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1

Donnerstag, 9. März 2006, 19:50

Bleigießen

Hallo miteinander,
hat jemand von Euch Erfahrung mit Bleigießen ?
Habe in der Suchfunktion leider nichts gefunden!

Schmelzpunkt liegt ja bei 328° !

Brauche für meine Sagitta von Reichardt ein Bleigewicht in der Rumpfspitze!

Gießen, da eine höhere Dichte erreicht wird .

Denke an eine Form aus Gips .


Lötlampe zum schmelzen?


Gruss: Dirk

2

Donnerstag, 9. März 2006, 19:53

RE: Bleigießen

Sorry ! hab es gefunden!Link

Julian Vahl

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3

Donnerstag, 9. März 2006, 20:05

Hallo,

ist das denn eigentlich nicht verboten? Oder ist nur der Verkauf von Trimmblei verboten (siehe aktueller Modell Aviator Seite 46), nicht aber die Benutzung?

Gruß, Julian

P.S.: Denkt nicht ich würde mich, falls man wirklich kein Trimmblei mehr benutzen darf, daran halten :evil:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Julian Vahl« (9. März 2006, 20:05)


Kamikazemoench

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4

Donnerstag, 9. März 2006, 20:37

@ Julian

Ich hab leider den Aviator nicht. Was wird da denn gesagt?
Kommt das aus der Richtung, dass Bleihaltiges Zinn demnächst nicht mehr vertrieben werden darf?
Bück dich Fee! Wunsch ist Wunsch!!!

Julian Vahl

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Beruf: Schüler

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5

Donnerstag, 9. März 2006, 20:48

Hallo Johannes,

ich zitiere (es ging um das Thema "Was ersetzt künftig Nickel-Cadmium?"):

Zitat

Denn die Kombination aus Lipo-Akkus und Blei wirkt nicht nur etwas versnobt und eigentlich paradox, sie gehört auch definitiv der Vergangenheut an. Denn eine weitere Umweltschutzrichtlinie der Europäischen Union bestimmt: Trimmblei steht ab sofort nicht mehr zum Verkauf!


Gruß, Julian

P.S.: Ich hoffe ich verstoße nicht allzu sehr gegen das Copyright vom Modell-Aviator :shy:

Kamikazemoench

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6

Donnerstag, 9. März 2006, 21:00

Dacht ichs mir doch ;(
Womit sollen wir denn nun unsere modelle austrimmen???
Mit Gold? Oder Platin? Zumindest wäre das gesundheitlich und umwelttechnisch unbedenktlich.

Ach quatsch! Ich nehm einfach Quecksilberballasttanks in der Nase des Modells!
Bück dich Fee! Wunsch ist Wunsch!!!

rikimountain

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7

Freitag, 10. März 2006, 07:36

also ich hab div. blei-balläste (schreibt man das so?) aus wuchtblei für autoreifen in gipsformen mit lötlampe gegossen... geht einigermassen gut... nur die dämpfe .. uiiiii!!

Prof._Dr._YoMan

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8

Freitag, 10. März 2006, 11:24

Nimm zwei Luftballons und stecke den einen in den anderen. Dann füllst du den inneren mit Bleikugeln. Fertig.

Ja, es ist noch Luft zwischen den Kugel, aber bevor du mit der Bleigießerei anfängst wollt ich die langweilige, einfache, gesunde und gute Lösung nennen.
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

charly68

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9

Freitag, 10. März 2006, 13:17

Ich machs meistens so:

Seglerrupfspitze in sehr kaltes Wasser, Blei schmelzen und dann in die Rumpfspitze gießen. Das Wasser muss aber sehr kalt sein, demit die Rumpfspitze nichts abbekommt (ich rede hier von GFK-Rümpfen).
Charly
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The difference between men and boys is the price of the toys !

10

Freitag, 10. März 2006, 20:22

Bleikugeln mit einem Epoxygemisch zusammen in die mit Haushaltsfolie ausgekleidete Nase schütten, evtl eine mit Trennwachs behandelte Schraube mit eindrehen, somit ist eine einfache reversieble Befestigung an Holzteilen möglich. Ferig.
Den Epoxygestank dürfte ja bereits jeder kennen und damit umzigehen wissen. Wenn mgl kein 5 Min. Epoxy, lieber 20 oder 40minütiges, das ist dünnflüssiger.
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

Flurnügler

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11

Freitag, 10. März 2006, 21:14

Hallo auch,

ich hatte mal einen Ring aus Blei gegossen, der dann auf das Planetengetriebe eines Hacker B20L geschoben wurde. (ca. 80g)

Zuerst habe ich ein Positiv geschnitzt und davon einen Gipsabdruck in einer halben Bierdose (Paulaner) gemacht.

Dann mit einem 2-KW-Steinel-Föhn das Blei in einer Soßenkelle aufgeschmolzen. Dazu etwas Zinn legiert, um den Schmelzpunkt zu verringern. Das Klophonium im Lötztinn verduftet dabei heftig. Die Leistung des Föhn's reichte so gerade. Gasbrenner geht sicher besser. Blei verdampft überigends laut Lexikon erst ab ca. 1000 °C.

Der Guß in den ausgehärteten Gips war kein Problem, der Gips ist nicht gesprungen oder so. Auch das Ausformen gelang ohne die Form zu zerstören.

Man sollte nur entsprechend vorsichtig zu Werke gehen, damit es bei einem kleinen Hoppala nicht gleich zum Brand kommt.

Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

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Kamikazemoench

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12

Samstag, 11. März 2006, 03:23

Wenn man das Blei nicht gießen will, sondern Bleikugeln verwendet, ist Silikon auch eine interessante Möglichkeit.
Damit kann man die Kugeln direkt in die Nase kleben und kann sie im Zweifellsfall wieder entfernen (halte ich für günstiger als mit Epoxy - dafür stinkts eventuell etwas mehr als Epoxy :tongue: )
Bück dich Fee! Wunsch ist Wunsch!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kamikazemoench« (11. März 2006, 03:24)


13

Sonntag, 12. März 2006, 00:10

Dar Nachteil ist nur, wo Silikon ein mal sein werk verrichtete klebt nix anneres mehr..... Zumindest nicht ohne schleiforgie....
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

Prof._Dr._YoMan

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14

Sonntag, 12. März 2006, 12:30

Wo ist der Nachteil bei "meiner" (hab sie hier aus dem Forum) Luftballonmethode?
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

15

Sonntag, 12. März 2006, 20:37

@ Holger,

nirgendwo, oder hat das jemand in den Raum gestellt? Soll doch eine Sammlung von div. Vorgehensweisen werden oder? Mangels geeignetem Luftballonen habe ich das selber auch schon gemacht mit 2 kleinen Plasittütchen (die zum zuklippen).

Passt bestens. Bei dem Modell wäre der Knoten der beiden Ballone grösser gewesen als die Bleimenge die effektiv rein musste...... ;)
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

Prof._Dr._YoMan

RCLine User

Wohnort: D-76137 Karlsruhe

Beruf: Hard-/Software Ingenieur

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16

Sonntag, 12. März 2006, 20:52

Ich frag mich halt wieso man das Risiko eingehen soll

- das die Rumpfnase beim Bleigießen durch dir Wärme geschädigt wird.
- das man im Falle des Falles das in Silikon verklebte Blei wieder rauspopeln muss.
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

Lutz Schenk

RCLine User

Wohnort: Gudensberg, Nordhessen

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17

Sonntag, 12. März 2006, 23:20

Hi Zusammen,

für diese Zwecke (Bleikugel+Epoxi) eignen sich auch hervorragend Präservative.

Die haben vor allem nicht so eine enge Öffnung wie Luftballons. Habe die für die Bleispitze in meiner Toplight-Mega benutzt, funzte einwandfrei.

Viele Grüße,

Lutz

18

Dienstag, 14. März 2006, 12:10

Oder so:

Man nimmt Knetmasse (Fimo; Plastilin oder so), schön "warmkneten", damit es geschmeidig wird. Dann entweder die Knetmasse in Frischhaltefolie einwickeln oder fetten und von innen die Rumpfspitze abformen. (Natürlich kann man auch nen Gipsabgus oder sonst irgendein Positivmodell erstellen).

Nun nimmt man einen Eimer mit angefeuchtetem aber locker geschütteten feinen Sand, drückt in diesen das Positivmodell und verdichtet den Sand (Eimer ein paar mal unsanft aber planar auf die Arbeitsfläche setzen). Man kann nun das Positivmodell aus dem Sand ziehen und hat eine Gussform.
Wenn der Sand die Form nicht halten will einfach das Positivmodell in Alufolie packen und die Folie im Sand stecken lassen.

Blei vorsichtig, aber nicht zu langsam eingiesen und abkühlen lassen.
Wenn keine Alufolie verwendet wurde einfach das Gewicht mit einer Stahlbürste vom restlichen Sand befreihen, und sollte es noch nicht passen, kann das ganze zugeschliffen werden.

Hab dieses System schon etliche Male getestet und das mit sehr gutem Erfolg.

19

Dienstag, 14. März 2006, 14:55

Denke so werde ich es auch machen!!

Danke für die Antworten!!