1

Sonntag, 15. April 2018, 21:42

Motorisierung für Motorsegler 2,6m Spw / Empfehlung für GfK Rumpf Reparatur

Hallo, ich würde gerne wissen welche Motorisierung für einen Motorsegler (Marke unbekannt) mit 2,6m Spw. in Frage kommen würde, Abfluggewicht schätze ich auf zwischen 2,5 - 3 kg.

Es ist ein Gebraucht 2nd Hand Flieger, (ich müsste den Rumpf von Innen reparieren, weil der Rumpf leicht gebrochen ist an der Nase, ich habe GfK Laminat, Harz und Härter da, das wäre kein Problem: Hier die Fotos.





Eine Idee?

Ich würde ggf. sogar auf die Gleiche Motorisierung von bekannten Seglern mit vergleichbarer Spannweite zurückgreifen!

2. Frage: Wie würdet ihr bei der Reparatur vorgehen? Ich habe noch kein Buch zu Hause bezüglich laminieren von GfK / CfK, ich habe allerdings in der Ausbildung GfK Teile gebaut und weiß dass man dafür prinzipiell eine Wärmelampe mit Vakuum Pumpe braucht.

2

Montag, 16. April 2018, 19:51

Hallo Bruchpilot,

die Fotos zeigen das Wesentliche in etwa, doch vergrößert wäre gut. Egal: der bzw die Brüche im Laminat gehen zumindest bei einem Teil schon weit, haben das gesamte Laminat durchgerissen. Das Sperrholzbrett Innen muß komplet raus, alle Stellen, an denen Kleber / Harz hing, mit dem Schleifer (Kugel) grob vor- und anschließend mittels gröberem Schmirgel feiner angeschliffen werden (Vorsicht, Matten möglichst nicht durchschleifen). Vorher, von Außen, Bruchstellen, so gut und paßgenau es geht, zusammen führen und Außen mit zähelastischem Klebeband, das sich relativ gut wieder lösen läßt, eng verkleben, daß es die Form gut hält. Innen gut einharzen, Matte (zB 160g/m", nicht zu dünn und nicht zu dick) auflegen und wenigstens 3 Tage aushärten lassen. Danach fühlen, ob es durchgetrocknet ist (dickere Harzschichten trocknen langsamer durch). Unter Umständen mehrere Lagen GfK-Matte nehmen, Arbeit auf der ersten Lage wiederholen (2 sollten normalerweise reichen). Wenn Außen noch Rinnen / Riefen etc bestehen, erst mal mit Harz so verkleben, daß es möglichst bündig abschließt und gut durchtrocknen lassen (kein zähelastisches, eher glashartes Harz). Evtl auch Außen ganz dünne Matte, nach anschleifen, auflegen, durchtrocknen lassen, vorsichtig beschleifen, beispachteln, trocknen lassen, bescjleifen. Außen bündig, aber vorsichtig beischleifen (fein beischleifen, bis man auf der Oberfläche nicht mehr viel sieht (Spachtel auch gut härten lassen). Nachlackieren. "Innereien" (Sperrholzbrett zB) passend wieder anfertigen, einkleben etc. Jetzt hast Du wohl etas "Blei" an der Rumpfschnauze.

Die Fläche mußt Du auch reparieren. Falls die Ursache eine unsanfte oder gar Bruchlandung war, ist Vorsicht geboten, da Du nicht unbedingt siehst, was Innen passiert ist und das erhebliche Festigkeitseinbußen bedeuten kann (zB angerissener Holm, TF-Aufhängung / Verbindung checken). Lieber auf Nummer sicher gehen. Auch die LWe prüfen und ggf lieber neu machen. Wäre schade, wenn der ganze Vogel dran glauben müßte, weil man an einer Stelle nicht achtsam genug war.

Die Reparatur wird Dich ordentlich Zeit und auch etwas Geld kosten. Aber Du lernst dabei. Viel Erfolg !
Gruß, Jockel

maddyn

RCLine User

Wohnort: Feucht b Nürnberg

Beruf: Hausmeister

  • Nachricht senden

3

Montag, 16. April 2018, 20:48

HI

gib mal Plätzli in google ein
is eichfach und stabil


ich hab in nem 3.60 segler mit 3,5kg den himax 35/28 mit 800kv an 12x6 klapplatte mit 4s geht im 80°winkel nach oben
Gruß Martin
Runter is leichter wie rauf

4

Montag, 16. April 2018, 20:58

Guten Tag Bruchpilot,

die von mir bevorzugte "Plätzli-Technik" bei der Reparatur beschädigter GFK-Teile ist hier prägnant und anschaulich erklärt:

https://www.swiss-composite.ch/pdf/i-blaetzlitechnik.pdf

Die Technik lässt sich sowohl äußerlich, als auch innerlich anwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang