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1

Montag, 16. Dezember 2002, 21:03

Hangfliegen


Hallo,

Anfang des neuen Jahres werde ich in Schottland Urlaub machen. Dort will ich dann auch Hangfliegen. Bis jetzt bin ich noch nie an einem Hang geflogen. Habt ihr Tipps auf was ich achten muss???

Vielen Dank

Markus
markus Kottek.

El_Torro

RCLine User

Wohnort: Frielendorf/ Schwalm-Eder-Kreis! Im schönen Hessenländle !

Beruf: Im Landesamt Landwirtschaft Hessen im Versuchswesen tätig

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2

Montag, 16. Dezember 2002, 22:58

Re: Hangfliegen


Hey Markus, wie bist Du bis jetzt gestartet? Hast Du ein Gummi oder Hangabwurf?
Wir fliegen also nur mit unseren Seglern am Hang, da sollte man folgendes beachten:
Ein Hang hat durch die auflaufende Luftströmung, hin und wieder Verwirbelungen.Ist der Wind direkt auf den Hang kommend gibt es eine sogenannte Welle, je nach der Luftgeschwindigkeit saust Dir dann dan
Segler direkt nach oben und Du mußt hinter Dich schauen und wie ein Wilder drücken.Wenn der Wind schräg zum Hang kommt gibt es Verwirbelungen und Du solltest dann recht schnell reagieren können.In Österreich
gibt es Hänge, da muß man erst 200m ins Tal fliegen, bis es trägt. Deshalb ein guter Tip von meinem Kollegen, den wir alle beherzigen, stark wegwerfen und dann drücken muscht.....
Gruß Jochen

3

Dienstag, 17. Dezember 2002, 13:56

Re: Hangfliegen


hey Jochen,

Bisher bin ich fast nur Elektro oder Verberenner geflogen. Die Segler die ich bisher geflogen bin hab ich im F-Schlepp gestartet. Naja ich denke mit einem HLG wird da schon was zu machen sein. Danke erstmal!

Gruß Markus

markus Kottek.

bie

RCLine User

Wohnort: D-21029 Hamburg

Beruf: Journalist

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4

Dienstag, 17. Dezember 2002, 14:12

Re: Hangfliegen


Hallo Markus,

keine Angst vor dem Hangfliegen - ist keine Zauberei (ich habe es erst in den letzten vier Jahren gelernt, mache es aber jetzt fast lieber als das thermische Segelfliegen in der Ebene).

Ein paar Tipps:

- Falls andere Flieger am Hang sind, sollte man die mal kontakten und um eine Einweisung bitten (Flugsektoren, Geländebesonderheiten, Landemöglichkeiten thermische Ablösungen, etc.)

- Mit einem HLG kann man fast nichts falsch machen: rauswerfen und versuchen, in Achten (immer vom Hang wegkurvend, nicht in den Hang hineinkurvend) Höhe zu gewinnen. Man merkt recht schnell, ob etwas
geht oder nicht

- Falls direkt vor der Hangkante nichts geht (und man jetzt zum Beispiel einen größeren Segler rausgeworfen hat), dann gibt es zwei Möglichkeiten: sofort einlanden (auf dem vorher ausgeguckten Notlandeplatz
unterhalb der Kante) oder - und das kostet einen als Anfänger dann richtig Überwindung - laufen lassen und rausfliegen und dort nach Aufwind bzw. Thermik suchen.

- Einer der beliebtesten Fehler bei Hang-Anfängern (auch wenn es sich um gestandene Modellflieger handelt): Wenn sie nicht gleich Startüberhöhung bekommen, kriegen sie Angst um ihr Modell und versuchen
es durch Ziehen am Höhenruder am Sinken zu hindern. Wie jeder weiß, wird das nicht funktionieren - aber in diesen Fällen denkt man nicht mehr, sondern macht dann instinktiv das Falsche... Auch hier gilt:
Laufen lassen und auf die Leistung des Modells vertrauen, die es natürlich nur bringen kann, wenn man es seiner Art entsprechend fliegt (und dabei eben auf Aufwind oder Thermik hoffen)

- Es ist keine Schmach, am Hang außenzulanden!!! Das passiert den erfahrensten Profis - auch mehrfach. Es kann im Gegenteil sogar äußerst befriedigend sein, wenn man das Teil schon nicht hat oben halten
können, es zumindest unbeschädigt wieder an die Kante zurückzubringen. Außerdem heißt es Modellflugsport - der sportliche Teil ist dann das runterlaufen und bergen des Modells.

- Ich fliege mittlerweile Maschinen mit bis zu 4,80 Meter Spannweite am Hang (Voll-GfK-Ventus2c). Das hat aber auch eine Zeit gedauert, bis ich mich von 1,27 Meter  (Mini-ASW) bis zu dieser Größe
herangetastet habe. Da sollte man sich Zeit lassen und sich nicht selbst unter Druck setzen, wenn andere große Pötte fliegen und man selbst eher kleiner einsteigt. Meine Erfahrung dazu: Man fliegt ganz
entspannt, wenn man sich nicht zu viele Gedanken darüber macht, ob der Vogel auch heil wieder zurückkommt.
Grüße,

Andy

------------------

Erstflug-Verschieber

5

Dienstag, 17. Dezember 2002, 15:08

Re: Hangfliegen


Hey Andy,

Vielen Dank für deine ausführlichen Tipps [ok]
Ich werde mir demnächst einen HLG ordern, den ich dann dort am Hang fliegen werde.
Dabei haben mir deinen Tipps jetzt schon geholfen, da ich selber auf diese Tipps nie gekommen wäre.

Also Holm- und Rippenbruch

Markus
markus Kottek.

6

Dienstag, 17. Dezember 2002, 16:57

Re: Hangfliegen


Hi Markus,

Warum nimmst Du keinen EPP-Nuri? Die sind für den Hangflug geschaffen und Du brauchst Dir NIE Sorgen ums Landen oder Abstürzen zu machen.
Wenn Dir irgendwann das reine Herumfliegen am Hang zu langweilig wird, kannst Du Combat fliegen, das ist ein Riesenspaß!!

http://www.slope-combat.de/eppsucht/index.htm
http://www.epp-fun.de/

Grüße,
Malte

bie

RCLine User

Wohnort: D-21029 Hamburg

Beruf: Journalist

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7

Mittwoch, 18. Dezember 2002, 10:53

Re: Hangfliegen


Markus,

danke, freut mich, wenn es dir hilft! :)

Auf einen Punkt möchte ich noch mal ganz besonders hinweisen:

Manchmal ist gar nicht das Fliegen der problematische Teil, sondern das Landen. Soll heißen: Man sollte sich vor dem Start wirklich ausführlich Gedanken gemacht haben, wo und wie man landen kann (gut,
dieser Teil entfällt, wenn man Zagis oder andere EPPler fliegt, weil man ja weiß: Zagis landen nicht, Zagis hören einfach auf zu fliegen :) ).

An Landemöglichkeiten gibt es ja abhängig vom Gelände die unterschiedlichsten Formen:

- quer zur Hangkante direkt vor sich landen

- hangaufwärts mit Rückenwind landen

- hinter sich fliegen, wenden und durch das Lee in Richtung Hangkante gegen den Wind landen

- auf einer (Not-) Landewiese vor der Hangkante landen (nicht selten quer zum Hang)

Wenn man sich da einmal alles angesehen hat, kommt man nachher nicht in Schwierigkeiten.[ok]
Grüße,

Andy

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Erstflug-Verschieber