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41

Samstag, 12. August 2017, 08:12

Moin,
Wie kommt ihr von der Ju87= Sturzkampfbomber auf die Wellblechhütte Ju52?


Der Thread heißt ja (ulkigerweise) Skale, also "Strich".
Es geht aber um Scale, also was ist wie machbar, und was ist scale.
Da hat der Stuka (ausgeschrieben Sturzkampfbomber, also optimiert auf die maximale Vernichtung von Menschen und Maschinen) ebenso seine Herausforderungen wie die alte "Tante Ju".
Letztere etwas weniger martialisch aber durch die extreme Auslegung sehr anspruchsvoll als Scalemodell mit "scalemäßigen Flugeigenschaften" zu bauen.
Eine Ju mit 1,4m Spannweite müsste - über den Daumen - um die 20km/h fliegen um an die Anmutung des Originals (180km/h Reisegeschwindigkeit, Landegeschwindigkeit 106km/h, Spannweite wie eine 737 - bei wesentlich größerem Flächeninhalt, etc.) heran zu kommen.
Wenn man sich das Profil des Originals anschaut sieht man schnell dass man das mit einem Clark Y beim Modell nicht hinbekommt, da muss etwas wesentlich Massiveres her, und das Gewicht muss extrem nach unten.
Trotzdem wage ich zu behaupten dass, auch wenn die "Scalegeschwindigkeit" und die Bauausführung super gelöst werden, eine Ju52 unter etwa 2m Spannweite nie in der Anmutung an das Original herankommt.
Bei der Ju52 (fliegt hier mehr oder weniger regelmäßig drüber) hängt einfach eine riesige Kiste in Schrittgeschwindigkeit in der Luft.
Beim (zwangsweise extrem leicht ausgeführten) Modell führt ja auch jeder noch so kleine Windhauch, auch bedingt durch die niedrige Fluggeschwindigkeit und den hohen Luftwiderstand, sofort zu starken Bewegungen in der Luft und wirkt dadurch wie ein Spielzeug.
Aber: Eine1,4m Ju kann man schön in's Wohnzimmer hängen ;-)

Bis dann,

Ralf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ralsch« (12. August 2017, 09:25)


phklein38

RCLine Neu User

Beruf: Berufsschullehrer im Ruhestand

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42

Samstag, 12. August 2017, 09:10

Was ist Scale? Gewicht und Geschwindkeit bei Modellflugzeugen

Hallo in die Runde,

bezüglich einer dem Original entsprechenden Fluggeschwindigkeit bei Flugmodellen habe ich ein gutes Bespiel parat aus meiner eigenen Erfahrung.

Ich besitze eine Ka6E von Multiplex - aus einer Zeit, als Multiplex noch richtige Flugmodelle vertrieb - .
Wenn ich dieses Modell nach einem F-Schlepp bei und am Platz fliege, dann höre ich von älteren Modellfliegern häufig Kommantare wie "die fliegt ja so langsam, wie das Original", oder "die ist ja in der Luft vom Original nicht zu unterscheiden".

Die MPX Ka6E hat, soviel ich weiß, ein Wortmann Profil, möglicherweise sogar das Original-Wortmannprofil des großen Vorbilds. Das Modell läßt sich mit diesem Profil nicht schnell fliegen - es ist ein majestätisches Dahingleiten, und das gefällt mir besonders gut an diesem Modell.

Leistungsmäßig ist sie den modernen Konstruktionen, bei denen die Aerodynamik bis zum Letzten ausgereizt ist, hoffnungslos unterlegen, aber ich liebe diese Art des Modellflugs - möglicherweise ist dies auch meinem fortgeschrittenen Alter geschuldet.

In jüngeren Jahren habe ich selbst manntragenden Segelfug betrieben und auch die Ka6E selbst geflogen, danach LS 1, ASW- 15 usw.
Der Unterschied zwischen diesen Genarationen von Segelflugzeugen war schon frappierend und ein besonderes Erlebnis, vor allem, wenn man das Segelfliegen auf der ASK-13 gelernt hat und danach die Ka8 fliegen durfte.

Ich werde sicher in Zukunft auch Motorflugmodelle bauen und fliegen, die meinem Alter entsprechend langsamer fliegen, als meine derzeitige Flotte Puma, Mäxi, Schlüter Jodel usw.

Bei der Auswahl entsprechender passender Profile für diese Modelle bin ich auf den Rat von Experten angewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Paul

43

Samstag, 12. August 2017, 11:21

Hallo Tom,

es ging im Thread ua um Möglichkeiten, einen Scale-entsprechenden Langsamflug zu erreichen, also das "wie" und "ob überhaupt möglich", meine ich.


@ all:

habe die Stelle in der Literatur gefunden und werde beim Verlag mal anfragen, ob sie mir erlauben, ein oder zwei Fotos hier einzustellen. Diese Rechte muß ich vorher abklären.

Es ist das Buch "Elektro-Motorflug" von Hindrik Schulte, FMT-Fachbuch, VTH-Verlag. Habe sowieso Kontakt zum Verlag, werd's versuchen. Hier darf ich im Moment nur zitieren. Der Autor äußert sich mehrfach zur Ju-52, ua seine Motorisierung (neue Wicklung bereits vorhandener BL durch einen deutschen Fachbetrieb), den Einsatz von Ramoser-Verstell-Propellern selbst an nicht so großen Modellen. Aber stellt eben in einem Artikel auch das gesamte Modell "Ju-52/3m" vor (S.87-95), 3-fach E-motorisert und reichlich bebildert. Auf Seite 89 Oben sieht man in einem größeren Foto sehr deutlich, daß es sich bei den TF-Rudern ders Modells klar um Spaltruder handelt. Sie haben eine gut sichtbare Höhenstaffelung zur TF, überlappen in der Aufsicht die TF scheinbar (Perspektive !) um ein paar Millimeter, die Scharniere sind so gearbeitet und am Modell angebracht, daß dies so sein muß. Auf Seite 91, ebenfalls Oben, sieht man deutlich, daß dies beim HR genauso gelöst ist, nur daß hier offensichtlich wird, daß auch in der aufsicht zwischen HLW und HR ein Spalt besteht. Auch hier ein Höhenversatz, also genau das, was typisch für solche Spaltruder ist.

Auf Seite 92 Unten sieht man das Modell beim Start schon in der Luft und recht gut, daß es in einem relativ flachen Steigwinkel steigt. Auf Seite 93 Oben ist es im Flug in Normallage zu sehen, die Unten aus dem Rumpf ragenden Antennen, etwa halb so lang wie das Modell, geben einen guten Eindruck von der geschwindigkeit, mit der das Modell unterwegs ist - ich würde sagen wenn, dann eher schwach über Original-Niveau. Auf Seite 95 Oben gibt der Autor in Tabellenform die technischen Daten zum Modell: 1.6m SPW, 1.08m Länge, 33dm² Fläche, 1.85kg Fluggewicht (!), 55.6g/dm² Flächenbelastung, 3x VS2210 (wie erwähnt, offenbar von Hand neu gewickelt, das erwähnt er textlich), Leistungsgewicht: 170W/kg, Flugzeit 8-10 Minuten mit 3s/3200mAh Lipo an 2xGWS 8x4.3" und 1x Ramoser 8" (da verstellbar, leider keine Angabe zur Steigung). Stromaufnahme sei 30A, Leistung bei Volllast ca 310W.

Das Modell stammte aus der Schmiede von BMI.

Mehr kann ich im Moment nicht an Daten liefern, sonst müßte ich seitenweise zitieren.
Gruß, Jockel

44

Samstag, 12. August 2017, 11:33

Hallo Paul,
das stimmt, bei Seglern älterer Bauart kommt man durchaus an die Optik der Fluggeschwindigkeit
der Originale ran.
Wir haben 2 Baby's,3- K-7 und 2- Ka-8 auf dem Platz, da mußt du in der Thermik richtig kämpfen, mit kleinsten Ruderauschlägen
fliegen, da die Kisten gegenüber modernen Seglern ja Luftwiderstände wie ein LKW zum Porsche aufweisen.
Man sieht das im Thermikschlauch wenn die neueren zwei Kreise ziehen und ich noch nicht mal ganz rum bin.
Natürlich können 4-Klappen Segler noch langsamer fliegen, die Oldies aber kaum schneller ohne allzuviel Höhe
kaputtzumachen.
Aber ich liebe diese Art des Segelfluges, wir haben auch keinen E-Motor und Akkus an Bord, es gibt nur Seilschlepps.
Die Ka's sehen mit ihrer Vorpfeilung und langsamen Flug aus wie ich sie an der Teck in Jugendtagen Bündelweise fliegen sehen hab.
Das Baby sieht aus als würde es manchmal fast stehen bleiben.
Gruß Günther

45

Samstag, 12. August 2017, 11:47

Hallo Paul und alle,

weiß nicht, ob's dazu paßt aber:

Meine SB-10 mit 4.4m SPW hatte GfK-Rumpf, Styro/Balsa-HLW, Balsa(Schalenbauweise)-SR und Styro/Abachi-TF mit 190mm Wurzeltiefe und ganzen 90mm Außentiefe, eine Hinten 4-fach geknickte TF, also sehr hohe Streckung. Im Gegensatz zu allen Kollegen, die Ihre Orchideen immer mit Folie bespannten, habe ich es bei diesem Modell komplett anders gemacht. Ich habe die TF-Hälften mit Japan-Papier in einem Stück bespannt. Das gesamte Modell habe ich bei meinem Freund, einem Schreinermeister, in dessen Hof auf Böcken mit seidenmattem Lack besprüht (aus der Lackierpistole heraus), also TF, LWe (direkt, ohne Vorbehandlung), Rumpf. Das Teil flog dermaßen gut, und trotz der hohen Streckung und geringen Profiltiefe, auch sehr lansam, daß die Kollegen und mein Freund, gestaunt haben. Und zwar zu Thermikflügen genauso, wie zu ruppigen Hangflügen mit richtig hoher Geschwindigkeit. Hinterher, nach einigen Flügen, wollte mein Freund diese SB-10 unbedingt haben. Er flog damals auch manntragend. Eine bessere Bestätigung für ein gut fliegendes Modell kann ich mir kaum vorstellen.

Das angestraakte Profil war ein Ritz 2-30-12. Es hat eine Nasenform bzw einen vordern Bereichsverlauf ober- und unterseits, wie er bei keinem anderen Profil so zu finden ist. Die Unterseite ist sehr früh relativ flach. Die oberseite steigt bis eben 30 Prozent Profiltiefe (eher typisch für alte Profile) stark an und fällt danach kontinuierlich ab. die 2 am Anfang der Profilbezeichnung gibt die Wölbung in Prozent an, die 30 die stelle der höchsten Profilwölbung im Verlauf und die 12 die Profildicke.
Gruß, Jockel

46

Samstag, 12. August 2017, 12:41

Hallo Jockel,
eine SB-10 mit damals unglaublichen 4 m hatte ich auch schon.
Das ist aber nun nicht unbedingt der langsamsten Flieger.
Ich hab die schon im Original von der Akaflieg gesehen, auch die SB-11, das waren ja optimierte teile in Sachen Streckenflug.
sind natürlich nicht mit den bespannten Drachen früherer Zeit zu vergleichen.
Ich bin früher viel an der Teck geflogen, hab meinen ersten GFK-Rumpf aus dem Kofferraum von Schaufler's "Alle" gekauft.
Das war einer der ersten Cirrus-Rümpfe nachgebaut in GFK.(Ca. 1970)
Mein Onkel hat sich einen Sport daraus gemacht, die Cirrus mit Rippenfläche Papierbespannt beim Landen aus der Luft zu Fangen.
Da wir oft auf Stoppelfeldern mit Gummiseil geflogen sind war das die bessere Art zu Landen.
Probiert das mal mit einem modernen Segler.
Ja, wenn wir auf der Teck Feierabend gemacht haben, weil eigentlich nur noch Nullschieber ging, dümpelten meistens noch ein oder zwei
Graupner Amigos am Himmel die jedes Lüftchen vollen ausnutzten bis zur Dämmerung.
Gruß Günther

47

Samstag, 12. August 2017, 12:49


habe die Stelle in der Literatur gefunden und werde beim Verlag mal anfragen, ob sie mir erlauben, ein oder zwei Fotos hier einzustellen. Diese Rechte muß ich vorher abklären.

Es ist das Buch "Elektro-Motorflug" von Hindrik Schulte, FMT-Fachbuch, VTH-Verlag. Habe sowieso Kontakt zum Verlag, werd's versuchen. Hier darf ich im Moment nur zitieren. Der Autor äußert sich mehrfach zur Ju-52, ua seine Motorisierung (neue Wicklung bereits vorhandener BL durch einen deutschen Fachbetrieb), den Einsatz von Ramoser-Verstell-Propellern selbst an nicht so großen Modellen. Aber stellt eben in einem Artikel auch das gesamte Modell "Ju-52/3m" vor (S.87-95), 3-fach E-motorisert und reichlich bebildert. Auf Seite 89 Oben sieht man in einem größeren Foto sehr deutlich, daß es sich bei den TF-Rudern ders Modells klar um Spaltruder handelt. Sie haben eine gut sichtbare Höhenstaffelung zur TF, überlappen in der Aufsicht die TF scheinbar (Perspektive !) um ein paar Millimeter, die Scharniere sind so gearbeitet und am Modell angebracht, daß dies so sein muß. Auf Seite 91, ebenfalls Oben, sieht man deutlich, daß dies beim HR genauso gelöst ist, nur daß hier offensichtlich wird, daß auch in der aufsicht zwischen HLW und HR ein Spalt besteht. Auch hier ein Höhenversatz, also genau das, was typisch für solche Spaltruder ist.

Auf Seite 92 Unten sieht man das Modell beim Start schon in der Luft und recht gut, daß es in einem relativ flachen Steigwinkel steigt. Auf Seite 93 Oben ist es im Flug in Normallage zu sehen, die Unten aus dem Rumpf ragenden Antennen, etwa halb so lang wie das Modell, geben einen guten Eindruck von der geschwindigkeit, mit der das Modell unterwegs ist - ich würde sagen wenn, dann eher schwach über Original-Niveau. Auf Seite 95 Oben gibt der Autor in Tabellenform die technischen Daten zum Modell: 1.6m SPW, 1.08m Länge, 33dm² Fläche, 1.85kg Fluggewicht (!), 55.6g/dm² Flächenbelastung, 3x VS2210 (wie erwähnt, offenbar von Hand neu gewickelt, das erwähnt er textlich), Leistungsgewicht: 170W/kg, Flugzeit 8-10 Minuten mit 3s/3200mAh Lipo an 2xGWS 8x4.3" und 1x Ramoser 8" (da verstellbar, leider keine Angabe zur Steigung). Stromaufnahme sei 30A, Leistung bei Volllast ca 310W.


Das nachfragen beim Verlag kannst dir sparen. Mit 1,6m SPW und 1,85 kg führt kein Weg zur auch nur annähernd passender Geschwindigkeit.

48

Samstag, 12. August 2017, 14:08

Richtig,
bei 1,6 m Spannweite, das entspricht dem Maßstab von ca. 1:18, wäre die Landegeschwindigkeit im Maßstab ca. 5-6 km/h, das
ist Schrittgeschwindigkeit und nicht realisierbar, nur in der Halle mit Ultra leichten Teilen.
Meine kleine Me mit 1,42 m (Maßstab etwa 1:7) hat ca. 30 km/h Landegeschwindigkeit, entspräche also ca. 210 km/h.
Eichhorn hat mir mal gesagt, die 109 hat ca. 180 km Landegeschwindigkeit, da bin ich dann mit der kleinen Me viel näher dran als die langsamen Kübel, zumal er schneller anfliegt um dann etwas abzubremsen beim Abfangen.
Wenn ich, was ja kein Problem ist Horizontal nur ca. 85 km schnell fliege sieht das schon Original aus.
Man sieht, die schnelleren Flieger können sicher eher "Vorbildähnlich" geflogen werden als die, die in der Luft ziemlich langsam daherkommen, auch nur optisch wegen der Größe.
Bei einer Vorführung sah der Airbus A-380 aus wie in Zeitlupe, obwohl der Kübel immer an
der 300 km/h Marke kratzte.
Gruß Günther

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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49

Samstag, 12. August 2017, 19:21

Hallo,

Zitat

Der Thread heißt ja (ulkigerweise) Skale, also "Strich".
???

"Scale" kann im Englischen mehrere Bedeutungen haben, z.B. "Maßstab", "Skalenteilung", "Waage", u.a.m. Aber ganz sicher nicht "Strich"; der heißt auf Englisch "line".
Im Modellflug versteht man unter "scale" die maßstäbliche Verkleinerung eines Vorbilds, je detaillierter und genauer, desto besser. Und dann gibt's auch "standoff scale". In dieser Klasse darf man kleine Details bewusst weglassen und muß die exakte Verkleinerung nicht überall einhalten , weil der Bewerter "standoff" ist, d.h. das Modell nur aus "einiger Entfernung" anschaut.

Gruß,
Helmut

50

Samstag, 12. August 2017, 19:37

Öhm Helmut er bezog sich auf "skale" nicht auf "scale"
Gruß Stefan

Ich hab auch ein Flugzeug :dumm:

51

Samstag, 12. August 2017, 19:38

Hallo
was Scale heißt das weiß glaub jeder,
aber Skale bedeutet auch eine aufeinanderfolge von Strichen, eben auf Skalen.
Gemeint war im Thread natürlich Scale.
Gruß Günther

52

Sonntag, 13. August 2017, 08:19

Öhm Helmut er bezog sich auf "skale" nicht auf "scale"


Genau.
Denn - wenn schon denglisch dann wenigstens gorregt.
Die aufeinanderfolgenden Striche heißen übrigens Skala, skale ist nur einer - aber ein kleiner, sonst hieße er ja Skale.... :evil:
Ansonsten sind wir ja im Thread wieder bei 0, die Geschwindigkeit wird 1:1 runtergerechnet (war, glaube ich, schon im dritten EIntrag dass das natürlich Unfug ist), und damit totgelaufen.

Bye bye,

Ralf :w

53

Sonntag, 13. August 2017, 09:15

Bitte Diskussionen mit Stil führen und nicht auf Helmut losgehen, er hat schon manchen guten Beitrag gebracht.

Die Eingangsfrage hatte für mich klar ausgedrückt, daß der Thread-Eröffner nach Möglichkeiten sucht, verschiedene Parameter, vor allem die Fluggeschwindigkeit, vom manntragenden Original quasi "scale" in's Modell jeden Maßstabs zu übertragen, eben Maßstabs-gerecht. Wir konnten zeigen, daß das wohl nichts als ein "frommer", eher unerfüllbarer Wunsch ist und ansatzweise warum. Was wir bislang nicht ausgeführt haben, ist, daß es vielleicht mal ganz interessant wäre, eine Zuscchauer-Befragung und eine von Modell-Piloten dazu zu machen. Einfach zu fragen, wie sie Modelle im Vergleich zum Original in der Luft erleben, was die Geschwindigkeit betrifft - "scale" oder nicht ? Und was sie sich an Verbesserung vorstellen könnten, die realisierbar scheint, und warum.

Meiner Auffassung nach kann nur ein gangbarer, von einer Mehrheit als sinnvoll / gut erachteter Kompromiß aus dem Dilemma führen. Wenn etwas technisch nicht geht, kann man die Sinne eines Menschen soweit täuschen, daß er es trotzdem als "ok" empfindet. Das gibt es oft. Und darauf beruht eine ganze Menge im täglichen Leben. Bei der heute üblich gewordenen Tendenz, über stärkere Antriebe, als nötig, zwangsweise auf mehr Geschwindigkeit zu setzen, haben wir uns mMn ein Stück weit selbst in die Not gebracht. Sinnvoller wären leichte Bauweisen und eher schwächere Antriebe, zumindest im Elektroflug und auf jeden Fall für Einsteiger, und eine entsprechende Modellauslegung; dh auch entsprechend geeignete Profile. Die sehe ich eher in seltenen Fällen im heutigen Angebot. Überhaupt scheint mir die Beschäftigung mit Grundlagen dem Konsum geopfert - und zu viele finden das "ok" - ich nicht. Manchmal sind auch eher ungewöhnliche Lösungen eine Option - steht offenbar auch nicht mehr zur Diskussion. Überhaupt scheint mir die Kreativität immer mehr dem Stumpfsinn zu weichen. Denn man tow.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (13. August 2017, 10:34)


54

Sonntag, 13. August 2017, 10:29

Hallo Jockel,
ich gebe dir voll und ganz recht,
das Empfinden dass Modelle zu schnell geflogen werden liegt aber oft einfach auch an dem jeweiligen Piloten.
Die Modelle haben oft eine große Geschwindigkeitsspanne.
Wenn dann mit Warbirds solche enge Kurven geflogen werden wie sie eine EXTRA oder ander Kunstflieger an den Himmel zaubern, sieht das ganze einfach Sch... aus.
Mehrmotorige in Kurven mit Schräglagen um die 40° sehen einfach auch nicht gut aus.
Also man kann schon Vorbildähnlich, wenn auch nicht Scale fliegen wenn das Gas nicht immer am Anschlag ist.
War trotzdem ein netter Thread.
Gruß Günther

55

Sonntag, 13. August 2017, 10:45

Tünnbüddel, du machst mal deinen Nicknamen wieder alle Ehre!

Zitat

Wir konnten zeigen, daß das wohl nichts als ein "frommer", eher unerfüllbarer Wunsch ist

Hast du die Videos aus meinen link angeschaut? Da geht der fromme Wunsch in Erfüllung, man muß halt leicht und stabil bauen können.
Das ganze geht natürlich auch im freien, aber nur wenn der Wind "maßstabsgerecht scale" weht. Statt der üblichen 10-30 km/h nur 1-3 km/h dann fliegt ein 1:10 Modell in entsprechender Bauweise "scale", wenns der Pilot auch so steuern kann.

Zitat

Überhaupt scheint mir die Beschäftigung mit Grundlagen dem Konsum geopfert - und zu viele finden das "ok" - ich nicht

Man merkts an deinen Kommentaren und "Erklärungen".

Zitat

Überhaupt scheint mir die Kreativität immer mehr dem Stumpfsinn zu weichen.

Wen meinst damit?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eisvogel« (13. August 2017, 11:11)


56

Sonntag, 13. August 2017, 11:05

Und darauf beruht eine ganze Menge im täglichen Leben. Bei der heute üblich gewordenen Tendenz, über stärkere Antriebe, als nötig, zwangsweise auf mehr Geschwindigkeit zu setzen, haben wir uns mMn ein Stück weit selbst in die Not gebracht. Sinnvoller wären leichte Bauweisen und eher schwächere Antriebe, zumindest im Elektroflug und auf jeden Fall für Einsteiger, und eine entsprechende Modellauslegung; dh auch entsprechend geeignete Profile.


Es kommt immer darauf an was man möchte. Und Scale ist ein oft strapazierter Begriff.
Sehr leicht gebaut mit schwacher Motorisierung muß auch zum Modell passen incl.
eingeschrängte Einsatzbedingungen z.b bei Winstille unsw.

Für mich macht der Sound mehr Scale als eine langsame Fluggeschwindigkeit.
Wenn ein Warbird mit Turbopfeifen vorbei fliegt, gleichzeitig 10 Leichtbaupiloten abstürzen,
weil sich ausnahmslos jeder den Hals verenkt, ist das Bestätigung genug.

Gruß Tom

57

Sonntag, 13. August 2017, 13:33

Hallo Eisvogel,

wir wollen die Kirche mal schön im Dorf lassen und bleiben höflich, auch wenn's schwer fällt, gell: aber appropos Tünnbüddel: welche Videos in welchen Post ? Wäre hilfreich, wenn Du das dazu schreibst.

Deine bissigen bis beleidigenden Komments kannst Du dir schenken.

Das was da steht, ist doch eindeutig genug.

Ende der Durchsage.
Gruß, Jockel

58

Sonntag, 13. August 2017, 13:36

Hallo Tom,

das stimmt. Hat halt jeder so seine Empfindungen. Aber ich hab das noch nicht erlebt, daß so viele neben mir vom Himmel fallen ... wäre heftig. Kann aber sicher auch passieren.
Gruß, Jockel

59

Sonntag, 13. August 2017, 13:55

Hallo Eisvogel (sonst kein Name ?)
Hier muß ich nochmal einhaken,
auf den Videos wird die Extra keinesfalls Scale geflogen, nur zu langsam, oder habt ihr schon mal so ne Original Extra fliegen sehen ?
Draußen bei 3 km Seitenwind schaukelt das Teil ohne Flächenbelastung wie ein Blatt Papier, das ist auch nicht Scale.
Die Extra 300 eine Reisegeschwindigkeit von 314 km/h, Höchstgeschwindigkeit von 407 und eine Landegeschwindigkeit von 118 km/h.
Zum Scale Fliegen gehört auch scalmäßiges Landen und Starten mit entsprechender Fahrt usw.
Ich hab in der Halle 2,00 m Me 262 gesehen, riesige Airliner, die sind aber nur langsam, Hallenfliegerei, das ist nicht Scale, draußen schon gar nicht.
Gruß Günther

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DB-605« (13. August 2017, 14:03)


60

Sonntag, 13. August 2017, 14:06

Hallo Eisvogel (sonst kein Name ?)
Hier muß ich nochmal einhaken,
auf den Videos wird die Extra keinesfalls Scale geflogen, nur zu langsam, oder habt ihr schon mal so ne Original Extra fliegen sehen ?
Draußen bei 3 km Seitenwind schaukelt das Teil ohne Flächenbelastung wie ein Blatt Papier, das ist auch nicht Scale.
Zum Scale Fliegen gehört auch scalmäßiges Landen und Starten mit entsprechender Fahrt usw.
Ich hab in der Halle 2,00 m Me 262 gesehen, riesige Airliner, die sind aber nur langsam, das ist nicht Scale.
Gruß Günther


Die gezeigten Videos sind Beispiele für extremen Leichtbau, die hab ich gebracht weil angezweifelt wurde daß man leicht genug bauen kann. Man kann sich ausrechnen wie schwer bzw. leicht ein Modell werden soll wenns "scale" fliegen soll. In der Halle kann man natürlich nicht vorbildgetreu fliegen, aber wenn der Wind "maßstabsgeteu" weht, dann geht das sehr wohl aufn Flugplatz.