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Montag, 22. November 2010, 21:43

RE: Absteigen aus Thermik

Hallo Racetiger

Die Glissade wir im Modellflug kaum mehr verwendet oder trainiert.
Ist aber sehr nützlich wenn du einen Motorabsteller hast und Höhe abbauen musst um die Landefläche zu treffen.
Funktioniert auch bei Modellen wo keine Bremshilfen haben wie einfachere Segelflugzeugen.
Braucht aber etwas Übung für den Landeanflug. Seitenruder in eine Richtung und mit Querruder dagegen halten, so das kein Kurvenflug entsteht. Das ist etwas gewöhnugsbedürftig, weil wir bei hängenden Flügeln sofort einen Kurvenflug gewohnt sind.
Das ganze kann man auch beim Ausetzen bei Seitenwind verwenden. Dann aber mit der Absicht, den Flügel im Wind hängen zu lasse und mit Seitenruder den Rumpf auf die Landebahn ausrichten.
Macht Seitenwind Landungen stabiler und vor allem wie bei einem Jet mit schmalem Fahrwerk notwendig das er nicht kippt.
Auch ein Trainer lässt sich mit dieser Technik besser Landen. Aber auch das muss trainiert werden weil es ungewohnt ist beim Landen ein Flügel hängen zu lassen.

Gruss never100

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Mittwoch, 22. Dezember 2010, 13:05

So, nu is mir vermutlich durch die kalten Temperaturen der Bolzen der den Prop stoppt komplett weggebrochen. Kann mir da jemand vielleicht ne Nahaufnahme von dem Bolzen posten wie die Feder genau eingesetzt ist? Wär wirklich nett dann würd ich den Bolzen wieder ankleben können. Frage ist nur ob der jemals wieder dann der Belastung des Props standhalten wird. Am besten mit 5 min Epoxy probieren oder?

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Sonntag, 26. Dezember 2010, 17:13

Reparatur Propellerstopper

Hallo Royalfm, hallo Forum,
nachdem ich nun schon lange genug mitlese (und profitiere), möchte ich meine Version der Reparatur des Propellerstoppers vorstellen.
Sie ist etwas aufwändiger, stabilisiert aber das KTW zusätzlich und ist wirklich dauerhaft stabil!

@Royalfm:
ich hatte das mit dem Kleben auch probiert... es war nicht robust genug.

Ich habe einen Messingrundstab (D=3mm) seitlich mit mit einem 1,0mm Bohrer aufgebohrt und links bzw. rechts je ein kurzes Drahtstück eingelötet. Diese dienen später als Achszapfen. Auf den Messingstab habe ich eine Unterlegscheibe als Anschlag für den Stopper gelötet. Dieser wird nun aufgeschoben und in meiner Version mit einer halben Lüsterklemme gesichert. Wenn vorhanden, können zwei Stellringe den gleichen Zweck erfüllen. Das Ganze sieht dann so wie auf dem Bild aus.


Nun müssen die beiden Seitenteile des KTW aus dem Rumpf ausgebaut werden. Dazu zunächst die beiden Abdeckklappen ausbauen. (Achtung: die kleinen Federchen springen dabei gerne durch die Werkstatt, um sich dann der Wiederverwendung durch Verstecken zu entziehen). Nun müssen die Schrauben gelöst werden und zwei Messingbolzen in den Gelenken ausgedrückt werden. Danach kann man die beiden Seitenteile nach oben herausnehmen. Jetzt muss je eine Bohrung mit dem Durchmesser der beiden Achszapfen in die Seitenteile gebohrt werden. Diese müssen exakt (!!!) an der selben Position wie die alte Achse des Stoppers gesetzt werden! Damit das mit der absolut notwendigen Sorgfalt passiert spendiere ich hier noch ein paar zusätzliche !!!!!!!!! Wenn diese Position nicht stimmt, f'niert die Mechanik nicht mehr und blockiert bzw. fängt den Propeller nicht.

Jetzt kann der Stopper eingesetzt werden und das KTW in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut werden.

Zur Verdeutlichung dient das folgende Bild:


Man kann darauf auch erkennen, dass ich den beiden Seitenteilen aus gegebenem Anlass noch je eine dünne Sperrholzschiene eingeharzt habe.

Grüße aus dem Schnee

Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stmaehler« (26. Dezember 2010, 17:18)


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Montag, 27. Dezember 2010, 04:01

Danke , das sieht doch sehr gut aus, und ich kann die Position der Feder gut erkennen ;) Danke ;)

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Dienstag, 4. Januar 2011, 19:46

Hey Mädelz, ich möchte auch gerne meine Variante der Reperatur des Stoppers vorstellen.

Nehmts mir ned krumm, aber ich kopier einfach meinen Bericht den ich gerade in einem anderen Forum veröffentlicht habe. Wenn also ein paar Beschreibungen die Stefan oder wer anders schon geschrieben hat zu lesen sind, beruht das darauf ;) . Nen komplett neuen Bericht will ich ned schreiben :P

So, nachdem ja mein erster Versuch allein zu fliegen unweigerlich mit der Nase des Fliegers im Schnee endete, hier nun ein kleiner Reperaturbericht.

Vom Crash gibts leider kein Video, ich hatte da die GoPro noch nicht und ne Cam halten + Fliegen geht ja ned ;) Kurz gesagt, ich war einfach nicht hoch genug um eine "Panik-Stall-Reaktion" (hervorgerufen weil mir die Trimmgewichte am Heck und einem Flügel bei der Kälte in der Luft abgefallen sind (selbst schuld hab nur tesa verwendet)) noch abfangen zu können. 2 Meter höher und der Flieger wär sanft gelandet *grml*

Schaden war: Stopper der den Propeller beim einfahren des KTW in die richtige Stellung bringt weggebrochen + KTW an diversen Stellen gerissen. Canopy Halterung aus Styro gebrochen. Nase leicht gestaucht mit kleinen einrissen auf beiden Seiten. Tragflächenverbinder in der Mitte ausseinandergebrochen.

Im großen und ganzen alles Schäden die, wär das Modell gut verarbeitet und durchdacht, wohl nicht aufgetreten wären (abgesehen von der Nase vielleicht), denn so heftig war die Landung eigentlich nicht.

Gut, die Nase habe ich mit heißem Wasser wieder gerade gebogen und mit Styokleber die Einrisse geklebt. Hab dazu nur ein Bild was auf einer Seite den Riss zeigt.



Canopy Halterung auch mit Styrokleber geklebt, da werd ich aber spätestens wenn FPV Zeug rankommt verstärken.

Der Tragflächenverbinder ist unter anderem gebrochen weil die Tragflächen an der Stelle wo sie in den Rumpf gesteckt werden extrem viel Spiel haben und beim Aufprall nach vorne geknickt sind(hatte schon eine Lage Gewebeband rumgewickelt), und das Plastikteil einfach nur Schrott ist und nicht wirklich Kräfte aufnehmen kann. Das Teil ist wie auf den Fotos zu sehen aus zwei Plastikstücken zusammengeschraubt wovon eins in der Mitte vllt. noch ein Millimeter dick ist. Zudem sind in der Mitte zwei Schrauben die die Plastikteile verbinden aber das ganze nur noch mehr zu einer Bruchstelle prädestinieren. Seitlich sind aus Metall Streben eingebracht. Die bringen aber null weil sie nur seitlich innen liegen, alles nur verschraubt aber nicht fest verbunden zB. geklebt ist.

Neuer Tragflächenverbinder wurde gekauft und nun mit 5min Epoxy komplett inkl. der Metallstreben verklebt. Zudem habe ich eine der alten Streben genommen und auf der Unterseite flach angeklebt um seitliche Kräfte eventuell etwas mit zu absorbieren.
Die Tragflächen sind jetzt an den Stellen wo sie in den Rumpf geschoben werden mit 3 Lagen Gewebeband versehen und müssen so jetzt in den Rumpf schon fast reingestopft werden ;) das sollte Kräfte, die auf den Verbinder einwirken, mildern.




Die Nase wurde nachdem sie wieder vollständig trocken war neu getaped, diesmal noch dicker verstärkt (Anfängertauglich) :D
Zum Glück hatte ich sie schon von Anfang an getaped, sonst wär sie wohl beim Crash abgebrochen.




Fehlt noch die größte Arbeit, das KTW und der Stopper. Zum Glück hatte der sich nachdem er abgebrochen war inkl. Feder im Schacht des KTW verirrt und ist nicht irgendwo vom Himmel gefallen. So hatte ich Teile mit denen ich wieder arbeiten konnte. Normalerweise ist der Stopper nur auf einer Seite des KTW befestigt. Und genau das ist auch sein verderben bei vielen DGs. Der Propeller haut einfach immer mit Wucht an diesen Stopper ran. Ich habe das auch nicht durch eigenes mischen des KTW an der Funke und Ausbau des internen Mixers der DG sanfter bewerkstelligen können. Würde nur funktionieren, wenn man jedesmal dran denkt, Gas gaaaanz langsam wegzunehmen. Ist aber für einen eh schon im Stress befindlichen Fluganfänger zuviel :D aka BrainAFK. Der Mixer ist mittlerweile wieder verbaut. Da der ganze Bolzen aber nur Plastik ist, bricht dieser unweigerlich irgendwann ab. Wäre der Stopper an beiden Seiten des KTW verankert und am besten mit Metall, würden sich die Kräfte viel besser verteilen und ein Bruch wär so gut wie ausgeschlossen.
Hierfür habe ich eine 1,5mm Alustrebe und ein Alurohr mit 1,6mm Innendurchmesser besorgt.




Das abgebrochene Plastikstück habe ich durchbohrt um die Strebe durchstecken zu können. Auch die beiden Aussenseiten des KTW habe ich auf entsprechender Höhe durchbohrt. Achtung, hierbei muss man exakt die Höhe der Original Position einhalten da der Propeller sonst nicht mehr am Stopper anschlägt oder permanent durch diesen gehalten wird. Damit der Stopper jetzt nicht links und rechts hin und herrutschen kann habe ich das Alurohr auf entsprechende Länge gekürzt und auf der anderen Seite eingeschoben. Links ist also noch die alte Plastikhalterung die durchbohrt wurde, mitte der Bolzen inkl. Feder und rechts das Alurohr um Spiel zu vermeiden. Die Alustrebe wurde dann auf beiden Seiten durch die zuvor gebohrten Löcher der KTW Halterung durchgeschoben und mit Epoxy geklebt. dabei habe ich auch die beim Bruch entstandenen Risse geklebt (ich hoffe das reicht aus).






Eigentlich müsste man die komplette Halterung aus ka. Carbon oder Alu herstellen oder zumindest verstärken.

Kurz um, die Verarbeitung der DG ist meiner Meinung nach echt übel, hier hat man an den falschen Ecken gespart. Gut, so wirklich kann ich das schlecht beurteilen da es mein bis dato einziges Modell ist. Aber wenn ich nach einfacher Logik gehe und nachdenke wie sich wo Kräfte verteilen und verhalten, sind die oben genannten Schäden alles extreme Schwachstellen in der Konstruktion.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Royalfm« (4. Januar 2011, 21:06)


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Dienstag, 4. Januar 2011, 20:19

alternativer Propellerstopper

Hallo,

das habe ich leider erst gestern bei rcgroups gefunden:

http://www.rcgroups.com/forums/showpost.…5&postcount=672

Diese Lösung ist wirklich pfiffig! Sie scheint mir einfacher und genauso wirkungsvoll zu sein.

Sollte ich da noch mal ran müssen, werde ich diese Methode probieren.


Gruß
Stefan

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Dienstag, 4. Januar 2011, 21:11

Ja, ne sehr pfiffige Methode. Gefällt mir auch ;) Erstmal schaun wie lange die ganze KTW Halterung überhaupt noch hält.