hab auch schon für Propellerblätter eine (mit Schleiflatte abgestrakte) Gipsform verwendet (optimale Propellerblätter für kleine Re-Zahlen sind einfache "gewölbte Platten").

Besonders möchte ich noch auf "Ureol" hinweisen; das ist ein Hartschaum, den es in verschiedenen Härte- bzw. Dichtegraden gibt. Mehr dazu mit Google ! Der ist wunderbar zu bearbeiten und wird von (richtigen) Profis z.B. für Design-Urmuster u.ä. verwendet; ich hab' daraus auch schon kleine Gerätegehäuse gefräst; Bearbeitung von Hand geht aber auch.
Das Zeug ist ziemlich teuer, aber bei Ebay werden Reststücke preisgünstig angeboten.

Bei GFK- oder CFK-Teilen, die rel. flach und breit sind (z.B. Propellerblätter), kann man über das Positiv statt Trennwachs auftragen auch einfach elastische Haushaltfolie spannen.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (31. Juli 2017, 20:36)


19

Montag, 31. Juli 2017, 20:43

Ureol hat Ähnlichkeit mit MDF.
Aber eigentlich wird das eher verwendet, wenn man eine CNC Fräse hat um daraus das Urmodell zu fräsen.
Staubt jedenfalls ganz ordentlich.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 700 UL
Henseleit TDR II

Henseleit TDF
Shape S8
SAB Goblin 700 Black Thunder Havok
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+ mit Meanwell RSP 3000-48

20

Dienstag, 1. August 2017, 06:39

Moin Bruchpilot,
willst Du lernen Formen zu bauen und zu laminieren - oder willst Du Deinen Modellen einfach hübschere Nasen verpassen?
Was hier im Thread nicht so rüberkam ist der Umstand dass alles unter 3-5 Hauben schneller im Positiv gebaut sind als den Umweg über die Negativform zu gehen. Um die herzustellen muss man ja erst einmal ein (sehr gutes) Positiv bauen - und wäre damit für ein Einzelstück schon fertig.
Mit dem Negativ kann man dann "schnell" weitere Hauben bauen die dann irgendwo rumfliegen....
Ansonsten rate ich dir den R&G Katalog zu bestellen, da steht sehr viel Basiswissen und zu verwendende Materialien drin.
Anbieter gibt's wie Sand am Meer, einen RUndumservice mit Dokumentationen etc. kenne ich in dem Umfang aber nur bei R&G. Die haben auch sehr viel Beispiele drin, auch auf der Website.
Beispielvideos wie das oben mit dem Schalenflügel bringen Dir dafür sehr wenig, die Arbeitsschritte sind wesentlich anders.
Das würde eher passen wenn Du z.B. ein Kajak bauen wolltest.
Für freies Formen nehme ich übrigens Plastilin, lässt sich je nach Temperatur und Typ (Farbe) leichter oder schwerer verformen und in jede gewünschte Form bringen. Gibts auch bei R&G.

Viel Erfolg.

Bis dann,
Ralf