1

Freitag, 20. April 2018, 09:05

Stromfestigkeit von Steckverbindungen

Habe mir mal im Netz Daten fischen wollen, die verläßliche Aussagen (keine Werbung) zur Stromfestigkeit von Steckverbndungen, wie im E-Flug üblich, machen. Das war gar nicht so einfach. Bis mir dabei eine Tabelle von Gerd Giese in die Finger kam. das man sich auf dessen aussagen verlassen kann, weil er vom Fach und selbst E-Jünger ist, war mir bekannt. Also wen's interessiert:

http://www.elektromodellflug.de/hochstrom-st.-bu..html

Das Interessante daran sind auch verknüpfungen von Goldkontaktsteckverbindern, wie zb an den 3 Motorkabeln verwendet, und der Akkuseite - wenn ich mir das, was da von BL-Herstellern kommt, anschaue, hab ich nicht immer den eindruck, es würde passen. Achtet mal etwas darauf. Und XT-60 bzw XT-90 sind von ihm mit Dauerstrombelastbarkeiten von 50A bzw 85A angegeben - weniger, als ich dachte. Daß dann 3.5mm Goldkontakte an einem "dicken" 42er nicht unbedingt ideal sind, wenn der mit wenig "s" betrieben wird (dann steigt der Strombedarf), ist klar. Also ist nicht nur der Wert für die Stecker von Belang, sondern zB auch, mit wievielen Zellen man den BL betreieb möchte, von Bedeutung.
Gruß, Jockel

2

Freitag, 20. April 2018, 14:17

Daß dann 3.5mm Goldkontakte an einem "dicken" 42er nicht unbedingt ideal sind, wenn der mit wenig "s" betrieben wird (dann steigt der Strombedarf), ist klar. Also ist nicht nur der Wert für die Stecker von Belang, sondern zB auch, mit wievielen Zellen man den BL betreieb möchte, von Bedeutung.

Welcher Wert ? Die Zellenzahl ist nur für den Funken interessant, sonst halt einfach der Strom. Daß die Zellenzahl sich auf den Strom auswirkt (mit den ganzen anderen Einflußgrößen) ist eine andere Geschichte.

Auch wenn die Tabelle technisch korrekt ist, so kann man bei einigen Steckern IMHO durchaus höher mit dem Strom gehen, ohne daß es sich allzusehr auswirkt. Kommt natürlich auch auf die Bauform an. Ein freier 4mm Stecker (nur Schrumpfschlauch) könnte mehr vertragen als ein XT..., bei dem die Kontakte in Plastik eingehüllt sind.

RK

grmpf

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3

Freitag, 20. April 2018, 14:57

Die Tabellen von Gerd sind ja nichts Neues, wer sich ein bisschen mit der Materie auseinader gesetzt hat, der kennt sie schon lange.
Zudem sollte man beachten, dass die angegebenen Max.Ströme als Dauerlast angegeben sind, wie sie im RC-Modellbereich aber selten auftreten. Wer lässt sien Modell schon permanent mit Vollgas laufen? Das werden nur die Wenigsten machen. Impulsbelastungen bzw "kurzfristige Ströme" dürfen dabei deutlich höher liegen. Das gilt auch bei den Motorverbindungen. Von den drei Verbingungskabeln sind ja zu einem beliebigen Zeitpunkt nur zwei aktiv. Die Last, die man an den Akkukabeln hat kommt also rechnerisch nur zu 2/3 an den Motorkabeln an. ;)
Grüße

Harald

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4

Freitag, 20. April 2018, 17:10

Zitat

die angegebenen Max.Ströme als Dauerlast angegeben

im Modellbaubereich sind wir weit von Dauerlast entfernt, weil der Akku irgendwann mal leer ist. Das definiert Gerd Giese auch in seiner Fußnote (praktische Dauerlast: 10min, dann klassische Akku-Wechselpause).

Einen "nackten" Goldkontaktstecker kann ich bis zur Schmelztemperatur des Lötzinns aufheizen und er bringt den Strom noch sicher durch.

Wieviel Spannung dabei verloren geht (1V bei 2S sind 15%) und ob die darum befindliche Schaumwaffel dabei anschmilzt, ist ein ganz anderes Thema.

Und ob damit die chinesische Goldfarbe altert, ist auch nicht weiter untersucht ;)

5

Freitag, 20. April 2018, 17:45

Wenn ich Euch recht verstehe, meint ihr etwa, alles halb so wild ? Natürlich ist mir auch klar, daß man im Motormodellflug nur in seltesten Fällen Dauer-Vollgas fliegt. 10 Min sind dabei schon ziemlich lange, aber wenn ich mich nicht verlesen habe, ist da doch, zumindest bei den meisten BL-Herstellern (ok, aus der Tabelle nicht ersichtlich, dachte, das was fast jeder und hab gerds Fußnote nicht beachtet) von 10 Sekunden die Rede. Im Umkehrschluß zu dem, was ihr sagt, hieße das, der BL schafft's 10 Minuten eher nicht, die Kontakte schon ? Denke, zum hoch kommen (100 - 200m) reichend meist 1-2 Minuten (zB E-Segler), dann gönnt man dem BL Abkühlung, braucht ihn auch nicht mehr so oft (es sei denn, man heizt oder fliegt ständig bis ganz unten).

Dann kann ich ja bedenkenlos 1-2 Minuten Vollgas fliegen, wenn ich damit den BL nicht über seine angegebenen Grenzen strombelaste. Gut zu wissen - danke.

Anlaß war eigentlich di Angabe bei SLS 8die ich nicht schlecht machen möchte !), man solle beim XT-60 Unisense-E nicht dauerhaft über 60A belasten. Wohl sicherheitshalber. Deswegen und weil ich mir eines zulegen möchte, kam ich ursprünglich auf die idee, mir dann lieber gleich eines für bis 280A zuzulegen. Hab nämlich noch BL hier liegen, die irgendwann in ein Modell sollen, 80A und mehr belastet werden können. Dafür möchte ich nicht gleich nochmal einkaufen.
Gruß, Jockel

6

Freitag, 20. April 2018, 17:59

Du solltest dir auf Gerds Seite nicht nur die Tabellen anschauen sondern auch seine zusaetzlichen Angaben.

Beispiel:

Zitat

Dauerstromangabe/Vollgasprofile dauern typischer Weise nicht länger als 10 Minunten. Danach reicht die zeitl. Abkühlphase eines Akkuwechsels.


Und seine weitern Angaben zu seinen Messungen.
Gruss
Thomas
🖖

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7

Freitag, 20. April 2018, 19:05

Ok, mache ich Thomas - danke für den Hinweis. Teilweise schon gemacht (Leitungs-Querschnitte und Belastbarkeit zB)

Hab bei SLS auch mal bezüglich Notwendigkeit von Antiblitz gefragt. Habe sie so verstanden, daß es eigentlich erst ab 8s unbedingt nötig gesehen wird. Anlaß war die Frage, wie Hinweise im Netz auf "ab 4s" zu lesen seien und daß mir eben aufgefallen ist, daß SLS (den ich für einen grundsoliden / guten Laden halte) bei seinen 4s Lipos keine XT90-Antiblitzbuchsen angelötet habe (hoffe, ich hab jetzt keine übersehen). Wenn also wirklich ab 4s nötig wäre, würde ich von SLS eher LiPos in dieser Art verlötet erwarten. Die Erklärung hat's dann wohl gezeigt.

Leitungsquerschnitte, Steckerdimensionen und -Art, Stromlasten, Spannungsspitzen etc - man muß bei E-Modellen nach einer ganzen Menge Faktoren schauen. VBler haben es da wohl ein bißchen einfacher. Aber deren Funken und Servos wollen auch elektrisch versorgt sein.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (20. April 2018, 19:20)


8

Freitag, 20. April 2018, 19:34

Gerd war und ist bei seinen Messungen immer sehr praezise.
Das dann auf den Modellalltag umzulegen bleibt jedem selbst ueberlassen.

:w
Gruss
Thomas
🖖

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grmpf

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9

Samstag, 21. April 2018, 18:29

Ok, mache ich Thomas - danke für den Hinweis. Teilweise schon gemacht (Leitungs-Querschnitte und Belastbarkeit zB)

Hab bei SLS auch mal bezüglich Notwendigkeit von Antiblitz gefragt. .... Wenn also wirklich ab 4s nötig wäre, würde ich von SLS eher LiPos in dieser Art verlötet erwarten.

Der intelligente Mensch baut den Antiblitz auch beim Regler ein und nicht bei den Akkus, denn typischerweise hat man (je Modell) mehr Akkus als Regler. Und schließlich ist es auch der Regler, der durch seinen Aufbau den "Blitz" verursacht. Und wenn Du etwas suchst, dann findest Du sogar Regler mit eingebautem Antiblitz - sind aber nicht die billigsten Modelle.
Grüße

Harald

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »grmpf« (22. April 2018, 11:32)


10

Samstag, 21. April 2018, 20:21

Hi Harald,
erzaehl mal mehr ueber Antiblitz auf Reglerseite. Das Prinzip auf Steckerseite kenne ich seit vielen vielen Jahren.
Das man da auch auf Reglerseite was machen kann ist mir tatsaechlich neu. Kann dann doch eigentlich nur Elektronik sein die dafuer sorgt das die Kondensatoren beim Anstecken nicht so schnell laden. Oder?
Gruss
Thomas
🖖

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11

Samstag, 21. April 2018, 21:31

Hallo Harald,

weiß natürlich nicht, ob ich intelligent bin (mein IQ zumnindest ist nicht schlecht, aber das ist mMn nicht unbedingt alles, was "Intellenz" ausmacht) - Spaß beiseite. Genau die Idee hatte ich dann auch. Einen Goldkontakt Anti-Blitz in die rote Leitung des Reglers, dann kann am Akku sein, was will, es kommt nicht mal in die erste Stufe des Nachgeschalteten (und somit auch nicht den Rest). Auf die Idee gekommen, sah ich mich kurz drauf durch ein Foto von einem (HobbyWing ?) Regler, der genau das so in der roten Leitung hat - Bingo. Trotzdem danke für den guten Link und die Anmerkung - finde ich wirklich nett und hilfreich ! Ehrlich.

Eigentlich sind wir doch ein ganz netter Haufen, oder ?
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (22. April 2018, 07:06)


12

Samstag, 21. April 2018, 22:04

Für das was Tünnbüddel baut braucht es doch keinen Antiblitz. :D
Unter 6S sind das doch alles wieder Probleme der Probleme wegen. zzz

Selbst wenn, dann lötet man nur einen Antiblitz an den Regler.
Am Akku lötet man den nur zusätzlich an, wenn man es nicht mal auf die Reihe bringt, dran zu denken das man den Stecker mit Antiblitz zuletzt Anstecken muss.
Also Jockel, du bitte lötest am besten an jeden Stecker einen Antiblitz. Ich hingegen brauche nur einen am Regler und bin fertig. :applause:

Wenn man nicht soviel Basteln will gibt es sogar fertige Stecker mit Wiederstand.
Aber ich will euch ja nicht den Spaß nehmen die nächsten 10 Seiten über den richtigen 1-2W Wiederstand zu diskutieren.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
SAB Goblin 700 Black Thunder
Henseleit TDR II

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13

Samstag, 21. April 2018, 22:12

Antiblitz ist nach meiner Erfahrung bei 6S sinnvoll, denn da knallt es schon ordentlich beim Zusammenstecken. Bei höheren Zellenzahlen dann natürlich erst recht. Bei 3S ist es unnötig, da knallt nichts. Wie es bei 4S und 5S aussieht, vermag ich mangels vorhandener Lipos nicht zu sagen. Ich habe jedenfalls jeweils am Regler meiner 6S Modelle einen Antiblitzstecker verbaut. Am Akku macht es ja keinen Sinn, weil man dann ja für jeden Akku einen Antiblitz verbauen müßte.
Helis: XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
Flächen: Phoenix 1600, Twinstar 2
Funke: Walkera Devo 10
Simulator: Clear View, Heli-X

14

Samstag, 21. April 2018, 22:37

Antiblitz ist nach meiner Erfahrung bei 6S sinnvoll, denn da knallt es schon ordentlich beim Zusammenstecken. Bei höheren Zellenzahlen dann natürlich erst recht. Bei 3S ist es unnötig, da knallt nichts. Wie es bei 4S und 5S aussieht, vermag ich mangels vorhandener Lipos nicht zu sagen. Ich habe jedenfalls jeweils am Regler meiner 6S Modelle einen Antiblitzstecker verbaut. Am Akku macht es ja keinen Sinn, weil man dann ja für jeden Akku einen Antiblitz verbauen müßte.


Unterstreiche ich.

Anhängend ein Foto von drei neuen Reglern, die ich noch rumliegen habe:
- Scorpion 90 A
- Dymond 100 A
- Jeti 125 A

Alle haben eine eine zweite, dünne Plus-Leitung mit integriertem Widerstand.
Anschlussreihenfolge:
- Minus Regler an Minus Akku
- Dünne Plus-Leitung Regler mit Vorwiderstand an Plus Akku
- Dicke Plus-Leitung Regler an Plusleitung Akku

Gruß
Wolfgang
»braun.wolfg« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMAG0470.jpg

15

Samstag, 21. April 2018, 22:45

So habe ich das früher auch mal gemacht, aber heute verwende ich diese Stecker.
Hochbelastbar, mit Antiblitz und Isoliert.

https://www.mhm-modellbau.de/part-AM-AS150.php
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16

Samstag, 21. April 2018, 22:57

erzaehl mal mehr ueber Antiblitz auf Reglerseite. Das Prinzip auf Steckerseite kenne ich seit vielen vielen Jahren.
Das man da auch auf Reglerseite was machen kann ist mir tatsaechlich neu


Bin etwas überrascht, über diese Aussage von dir ???
Gibt's schon gefühlt ewig bei YGE. Bei anderen Herstellern bin ich aber nicht so im Bilde.
Aber, ob Heino Jung aus dem Nähkästchen plaudert........ ???

Die Blitzerei fängt sichtbar bei 4s an und man kann sich mit Vorwiderständen direkt, oder per Zusatzkabel behelfen.
Behelfen ist dabei wörtlich zu nehmen. Auch wenn es für wenige Cent realisierbar ist.
Bei den hochgejubelten XT 90 ist Die Antiblitzgeschichte leider auf der Akkuseite. Sehr kundenfreundlich :wall: :wall:
bis bald Maik

17

Samstag, 21. April 2018, 23:01

Sorry, kenne das Zeugs leider wirklich nicht. Nur Antiblitz am Akku. :(
Gruss
Thomas
🖖

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18

Samstag, 21. April 2018, 23:13

Am Akku ist das m.M.n. nicht so praxistauglich.
So was gehört an den Regler. Einmal dran und für alles was angesteckt wird, tauglich.
YGE als "Zeugs" zu bezeichnen, find ich , diplomatisch ausgedrückt, etwas unpassend.
Neben den AS 150, gibt es von Hacker/Jeti noch 5,5mm Antiblitzstecker.
bis bald Maik

raimcomputi

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19

Samstag, 21. April 2018, 23:16

Nur Antiblitz am Akku.
Naja, wenn du halt für ein Modell fünf Akkus hast, brauchst du an jedem Akku den Antiblitzstecker. So brauchst du halt nur einen Antiblitzstecker am Regler. Spart man sich halt ein paar Euro.
Helis: XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
Flächen: Phoenix 1600, Twinstar 2
Funke: Walkera Devo 10
Simulator: Clear View, Heli-X

20

Sonntag, 22. April 2018, 00:15

Ist mir eigentlich egal ob ich das als Zeugs bezeichne. Egal welcher Hersteller.
Min interessiert die Technik.
Und ich kenne halt nur das am Akku Stecker bisher.
Gruss
Thomas
🖖

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