comicflyer

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181

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 13:24

bist Du Installateur?

Auch. Aber nur im Nebenhobby ;)

CU Eddy
Neue LuftVO! -> gravierte Alu-Namensschilder nur €2,50 -> modellplakette.de

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

182

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 14:13

Waffen und Rauschgift ...

Wieso versuchen eigentlich immer alle, Modellflug krampfhaft mit Autofahren zu vergleichen?
... haben Dir ja auch nicht gefallen! Und - wobei Du mich noch missverstehst - den Modellflug vergleiche ich keineswegs mit anderen potentiell gefährlichen Dingen!

Es geht mir darum, den Blick ein bisserl aufs Gesamte zu lenken:

Über Jahrzehnte haben Modellflieger (kurz MF) mit Ihrer Statistik bewiesen, dass von ihnen keine nennenswerte Gefahr ausgeht, jedenfalls keine, die es notwendig macht, an bestehenden Bestimmungen zu drehen.
Jetzt ist ein Bedrohungsszenario aufgetaucht, neue Technologie hat explosionsartig Leute auf den Plan gerufen (die Kopterfuzzies, kurz KF), die aus der Ferne betrachtet wie MF aussehen und in kürzester Zeit sehr berechtigte Sicherheitsbedenken entstehen ließen. Diese KF muss man reglementieren, weil es sonst früher oder später irgendwo fürchterlich kracht.

Das Problem ist, dass wir MF mit den KF in einen Topf geworfen werden, und deswegen in Zukunft mit Verwaltungskram gequält werden könnten, der für die KF absolut adäquat ist. Für die MF wäre er aber völlig inadäquat, denn die machen nix anderes als vor dem Auftauchen der KF und stellen deswegen auch kein im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Nur wenn wir MF glasklar machen, dass wir eben keine KF sind, können wir auch erwarten, dass wir in Bezug auf die allgemeine Sicherheit weiter wie bisher behandelt werden! Und klar ist: Jeder mit nicht mehr als einfachem Horizontalmodus ist MF, alle, die mehr in ihre Kisten packen, sind KF.

Wenn ein MF bei den KF mitspielen will, muss er sich dort mit entsprechenden Regeln abfinden. Jeder MF, der starrköpfig und die Problematik verkennend darauf beharrt, dass er nach den Regeln der MF auch KF sein will, schadet der Gemeinschaft der MF!

Waere aber schade. Weil gerade die Copter haben mich wieder in die Fliegerei zurueckgebracht. Nach Heli und Flaeche und viel Pause.
Damit bist Du aber nicht zu den MF zurückgekommen, auch wenn Du für die ein Forum betreibst und Deine KF Sachen im Griff hast!

Ein letztes Mal zur Umsetzung, sowohl rechtlich als auch in unserem Selbstverständnis und unserer Selbstdarstellung:
Das einzig eindeutige Unterscheidungskriterium zwischen MF und KF ist die Elektronik an Bord der Fluggeräte. Kein MF braucht mehr als einfache Fluglagenstabilisierung. Die KF brauchen das schon, erstens können viele von denen sonst ihr Zeug nur für Sekunden vom Boden weg bekommen, bevor es sich in Sondermüll verwandelt, zweitens sind ihre Zielsetzungen nur mit autonomem Gerät erreichbar.

Und noch etwas, die knapp 30 Euro Gebühren, die man als MF in Deutschland jetzt vielleicht alle fünf Jahre abliefern muss, darüber braucht man eigentlich nicht mehr als zwei Sekunden nachzudenken! Die tun nicht weh, und wer die bekommt, ist eigentlich auch belanglos, oder?

Und wenn es für die KF in Zukunft teurer werden sollte, braucht uns MF das nicht zu kümmern. Jedenfalls solange wir nicht ungerechtfertigt ebenfalls zur Kasse gebeten werden!

LG, Philipp

comicflyer

RCLine User

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183

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:02

Damit bist Du aber nicht zu den MF zurückgekommen, auch wenn Du für die ein Forum betreibst und Deine KF Sachen im Griff hast!

Ein letztes Mal zur Umsetzung, sowohl rechtlich als auch in unserem Selbstverständnis und unserer Selbstdarstellung:
Das einzig eindeutige Unterscheidungskriterium zwischen MF und KF ist die Elektronik an Bord der Fluggeräte. Kein MF braucht mehr als einfache Fluglagenstabilisierung. Die KF brauchen das schon, erstens können viele von denen sonst ihr Zeug nur für Sekunden vom Boden weg bekommen, bevor es sich in Sondermüll verwandelt, zweitens sind ihre Zielsetzungen nur mit autonomem Gerät erreichbar.

Und noch etwas, die knapp 30 Euro Gebühren, die man als MF in Deutschland jetzt vielleicht alle fünf Jahre abliefern muss, darüber braucht man eigentlich nicht mehr als zwei Sekunden nachzudenken! Die tun nicht weh, und wer die bekommt, ist eigentlich auch belanglos, oder?

Und wenn es für die KF in Zukunft teurer werden sollte, braucht uns MF das nicht zu kümmern. Jedenfalls solange wir nicht ungerechtfertigt ebenfalls zur Kasse gebeten werden!

Auch wenn Dir das jetzt nicht zu Deinen Ausführungen passt:

Zitat

Wenn ein MF bei den KF mitspielen will, muss er sich dort mit entsprechenden Regeln abfinden. Jeder MF, der starrköpfig und die Problematik verkennend darauf beharrt, dass er nach den Regeln der MF auch KF sein will, schadet der Gemeinschaft der MF!


1. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Deinen KF und MF!
Die Verbände haben das so gemacht.

2. Ehrlichkeit ist belanglos? Aha!
Es geht nicht um die Summe von 2,65 oder 265,-. Es geht um Ehrlichkeit.
Da muss man aber erst mal hintersteigen (wollen). Kennt auch nicht mehr jeder.
Wenn Dir egal ist, wo Deine Kohle hingeht, dann darf ich Dir doch bestimmt meine
Kontonummer geben. Du darfst dann freiwillig alle 5 Jahre 26,75 schicken... ^^
Paypal geht auch.

3. Wenn es für die KF zukünftig teurer wird, wird es für die MF auch teurer.
Weil: ist begrifflich ein und dasselbe: Modellflug!
Niemand, ausser Dir, kann jetzt noch einen Unterschied machen.

Unter den og Voraussetzungen befindet sich der Modellflug im Aussterben.

CU Eddy
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184

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:31

Nach den Ausfuehrungen bin ich ein KF. Und es macht Spass. Fuer mich ist das immer noch MF.

Die Welt hat sich in den Jahren veraendert. Flaeche mit Stabilisierung, Helis mit Rettungsfunktion die einfach in der Luft automatisch stehenbleiben, Copter wo ich einfach alle Knueppel loslasse und das Ding steht wie angenagelt in der Luft bis ich mich wieder orientiert habe.
Ich habe vor nun so einigen Jahren viel Geld mit dem Eco 8 verpulvert. Halt mangels Uebung, mangels Zeit usw. . Haette mich damals ueber unterstuetzende Technik sehr gefreut.

Ich fliege Copter nun sehr gerne. Und auch tlw. wie mit einem Flugzeug (je nach Einstellung der Software). Tlw. aber auch mal "in Zeitlupe" weil ich einfach mal schoene Aufnahmen machen will.

Von der Technik lasse ich mich gerne unterstuetzen. Auch die kann versagen. Und deshalb bin ich auch mit den modernsten Coptern immer noch in der Lage diese manuell ohne GPS oder aehnliche Unterstuetzung genau vor meinen Fuessen zu landen.
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

185

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:38

Ich hab eh ...

... nicht damit gerechnet, dass ich bei allen durchdringe.

LG, Philipp

186

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:44

... nicht damit gerechnet, dass ich bei allen durchdringe.

LG, Philipp

Hab ich jetzt nicht verstanden. ???
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

187

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 18:19

Hallo Leute!

Zerfleischt euch mal nicht hier.

Meine Meinung dazu ist:
Viel geschieht in der Multicopterscene einfach aus Unwissenheit.
Jeder kann so ein Teil kaufen und einfach damit fliegen, ohne sich auch nur im geringsten über die gesetzlichen Vorgaben zu informieren.
Beim heutigen Stand der Technik - Wo will man da eine Grenze zwischen einem "normalen Flugmodell" und einer "Drohne" ziehen?
Stichworte: SAFE, Kreisel, FBL, Kamera, Flugstabilisierungssysteme, autonomes Fliegen.
Somit werden hier alle Modell - Piloten wohl über einen Kamm geschoren werden.

Die, die bisherigen Regelungen nicht interesiert haben, wird es auch künftig nicht interessieren, solange kein Kontrolldruck aufgebaut wird.
Wenn dann tatsächlich mal ein ernstzunehmender Unfall passiert, können wir alle sicher sein, das nach schärferen Gesetzen und Verordnungen gerufen wird - Die uns wieder alle betreffen werden.

Was können wir als verantwortungsbewusste Modellflieger tun ?
Uns zuerst mal an die geltenden Regeln halten, Aufklärung von Unwissenden betreiben und uns von Luftchaoten zu distanzieren.

Sich gegenseitig hier! den schwarzen Peter zuzuschieben, ist wohl am wenigsten Zielführend.

Allein schon dadurch, das man sich in einem Modellforum anmeldet zeigt doch, das man sich ernsthaft mit der Materie Modellbau und Flug auseinander setzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (5. Oktober 2017, 18:27)


188

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 18:31

Sehr schoene Antwort.

:ok:
Gruss
Thomas
🖖

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189

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:20

Hab ich jetzt nicht verstanden.
Da bist Du nicht der Einzige:

Wo will man da eine Grenze zwischen einem "normalen Flugmodell" und einer "Drohne" ziehen?
Ich schreibe es noch einmal:

Das grundlegende (Sicherheits-) Problem, woraus dem RC-Flug (Modellflug) vernichtende Regulierungen entstehen können, sind die autonomen Flugfunktionen!

Damit sollte klar sein, dass man eine eindeutige Grenze ziehen kann, ziehen muss! Stabilisierung bis inklusive Horizontalmodus - Modellflug. Jede Elektronik, die das Gerät zu mehr befähigt, führt auch dazu, dass es kein RC-Flugzeug (Flugmodell) mehr ist!

Will man weiter als RC-Pilot (Modellflieger) gelten, mit den gleichen, geringen Einschränkungen wie seit Jahrzehnten, muss man auf SAFE, Rettungsfunktion, sowie die ganzen Kopter Goodies verzichten.

Leute, es gibt zwar in vielen Ländern einige jüngst entstandene Regulierungen, die mehr oder weniger glimpflich für die klassische RC-Fliegerei (den klassischen Modellflug) ausgefallen sind. Aber bei der EASA wird aktuell einiges ausgekocht, weswegen uns national weiterhin sehr schmerzliches Ungemach droht!

Wenn unsere Verbände unbedingt auch die Kopterfuzzies im Boot haben wollen, müssen sie sehr aufpassen, dass sie den RC-Piloten (Modellfliegern) damit nicht einen heftigen Bärendienst erweisen. Das sind zwei Welten, die nicht zusammen passen!

Ich hab das auch schon geschrieben, vielleicht liest es diesmal jemand:

Im österreichischen Recht gibt es eine solche Trennung schon seit 2014. Das Kriterium ist aber (simplifiziert) ein anderes, nämlich die Tatsache der Bildaufzeichnung, egal ob gewerblich oder nur zum Spaß. Das passt schon ganz gut, ist aber doch knapp daneben. Bildaufzeichnung ohne autonome Flugfunktionen geht nicht wirklich, und die negativen Schlagzeilen entstehen ja eben praktisch immer durch Typen, die mit "geilen" Videos ihr Selbstwertgefühl aufpolieren müssen.

Jedenfalls, in Österreich ist rechtlich völlig klar, es gibt Modellflieger, es gibt Betreiber unbemannter Luftfahrzeuge. Sobald Du Bildmaterial aufzeichnest, bist Du bei den RC-Piloten (Modellfliegern) exkommuniziert!

Und das finde ich gut so, mit dieser Trennung können wir die heiße Kartoffel leicht loswerden. Auch wenn das hier nicht jeder als schöne Antwort empfinden wird, das muss jeder seriöse RC-Pilot (Modellflieger) in seinen Kopf bekommen!

LG, Philipp

Ströher

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190

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:23

Vielleicht wäre hier zu betonen, das diverse """Kopterfuzzies""" sich bei uns sehr dizipliniert verhalten!!!! Und die sind dann auch Modellflieger. DA GIBT ES KEINEN UNTERSCHIED!!!!!
Die jenigen, die sich weder an die Regeln halten wollen, noch sich nach Regeln erkundigen oder informieren, die sollte man dann schon eher zu den Kopterfuzzies dazu rechnen. Und das es dann irgendwann immer weniger werden, dazu würde dann vielleicht eine Meldepflicht helfen. Auch sollten, gut lesbar und mit Hinweis, ein Auszug aus den Luftfahrtregelungen bei dem Kopter dabei liegen. Noch besser wäre, das der Händler gegen Adresse und Unterschrift erst das Heft und dann den Kopter raus gibt mit dem Hinweis, das das Heft vor der Betriebnahme des Kopters zu lesen ist!!!! Vielleicht würde das einen Schritt weiter helfen!!!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

191

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:16

Sind sie nicht!

Und die sind dann auch Modellflieger.

Auch wenn Du Dich mit einem 12,7 x 99mm Schafschützengewehr sehr diszipliniert verhältst, darfst Du damit nicht bei den Bogenschützen herum ballern, nur weil es Dir wie ihnen darum geht, die Mitte einer Zielscheibe zu treffen.

Würde ein Verein oder gar der Verband Dir das erlauben, hätten sie ruckzuck größte Schwierigkeiten am Hals!

Denkst Du, dass ein DJI Phantom so viel weniger geeignet ist, einen Airbus vom Himmel zu holen, als ein Barrett M82?

Und jetzt lasse ich es. Alle, die mich verstehen wollen, haben das längst getan, denke ich.

LG, Philipp

HPR40

RCLine User

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192

Freitag, 6. Oktober 2017, 13:58



Damit sollte klar sein, dass man eine eindeutige Grenze ziehen kann, ziehen muss! Stabilisierung bis inklusive Horizontalmodus - Modellflug. Jede Elektronik, die das Gerät zu mehr befähigt, führt auch dazu, dass es kein RC-Flugzeug (Flugmodell) mehr ist!



Ich verstehe schon wo Du hin willst Phill.

Das Problem ist, das man das so Pauschal leider nicht abgrenzen kann.

Modellflug ist lediglich die private Verwendung von unbemannten Luftfahrtgeräten, also z.B. auch s.g. Selfidrohnen oder mehr oder weniger Professionelle Kammeraträger usw.usf.
Diese Geräte werden nun mal auch privat zum Spaß an der Freude betrieben und damit fallen die also in den Bereich des Modellfluges.

Damit ist aber auch leider gesagt, das eine pauschale technische Abgrenzung, die besagen würde das solche Geräte mit einem ich nenne es mal Autopilotsystem nicht privat verwendet werden dürfen, hinfällig ist.
Kurz und knapp, ein Luftfahrzeug Modellflugzeug das technisch bedingt nur privat zu verwenden wäre oder dürfte, gibt es nicht.

Zitat

Das grundlegende (Sicherheits-) Problem, woraus dem RC-Flug (Modellflug) vernichtende Regulierungen entstehen können, sind die autonomen Flugfunktionen!
Womit ich Dir natürlicht Recht gebe, weil nun mal durch die neuen Techniken jeder in der Lage ist ein unbemanntes Luftfahrtgerät out of the box ohne jegliche Vorkenntnisse in Betrieb zu nehmen.
Das für dieses "Modellflugklientel " massenmarktfähige Lösungen gefunden werden müssen, dürfte unstreitig sein.

Das dass im Rahmen der bestehenden Reglungssysteme, ganz und gar ob des Rasanten technischen Fortschritts, nicht möglich sein wird und es dementsprechend einer völlig neuen Herangehensweise bedarf, ist auch klar. Weiterhin wiegt noch mit ein das die Kommerzielle Verwendung von unbemannten Luftfartgeräten, ein sich ebenso rasant entwickelnder Markt, berücksichtigt werden muss.
Also mit Multicopter fliegen höchstens 100 m hoch und wenn ne Kamera angebaut ist, ist das gewerbliche Fliegerei wird sich das nicht ausgehen.
Da muss schon was Besseres her und eine sture Verweigerungshaltung seitens der Modellflieger kann nur Kontraproduktiv sein, weil wir werden den Lauf der Welt mit unserem Hobby nämlich nicht aufhalten.

Das in diesem neuen Ansatz selbstverständlich ein Platz für die tradionellen Modellflieger, die in den letzten Dekaden auch keinerlei Probleme gemacht haben was auch anerkannt wird, möglichst ohne Einschränkungen aber unter neuen Voraussetzungen zu schaffen ist, sehe ich als unumgänglich an.


Nur mal aus meiner Betrachtung das Lastenheft, dass sich hinter den Entwicklungen in der unbemannten Luftfahrt verbirgt und das es zu bewältigen gilt.


Gruß Horst
Fallschirmspringen ist Missbrauch von Rettungsgerät

193

Freitag, 6. Oktober 2017, 15:10

Was ich lustig finde ist, das hier der einzig wahre Grund für dieses Debakel, nämlich das rigorose Freischaufeln des Luftraums zwecks Kommerzialisierung, vergessen wird.

Die bescheuerten Aktionen minderbemittelter Kopter / Drohnenbeweger waren und sind lediglich ein vorzügliches Feigenblatt, um davon abzulenken. Aber selbst wenn es die Schwachmaten und ihr Handeln gar nicht gegeben hätte, hätten wir trotzdem früher oder später diese oder eine ähnliche Arschkarte gehabt, da hätten "die da oben" sich eben was anderes einfallen lassen. Jede Wette.

Und jede Wette, das letzte Wort ist noch gar nicht gesprochen, da kommt mit Sicherheit noch was. Und vermutlich für uns abermals nichts gutes.


Was ich allerdings klarstellen möchte; ich nehme diese Drohnendeppen nicht in Schutz ! Wer Scheisse baut muss die Konsequenzen tragen !

Deswegen bin ich absolut und zu 100% FÜR eine Registrierung von Modell und Käufer, damit "denen da oben" nicht noch mehr Futter geliefert wird, bzw. es ihnen so schwer wie möglich gemacht wird, uns zu vertreiben.

Glaubt mir, das ist der einzige Weg, den Deppen klar zumachen, das es Regeln und Gesetze zu beachten gilt, und das ihnen ein saftiger Einlauf droht, sollten sie sich nicht dran halten.

Dabei sollte man eine Registrierung natürlich so einfach und so unkompliziert und so günstig ermöglichen wie es geht, damit vernünftigen Leuten und dem Nachwuchs nicht der Spaß an der Sache gänzlich vergällt wird.


Ich hätte jedenfalls keine Probleme damit. Bspw. jede Waffe, jedes Kraftfahrzeug, jeder Beruf u.v.m. verlangt einen "Kenntnis / Befähigungsnachweis" und eine Registrierung, warum sich also lange über gleiches bei Modellflugzeugen / Kopter ect. aufregen, wenn man damit zumindest den grössten Teil der Unfug bauenden Personen aufklären undoder von selbigem abhalten kann ?

Wir werden so oder so noch weitere Einschränkungen zu spüren bekommen, da sollte jedem von uns jedes Mittel recht sein, diese so weit wie es nur irgends geht herauszuzögern oder abzumildern.




Gruss,
Axel.
Ich kann alles und ich weiss alles ! (in variabler Qualität und Quantität). :D

194

Freitag, 6. Oktober 2017, 16:20

Aber nein, wie heißt's so schön in den Mainstream-"News"? "Alles nur Verschwörungstheorien!" Glaubt daran!

195

Freitag, 6. Oktober 2017, 16:43

Huch hier geht's ja wieder ab!
Durchaus lesenswert und angenehm eloquent wie hier klar ein Schuldiger identifiziert wurde.

Was ich lustig finde ist, das hier der einzig wahre Grund für dieses Debakel, nämlich das rigorose Freischaufeln des Luftraums zwecks Kommerzialisierung, vergessen wird.

Die bescheuerten Aktionen minderbemittelter Kopter / Drohnenbeweger waren und sind lediglich ein vorzügliches Feigenblatt, um davon abzulenken. Aber selbst wenn es die Schwachmaten und ihr Handeln gar nicht gegeben hätte, hätten wir trotzdem früher oder später diese oder eine ähnliche Arschkarte gehabt, da hätten "die da oben" sich eben was anderes einfallen lassen. Jede Wette.


Doch, doch hab ich glaub auf Seite 5 und 6 versucht, hat wohl keinen gross interessiert... fällt wohl eher unter die Aluhutfraktion ...

Frei nach Pispers: "Es geht nichts über ein einfaches Weltbild. Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur." :evil:
Da es für die Auswirkungen des [insert anything] auf den Organismus keinen Schwellenwert gibt, unterhalb dessen keine Gefahr bestünde, ist jegliche Exposition mit einer Gefahr verbunden.

196

Freitag, 6. Oktober 2017, 18:08

Das ist nicht so, ...

Modellflug ist lediglich die private Verwendung von unbemannten Luftfahrtgeräten, also z.B. auch s.g. Selfidrohnen oder mehr oder weniger Professionelle Kammeraträger usw.usf.
Diese Geräte werden nun mal auch privat zum Spaß an der Freude betrieben und damit fallen die also in den Bereich des Modellfluges.

Damit ist aber auch leider gesagt, das eine pauschale technische Abgrenzung, die besagen würde das solche Geräte mit einem ich nenne es mal Autopilotsystem nicht privat verwendet werden dürfen, hinfällig ist.
Kurz und knapp, ein Luftfahrzeug Modellflugzeug das technisch bedingt nur privat zu verwenden wäre oder dürfte, gibt es nicht.
... im österreichischen Luffahrtgesetz! Auf private Verwendung kommt es da nicht an (Klick!):

§ 24c. (1) Flugmodelle sind nicht der Landesverteidigung dienende unbemannte Geräte, die selbständig im Fluge in direkter, ohne technische Hilfsmittel bestehender Sichtverbindung zum Piloten verwendet werden können und
1. in einem Umkreis von höchstens 500 m und
2. ausschließlich unentgeltlich und nicht gewerblich im Freizeitbereich und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst, betrieben werden.


Bildaufzeichnung dient nicht dem Zweck des Fluges selbst, es wird auch der private, unentgeltliche Flug zum sogenannten "Arbeitsflug" und das Fluggerät zum unbemannten Luftfahrzeug der Klasse 1 nach § 24f. Damit ist man raus aus dem Österreichischen Aeroclub, Sektion Modellflug, und man hat keine Deckung durch die in der Mitgliedschaft enthaltenen Haftpflichtversicherung.

Es wird entsprechend gültigem Recht hier also technisch abgegrenzt, und zwar nach dem Vorhandensein einer Kamera mit laufender Bildaufzeichnung! Wie gesagt, nach meiner Meinung ist das nicht wirklich sinnvoll. Die logischere Abgrenzung entsprechend der verwendeten Fluglagensteuerung ist aber nur ein anderes technisches Merkmal und kann genauso gesetzlich verankert werden wie eine laufende, Daten speichernde Kamera.

Und es geht natürlich nicht darum, dass solches Gerät dann überhaupt nicht verwendet werden darf, sondern lediglich nicht entsprechend den Richtlinien des Modellflugs:

Andere Baustelle, spezifischer Befähigungsnachweis, Registrierung möglichst gleich beim Kauf, ..., rechtliches Verfahren wie bei sonstigen Waffensystemen! Wenn dann jemand Blödsinn baut, ist eines sicher klar, die Modellflieger sind nicht dran schuld!

Wenn das in Österreich gesetzlich so geregelt sein kann, warum nicht auch anderswo?

LG, Philipp

PS: Falls jemand Zweifel an meiner Interpretation haben sollte, hier noch ein Link zur Austro Control, auf "Unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1 (Drohnen mit Sichtverbindung)" unter "Das Gesetz unterscheidet:" klicken!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (6. Oktober 2017, 18:36)


dd8ed

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Beruf: Schaltungsentwickler Hochfrequenz / CE-Zertifizierer

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197

Freitag, 6. Oktober 2017, 18:33

Hallo,
es wäre an der Zeit, sich ein paar grundlegende Gedanken zu machen.
Zur Zeit findet im Bereich der unbemannten Luftfahrzeuge ein Paradigmenwechsel statt. Bisher waren die Nutzer des unteren und untersten Luftraums ausserhalb von Flugplätzen (um den geht es hier primär) hauptsächlich bemannte Flieger (Helis) aus dem Bereich SAR, Bund, Polizeien, Arbeitsflieger und eben unbemannte Luftfahrzeuge. Letztere waren dabei überwiegend Flugmodelle. Dabei gab es keine Probleme der Koexistenz.
Diese Situation hat sich geändert. Es sind in grossem Umfang private Anwender ausserhalb des klassischen Modellflugs und kommerzielle Anwender hinzugekommen, die ein Recht auf Nutzung dieses Luftraums haben. Der Modellflug kann dort keine Exklusivität beanspruchen.
Das bedeutet, dass der Modellflug sich mit dem sich rapide änderden Umfeld arrangieren und sein Position dort unter neuen Regeln behaupten und festigen muss. Der Modellflug muss erhalten bleiben. Keine Frage. Aber die Regeln werden sich ändern und der Modellflug wird sich der neuen Situation anpassen müssen.
Ein stures Beharren auf dem Status Quo ist dabei schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. So wird es z.B. eine völlige Herausnahme des Modellflugs aus der europäischen Regulierung der unbemannten Luftfahrt kaum geben. Dieser Zug ist schon lange abgefahren, auch wenn einige (auch Verbände) noch darauf hoffen.
Die Geschichte hat und gezeigt, dass alle Systeme, die sich Neuerungen und den Anforderungen von Weiterentwicklungen verweigert haben, früher oder später untergegangen sind. Möge der Modellflug nicht diesen Fehler begehen und dazugehören.
Es gibt „New Kids on the Block“ deren wirtschaftlicher Relevanz der Modellflug nichts entgegen zu setzten hat. Der Modellflug wird das in keinem Fall verhindern können. Man kann sich jetzt stur stellen und argumentieren, dass man von den bisherigen Regularien nicht abweichen will und untergehen, oder sich mit den geänderten Paradigmen arrangieren und eine neue Position in diesem Rahmen finden und seine Existenz sichern.
Dadurch wird vieles anders werden, aber nicht notwendigerweise schlechter. So bietet z.B. die anstehende neue Regulierung auf europäischer Basis die Option, verkrustete nationale Regularien aufzubrechen.
Ziel muss es sein, die Möglichkeiten des Modellflugs zu erhalten. Das um den Preis an notwendigen Stellen Einschränkungen hinzunehmen und an anderen Stellen Erweiterungen zu erreichen,
Stellt man das geschickt an, wird der Modellflug weiterbestehen, allerdings mit anderen Regeln. Das erfordert allerdings eine europaweite Kooperation der Verbände, um als grösste Nutzergruppe im Bereich der unbemannten Luftfahrt geschlossen auftreten zu können. Leider gibt es viele Verbände, die das offenbar nicht interessiert oder die sich dem verweigern und nicht kooperieren.
Eine Differenzierung innerhalb des Modellflugs anhand technischer Kriterien oder nach Flugaufgabe ist dabei kontraproduktiv, da dadurch die Gemeinschaft geschwächt wird. Wie sagte Machiavelli (dem wird der Spruch zugerechnet): Divide et imperia.
Eine technische Differenzierung hat zudem in der aktuellen Situation unmittelbar eine Ausgrenzung von Bereichen mit hohem Innovationspotential zur Folge.
Ein weniger weiser Mann hat mal gesagt: „Niemand braucht einen Heimcomputer“. Es gab in der Weltgeschichte nicht viele, die mit ihrer Einschätzung noch weiter daneben lagen.
Im Modellflug gab es historisch schon immer Widerstände gegen Innovationen wie z.B. Proportionalanlagen, Helis, E-Antriebe, 2.4 GHz usw. Diese Tradition sollten wir nicht weiterführen, da sie in der aktuellen Situation fatale Folgen haben könnte.
Wenn es neue technische Anforderungen an unbemannte Luftfahrzeuge gibt, sollte der Modellflug dort mitgehen oder wie bisher besser Schrittmacher sein.

Just my 2 cents
Lieber künstliche Intelligenz als natürliche Dummheit

comicflyer

RCLine User

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198

Freitag, 6. Oktober 2017, 19:29

Wobei man wohl nicht ganz vergessen darf, dass viele Innovationen, mit Hilfe derer heute dem Modellflug sein Stellenwert
streitig gemacht wird eben aus diesem kommen!
Wie war das noch zB mit LRK, Wolferl und MultiWii? Man kann das alles auch vergessen. Ich halte das aber für gute Argumente.

Ganz richtig: Der Modellflug braucht einen neuen Stellenwert. Einen, der ihm gerecht wird.

Jetzt werd' ich gleich wieder zurechtgestutzt: "Warum machste das dann nicht?"
Ich weiß, ich hab' Freunde :D - Wahrscheinlich bin auch zu pragmatisch.

CU Eddy
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haschenk

RCLine User

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199

Freitag, 6. Oktober 2017, 19:56

Hallo Phil,

ich stimme dir 100% zu.

Leider ist es aber so, daß es sich die EASA bei ihrer Definition von Drohnen und Flugmodellen sehr einfach gemacht und sich sehr früh (und mMn falsch) festgelegt hat. Ich weiß nicht, ob du das in den letzten Jahren verfolgt hast- immerhin muß man da zurückgehen bis zu den ersten "EASA-Proposals". Davon kriegt man die nicht mehr weg, weil es einen Neubeginn bedeuten würde.

Immerhin wurde aber eingeräumt, daß dem "klassischen Modellflug" eine Sonderrolle zukommt, da es die heutigen "Drohnenprobleme" im klassischen Modellflug nie gegeben hat und hier daher keine neue Regulierung notwendig ist. Es wurde die Möglichkeit eingeräumt, daß (innerhalb eine Übergangs-Zeitraums von 2 Jahren) die nationalen Modellflug-Organisationen die Modellflug-Regulierungen selbst in die Hand nehmen können. Ob die EASA diese dann akzeptiert, ist noch offen...
Solche Regulierungen haben wir z.B. jetzt in Deutschland und Österreich.

Mit der jetzt geltenden deutschen Regelung könnten die Modellflieger mMn leben; aber diese Regelung verhindert nicht den Mißbrauch von "Modellflug-Drohnen". Über die Gründe/Ursachen haben wir schon ausgiebig diskutiert. Und dieser Mißbrauch wird selbstverständlich dann auch für die EASA der Grund sein, einzuschreiten (sie muß es sogar), da sie für die Sicherheit im Luftraum verantwortlich ist.

Es sollte daher eigentlich Aufgabe der Modellflug-Verbände sein, sich stärker abzugrenzen und von der Politik verschärfte Regulierungen für den "Nicht-Modellflug" zu fordern. Aber nichts dergleichen ist zu erkennen. Das "Feigenblatt" Kenntnisnachweis lässt nur Dobrindt das Gesicht wahren. Es hält keinen Händler davon ab, auch dem größten Depp eine Drohne (derzeit noch meistens Multicopter) zu verkaufen. Eher sieht man die Möglichkeit, mit der Drohnenfliegerei die Mitgliederzahl zu steigern und "Geldschöpfung" zu generieren.
Beispiel: Ca. 25 % = 20.000 der DMFV-Mitglieder erwerben einen Kenntnisnachweis für 25 EURO (netto). Macht 500.000 (=1/2 Mio) Euro, bei einem Aufwand, der 10, max. 20% davon beträgt. Passt sogar zum Luther-Jahr: "Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt".

Auch manche Modellflieger sind nicht viel besser: "Ich habe meinen Kenntnisnachweis und meine Ruhe, 25 Euro machen mich nicht arm; ich fliege sowieso verantwortungsvoll, und ich will Spaß haben- also was soll's" ? Während dessen werden weiter Hunderte (wenn nicht Tausende) weitere Multicopter in den Markt gedrückt, ohne Identitätsnachweis des Kunden, ohne Registrierung..
Daher die Frage an diese Leute: Was wollt ihr tun, was schlagt ihr vor, um diesen Zustand zu beenden ?

Gruß,
Helmut

comicflyer

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200

Freitag, 6. Oktober 2017, 20:17

Ich zitiere mich mal vom 7. Oktober 2016, ist also grad 1 Jahr her und weit VOR der neuen LuftVO:

Jaja, Hoffnung ist doch soooo schön, aber die stirbt auch irgendwann...

Prinzipiell ist es doch so:
Alle Modellflieger werden restriktiert und
eine Aufklärung bei Luftrowdys ist immer noch nicht vorgesehen.

Wie werden Verkäufe an Möchtegern-Piloten reguliert?
Steht das irgendwo?
Jemand, der jetzt schon meint, gegen geltende Versicherungspflichten und Vorschriften verstossen
zu dürfen, ist mit dieser Neuregelung natürlich automatisch bekehrt und macht plötzlich auf braver
Modellflieger und auch nen Pilotenschein? Welch eingeschränkte Denke muss man haben, um das zu glauben...

Erfolg sieht imho anders aus. Ich glaube mal, das war's für mich...

CU Eddy
Anders ausgedrückt, ich will aber auf dasselbe raus. Wollte damals schon keiner wissen...

CU Eddy
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