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1

Montag, 17. Februar 2020, 16:56

Flieger pumpt bei zunehmender Geschwindigkeit

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem: nach dem Handstart fliegt mein kleiner Elektrosegler ganz normal.
Kommt er auf Touren, steigt die Nase schnell nach oben, sodaß ich stark am Höhenleitwerk nachsteuern muß.
Schalte ich auf Segelbetrieb (Motor aus) fliegt er ganz normal.
Bei Motor ein steigt er wieder sehr stark, daß nachgesteuert werden muß.
Ich nehme an, daß der Motorsturz voreingestellt und ok ist. Wie läßt sich das überprüfen ?
Ich habe versucht, durch abgeänderte Nullstellung des Höhenleitwerkes das Steigen zu bremsen.
Dadurch verschlechtert sich der Langsamflug .
Ändere ich die Grundstellung(Neigung) des Höhenleitwerkes durch Unterlegen von Scheiben, ändert sich fast nichts.

Wie kann ich das Problem lösen ?

Gruß _didi

maddyn

RCLine User

Wohnort: Schwarzenbruck

Beruf: Gärtner bei der Markgemeinde

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2

Montag, 17. Februar 2020, 17:41

HI

nich so schnell fliegen und weniger gas geben

um welchen flieger geht es?
segler haben in der regel ein tragflächenprofil das bei höheren geschwindigkeiten mehr auftrieb entsteht
also steigen wenn du gas gibst
den motorsturz solltest in der regel änder könne
dazu oben der motorbefestigung beilagscheiben zwischen motor(montagekreutz) und rumpf legen
Gruß Martin
Runter is leichter wie rauf

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

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3

Montag, 17. Februar 2020, 17:54

Motor-Sturz ändern wäre die Lösung.

Einfach wäre das Aussteuern!
Quick und Dirty, bei Motor ein einen Mischer auf Höhe / hier besser Tiefe / programmieren.

mfg
Roland
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

kalle123

RCLine User

Wohnort: Mönchengladbach

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4

Montag, 17. Februar 2020, 18:51

Ist das der wieder?



cu KH

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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5

Montag, 17. Februar 2020, 18:51

Hallo Didi,

was du als Problem siehst, ist völlig normal und bei jedem Flugzeug so; sogar bei den "Großen".

Etwas pauschal -aber trotzdem richtig- gesagt: Wenn du dem Flieger mehr Leistung zuführst, als er bei seiner momentanen Trimmung (Gleitflug) zum Horizontalflug braucht, dann setzt er das in Steigen um. Deshalb gibt es die (Höhensteuer-) Trimmung. Mehr auf "Tiefe" getrimmt fliegt das Teil dann wieder horizontal (und schneller).

Manche mischen deshalb (wenn es die RC-Anlage erlaubt) etwas "Gas" (negativ) zum Höhenruder zu. Motorsturz kann auch helfen, das hängt aber von der Konstruktion des Modells ab.

Aber alle solche Maßnahmen haben zur Folge, daß man dann zum gewollten Steigen auch wieder umtrimmen muß.
Also lebe damit, gewöhne dich an das Umtrimmen oder "steuere es weg".

Mit etwas Physik, Aerodynamik und Mathematik kann man das alles herleiten; das tue ich jetzt weder mir noch Anderen an.

Fallst du dich im Internet dazu schlau machen willst, dann wären Suchbegriffe z.B. "Längsmomenten-Gleichgewicht beim Flugzeug" oder "Längstrimmung beim Flugzeug".

Gruß,
Helmut

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

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6

Montag, 17. Februar 2020, 19:27

Helmut,

Du hast es gut erklärt.
Als Einschränkung sei erwähnt, das es auch Flugzeuge gibt wo das konstruktiv verhindert wird - Flugzeuge die i.d.R. nur für Kunstflug konstruiert wurden.
Diese Flugzeuge verhalten sich ausgesprochen neutral.

mfg
Roland
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

7

Dienstag, 18. Februar 2020, 09:07

Ich kann den "Vorschreibern" nur beipflichten. Je schneller ein Flugzeug wird, desto größer wird der Auftrieb der Tragflächen, ergo wird der Flieger steigen.
Bei einem Motorflugzeug würde man mit etwas Sturz dagegen wirken.

Bei einem Segler ist das nur bedingt üblich. Der Motor dient hier nur als Aufstiegshilfe und nicht als Antrieb im eigentlichen Sinne. Irgendwie muss das Modell einfach nach oben. Wenn es zu heftig wird, dann mit etwas Tiefenruder dagegen gehen - per Mischer oder manuell. Entscheidend sind die Flugeigenschaften im Segelflug ohne Motor.
Solltest Du mit Tiefenruder dagegen gehen, aufgepasst in Bodennähe. Das Tiefenruder wirkt beim Gasgeben sofort, wogegen der gesteigerte Auftrieb erst mit zunehmender Geschwindigkeit wirkt. Das kann zu einem häßlichen Nicker nach unten führen. Tiefenruder langsam oder mit etwas Verzögerung beimischen hilft, insofern es die Fernsteuerung erlaubt.
Das Leben ist hart, aber ungerecht.

8

Dienstag, 18. Februar 2020, 11:40

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:13)


9

Dienstag, 18. Februar 2020, 12:18

Wie kann ich das Problem lösen ?


am schlausten gar nicht ! Bzw. einfach aussteuern. Bei einem so einfachen Modell muss man damit leben.
Viele Grüße

10

Dienstag, 18. Februar 2020, 12:47

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:13)


comicflyer

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Wohnort: Hilgenroth

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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11

Dienstag, 18. Februar 2020, 13:04

Da spielt nicht nur der CG eine Rolle.

Beispiel:
Decathlon von Phoenix 168cm Spw, TOW 3,2kg, sehr gesund elektrisch motorisiert (1,5kW an 13x7).
CG-Angabe bei ca. 17% !!! Flächentiefe, EWD 2,5°, Sturz 1,5°.
Effekt wie hier diskutiert: steigt bei Beschleunigung weg!

Nach Änderung der EWD auf 0,8°, Sturz 2°, CG bei ca. 30% war das Problem weg.
Beschleunigung war dann ziemlich neutral, kein Steigen mehr.
War auch insgesamt schon vom Start weg schöner zu fliegen. Ruder alle im Profil, keine Mischer.

mAn bauen einige Hersteller einfach mal zuviel Angst-EWD ins Modell und legen dann
mit einer willkürlichen Angabe den CG soweit nach vorne, dass es irgendwie wieder
beherrschbar ist.

Und die Zusammenhänge erkläre mal 'nem Einsteiger... ^^

CU Eddy
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

12

Dienstag, 18. Februar 2020, 14:13

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:14)


comicflyer

RCLine User

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13

Dienstag, 18. Februar 2020, 14:54

Der geänderte Anstellwinkel des Höhenleitwerks (im Volksmund "EWD") ist die Konsequenz des veränderten Schwerpunkts (nicht umgekehrt).

Genau: "Volksmund". ^^

Problem: Der Anstellwinkel ist kein Konstruktionsmerkmal. Weder beim HLW noch sonstwo an einem Flugzeug.
"EWD" (Einstellwinkeldifferenz) ist sehr wohl ein Konstruktionsmerkmal.

Bring es den Einsteigern nicht falsch bei. Oder kennste den Unterschied selber nicht?

Was wovon eine Konsequenz ist, braucht man nicht erörtern. Ändert man die EWD, dann auch den CG und umgekehrt.
Das sind keine Konsequenzen, sondern Abhängigkeiten.

CU Eddy
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14

Dienstag, 18. Februar 2020, 15:27

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:14)


comicflyer

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15

Dienstag, 18. Februar 2020, 15:49

Also primär Schwerpunktlage, sekundär Anstellwinkel des Höhenleitwerks ("EWD").

Tut mir ja auch leid, aber Du weisst es offensichtlich nicht.

Da kannste nun viel erläutern, aber die unterschiedlichen Fachbegriffe sind Dir nicht wirklich geläufig.
Also red' nicht drumrum.

Anstellwinkel ist nicht gleich EWD (Einstellwinkel). Das eine hat mit dem anderen soviel zu tun, wie Spurweite und Kurvenseitenneigung beim Auto.

Das kann man aber nachlesen. Wenn man schlau sein will, tut man das.

Frage: Was ist der Anstellwinkel eines Flugzeuges?

CU Eddy
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16

Dienstag, 18. Februar 2020, 16:03

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:14)


17

Dienstag, 18. Februar 2020, 16:18

Bevors hier noch hochwissenschaftlich wird.....
der threadstarter schreibt von einen kleinen Elektrosegler!
Bei dieser Modellart hat sich folgende Problemlösung bewährt: Einstellwinkel verringern und Schwerpunkt nach hinten.

Dazu am besten an der Fläche hinten , wenns nicht anders geht am Höhenleitwerk vorn unterlegen. Geeignet sind z.B. Balsabbschnitte, die mit Sekundi an die Auflage geheftet werden. Bei einen "kleinen" Elektrosegler würd ich an der Fläche mm weise vorgehen, wenn am Höhenleitwerk untergelegt werden muß, dann halbe mm.

Wenn man am Höhenleitwerk unterlegt, nimmt das Modell '"den Arsch hoch", wenn an der Fläche untergelegt wird, bleibt die Fluglage des Rumpfes gleich.
Schwerpunkt zurück = Flugakku zurück. Falls das nicht mehr möglich ist muß Gewicht (Blei, Schraube, Geldstück) so weit wie möglich hinten angebracht werden. Anfangs natürlich erst mal nur antapen.
Jetzt gehts schon an die Flugerprobung.
1. Mit Motor auf Sicherheitshöhe, Motor aus. So trimmen, daß das Modell gleichmäßig langsam abgleitet, ohne schneller zu werden, ohne die Nase nach unten zu nehmen und ohne das es zu langsam wird und abschmiert.

2. Modell leicht anstechen ( ca. 10-15°) Höhenruder auslassen. Jetzt sollte sich der Segler in sanften Bogen abfangen.

Ist der Anfangbogen zu stark, Einstellwinkel weiter verringern, Schwerpunkt zurück. Immer abwechselnd. Wenn das Modell kippelig wird, giftig auf kleine Höhenruderauschläge reagiert und über eine Fläche abkippt, dann den Schwerpunkt nach vorn.

Bleibt der Flieger im steilen Abflug oder nimmt er sogar die Nase runter, dann wird als erste Maßnahme der Einstellwinkel wieder erhöht.

Dann gehts wieder mit 1. los.
Das ganze Spielchen mit abwechselnd Einstellwinkel und Schwerpunkt ändern geht so lange, bis das Flugverhalten so ist, wie in 1. beschrieben.
Erst dann geht ans Flugverhalten mit Motor.
Wenn der Flieger beim Motorflug immer noch aufhimmelt, den Motorsturz stückenweise vergrößern, oder zum Gas %weise immer mehr Tiefenruder zumischen.
Wenn der Flieger beim Motorflug unterschneidet, also nach unten will, dann den Motorsturz erhöhen oder zum Gas Höhenruder zumischen.
Am besten ist immer eine mechnisch passende Einstellung. Bei Schwerpunkt und Einstellwinkel "ein Muß" für gute Flugeigenschaften und Flugleistung. Beim zu geringen Motorsturz gehts auch "ohne Risiken und Nebenwirkungen" mit Tiefenruder zumischen. Bei zu großen Motorsturz ist eine Korrektur empfehlenswert.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Fluxxer« (18. Februar 2020, 16:25)


18

Dienstag, 18. Februar 2020, 16:30

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:16)


comicflyer

RCLine User

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19

Dienstag, 18. Februar 2020, 17:01

Zitat

Der geänderte Anstellwinkel des Höhenleitwerks (im Volksmund "EWD")

Zitat

sekundär Anstellwinkel des Höhenleitwerks ("EWD")


Du verstehst aber offensichtlich nicht so ganz, was (Und worüber?) ich schreibe, sonst würdest Du mir nicht das Gleichsetzen von Anstell- und Einstellwinkel vorwerfen.

Nicht nur 1mal, sondern 2mal! Du hast es standfest falsch wiederholt! Liest Du nicht, was Du schreibst?
Nicht Rechthaben ist gefragt, sondern Wissen.
Und hier geht es grad um zwei Grundbegriffe. Nicht um Deine hier eigentlich überflüssigen Ausführungen.
Wenn man Grundwissen richtig erlernt, kann man Lösungen finden. Auch der TE irgendwann.
Diese Begriffe sind hier durchaus Teil der Diskussion und zwar ein wichtiger.

Wenn jemand die Begriffe so durcheinanderwürfelt, HAT er es nicht drauf.
Und jemand, der beim 1x1 nicht so gut aussieht, sollte hier nicht Boolesche Algebra erklären wollen.

Stell es richtig, dann verwirrt es auch keine Einsteiger! DA geht es mir drum: Wissen RICHTIG weitergeben.
Meine Erfahrung? > Wenn man was nicht weiß, einfach sagen. Das ist auch Kompetenz.


CU Eddy
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Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »comicflyer« (18. Februar 2020, 17:18)


20

Dienstag, 18. Februar 2020, 17:46

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (18. Februar 2020, 20:15)