1

Freitag, 20. April 2018, 07:33

statt Depron Holz ?

Hallo,

möchte damit wirklich niemand klein reden oder brüskieren, achte jeden, der schöne und sicher gut fliegende Modell in Depron baut genau so, wie die Kollegen, die es mit Holz machen. Das ist also nicht der Anlaß, eher der, daß, wie sicher jeder weiß, ich Holz einfach eher mag - ist ja nicht schlimm, nur mein Ding und Gefühl. Nichts dagegen zu machen, ist halt so.

Nachdem ich meine zweite Jupiter Duck (die ich wirklich für nicht für schlecht halte) eine blutige Nase geholt hat (was an mir liegt) und ich eine mE Alternative entdeckt habe, hab ich die einfach mal bestellt. Die Jupiter Duck 200% hat ca 1m Spannweite und einen Derkum AL28-14, 25A Antares Regler, SLS 2s/1000mAh LiPo und eine 10x5" Latte Aeronaut CC. Damit flog sie immer gut, mit über 400g. Die Natterer Cessna ist aus Holz, hat 96cm SPW, wiegt gut 600g und sieht ganz solide aus für das kleine Teil. Also nicht lange überlegt und bestellt. Das wird meine Alternative für die jupiter Duck. Sicher ein bißchen anders, aber hoffentlich genau so geeignet. Da bei mir der BL arbeitslos würde, versuche ich's mal mit dem, falls es mir gelingt, das Gewicht der Cessna nach Plan zu halten oder vielleicht sogar noch ein wenig zu drücken (da sollte noch etwas drin sein). Wenn nicht, hab ich noch einen AL28-10 hier liegen, der ein bißchen stärker ist. Dann eben der. Abhängig, wer zum Einsatz kommt, mache ich es von erreichten Gesamtgewicht am Ende des Baus.

Es gibt viel zu tun, packen wir's an.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (20. April 2018, 12:19)


Ströher

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2

Freitag, 20. April 2018, 08:24

Hallo,

möchte damit wirklich niemand klein reden oder brüskieren, achte jeden, der schöne und sicher gut fliegende Modell in Depron baut genau so, wie die Kollegen, die es mit Holz machen. Das ist also nicht der Anlaß, eher der, daß, wie sicher jeder weiß, ich holz einfach eher mag - ist ja nicht schlimm, nur mein Ding und Gefühl. Nichts dagegen zu machen, ist halt so.

Nachdem ich meine zweite Jupiter Duck (die ich wirklich für nicht aschlecht halte) eine blutige nase geholt hat (was an mir liegt) und ich eine mE Alternative entdeckt habe, hab ich die einfach mal bestellt. Die Jupiter Duck 200% hat ca 1m Spannweite und einen Derkum AL28-14, 25A Antares Regler, SLS 2s/1000mAh LiPo und eine 10x5" Latte Aeronaut CC. Damit flog sie immer gut, mit über 400g. Die Natterer Cessna ist aus Holz, hat 96cm SPW, wiegt gut 600g und sieht ganz solide aus für das kleine Teil. Also nicht lange überlegt und bestellt. Das wird meine Alternative für die jupiter Duck. Sicher ein bißchen anders, aber hoffentlich genau so geeignet. da bei mir der BL arbeitslos würde, versuche ich's mal mit dem, falls es mir gelingt, das Gewicht der Cessna nach Plan zu halten oder vielleicht sogar noch ein wenig zu drücken (da sollte noch etwas drin sein). Wenn nicht, hab ich noch einen AL28-10 hier liegen, der ein bißchen stärker ist. Dann eben der. Abhängig, wer zum einsatz kommt, mache ich es von erreichten gesamtgewicht am Ende des Baus.

Es gibt viel zu tun, packen wir's an.
Warum nicht, Jockel! Versuche es doch mal! Holz ist durchaus reparierbar, wenn du Pläne und ähnliches hast. Und das Modell sollte nicht zu hart die "Erde geküsst haben"! Dann kannst du da viel machen! Weitere Gewichtsverminderung halte ich aber im Allgemeinen für ein Gerücht!!! Das kannst du dir meistens abschminken!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

3

Freitag, 20. April 2018, 12:01

Guten Tag Jockel,

der von dir bestellte Bausatz mag in Bezug auf Holzqualität und Passgenauigkeit der Teile hochwertig - und seinen Preis wert sein.

Den Bildern vom Bausatz (Homepage von Natterer) kann ich ansehen, dass die gesamte Konstruktion sehr (meines Erachtens unnötig) stabil ist.
Ich schätze grob, dass du das Materialgewicht um mindestens 30% - allerdings an den "richtigen" Stellen - reduzieren kannst. (Ohne relevante Folgen für die Belastbarkeit)
Wäre es mein Bausatz, würde ich ihm extrem gewichtsreduzierend zu Leibe rücken, und auch bei Antrieb, RC-Ausstattung / Leistung/ Belastbarkeit / Gewicht sparen, wo möglich.
Ich würde soweit gehen, Kupferlackdraht statt Servokabeln zu verwenden.

Nachstehend ein Link zu einem Thread, in dem ein Könner prägnant und anschaulich zeigt, was möglich ist:
http://www.rc-network.de/forum/showthrea…hlight=citabria

Lass´dich davon inspirieren und nutze die vielen Anregungen beim Bau der kleinen Cessna!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

4

Freitag, 20. April 2018, 12:16

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für den wirklich motivierenden und ermunternden Beitrag dazu. Das nehme ich als ernst zu nehmende Aufforderung an, sich damit auseinander zu setzen und es zu versuchen. Werde Deinen Beitrag dazu im Nachbarforum sicher lesen. Danke nochmals !
Gruß, Jockel

5

Freitag, 20. April 2018, 20:11

Natterer hat mir netter Weise die DHL Lieferverfolgung initiiert / DHL gemailt. Paket ist auf dem Weg, in Kürze wohl zu mir - bin gespannt. Lese jetzt den Bericht, den Wolfgang mir freundlicherweise verlinkt hat, im Nachbarforum, dann schau ich mir den Bausatz an und kann sicher etwas gewicht einsparen, wie Wolfgang schrieb, wohl auch mit einem etwas kleineren BL hinkommen. War echt toll von ihm.

P.S.:

hab begonnen, den Bericht im Nachbarforum (Wolfgangs Link) zu lesen - der Bericht ist der Hammer und wirklich Inspiration pur. Kann nur jedem, der ihn, wie ich, noch nicht kannte und E-Flug betreibt, nur ebenfalls wärmstens empfehlen, ihn unbedingt zu lesen. alleine die Eröffnungsbilder sind, schon mit nur wenig Text in Begleitung, die Wucht - unglaublich, was der Erbauer da geleistet hat ! Im weiteren verlauf wird vieles deutlicher und deutlicher. Daß eine Freudenthaler 3-fach Klapplatte der Renner wurde, an einem Motormodell, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Von E-Seglern weiß man's. Man lernt nie aus.
Die RX-Teile in diesem riesigen Modellrumpf zu sehen, wie sie sich geradezu darin verlieren, ist, vergleicht man mit einem der üblich engen Zweckseglerrümpfe, schon der Hit. Aber viel mehr noch, was der Erbauer in Sachen Gewichtsreduktion und Antriebsdimensionierung hier fertig gebracht hat.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (20. April 2018, 20:37)


6

Freitag, 20. April 2018, 20:58

Hammer ! Der Kollege hat bei einer 3.2m Citabria durch clever durchdachte Reduktion der Buateilegewichte und Änderung der Bauweise rund 40% Gewicht gespart !!! Das mache ihm mal einer nach. auf das Winzmodell (Schlüssellochfuzzi) meiner künftigen Cessna übertragen wäre das viiiiel weniger in Gramm. Bin mal gespannt, wo ich damit prozentual lande. Schlechter, ist schon klar, aber wieviel schlechter ?
Gruß, Jockel

7

Freitag, 20. April 2018, 21:24

Am Ende des Links / Berichts im Nachbarforum wird in einem sehr schönen Abendstimmungs-Video der Flug einer 3m Citabria mit nur 3kg Gewicht und 3s LiPo-Antrieb gezeigt,. auch drei weitere Citabria solcher Art fliegen mit nur 3s LiPo - da bleibt einem der Mund offen stehen. Und im handel werden Warbirds mit 2m Spannweite und 7kg Abfluggewicht angeboten. Schön anzusehen, ok, aber leicht ? Betonschwere Klötze sind das mMn. Das sage ich schon wirklich länger, es hat sich inzwischen auch etwas getan und nicht jeder ist "Wiesenschleicher", ok. Aber das leicht auch wirklich geht, ist mit dem Link belegt - glaubhaft, selbst für ewige Zweifler.

Wolfgang, ich bin Dir wirklich sehr dankbar für diesen Link und vieles mehr.
Gruß, Jockel

8

Freitag, 20. April 2018, 22:11

Gern geschehen, Jockel.

Ich wünschte mir auch in diesem Forum mehr Teilnehmer, die ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten prägnant (also knapp, treffend aber trotzdem gehaltvoll) und anschaulich (also mit guten Bildern) zum Besten gäben und es mit Videos belegen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

9

Freitag, 20. April 2018, 22:57

Prängnanter / kürzer muß ich sicher noch werden, Fotos gab's von mir ja einige und Videos soll's in Kürze auch endlich mal geben. Werde mir Mühe geben, dem Wunsch nachzukommen. Hab auch einen Plan, wie.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (21. April 2018, 09:01)


comicflyer

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10

Freitag, 20. April 2018, 23:19

Pränganter / kürzer muß ich sicher noch werden,...
...Hab auch einen Plan, wie.
Ich halte es da gerne wie der gute Albert: "Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher!"

;)

Allerdings halte ich einen Flieger mit 3m Spw und 3kg für einen absoluten Leichtwind- oder Windstilleflieger.
Sowas kann nicht satt in der Luft liegen. Das wird eher ein welkes Blatt im Winde sein...
Meine Middle Sticks haben früher bei 150cm Spw und 30cm FläTie ca. 2,3kg gewogen. Und die flogen 1A.
Gas rein > steigt, Gas raus > sinkt. Vermisse ich irgendwie.

Aber ich habe vor 35 Jahren auch schon leicht gebaut: ASK 14 mit 2,1m Spw und 640 Gramm.
Da war ein MPX-Picco-Servo mit 30g schon superleicht und teuer (~120,-DM).

CU Eddy
Neue LuftVO! -> gravierte Alu-Namensschilder nur €2,50 -> modellplakette.de

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

11

Samstag, 21. April 2018, 01:28

:ok:
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

12

Samstag, 21. April 2018, 08:56

Sowas kann nicht satt in der Luft liegen. Das wird eher ein welkes Blatt im Winde sein...


Es macht mir immer wieder Spaß, diese irrige Annahme mit einem meiner Leichtgewichte - ob selbst konstruiert (SPAD VII 1:5,5 Revival) oder gekauft (https://www.lindinger.at/de/flugzeuge/mo…ionsbeleuchtung) - bei bockigem oder stärkerem Wind am Flugplatz oder beim Wasserfliegen entspannt zu widerlegen.
By the way: Ich habe / hatte auch einige "schwere" Modelle...

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

13

Samstag, 21. April 2018, 09:00

Hi Eddy,

danke für den Spruch (der ist gut). Werd's versuchen.

Was Du zu "Leichtwind" sagst, ist genau auch meine Erfahrung - womit ich meine Bewunderung für diese Leistung dieser Kollegen nicht gleich wieder mindern möchte. Das war für mich aber auch mit der Jupiter Duck deutlich zu spüren, wenn ich damit flog. Bei Windstille wunderbar, bei etwas Wind mit zunehmend auffälligerer Fluglage immer schwieriger werdend. Da reicht in Kurvenlage manchmal schon ein weiterer Hauch und das Teil kippte in Extremlage, schmierte ab. Nur gut 400g bei einem Meter SPW sind einfach schon heftig, auch wenn's bei ruhigem Wetter gut ist. Nur auf einem Höhenniveau ist auf Dauer auch langweilig. Ich sag' ja bei "nur" hin und her schon, irgendwann langweilig. Insofern mußte das Interesse an 3D-Kunstflug, oder Kunstflug überhaupt, da sein. Ich bewundere Leute, die das können - Svetlana Wladimirowna Kapanina, Patty Wagstaff usw. Das ist harte Arbeit, bis dahin zu kommen und reihenweise Konkurrenz zu haben, die genauso gut ist. Aber wir waren beim Fluggerät.

Bei den Anbietern von E-Flugmodellen, nicht nur in Bereich E-Segelflug, bin ich inzwischen ein wenig optimistischer. Die Vietnamesen bei BMK zB scheinen verstanden zu haben, worum es geht - Leichtbau, aber mit Maß. Es sind mMn sehr schöne und gute Modelle geworden, eine Augenweide, zB deren größere Fokker Dr.1 anzusehen (weshalb ich da fast schon zugeschlagen habe). Wer bespannen kann, egal womit (da gehört mE Stoff bzw Vlies hin), halbwegs fliegen kann und E-Antriebe mag, sollte da unbedingt mal näher hinsehen (Pichler, Natterer usw). Fa. Natterer hat dazu erstklassige Fotos eingestellt - danke.


P.S.: bei "Präganter" fehlte ein "n" (sollte "prägnanter" werden), hab's korrigiert.

und das hier geht mir unter die Haut: eine Widmung Svetlanas an ihren verstorbenen Kollegen https://www.youtube.com/watch?v=9tNxpAx6FUQ
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (21. April 2018, 09:47)


14

Samstag, 21. April 2018, 09:07

Hallo Wolfgang,

wow (ehrlich gemeint). Dann muß ich davon ausgehen, daß ich noch nicht gut genug fliegen kann (ist sowieso noch der Fall). Hatte immer ein Maß von ca 1:1 beim Verhältnis Gewicht zu Spannweite schon für heftig, aber tendenziell eher anzustreben, gehalten, 1 : Plumps (Schwergewicht) allerdings für fast verrückt (andere Seite des "Extremen"). Wo würdest Du denn eine vernünftige Richtung sehen ? Interessiert mich wirklich.
Gruß, Jockel

15

Samstag, 21. April 2018, 09:09

Danke, Thomas ( :ok: ).
Gruß, Jockel

16

Samstag, 21. April 2018, 11:04

wow (ehrlich gemeint). Dann muß ich davon ausgehen, daß ich noch nicht gut genug fliegen kann


Mir ging es nicht primär um die Fähigkeiten des Piloten.

Nehmen wir mal Folgendes an:
Zwei Modellflieger treffen sich am Flugplatz.
Windstärke 3-4, die Start-/Landebahn liegt im Lee einer naheliegenden Baumreihe. Leewirbel / Turbulenzen in Bodennähe sind die Folge.
Beide (fortgeschrittenen) Modellflieger können gleich gut fliegen.
Beide Modellflieger haben ein bis auf das Abluggewicht in jedweder Hinsicht identisches Flugmodell dabei.
Das leichtere Modell ist - sagen wir einfach mal - 25% leichter.

Welches der beiden Modelle erreicht im Horizontalflug (egal, welche Richtung) die höhere Maximalgeschwindigkeit?
Welches der beiden Modell lässt sich mit einer geringeren Mindestgeschwindigkeit fliegen?
Welches Modell lässt sich mit geringerem Bruchrisiko landen?
Welches der beiden Modelle lässt sich vorbildähnlicher (in Bezug auf ruhige Fluglage) fliegen?

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »braun.wolfg« (21. April 2018, 11:19) aus folgendem Grund: Korrektur eines Rechtschreibfehlers / keine inhaltliche Änderung


17

Samstag, 21. April 2018, 14:16

OK Wolfgang,

denke, die zutreffende Antwort in allen Fällen müßte lauten: das leichtere der beiden Flugzeuge - überzeugt.

Es belegt mE aber auch, daß für erfolgreiche Flüge in diesem Sinne auch der Pilot zumindest mit-entscheidend ist. Denn nur wenn er sein Flugzeug kennt, seine Grenzen, seine Fähigkeiten / Eigenheiten und die eigenen, kann er (hoffentlich) stets richtig entscheiden / reagieren und dabei Bestleistungen zeigen. Denn woher kommt auch mein ein Stück entpfundener mein Eindruck, daß ein "Mindestgewicht" den Flug ruhiger mache ? Vermutlich dadurch, daß ich es noch nicht gut genug kann, die Eigenheiten des Geräts noch nicht gut genug kenne und mir selbst in die Tasche lüge, es läge an etwas anderem. Würde das Eitelkeit und Wahrheitsverzerrung nennen. Liege ich auch damit falsch ?
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (21. April 2018, 14:23)


PatrickK

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18

Samstag, 21. April 2018, 15:15

Denn woher kommt auch mein ein Stück entpfundener mein Eindruck, daß ein "Mindestgewicht" den Flug ruhiger mache ?

Vom Hingucken ..? Das schwerere Modell ist nicht nur schwerer, es hat auch mehr Masse. Der "unruhige" Flug ist es durch die ungewollten, ungesteuerten Beschleunigungen durch Thermik und Windböen. Nach Newton'scher Mechanik ist Beschleunigung = Kraft/Masse. Je mehr Masse im Nenner steht, desto geringer ist die Beschleunigung - Voilà. (Das gilt natürlich umgekehrt auch für die Reaktion auf Steuerbewegungen.)

Zitat

Vermutlich dadurch, daß ich es noch nicht gut genug kann [..]?

Ja, die Newton'schen Beobachtungen sind mittlerweile über dreihundert Jahre alt, die Erkenntnisse haben sich durchaus weiterentwickelt. Man ist aber übereingekommen, daß im täglichen Leben die "Newton-Physik" hinreichend ist, man den Einfluß der Massezunahme bei stattfindender Geschwindigkeit vernachlässgbar ist, wenn die Geschwindigkeit weit genug von der des Lichts entfernt ist.

Ich denke nicht, daß man /das/ durch Übung ausgleichen kann oder muß ;-)

servus,
Patrick

19

Samstag, 21. April 2018, 16:22

Danke für deinen Beitrag, Patrick.

Die Antworten auf meine ersten drei Fragen liegen ja auf der Hand.

Die Antwort auf Frage 4 hängt auch davon ab, ob beide Modelle mit einem fachgerecht konfigurierten Stabilisierungssystem ausgestattet sind.

Ist das nicht der Fall, wird das leichtere Modell in Turbulenzen deutlich erkennbar mehr nicken, sich aufbäumen, rollen und sich auf- und abwärts bewegen.

Ist es der Fall, werden Störeinflüsse durch Turbulenzen, die zum Aufbäumen, Rollen oder Drehen um die Hochachse führen würden, quasi in Echtzeit durch das 3-achs-Gyroskop erkannt und durch den Flight-Controller durch passende Gegen-Ruderausschläge kompensiert, ohne dass der Pilot es mitbekommt. Im Idealfall gibt es keine vom Piloten nicht gesteuerte Nick- oder Rollraten. Ein Auf- und Ab beim Durchfliegen von Fallböen kann ein Stabilisierungssystem eines Flächenmodells nicht verhindern. In Bezug darauf wird das leichtere Modell geringfügig das Nachsehen haben.

Schlusswort: Meine Beiträge sollen keine Werbung für Leichtbau oder für Stabilisierungssysteme sein. Mir ist völlig egal, ob andere Piloten mit schweren, schnellen, komplexen oder einfachen Fliegern in der Luft sind. Hauptsache sie haben Spaß!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

comicflyer

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20

Samstag, 21. April 2018, 20:23

Die Antwort auf Frage 4 hängt auch davon ab, ob beide Modelle mit einem fachgerecht konfigurierten Stabilisierungssystem ausgestattet sind.

Ist das nicht der Fall, wird das leichtere Modell in Turbulenzen deutlich erkennbar mehr nicken, sich aufbäumen, rollen und sich auf- und abwärts bewegen.
OK - OK Wolfgang,
da bin ich vielleicht noch ein bissl zu sehr Old Skool und das geht auch nicht ganz konform
mit dem Einstein-Zitat. Ich baue gerne und fliege noch lieber. Ständig den PID-Werten
nachjagen ist nicht so meins.
Zusätzliche Elektronik, die auch Gewicht ersetzen kann, würde ich bei einem Airbus-Modell
ganz gut finden. Ich kenne aber keine manntragenden Klein- oder Ultraleichtflugzeuge oder
WW2-Warbirds, die elektronische Helferlein in dieser Art verbaut haben/hatten.

Wenn man so viel Gewichstvorteil hat, würde ich einfach noch Energie mitnehmen.

Immer "ich", weil ich ganz Deiner Meinung bin: Jeder nach seiner Facon.
Da gibt es kein "Richtig" oder "Falsch", da gibt es nur "Anders".

CU Eddy - der heute nach 8 Stunden Hühnerhausbau völlig ausgepowert ist........
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Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

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