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Sonntag, 29. Juli 2018, 15:06

Anfänge im Holzbau

Hallo zusammen,

ich möchte nun gerne langsam anfangen Segelflieger au Holz zu bauen. Bisher habe ich EPP und Holzmodelle geflogen, aber die waren immer ARF oder PNP Modelle.
Nun möchte ich mich mal an den Bau wagen und habe mir dazu erstmal ein kleines Modell (DLG) ausgesucht, damit bei Fehlern die Unkosten nicht gleich immens hoch sind.

An folgende Modell hatte ich gedacht. Schloiderding
Nun habe ich aber ein paar Fragen was Kleber und Elektronik angeht. (Elektronik ist nicht meine Welt.)

Viele schreiben das sie dieses, und auch andere Modelle mit Sekundenkleber verkleben. Ich habe hier im Forum auch schon einige Beiträge dazu gefunden, allerdings gehen die Meinungen immer sehr weit auseinander.
Das wird sich sicherlich auch nicht ändern wenn ich jetzt die selbe Frage nochmal stelle.

Was ich dort herausgelesen habe ist folgendes:
-Balsa / Balsa kann man problemlos mit Sekundenkleber kleben. Je nach Spalt dann den flüssigen oder mittleren Kleber.
-Balsa / Sperrholz sollte man mit Weißleim ( meist bekannt unter Ponal, obwohl es auch reichlich andere gibt) kleben.

ist das soweit korrekt?
Kann man Balsa/Balsa auch mit Weißleim kleben, oder hat dies nachteile? Trocknungszeit mal unbeachtet.

Zur Elektronik:
Ich besitze als Sender eine DX8G2. Da der Sender nur DSMX unterstützt und der Flieger nur 2 Kanäle benötigt habe ich mir als Empfänger den AR400 ausgesucht.
Empfohlen wird der Einsatz eines 1 Zellen Lipos mit 600mAh.
Nun habe ich aber keine Ahnung welche Servos ich da nutzen kann, und ob ich das alles überhaupt so nutzen kann.

Ich habe auch mal von einem Voltage Booster gelesen, der die Spannung auf konstant 5V halten soll. Da habe ich nur die Befürchtung das der Akku weniger Flugzeit hergibt da der Akku mehr belastet wird. Wenn dem nicht so ist berichtigt mich, ich habe von Elektronik wirklich keine Ahnung, ausser das 230V am Finger schon mal weh tun können.

Akku,Empänger,Servos....mehr bräuchte man da nicht?

Was könnt ihr mir empfehlen? Bei falschen annahmen meinerseits berichtigt mich bitte.

LG Sven

2

Sonntag, 29. Juli 2018, 18:19

Hallo Sven,
Ponal Express und Uhu hart eignen sich perfekt zum verkleben von Balsa- und Sperrholzteilen. ich habe bisher keinen Schreiner kennen gelernt, der Holzteile mit Sekundenkleber verklebt. Für Verbindungen zwischen Holz und Metall oder auch Carbon ist ein Zweikomponenten Epoxidharz hervorragend geeignet.
Liebe Grüße
Hermann

frank77

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3

Montag, 30. Juli 2018, 14:51

Servos werden ja die D-37 empfohlen. Da sind sicher die Dymond von Staufenbiel gemeint

D 37 digital
D 37 analog

Holzleim ist sicher schwerer als Sekundenkleber und im Modellbau ist Sekundenkleber für Holz schon üblich, siehe hier.

-Frank

4

Montag, 30. Juli 2018, 16:02

Hallo Frank,
das kleben mit Sekundenkleber hat nur den Vorteil, es härtet eben schnell aus.
Es gibt eine Menge an Nachteilen:
Keine Möglichkeit der Korrektur;
Hohe Kosten;
und so weiter;
Ich habe schon viele Holzmodell gebau und es gab nie ein Problem mit Weißleim oder UHU hart. Beides härtet transparent aus. In Weißleim ist ein hoher Anteil an Wasser zur Verflüßigung des Leimes, was natürlich beim troknen verfliegt.
Versuche halt Beides und und schau, was bei dir am besten funktioniert.
Liebe Grüße
Hermann :shine:

comicflyer

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5

Montag, 30. Juli 2018, 17:51

Holzleim ist sicher schwerer als Sekundenkleber und im Modellbau ist Sekundenkleber für Holz schon üblich, siehe hier.

Hallo Sven,
Hallo Frank,
das möchte ich aus meiner Erfahrung nicht so unterschreiben.
Ich dosiere Holzleim aus eine Plastikflasche mit Tropfkanüle, wie bei den Dampfern üblich (Liquidflaschen).
Das ist am Ende gewichtsmäßig dem Zacki-Seku deutlich überlegen. Einfach mal nachwiegen.
Sehr deutlich ist zB der Unterschied bei Depron, Seku gegen PU-Leim (HV-860 Ponal). 15g Seku gegen 3g PU.

"Üblich" ist landläufig Seku erst seit Schaummodellschnellreparaturen draussen. Die kann man ja nicht vernünftig kleben.
evtl noch mit UhuPor. Aber heutzutage muss alles schnell gehen. Gut' Ding will Weile haben!

Wenn Holz, dann Weißleim. Meine Empfehlung "Bindulin Propellerleim" (1kg ~15€, Bucht).
Kann man noch mit bis zu 15% Wasser verdünnen. Das wiegt nach Trocknung auch nichts mehr, weil es weg ist ;)

Einfach mal die Probe machen: identisches Modell mit Seku gegen Modell mit Weißleim wiegen.
Aber den Weißleim bitte nicht mit einem Quast auftragen. Alles immer gut dosieren.

Ich kann Hermann da nur beipflichten :w

CU Eddy
Neue LuftVO! -> gravierte Alu-Namensschilder nur €2,50 -> modellplakette.de

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

6

Dienstag, 31. Juli 2018, 07:13

Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Da ich beim Bauen keinen Stress habe werde ich alles mit Weissleim kleben. Motorspannt etc werden wohl wieder etwas anders geklebt, aber sowas habe ich in meinem ersten projekt noch nicht.

Kann noch jemand was zur Elektronik sagen?
Entschieden habe ich mich nun für den AR400 Empfänger, 1s 600mAh,
und die Servos DS37 in Digital. Bestellen werde ich auch einen Volltage Booster.
Wie sieht das nun mit den Anschlüssen aus? Muss man sich da ein Kabel Bauen um den Akku an den VB anzuschließen? Und den VB wiederum an den Empfänger?

frank77

RCLine User

Wohnort: Augsburg

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7

Dienstag, 31. Juli 2018, 22:07

Der AR400 verträgt 3,5 - 9,6 Volt, d.h. der Akku kann direkt an den Empfänger angeschlossen werden.
Ok, die Servos brauchen theoretisch 4,8 Volt.
Die D47 betreibe ich ohne Probleme an 1s, die sind wahrscheinlich sehr ähnlich.

Akku an Voltagebooster-Input, VB-Output an Empfänger. Welcher Booster ist es denn?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frank77« (31. Juli 2018, 22:14)


8

Dienstag, 31. Juli 2018, 22:37

Volltage Booster ist folgender : https://www.rc-terminal.de/Step-Up-Conve…Voltage-Booster

Ich schaue mir nochmal die Servos an die du nutzt, vielleicht kann ich mir dann den Booster sparen.

PatrickK

RCLine User

Wohnort: 87764 Legau/Allgäu

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9

Sonntag, 5. August 2018, 16:48

Vorweg: ich finde es bemerkenswert, hier soviele Zweifler am hohen Weißleimgewicht zu finden ;-) Ich kenne Äußerungen in beide Richtungen schon in den F+MT, Modell, Mechanikus, Flugmodellbau zu Ende der Fünfziger und hatte schon vor Jahrzehnten Zweifel an diesen pauschalisierenden Aussagen. Gut, Sekundi gab's damals[TM] noch nicht, wohl aber Zellulosekleber Uhu hart, Rudol 333, Duosan rapid (inner DDR). Es ließe sich aber scheinbar(!) leicht selbst ausprobieren, also nahm ich die Briefwaage. Und habe dabei festgestellt, daß die von einer Trocknung in der Sonne beschleunigte Klebung gelegentlich geringeres Gewicht ergab als ungeklebt. Hä?? man Holzfeuchte, aber das zu erkennen brauchte ich einige Jahre.

Einem Anfängermodell sind 10g rauf oder runter durch (un)geeignetere Kleber sowas von schnurz. Wenn der Anfänger das merkt, leidet er unter Einbildung (und ist einklich ein potentieller Siegertreppchenaspirant ;-) oder er hat nicht gemerkt, daß er schon drei Dosen Lack auf den Flieger aufgezogen hat.


@Sven
Ich vermute stark, daß es keine 2G4-Empfänger gibt, die nicht mit 3.3V laufen, weil das in der Elektronik eine seit Jahrzehnten ybliche Betriebsspannung ist. (Mein dritter Compi 1992 war immerhin ein 386er Intel, hatte eine Speicherbatterie für's BIOS mit drei NiCds = 3.6V nominal. Mein vorheriger Amiga hatte sowas vielleicht auch, das weiß ich aber nicht mehr. Der funktionierte einfach nur, er musste ja zu nix "kompatibel" sein, 's war ja schon alles dabei ;-> Die D-47 kenne und schätze ich seit +20 Jahren, habe sie mit einer LiIon (3.6V nom.) bis zu zwei LiIon betrieben. Natürlich sind sie mit der geringeren Spannung langsamer und schwächer. Die Kraft reicht immer noch locker für einen 1m-DLG, ob dich die nachlassende Geschwindigkeit stört, überlasse ich dir. Gustav Sämann gewann mit seiner Caravelle 1962 die Kunstflug-WM mit Bellamatics mit einem "Ruderdruck" von "400-500 cmg" (Physikalisch falsche Bezeichungen und Einheiten bzgl des Drehmoments von Servos hatte ich zuletzt heute früh von Markus Glökler im aktuellen Aviator gelesen. Es war also nicht alles früher besser, da "Druck" nicht die richtige Bezeichnung für eine auf ein Ruderhorn wirkende Kraft ist ;-)

Den Spannungshochsetzer kannst du mMn bleiben lassen. Dazu kommt, daß das langsamere Servo neben der geringeren Spannung auch einen geringeren Strom zieht (der gerade beim D-47 eh freundlich klein ist). Damit der Spannungswandler auf die höhere Spannung kommen kann, muß er vorn mehr Strom aus dem Akku ziehen, als er hinten rausgibt. Das ist ganz normale Physik, die in China nicht anders als in Deutschland ist. Davon kommt nochmals der Wirkungsgrad des Wandlers weg. Falls du den Empfänger gemäß Frank77s Tip an den Spannungswandler anpickst, beraubst du ihn der eventuellen Möglichkeit, dir per Telemetrie die sinkende Akkuspannung zu melden. Die teilt dir stattdessen das Modell durch "unvorhersehbare" Unsteuerbarkeit mangels elektrischer Energie mit ...

Viele Steckkontakte senken obendrein die Zuverlässigkeit eines Systems.

servus,
Patrick

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