Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 15. März 2010, 21:27

Rumpspitze mit Blei außgießen?

Hallo,
bei meinem Segelflugmodell
Condor Magic Thermik muss ich einiges an Blei
in der Rumpfspitze anbringen.Habe mir gedacht, das könnte man mit
Blei machen, das man schmelzt und dann damit die Rumpfspitze ausgießt.

Hat jemand damit Erfahrung und kann mir genau beschreiben, wie man das genau macht und was man dafür alles braucht?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten,
MfG,
Maximilian

ollo

RCLine User

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

2

Montag, 15. März 2010, 22:24

Hi,

gib Bleikügelchen in die Rumpfspitze und gieße dünnflüssiges Epoxydharz (z.B. 24 Stundenharz) darüber. Rumpf stehen lassen bis Harz hart - fertig.

Viele Grüße

Uli

Fraett

RCLine User

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

3

Montag, 15. März 2010, 22:40

Hallo!

Flüssiges Blei ist zu heiss für übliche Faserverbundwerkstoffe. Das Beschädigt das Harz und damit die Struktur.

Der tipp von Uli klappt auf jeden Fall, ich würde aber eher die Bleikugeln ausserhab des Rumpfes mit dem Harz vermischen und erst dann in die Rumpfspitze füllen. So wird sichergestellt, dass jede Bleikugel auch wirklich mit Harz benetzt ist.

Wenn die Form der Rumpfspitze es zulässt (keine Hinterschneidungen und Innenform ähnlich Aussenform), könntest du einfach den Rumpf aussen mit Gips abformen und dann das Blei in die Gipsform giessen.

Ansonsten könntest du auch mit Haushaltsfolie und Knete den Rumpf innen abformen, dann mit der Inneren Form eine zweite Form erstellen und da das Blei eingiessen. Es gibt mit sicherheit noch viel mehr Wege zum Ziel...

Gruß, Jan

4

Montag, 15. März 2010, 23:01

Hi,

du kannst aber auch den Rumf in ein Wasserbecken Stellen und Fixieren und dann das Flüssige Blei da einfüllen so mache ich es immer und hatte noch nie Probleme.

LG Basti M.
LG Basti M.

Hangar:
Climaxx
Fox
Schlepper
Duo Discus

Peter_Stierlen

RCLine Neu User

Wohnort: -

Beruf: Dr.-Ing. / Leiter Design & Berechnung Composite

  • Nachricht senden

5

Montag, 15. März 2010, 23:52

Hallo Basti,

bevor Du Dein Rumpflaminat mit geschmolzenem Blei malträtierst, hab ich Dir noch einen Tipp:

Nimm Alufolie und knüll sie um Deine Rumpfspitze. Alles gut andrücken und genügend Alufolienschichten verwenden. Danach vom Rumpf abziehen ... voilà

In diesen Alufolienabdruck kannst Du nun Dein Blei eingießen ... aber bitte Blei nur im Freien schmelzen und gießen ... Bleidämpfe solltest Du lieber nicht einatmen.

Bei meiner großen L-213 hab ich diese Methode verwendet und werde diese wohl auch zukünftig verwenden. Wenn Du vor dem Gießen ein Alurohr (ca. 6mm) in die Formmitte plazierst, hast Du nachher ein sauberes zentrisches Loch in Deinem Bleigewicht.
In die Rumpfspitze noch eine Schraube einlaminiert und das Bleigewicht kann sauber und bombenfest verschraubt werden. Ach ja, mach den Gießling etwas leichter als erforderlich. Das Feintuning kannst Du dann mit Scheibchen aus Walzblei durchführen, die Du auch auf die Befestigungsschraube auffädeln und verschrauben kannst.

Ich will es nicht verschweigen ... die ursprüngliche Idee mit der Alufolie kam von Jürgen Schmierer.


Viel Erfolg & Gruß

Peter
»Peter_Stierlen« hat folgendes Bild angehängt:
  • 100_0465-2.jpg

6

Dienstag, 16. März 2010, 12:50

Der Tip mit dem Wasserbad ist genau richtig. Das klappt hervorragend. Da geht auch nichts am Laminat kaputt. Das mit der Alufolie hatte ich auch schon einmal probiert.
Hat nicht funktioniert, da Rumpfaussenkontur und Innenkontur nicht identisch sind.
Bleikügelchen einkleben ist allerdings für mich die beste Lösung. Wenn das Harz zähflüssig geworden ist kann man nämlich einfach ein "Feintuning" machen.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (16. März 2010, 12:50)


normalfreak

RCLine Team

Wohnort: Eifel/Raum Euskirchen

Beruf: Leichtflugzeugbauer

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 16. März 2010, 18:07

Also das Außenkontour nicht gleich innenkontour ist hab ich mittlerweile auch schon rausgefunden, wenn man ne Flieger hat bei dem das doch so sein sollte kann man die schnauze auch in eine Magerinedose voll angerührtem Gips stellen, gibt nen schönen Gipsabdruck der sich ohne weiteres entfernen lässt und den kannst du dann nach belieben mit Blei Füllen.
Ich mach sogar immer noch was mehr rein als nötig ist, den Rest bohr ich dann im Feintuning mit der Bohrmaschine wieder raus:ok:
Sollte das aber nicht möglich sein, dann versuch doch mal die Alufolie von innen in den Rumpf zu drücken, dann hast du ein positiv-Abdruck vom Inneren und wenn du dann um diesen vorsichtig nochmal Alufolie legst und diese dann vom Positiv wieder abziehsht hast du dementsprechend ein Negativabdruck vom INNEREN deiner Schnauze :ok:
Ist was Fummelsarbeit aber machbar;)

Das mit dem Wasserbad ist machbar, allerdings muss das Wasser wirklich eiskalt sein, der Rumpf schon vor dem Gießen eine Zeit lang im Wasser gestanden haben damit das Rumpf vorgekühlt ist und das Blei darf nur wenig über dem Schmelzpunkt sein, wenn es zu heiß ist bleibt es noch Minuten lang flüssig ind zerstört dir das Laminat!!
Manchmal hält das Blei dann von alleine das man nurnoch etwas Sekundenkleber drumrumträufeln muss damits auch sicher hält, ansonsten nimmste den fertigen Klotz dann raus und klebst ihn mit etwas Harz wieder rein (nach dem Feintuning!!!).


Gruß,Marcus
Mit freundlichem Gruß
Marcus

8

Dienstag, 16. März 2010, 20:31

Zitat

Original von ollo

gib Bleikügelchen in die Rumpfspitze und gieße dünnflüssiges Epoxydharz (z.B. 24 Stundenharz) darüber. Rumpf stehen lassen bis Harz hart - fertig.



...warum einfach und materialschonend, wenn es auch grob geht? Die meisten GFK-Rümpfe verformen sich bei 60Grad C+.
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Funflieger

RCLine Neu User

Wohnort: 64732 Bad-König/ODW

Beruf: Technische Abteillung eines Kreiskrankenhauses

  • Nachricht senden

9

Samstag, 20. März 2010, 16:29

Hi

also ich mach das immer so:
Ich rühre einen Gummibecher voll mit Gips an stecke die seglernase ca 5-6 cm rein.
Nach dem aushärten des Gipses das teil rausziehen und abputzen.
der Abdruck der übrig bleibt entspricht exakt der Seglernase,anschl. nur noch den Gipsabdruck mit der dem entspr. Bleimenge ausgiessen...... fertig.


Gruss
Udo

10

Samstag, 20. März 2010, 16:57

Rumpfinnern mit Alufolie füllen,raus nehmen ,und schon hast du die Form.

11

Sonntag, 21. März 2010, 17:10

Hallo,
nimm einfach Sand, mach den feucht, steck den Rumpf rein und zieh ihn wieder raus. Dann kannst du dort Blei reingießen. Bitte beachten, dass dabei durch das schnelle erkalten des Bleis auf dem nassen Sand auch mal ein Spritzer durch die Gegend fliegen kann (Schutzbrille, etc.). Nun habe ich das Bleistück bearbeitet, dass es vernünftig in die Schnauze passt und noch ein kleines Loch samt Gewinde hinten reingebohrt, um es irgendwann eventuell nochmal wieder rauszubekommen. Nun Uhu Por genommen und eingeklebt. Das kann im Zweifelsfall auch wieder vernünftig entfernt werden. Sekundenkleber oder Harz sind eine sehr dauerhafte Lösung!

mfg
Lasse
powered by Spectrum DX7

http://www.lasse-behrens.de