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1

Mittwoch, 28. Januar 2015, 21:18

Anlenkung Querruder und Flaps - Frage zu Ruderhörnern

Hallo Leute,

ich habe soeben an meiner Serenity von Arthobby die QR-Servos in die Schächte eingesetzt und sehe im Baukasten 2 verschiedenen Typen von Ruderhörnern.

Da der Segler auch Flaps hat, frage ich mich (und euch) grad, welches Ruderhorn für QR und welches für Flaps genommen wird. Das QR-Ruderhorn setze ich mit dem Loch fürs Gestänge ca. über der Ruderscharniere ein, stimmts?
Das Flap-Ruderhorn setze ich dann verkehrt herum ein, sodass das Loch für das Gestänge wegzeigt von der Ruderscharniere?
Und welche Größe nehme ich für welches Ruder? Was meint ihr?
Ich möchte gerne mit Flaps-QR ein Crowbrake hinkriegen, und die Flaps möglichst weit nach unten - dazu habe ich die Flaps an der Unterseite anscharniert - hoffe das war richtig so!
Liebe Grüße und danke
Sandro

2

Mittwoch, 28. Januar 2015, 23:09

Linkes ist für das Querruder.
Da das Querruder weniger Weg benötigt als die Flaps.
Die Bohrung stehen auch für die Flaps über der Scharnierlinie.
Ist das Scharnier oben wird von unten angelenkt(gerade Anlenkung).
Ist das Scharnier unten wird von oben angelenkt(über Kreuz).



Gruß Tom

3

Donnerstag, 29. Januar 2015, 09:21

danke,
ich habe im Netz 2 Varianten der Anleitung gefunden ...
welche ist günstiger in meinem Fall?


Liebe Grüße,
Sandro

4

Donnerstag, 29. Januar 2015, 10:47

Hi,

kenne zwar das Modell nicht, aber ich würde den größeren Hebel für die Klappen nehmen, gerade weil mehr ausschlag nötig ist.
Klar, dass die Übersetzung von Großem Servohebel zu kleinem Ruderhorn theoretisch mehr Ausschlag gibt, allerdings schlägt doch der Kurze Hebel schon nach gefühlten 10° an der Tragfläche an..

Gruß Flo

5

Donnerstag, 29. Januar 2015, 11:04

Das ist dieser Flieger:
http://gliders.arthobby.pl/util.php?task=getMedia&id=682

Sogar auf dem ausgedruckten Plan erkennt man nicht genau, welches Ruderhorn für wo verwendet wird ...

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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6

Donnerstag, 29. Januar 2015, 13:13

Die Frage ist doch, welches Ruder ist wo angeschlagen? Alle oben anscharniert?
Liebe Grüße
Dirk

7

Donnerstag, 29. Januar 2015, 13:17

QR sind oben anscharniert, Gestänge an der Flügelunterseite wie das meist gehandhabt wird.
Die Flaps sind unten anscharniert. Der Servoschacht ist aber auch an der Unterseite, sodass ich -wenn ich dem Ratschlag weiter oben folge- das Gestänge diagonal durch den Flügel durch auf die Oberseite der Klappe verlege, wo auch das Ruderhorn sitzt. Die Frage ist aber für mich immerr noch: großes oder kleines Ruderhorn? Wenn einmal durch das schöne Holz gebohrt wurde will ich ungern feststellen, umsonst ein Loch gemacht zu haben :-)

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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8

Donnerstag, 29. Januar 2015, 13:34

Aber durchbohren muss Du doch eh?
Soll ja gegenüber auf die Zapfen das Plättchen gesteckt werden!?

Ich würde mir zuerst überlegen, welche Ausschläge ich wo haben will. (Wölbklappe z.B. 5mm hoch / 40mm runter)
Die Servohebelpositionen und die Ausschlagwinkel festlegen, und dann gucken, mit welchem Hebel ich wo am besten klarkomme.

Ich verwende fast nie solche Originalteile, auch wegen der Qualität.
Liebe Grüße
Dirk

Horgul123

RCLine User

Wohnort: Heßheim (Pfalz)

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9

Donnerstag, 29. Januar 2015, 14:11

Und einfach das Ruderhorn nach unten machen und direkt anlenken?
Bye,
Oliver

Modelle: E-Segler, Nuris, Warbirds, E-Flieger, Quadcopter, Para-RC
Sender: FrSky Taranis
Mein Verein: Modellflugverein Bad Dürkheim - Ludwigshafen e.V.

10

Donnerstag, 29. Januar 2015, 14:52

Und einfach das Ruderhorn nach unten machen und direkt anlenken?

:dumm: Bloß nicht, dann hat man es versaut.

Idealer Weise ist das Scharnier für Wölbklappen und Querruder unten.
Es wird über Kreuz oben angelenkt und dafür muß in der Fläche freigefräst
werden. Das freifräsen für die Querruderanlenkung ist kein Thema.
Wer beim freifräsen für die Wölbklappenanlenkung Angst vor Festigkeitsproblemen hat.
Der kann den Schacht etwas breiter ausfräsen und U-förmig mit
Kohleovrings auskleiden.
Bei meinem Arthobby Sierra habe ich mir eine
Dichtlippe mit Tesa und Mumpe('Harz+Microballons) geformt
Also etwas Mehraufwand für eine gute Anlenkung.

Prinzipiell gilt aber immer gegenüber dem Scharnier wird angelenkt.
Ausnahmen RDS, LDS, nicht inbegriffen.
Alles andere ist Murks hoch3 und da bleibt man besser beim Easyglider
oder anderen RTF-Modellen.

Gruß Tom

Horgul123

RCLine User

Wohnort: Heßheim (Pfalz)

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11

Donnerstag, 29. Januar 2015, 15:18

Rein aus Neugier: Wieso?
Bye,
Oliver

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12

Donnerstag, 29. Januar 2015, 16:19

Rein aus Neugier: Wieso?

Oliver,
du hast doch schon zwei Segler mit Wölbklappen aufgebaut, oder?
Dann haste bestimmt auch mal an den Querrudern und Wölbklappen
im scharf gestellten Zustand herumgewackelt?
Welche der beiden Klappen lässt sich einfacher bewegen und fühlt sich
weicher an? Ich tippe mal auf die Wölbklappe.
Was vermutlich mit der Hebellänge Ruderhorn zum Scharnier zu tun hat?
Ich tippe mal auf Ja.
Baue ich ingnoranterweise das Ruderhorn einfach auf die
falsche Seite, bleibt mir von der Anlenkung zum Drehpunkt
nur noch ca. 23% der Hebellänge.
Das bedeutet, das die Kräfte die auf das Scharnier, Anlenkung, Servohorn
und Servo wirken, gleich 4,3x so hoch sind.
Neben dem verschenkten Servoweg, grottenschlechter Servoauflösung und das unmögliche erreichen
der korrekten 0-Lage, gibt es noch andere kritische Auswirkungen.
Wenn die Anlenkung, das Ruderhorn und das Servo stark genug dimensionier sind,
lässt sich im Schnellflug locker die ganze Klappe demontierten.
Im besten Fall gibt eins der davor genannten Bauteile nach.
Ich hoffe das hat deine Neugier befriedigt.

P.S. eins hätte ich noch fast vergessen. Ein Ruderflattern, kann die
ganze Tragfläche zum schwingen bringen. Ein Bruch ist da,
auch nicht ausgeschlossen.

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (29. Januar 2015, 16:39)


Horgul123

RCLine User

Wohnort: Heßheim (Pfalz)

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13

Donnerstag, 29. Januar 2015, 20:24

Hmmm... Muss ich nochmal schauen.... Bewusst ist mir da nicht wirklich ein Unterschied aufgefallen... :/
Ich muss auch gestehen, dass ich Deine Ausführung nicht wirklich verstehe..... Muss ich morgen nochmal mit wachem Kopf drüber nachdenken.....
Bye,
Oliver

Modelle: E-Segler, Nuris, Warbirds, E-Flieger, Quadcopter, Para-RC
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14

Freitag, 30. Januar 2015, 19:47

Vielleicht hilft das deinem Kopf beim denken.
»Tom.S« hat folgendes Bild angehängt:
  • Drehpunkt.JPG

Horgul123

RCLine User

Wohnort: Heßheim (Pfalz)

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15

Freitag, 30. Januar 2015, 19:50

Ah jetzt.... Dann ist aber nicht das Schanier der springende Punkt sondern das Ruderhorn.... Weil das ja maßgeblich den Abstand zwischen den beiden Ebenen, die da eingezeichnet sind, bestimmt.... Danke für das Bild.
Bye,
Oliver

Modelle: E-Segler, Nuris, Warbirds, E-Flieger, Quadcopter, Para-RC
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Mein Verein: Modellflugverein Bad Dürkheim - Ludwigshafen e.V.

16

Freitag, 30. Januar 2015, 20:22

Das Scharnier ist schon betroffen. Wenn Servo, Anlenkung und Ruderhorn
der erhöhten Belastung standhalten, wirkt die Kraft der Klappe wie
ein Knippeisen auf einen Türrahmen. In diesem Fall (Bild unten)
ist es nicht der Türrahmen sondern das Scharnier.

Gruß Tom

17

Samstag, 31. Januar 2015, 15:56

Ich bin gerdae dabei für die WK der Odyssey so eine Überkreuz-Anlenkung zu bauen: http://www.stratair.com/Wissen.aspx?ID=16
Hoffentlich sind hinterher die grob ausgemessenen Ausschläge in Ordnung. Wenn's zu wenig ist, ragt der dann nötige, ein Loch längere Servohebel unten aus dem Flügel :shy:

lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

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18

Samstag, 31. Januar 2015, 16:37

Der möglichst lange Hebel am Ruder der dann mit möglichst kurzem Hebel am Servo angelenkt, wird entsteht immer wenn das Ruderhorn gegenüber der Klappenscharnierseite liegt.

Über die Überkreuz Anlekunngen kommt man mit dem Anlenkgestänge erst weit Hinten aus der Tragfläche was Aerodynamisch gut ist und bei komplett Versenkten servo incl Servohorn eine Tragflächenkontour angepasste Abdeckung möglich macht.

Die andern Vorteile durch die Wegunterstzung des Servos hat Tom schon beschrieben .

Hier in einer Tragfläche wo am Servohorn knapp 12mm Platz im Flügel sind . und 9mm Servos Deckel Tragflächenoberseite.Scharnier auch oben und kurzes Ruderhorn.
Erklärung dazu :
Scharnier oben, weil der Flügel deutlich abrissfester ist im langsam Flug als mit Scharnier unten und Spaltabdeckung oben .
Ruderhorn Oben, weil ich nie auf Golfrasen lande und oft genug den halben Maulwurfshügel an der Tragfläche kleben haben.
Insgesamt noch ein Kompromiss den man irgendwie ja immer geht allerdings mit Wegunterstzung 1:5 Drehwinkel Servo zu Ruder !
Angelenkt
Sevovorbereitung mit Holzklötzechen zum Einkleben
Das Ruderhorn Loch steht dann etwa 11mm über dem Scharnier.

Bei den Wölbklappen gehe ich einen andern Weg, Ruderhorn weider oben wegen der Maulwurfshügel . Die Ausschläge sind für Bremse gepalnt also 90° nach unten und 5° nach oben für entwölben.
Mir gefällte es gar nicht den Steg der Rudervekastung Tragflächenseitig zu durchtrennen oder diesen nur Anzukratzen, wei dort eien Sollbruchstelle entsteht.
Mit Ruderhorn Oben entfällt somit eine Überkreuz Anlekung.
Das Scharnier habe ich dann Zwangsweise unten um die Ausschläge erst mal Mechnisch zu ermöglichen.
Das Ruderhorn steht mit dem Loch flach über der Tragfläche und vor der Scharnierlinie, je weiter das Loch vor der Scharnierline ist desto größer ist die Kraftumsetzung bei Vollausschlag 90° nach unten weil das Loch über schrnierline wandert mit zunehmenden Ausschlag.
Das Servo steht in Neutralstellung der Klappen fast am Vollausschlg in eine Richtung. (offset stellung) So das noch entwölbt werden Kann.
Im Normalflugbetreib Speed(entwölbt) bis Thermik Max 6° verwölbung verbleibt das Ruderhorn mit einem Grossen teil des Anlenkgestänges unter der Tragflächenoberfläche. Bei Bremse (butterfly) tritt das Ruderhorn dann zu Tage
Die Servokastenabdeckung ist weider Im Profil, die Dünne Mylarfolie die das Loch verdeckt steht halt 2/10mm über.
Aerodynamisch 100mal besser als Die Servoabdeckungen mit dem 8mm breiten Hubbel, und im Bereich Ver und Entwölben über die fast verkniete Stellung des Servos und der Starken Drewinkel/Zugwegunterstezung noch Gut stellegenau bei rechnerischer Wegunterstung 1:1,5 in Servomittelstellung. also bei ca 40° Klappen nach unten.
Allerdings auch weider ein Kompromiss zwischen Funktion, Sicherheit und schwachen Aerodynamischen einflüssen durch die Anlekung.
Dehalb lasse ich bei solch kleinen Segelern die max mit 300km/h bewegt werden auch Kugel und Gableköpfe einfach im Laden .

Die Anlenkunegen sind auch Umweltfreundlich weil der Servokastendeckel ein Ausschnitt der ferigen Tragfläche ist und nur Ruderhorn und Stahldraht zusätlich benötigt werden.

Der grösset Nachteil ist, man benötigt passende Ruderhörner um richtung Optimum zu kommen . Modellbau halt
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lichtl« (31. Januar 2015, 16:44)


19

Samstag, 31. Januar 2015, 17:13

Hi Bernd,
ich sehe gerade auf deinem 1.Bild, könntest du auch mit hängenden Servohorn
arbeiten. Das wäre dann auch wieder über Kreuz.
Nachteil ist halt das größzügig benötigte freifräsen für das Anlenkungsgestänge
und die damit verbundene Schwächung des Abschlußsteges.
Den habe ich mit Kohleovrings(U-förmig gelegt) wieder zur alten
Festigkeit verholfen.

Im großen Ganzen finde ich für den aerodynamischen Aspekt wesentlich
geringer einzuschätzen als eine bocksteife Anlenkung mit min. 100%
Servoweg.
Das ist aber ein anderes Thema.

Hier von meinem Lieblings F3B-Segler
mit hängendem Servohorn.
Die selbstgebastelte Gfk-Servoabdeckung hat
auch die exakte Profilanformung.
Also am Profil direkt abgeformt.
Gruß Tom
»Tom.S« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_20150131_170636.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (31. Januar 2015, 18:30)


20

Samstag, 31. Januar 2015, 19:11

Ich bin gerdae dabei für die WK der Odyssey so eine Überkreuz-Anlenkung zu bauen: http://www.stratair.com/Wissen.aspx?ID=16
Hoffentlich sind hinterher die grob ausgemessenen Ausschläge in Ordnung. Wenn's zu wenig ist, ragt der dann nötige, ein Loch längere Servohebel unten aus dem Flügel :shy:

Wenn dein Servo scharfgestellt ist, in der Funke alles auf Null steht und dein Querruder ca. 5mm
nach Oben steht bzws. die Wölbklappe ca. 30°nach unten steht und die Servohörner
angewinkelt sind wie in deinem Link von Stratair, habe ich mit den benötigten
Ausschlägen noch nie Probleme bekommen, obwohl ich am Servohorn immer
direkt über der Welle anlenke(Fahrradspeiche). Dafür wird noch ein Loch
unter das erste Loch am Servohebel gebohrt.
Später werden die Klappen/Ruder an der Funke einfach wieder in den Strak
zurückgetrimmt.
Ich kenne auch kaum einen der das nicht so macht und wenn
hat der weiche Ruder mit viel Spiel+schlechter Servoauflösung(ca.40% eingestellter Servoweg an der Funke).
Es sind bisher auch die schlechteren Piloten :evil: .

Gruß Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (31. Januar 2015, 19:18)