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Antriebsauslegung PC Programme vs Realität
Ich habe mich immer auf DriveCalculator verlassen, aber wie man sieht, sind die Abweichungen enorm.
So fängst fast immer an und trifft auch auf andere Programme zu.
Ein Grabenkampf zwischen den einzelnen Programmen ist hier wenig hilfreich.
Jedes hat seine Berechtigung und seine Defizite.
Das größte Defizit sitzt meistens davor

Hallo Jungs!
DiveCalculator hin oder hier. Ich habe mir endlich Watt Meter besorgt.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

für mich immer noch unverständlich, das man auf Messmittel verzichtet.
schlimmer wird's dann, wenn man ohne nachzumessen, blind auf den PC vertraut, dort nur die Hälfte liest, versucht den Antrieb, zu optimieren.
In dem Fall, gilt eher : wenn man keine Ahnung und keine Mittel hat, nicht dran rumfummeln.!
Warum machen wir's nicht alle so? Darauf fußende Aussagen sind dann mE viel glaubwürdiger, als das Gerede über "Rechnerei" mit teils Annahmen, deren Herkunft man nicht genau kennt, aber blindlings annimmt, das sie stimmen.
berechtigter Einwand

und hier
Ich würde sagen, das machen sehr, sehr viele. Ich müsste mich eigentlich schämen, daß ich das kleine Ding erst jetzt geholt habe.
die ersten positiven Erkenntnisse.

Das soll erst mal als Einleitung genügen.
Ich hoffe auf eine konstruktive Disskusion

Meine Meinung: Drive Calc ist kein schlechtes Programm. Aber es kann nur ein brauchbarer Hinweis und ein Experimentierfeld sein.
Aber wenn man nicht mehr von diesem Programm erwartet, ist es gut!!!

Gruß Dieter
Trotzdem, wenn man sich sicher ist, dass man vernüntige Messdaten ermittelt hat -> bitte auch einpflegen, der nächste freut sich!
Für modifizierte Wicklungen und die Abschätzung eines neuen Antriebsstranges kann ich mir kein besseres Werkzeug vorstellen. Ich glaube irgendwo geistert im Netz auch noch das zu Grunde liegen *.xls-Sheet herum. Allerdings sind die Zeiten, wo ich mich noch intensiver mit Motorbausätzen beschäftig habe schon recht lange her. SBL-Micro, PowerDitto, Schnurzz, Powercroco... sorry für OT, aber ich werde gerade sentimental, nostaligisch, auch wenn ich nur Nachbauer und Mitleser war

Bei den heutigen Möglichkeiten mit günstigen Telemetriemodulen ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie ein Modellpilot nicht zumindest die grundlegensten Vorflugkontrollen machen kann und Stromaufnahme, Drehzahl und Spannungslage kontrolliert. Ich kenne es noch so, dass man sich zuerst einmal einen Motorprüfstand zurecht geschnitzt hat, weil es für >>20A nicht mehr einfach mit zwei Multimetern funktionierte. Aber bei NiCd musste man eben noch mehr auf die Effizienz des Antriebsstranges achten

Dann kamen so schöne Dinge wie UniTest, UniLog und man musste nicht mehr löten. Dann kamen so schöne Dinge wie DriveCalc und man musste nicht mehr rechnen. Dann kamen so schöne Dinge wie Telemetrie und man musste nicht mehr messen.
Ich kann nur jedem empfehlen sich zumindest mit einfachem Equipment auszustatten und spätestens, wenn man dem Modell neue Akkus gönnt, auch wieder einmal nachzumessen was der Antrieb so macht und bei der Gelegenheit auch die Bordspannung zu prüfen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hsh« (27. März 2018, 21:51)


Drive Calc lebt halt von halbwegs genauen Daten.

Gruß Dieter
Bei den heutigen Möglichkeiten mit günstigen Telemetriemodulen ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie ein Modellpilot nicht zumindest die grundlegensten Vorflugkontrollen machen kann und Stromaufnahme, Drehzahl und Spannungslage kontrolliert.
ist das so?

Ich bin Telemetrietechnisch noch völlig ahnungslos. Aber so nach und nach möchte ich da nat. auch "mitspielen", schließlich "kann" meine DX7 G2 das ja.
Einerseits möchte ich gerne die aktuelle Kapazität des Akkus wissen, da die nachzuladende "Menge" bei Flugzeit nach Timer doch stark schwankt.
Andererseits stelle ich mir vor, den Antrieb im Stand in der Bastelstube einige Zeit Vollast laufen zu lassen und dabei den Strom zu messen, um zB. mit verschiedenen Propellern zu probieren ohne dann im Flug Gefahr zu laufen, den Regler zu überlasten. Im Flug sollte dieser Max.-Strom dann sicher nicht überschritten werden?!
Dazu müßte ein Stromsensor ins Akkukabel eingeschleift werden? Einen Sensor anzuschaffen, der dann je nach Test von Modell zu Modell "wandert" und dann wieder entfernt wird, sollte reichen?
Der Testaufbau mit meinem billigen Multimeter und den dünnen Messleitungen widerstrebt mir ehrlich gesagt...
Reicht denn dazu der Stromsensor (der mMn. gar nicht so günstig ist), oder brauchts dazu noch mehr "Gedöhns", wie das Telemetriemodul oder so? Die Beschreibungen in den div. Shops sind ja nicht gerade hilfreich bis praktisch nicht vorhanden...

...dazu dann einen Kapazitätssensor, der (aus finanziellen Gründen) auch von Modell zu Modell "wandert", oder tut`s dieses Kabel mit den blauen Steckern, welches offenbar nur zwischen Akku und Regler eigesteckt wird für rund 20€?
Ich hoffe, das ist hier nicht zu OT und ihr könnt mir bei meinen Problemen helfen oder auf passende Threads verweisen.
Vielen Dank schon mal dafür und...
Grüße
Samson
Hobby heißt mit größtmöglichem Aufwand geringen Nutzen zu erreichen
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »samson68« (28. März 2018, 14:24)
Tja, ich habe mit Heli Fliegerei angefangen. Hier ist Strom messen auf dem Bautisch sinnlos und vor allem sehr gefährlich. Je nach geflogene Figur, ist Stromaufnahme extrem unterschiedlich. Hier hilft nur die Telemetrie und geloggte Flüge.
Mit Flächen habe ich ernsthaft vor etwa drei, vier Jahren angefangen. Drive Calculator war für mich erstmal Anhaltspunkt, wenn ich die LS ermitteln sollte. Es hat bis jetzt so weit geklappt, daß die Flugzeuge gut fliegen und kein Motor oder Regler abgebrannt ist.
Ich habe mir bei jedem gebauten Modell versprochen einen Watt Meter zu kaufen. Irgendwie immer wieder vergessen, verschoben. Dabei kostet so ein Ding nicht viel.
Bei dem letztem Modell, hat mir DC ausgespuckt, das die 10x6 Klappluftschraube an 38er Spinner und 1000KV 28er Motor (210W) zu groß wäre. Zugegeben China Motor. Da gibt es schon Schwankungen.
OK, Wattmeter bestellt und gemessen. Die 10x6 LS passte ohne Probleme. Das Modell ist geflogen. Zog sehr schön weg ohne irgendwelche Anzeichen für Motor oder Regler Überhitzung.
Genauere Daten kann auch hier nur die Telemetrie nach dem Flug liefern. Sprich, auf Dauer muss ich mir die Unisens-e holen, genau so wie ich es bei dem Heli habe.
Für die Messungen vor dem Erstflug auf dem Bautisch, finde ich aber Watt Meter sehr gut. Für die Abschätzungen für LS Kauf ist der DC für mich weiter zuständig.
Viele Grüße Leo


Bei Drive Calc gibt es automatisch zu viele ungereimtheiten und Ungenauigkeiten.
die Ungereimtheiten auf das Programm abzuwälzen, ist oft gängige Praxis, aber meistens sitzen sie davor

Die gilt es zu verstehen und dementsprechend zu eleminieren.

Meine Meinung: Drive Calc ist kein schlechtes Programm. Aber es kann nur ein brauchbarer Hinweis und ein Experimentierfeld sein.
Schon alleine der Umstand, das die Anpassung Modell/Luftschraube nicht einfließen kann, lassen keine 100%igen Ergebnisse erwarten.
Aber wenn man nicht mehr von diesem Programm erwartet, ist es gut!!!
Etwas zu negativ

Dabei bitte nicht vergessen, dass die Datenbank auf vernünftige Nutzerdaten angewiesen ist.
Das sagst du was, Harald


Immer wieder findet man Jammermeldungen






dabei ist die Lösung so einfach:
Trotzdem, wenn man sich sicher ist, dass man vernüntige Messdaten ermittelt hat -> bitte auch einpflegen, der nächste freut sich!
kann man natürlich von der Nehmermentalität nicht erwarten.

wenn man die Daten, wegen der eigenen Unsicherheit, oder den nicht soo optimalen Bedingungen, nicht der Allgemeinheit zu Verfügung stellen möchte, kann man sie aber doch für sich selbst verwenden.
So hat man wenigstens einen Anhaltspunkt. Hier schließt sich auch wieder der Kreis, zur Notwendigkeit der Messmittel.

Tja, Daten einlesen! Das geht aus irgend einem Grund bei mir nicht!
Dieter, die Daten kann man auch total altmodisch, händisch eingeben

Da fehlt, als Beispiel ein halbwegs stabiles 100 A Netzteil, das dann auch noch ca 40 Volt können sollte.
Das haben die wenigsten. Sicher wünschenswert, aber ich hab auch keine Lust auf eine solchen Schaltschrank.
für den Eigenbedarf auch nicht sooo rentabel.
Gute, laststabile, vollgeladene Akkus reichen nach meiner Erfahrung, schon aus.
Zitat von »hsh«
Bei den heutigen Möglichkeiten mit günstigen Telemetriemodulen ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie ein Modellpilot nicht zumindest die grundlegensten Vorflugkontrollen machen kann und Stromaufnahme, Drehzahl und Spannungslage kontrolliert.
ist das so?
ja, ist so

möchte ich gerne die aktuelle Kapazität des Akkus wissen, da die nachzuladende "Menge" bei Flugzeit nach Timer doch stark schwankt.
Das hast du ja schon mal eine wichtige Erkenntnis gewonnen

deine Akkus werden's dir danken
Antrieb im Stand in der Bastelstube einige Zeit Vollast laufen zu lassen und dabei den Strom zu messen, um zB. mit verschiedenen Propellern zu probieren ohne dann im Flug Gefahr zu laufen, den Regler zu überlasten.
so kann man seine Werksatt auch aufräumen

Einen Sensor anzuschaffen, der dann je nach Test von Modell zu Modell "wandert" und dann wieder entfernt wird, sollte reichen?
Wie du das handhabst, ist dir überlassen.
Bei den Spektrumsachen bin ich nicht so im Bilde. In der Richtung, war der Hersteller in der Vergangenheit etwas "zurückhaltend"

Gängig, beliebt und bewährt, ist das Unisense E von SM Modellbau. Eine Datenaufzeichnung für das o.g. Programm ist sinnvoll.
k. A, ob das dein Sender kann. Denn für das Programm brauchst du Spannung Strom und Drehzahl für den einzelnen Lastfall zur gleichen Zeit!
Sonst wäre der Unilog aus gleichem Hause, die bessere Wahl.
Wenn es dich finanziell erst einmal erschreckt, dann sei angemerkt, das man so was nur einmal kauft und das ganze Modellbauerleben nutzen kann.
Ein durchgebrannter Regler oder Motor, oder Fehlkäufe von Luftschrauben, amortisieren sich recht schnell.
Der Testaufbau mit meinem billigen Multimeter und den dünnen Messleitungen widerstrebt mir ehrlich gesagt...
weit kommst du damit ohne zusatzgebastel nicht, da hier ja bei 10A i.d R. Schluß ist.
Siehst du Maik, der Puter lehnt mir irgendwie ab, da Daten hinzuschicken!!!!Dieter, die Daten kann man auch total altmodisch, händisch eingeben![]()


Wenn du hohe Stöme messen willst, brauchst du halt ein gutes stabiles Netzteil! Nur mit den Akkus, das reicht leider nicht wirklich. Dem entsprechend sind die Daten bei Drive Calc halt etwas verwaschen. Das System lebt von vielen Vergleichsmessungen mit dem selben Prop bei unterschiedlichen Spannungen. Auch sind von den Herstellern oft die Wicklungsdaten und die Innenwiderstände der Wicklungen nicht angegeben. Und mit meinem Messpark kann ich zwar noch Ohm messen; aber bei Milliohm wird es schon ungenau. Da helfen auch so Helferlein wie das Fluke leider nicht wirklich. Induktiver Widerstand wäre auch noch möglich. Wird da aber wohl eher weniger gebraucht!

Gruß Dieter
Zu Strommessung.
Spricht etwas gegen dem Watt Meter?
Ich habe mir so was geholt. Kann nach Datenblatt bis 100A. Na, ja XT60 Stecker nicht gerade. Für meine Motorsegler reicht aber in jedem Fall.
https://www.youtube.com/watch?v=O1k5ouQHMgc
https://hobbyking.com/de_de/hobbyking-hk…e-analyzer.html
Viele Grüße Leo

der Puter lehnt mir irgendwie ab, da Daten hinzuschicken!!!!
ich dachte, du meinst die reine Eingabe.
mit der Datenübermittlung hats leider seit einiger Zeit ein Problem.
Aber hier wird dir geholfen
Das System lebt von vielen Vergleichsmessungen mit dem selben Prop bei unterschiedlichen Spannungen.
andersrum wird ein Schuh draus verschiedene Lasten an einer Spannung.
Ob Netzteil oder nicht, merkt das Programm nicht.
Ich schrieb ja
laststabile, vollgeladene Akkus
Zu Strommessung.
Spricht etwas gegen dem Watt Meter?
Dagegen spricht, das du Leitung, zwischen Akku und Regler, nicht unerheblich verlängerst.
Das kann zu Problemen für den Regler führen
so was hilft dagegen.
kann man auch selber machen.
Telemetrie
Seit ich auf JETI gewechselt habe, nur noch MIT Telemetrie. Man kann vieles, muss nicht alles, das stimmt... aber als Elektroflieger interessieren mich Spannung, Strom und v.A. die verbrauchte Kapazität. Bei JETI heisst der Sensor "MUI" aber von Unisens gibt es das auch für andere Anbieter. Ich fliege primär nach Kapazitätsverbrauch, und im Hintergrund überwache ich die Akku Spannung. Beim Nachladen kontrolliere ich den gemessen Wert und der stimmt sehr gut.
Oben schon erwähnt, die Akkus danken es dir. Wenn man etwas optimieren will, kann man - im Gegensatz zum reinen fliegen nach Timer - mit dem gleichen Akku länger fliegen oder eben mit einem kleineren gleich lang. Bei meinen Antrieben orientiere ich mich meist an bestehenden Modellen/Konzepten. Das funktioniert i.d.R schon mal gut und ich komme damit besser zurecht als mit DriveCalc. Mit dem aktuelle gemessenen Strom aus der Telemetrie sehe ich dann in der Praxis genau wo ich mit meinem Antrieb stehe.. und kann allenfalls 1:1 mit verschiedenen Luftschrauben testen. Den Sensor schlauft man in den Antriebsstrang er kann auch in mehreren Modellen verwendet werden. Kann ich nur empfehlen...

Grüsse aus der Schweiz
Martin
Hi Maik!
Zitat von »Leszek1963«
Zu Strommessung.
Spricht etwas gegen dem Watt Meter?
Dagegen spricht, das du Leitung, zwischen Akku und Regler, nicht unerheblich verlängerst.
Das kann zu Problemen für den Regler führen
so was hilft dagegen.
kann man auch selber machen.
Danke für die Antwort. Ich glaube aber, die Elkos sind für Dauerbetrieb in einen Flugzeug vorgesehen, wo die Kabel verlängert wurden.
Mit dem Watt Meter werden nur ca. 5 Sekunden Tests mit Vollgas vor dem Erstflug durchgeführt. Ich glaube nicht wirklich, daß der Regler hier leidet.
Viele Grüße Leo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leszek1963« (29. März 2018, 15:50)
siehst du, und da habe ich nur die ersten 3 - 4 - 5 Sekunden eine halbwegs stabile Spannung . Und das bei 45C!!!!! Und dann ist's rum!!! Und das ist dann nicht ganz so aussagekräftig. Aber lass uns darüber nicht streiten. Da hat wohl jeder seine Erfahrungen und Vorstellungen.Ob Netzteil oder nicht, merkt das Programm nicht.
Ich schrieb ja
Zitat von »flymaik«
laststabile, vollgeladene Akkus

Gruß Dieter
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Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung
Verwechselst du dan nun nicht, zumindest beim DriveCalculator? Am idealsten ist immer eine konstante Spannung und verschiedene Prop`sDas System lebt von vielen Vergleichsmessungen mit dem selben Prop bei unterschiedlichen Spannungen.

Ok, die Wenigsten haben ein voll stabilisiertes und einstellbares Powernetzteil in der Bastelbude stehen, aber wie hier schon von flymaik erwähnt langen auch gute Akkus. Ich selbst teste durch Probeläufe immer erst aus wie groß der Prop maximal sein darf ohne Motor und Regler zu schädigen. Dann wird der Akku wieder geladen (Oder ich nehme 1-2 Autobatterien, parallel oder in Reihe je nach Bedarf), und dann fange ich mit dem größten Prop die Testreihe an. Zum Schluß kommt der Leerlauftest. Dadurch ist dir Spannungsunterschied wesentlich geringer als wenn ich mit dem kleinsten Prop anfangen würde. Denn zum Schluß bei schon teilweise entladenen Akku den größten Prop testen ist zu ungenau, die Spannung ist eh schon geringer und dann noch einen Amperehungrigen Testlauf machen ist Blödsinn. Daher habe ich mir zwei gebrauchte, aber große und noch gute Autobatterien angeschafft, die reichen für die Meisten Anwendungen. Mann muss einen Motor den man in DC einpflegen möchte auch nicht so vermessen das es exakt mit dem späteren Einsatzbereich identisch ist, es geht für das Programm doch nur darum, das es 5-6 Messreihen mit verschiedenen Prop`s (Last) an möglichst gleicher Spannung hat. Hat man natürlich einen Motor der für 4-6S ausgelegt ist und testet den mit 3S (oder nur einer Autobatterie, entspricht in etwa 3S), das wäre natürlich etwas unsinnig, es sei denn der Motor soll später tatsächlich an 3S betrieben werden. Bis jetzt habe ich mit diese Verfahrensweise gute Erfahrungen gemacht, was mir spätere Vergleiche mit geloggten Daten bestätigen.
Ich muss aber auch sagen das ich oft Ungenauigkeiten mit den ermittelten Propwerten habe, das haut nicht immer hin. Das hat aber auch seine Gründe, da kommt Eins zum Anderen. Das geht schon damit los das die Werte in DC Standwerte sind, und nicht dynamische Flugwerte. Weiter geht es mit den Toleranzen, den nicht immer verlässlichen Propdaten bis hin zum tatsächlich verwendeten Mittestück im Modell. Allein ein anderes Mittelstück hat schon erheblichen Einfluß auf die ermittelten Werte, in DC hat das Mittelstück z.B. 42mm, und auf dem Prüfstand und/oder im Modell sind es dann tatsächlich 55mm, geht natürlich gar nicht. Da braucht man sich nicht wundern wenn der Antrieb allein im Stand auf einmal 10%-12% mehr Strom zieht. Aber wie schon erwähnt habe ich auch bei gleichen Mittelteil oft starke Abweichungen wenn ich mit dem Gleichen Prop real messe und dann mit DC vergleiche. Meistens liegt es nicht an dem Motor der in DC eingepflegt wurde, sondern überwiegend an den eingepflegten Prop´s, ist jedenfalls meine Meinung. Warum? Wenn ich z.B. von den Logdaten von einem Meßsatz den Spannungswert in DC eintrage (Akkueinstellung "konstante Spannung"), und dann so lange verschiedene Prop`s auswähle bis die Drehzahl mit dem geloggten Wert so gut wie möglich übereinstimmt, dann sollte auch der dritte Wert, also Ampere auch annähernd identisch sein. Und das passt bei mir meistens. Voraussetzung dafür ist natürlich, das der jeweilige Motor in DC gut gemessen wurde, zu sehen an der Anzahl der eingetragenen Messungen (unten links) und der Zuverlässigkeitsscala (unten rechts). Auch welcher Regler verwendet wurde und wie er eingestellt war hat oft erheblichen Einfluß, das kann auch mal locker 5% (und mehr) andere Werte ergeben. Aber ich kann mich nicht beklagen, bei den von mir geloggten Antrieben habe ich Abweichungen von 0,5-4,3 %, und damit kann ich sehr gut leben.
Mein Fazit: DC ist nicht schlecht und bei richtiger Benutzung sehr gut brauchbar. Aber wie es schon erwähnt wurde, die Genauigkeit der eingepflegten Daten ist entscheident, und da muss man schon selbst etwas darauf achten wenn man DC benutzt. Sucht man sich z.B. einen Motor aus wo bloß 1-3 Messläufe gemacht wurden, oder gar nur die Leerlaufdaten vom Hersteller eingegeben wurden, dann kann man gleich über den Daumen peilen und schätzen.
Gruß Andreas
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »grossiman« (30. März 2018, 15:53)
Ich habe in meinen Posting bereits ein paar einschlägige Produktbezeichungen genannt, und will mich zukünftig nicht mit dem Vorwurf von Schleichwerbung auseinandersetzen müssen. Aber ja, es gibt für so gut wie alle Systeme gut funktionierende Messtechnik. In manchen Augen vielleicht nicht billig, aber auf jeden Fall preiswert und im Vergleich zu vor 20 Jahren schlicht und ergreifend gut und günstig. Umgekehrt hat auch jeder Systemanbieter die von dir genannten Sensoren im Programm.Ich bin Telemetrietechnisch noch völlig ahnungslos. Aber so nach und nach möchte ich da nat. auch "mitspielen", schließlich "kann" meine DX7 G2 das ja.
Einerseits möchte ich gerne die aktuelle Kapazität des Akkus wissen, da die nachzuladende "Menge" bei Flugzeit nach Timer doch stark schwankt.
Datenlogger habe ich Anfang des Jahrtausends (noch zur Zeit von 35MHz) zur Antriebsabstimmung sowohl im Modell, wie auch auf der Werkbank genutzt. Nachdem die Spannung das Flugakkus ja in der Praxis auch um ca. 15% nachgibt (bei 10C Lipos waren es noch deutlich mehr), sind 10-20% Abweichung zumindest in meiner Welt auf jeden Fall noch gute Simulationsergebnisse. Aus den n100 Tabellen hat sich auch meisten nicht viel genauer ablesen lassen. Wie schon Eingangs geschrieben, ist es eben auch nicht so einfach, saubere Daten zu generieren. Aber mit ein wenig Erfahrung von den ersten eigenen Modellen und einem Blick auf die Plausibilität der Simulationsergebnisse (und sei es nur durch den Vergleich von verschiedenen Luftschrauben bei der gleichen Konfiguration) kann man auch Luftschraubenwerte ganz gut einschätzen. Ich gebe aber zu, dass mit die AeroCam 13x6,5 bis heute nicht ganz geheuer ist

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Höchstens vielleicht noch einmal auf die Unsitte vieler Händler hinzuweisen, die Motoren nach Leistungskategorien bewerben, die keinen Sinn machen. Dass es für einen Einsteiger natürlich verwirrend ist, wenn er es teileweise mit Statorabmessung und teilweise mit Motorabmessungen zu tun hat, ist leider eben so entstanden. Ein Blick auf Gewicht und spez. Drehzahl sollte dann aber recht rasch wieder Klarheit schaffen, welche Eingangsleistungen einem Motor zugemutet werden können. Oft ist es bei der Simulation dann vernünftiger, einen Motor ähnlicher Bauart mit ordentlichen Messdaten zu wählen und sich auch bei der Luftschraubenempfehlen eher an alteingesessenen Herstellern zu orientieren.Sucht man sich z.B. einen Motor aus wo bloß 1-3 Messläufe gemacht wurden, oder gar nur die Leerlaufdaten vom Hersteller eingegeben wurden, dann kann man gleich über den Daumen peilen und schätzen.
Eagl ob Eigenbauprüfstand, Multimeter, Stromzange, Watt-Meter oder Telemtriesensor - kurze, dicke Leitungen, ein mechanisch sicherer Aufbau und ein Not-Aus-Konzept sollten selbstverständlich sein. Ob ich dann am Modell teste, oder den Luxus habe, einen Prüfstand mit Akkubank oder Netzteil + überdimensioniertem Steller ist ein anderes Thema. Die meisten von uns wollen ja fliegen und nicht messen. Wer aber schon den einen oder anderen Antrieb durch Überlastung beschädigt oder gar ein Modell verloren hat, erkannt meist, dass die Investion in etwas Messtechnik nicht ganz verkehrt ist, und alleine aus Verantwortungsbewusstsein in jedem Modellbaukeller vorhanden sein sollte.
es geht für das Programm doch nur darum, das es 5-6 Messreihen mit verschiedenen Prob`s (Last) an möglichst gleicher Spannung hat.

Vor Jahren hatte ich den den Scorpion HK 3026 - 1400 vermessen. Das Ergebnis war, was die Genauigkeit an ging, dann eher ernüchternd. Dann kamen noch ein zwei schwächere dazu, die dann eher genauer waren. Ich schob es halt auf das eher zu schwache Netzteil. Und mit Akkus messen? Naja, nach den ersten 5 Sekunden ist dann die Spannung weg und das merkt man dann auch messtechnisch an der gemessenen Leistung. Meines Erachtens war das nicht verlässlich genug.
Maik, das mit dem Versenden habe ich gesehen. Wenn es dazu noch Fragen geben wird, komme ich da auf dich zu.

Gruß Dieter
Klar, sollten die Zellen der geforderten Leistung entsprechen, aber man muß nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen

Mit ausgelutschten, oder halbvollen Zellen, bekommst du schon, beim Abspeichern, eine entsprechende Meldung vom Programm.
Der Schieber unter "Verlässlichkeit der Motordaten" steht dann auch entsprechend, weiter links.
Ich schieb hier mal ein Screen nach. Der Motor ist von mir gewickelt und vermessen worden und auch im DC eingepflegt.
Akkus waren Hacker ECO-X 3800mAh 20C

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Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung
Und da kommt es nun darauf an womit du die Werte erfasst. Denn das Wichtigste ist das alle relevanten Werte exakt zu einem Zeitpunkt gemessen werden. Ich hatte meinen ersten Motor auch mit separaten Messgeräten gemessen, Multimeter für Spannung/V , Amperezange für Strom und einem optischen Drehzahmesser. Mein einziger Vorteil war das der Motor nicht so groß war und ich eine Autobatterie als Stromquelle hatte, die brach zwar unter Last auch mit der Spannung ein, konnte diese dann aber auch länger auf einem Niveau halten. Aber trotzdem hat die Genauigkeit der Datenerfassung darunter gelitten, wenn der letzte Wert abgelesen wurde, stimmte der erste Wert schon nicht mehrNaja, nach den ersten 5 Sekunden ist dann die Spannung weg und das merkt man dann auch messtechnisch an der gemessenen Leistung.

Nachdem ich die Werte in DC eingepflegt hatte und die ersten Simulationen probiert hatte, stimmten die Werte natürlich nicht mal annähernd mit der Realität überein. Deshalb habe ich mir dann einen UniTest2 angeschafft, war mit Rpm-Sensor mit ca.160,- zwar kein Schnäppchen, aber ich habe es nicht bereut, zumal er noch einen wirklich vernünftigen Servotester beinhaltet

Denn diese Geräte zeichnen die Datensätze immer zu einem Zeitpunkt auf, standardmäßig 2x pro Sekunde (einstellbar), da ist es fast egal das die Spannung nach 5 Sekunden einen Volt weniger hat. Und wie ich schon gechrieben habe fange ich meistens mit dem Größten Prop an, oder der Akku wird zwischen jeden Lauf nachgeladen, somit sind die Spannungsunterschiede nicht allzu groß.
Also, wenn man halbwegs verlässliche Messungen machen möchtest, dann kommt man um ein geeignetes Aufzeichnungsgerät nicht herum. Mein Tipp wäre, wenn eine geeignete FB vorhanden ist, ein UniSens-E, das kann dann auch gleich danach im Modell mitfliegen

Gruß Andreas
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/
Antriebsauslegung PC Programme vs Realität
ich kann Martin nur zustimmen, bin bisher immer nach Zeit geflogen. Das war unbefriedigend. Seit ich das Unisens habe, fliege ich die Akkus bis fast zur möglichen Grenze, ohne sie zu überstrapazieren - natürlich auch Regler und Motor - und habe ständig die Kontrolle über Strom und Spannung sowie Kapazität.
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