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Dienstag, 20. August 2019, 23:07

Wenn die Thermik zuschlägt, dann beginnen die Probleme...

Hallo miteinander,

nach einem Jahr der Easy Glider und MiniMag Fliegerei stoße ich an die eine oder andere Grenze mit meinen Modellen. Hinzu kommt, daß der Easy Glider mir vor einigen Wochen in der Thermik entrann. Etwas übereilt, wie ich nun weiß, kaufte ich dann eine Modster ASW 28 V2, ohne mich allzu sehr mit deren Daten zu befassen. So dachte ich, eine größere Flügelspannweite ließe sich auch in der Höhe besser sehen. Weit gefehlt, wenn die Tiefe so schmal ausfällt. Weiterhin negativ überrascht war ich von der Gewichtsangabe, die laut Datenblatt 1050g liegen sollte. Hm, meine ASWW kommt ohne Akku auf 1240g. Mit den 30g Trimmung am Heck sogar auf 1270g. Das bringt mich zu den ersten drei Fragen:

1. Wieso liegen die Gewichte von Datenblatt und Realität soweit auseinander?
2. Was verbirgt sich hinter den häufig zu lesenden Angaben zum „Fluggewicht“? Ist das ein normierter Begriff, der das Gesamtgewicht ohne Akku beinhaltet?
3. Könnte mal jemand seinen Modster ASW 28 V2 wägen und mir bestätigen, daß meine Waage (nicht) spinnt?!

Naja, fliegen geht, Thermiksegeln auch, wenn die Thermik nur stark genug ist. Gefühlt muß sie aber wesentlich stärker ausfallen, als bei meinem alten Easy Glider. Butterfly geht eher theoretisch. Die kleinen Flächen der Wölbklappen erhöhen zwar spürbar den Auftrieb, was Landungen vereinfacht und ein Kreisen in der Thermik überhaupt erst ermöglicht (zumindest bei engem Wendekreis), die Querruder kann man aber nicht hoch genug stellen, damit man dann noch spürbar sinken würde. Stellt man sie zu steil, dann wird man manövrierunfähig. Bei dem Preis der ASW kann man zwar nicht maulen, so rechte Freude kommt aber auch nicht auf…

Ihr merkt es vielleicht – ich bin auf der Suche nach etwas „Besserem“. Anbei mal einige grobe Eckpunkte.
Einen Butterfly will ich fliegen können, damit mir der Flieger nicht wieder aus den Augen verschwindet, wenn ich ihn aus der Thermik runter holen muß. Schaum für Rumpf und Flächen sollte es auch sein. Ich bin erstens Anfänger und lande zweitens notfalls fast überall. Auf dem Stoppelfeld, einem Feldweg, hohem Gras, bei Glück auch mal gemähtem Gras… Wo ich allerdings nie lande, das ist ein Modellflugplatz. Ich fliege auch manchmal bei einer Windstärke, zu der ich mich sonst lieber ans Heck einer Jolle setze – sprich gehe eher „Drachensteigen“, als fliegen. Das ist gerade im Landeanflug bei wechselndem Wind ja eine Geschicklichkeitsübung. Ergo, das Ding muß leicht zu reparieren sein und steckt idealerweise auch etwas weg, ohne gleich defekt zu sein. Schön aussehen ist absolute Nebensache! Da bleibt m.E. nur Schaum. Von der Spannweite her sollte es etwas zwischen 1,9m und 2,5m sein. Ich muß das Ding in’s Auto bekommen. Preis – so bis 200€. Und die Tragflächenbelastung sollte etwa der des Easy Glider entsprechen, damit das mit der Thermik auch eine Chance hat…


Los geht's.Zunächst schaute ich nochmals auf die Spec des Easy Glider. Da steht: Fluggewicht Elektro in Gramm:
1100, Gesamtflächeninhalt in qdm: 40 und Gesamtflächenbelastung g pro qdm: 27.
Das sind wieder Angaben, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen. Erstens sind 1100g/40dm^2 = 27,5g/dm^2 und nicht 27g/dm^2 (schöngerundet, aber sei’s drum) und zweitens – was bedeutet „Gesamtflächenbelastung“? Steckt in der Gesamtfläche auch die Rumpf- und Höhenleitwerksfläche? Das sind absolut schlecht vergleichbare Angaben!


Nun ging ich auf die Suche:
  • Bay-Tec bzw. ST ASW-17 EP 2110mm – gibt’s nur leider nicht mehr.
  • Omei Querruder Elektro Segler 1900mm ARF – gibt’s auch nicht mehr
  • Dynam Sonic 185 PNP Set 1850mm – gleiches Problem – nicht mehr erhältlich
  • ROBIN II 1875MM – Prinzipiell ein Gedanke, aber vermutlich kein neues Erlebnis im Vergleich zum Easy Glider?! Zudem fehlen dem Modell ebenfalls die Wölbklappen!
  • GAMA 2100 – der isses! Wäre da nicht ein vernichtender Artikel, daß die Wölbklappen Makulatur wären, die Servos von schlechter Qualität und, und und… Einen richtig positiven Artikel zum GAMA 2100 habe ich leider nicht gefunden. Besitzt vielleicht jemand einen GAMA 2100 und kann einen objektiven Bericht dazu verfassen – am Besten im Vergleich zum Easy Glider?
  • FMS FOX V2 – tja, das ist dann der letzte, der als Vollschaumi meinen Vorstellungen noch nahe kam. Wie kann ich mir den FMS Fox V2 im Vergleich zum Easy Glider in der Thermik vorstellen? Heizen will ich damit übrigens nicht!
Es wäre schön, jemand könnte mir einen Tip in die richtige Richtung geben.


Schöne Grüße - foamy

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »foamy« (20. August 2019, 23:12)


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Dienstag, 20. August 2019, 23:45

Du brauchst kein neues Modell, sondern jemand der die ASW richtig einstellt!
PS: wenn du die Schriftgröße in Standardeinstellung lässt, dann liest es sich leichter.

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Mittwoch, 21. August 2019, 08:13

Du brauchst kein neues Modell, sondern jemand der die ASW richtig einstellt!
Vielen Dank für Deine Antwort. Woran mchst Du fest, daß sie nicht richtig eingestellt wäre?

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Mittwoch, 21. August 2019, 09:24

1. schreibst ja selbst, daß du noch Anfänger bist.
2. Deine Aussage über Butterfly bzw. Querruder hochstellen.
Das Gewicht ist für einen 2,6m Segler völlig unproblematisch, auch wenn der Hersteller bei der Angabe "beschönigt".
Was mir negativ auffällt ist die fehlende V-Form, die für "echtes Segelfliegen" wie Thermikkreisen untauglich ist. Evtl. könnte man die Flächensteckung gegen gebogenen Stahl austauschen.

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Mittwoch, 21. August 2019, 13:46

Bay-Tec bzw. ST ASW-17 EP 2110mm – gibt’s nur leider nicht mehr.
Omei Querruder Elektro Segler 1900mm ARF – gibt’s auch nicht mehr
Dynam Sonic 185 PNP Set 1850mm – gleiches Problem – nicht mehr erhältlich


Bei der Feststellung kann man sich auch mal Gedanken darüber machen, warum das so ist. ;) ???
um es einfacher zu machen, kann man gleichzeitig noch heranziehen, das es Modelle, die es vor dem erscheinen dieser Kandidaten schon gab, immer noch gibt.

Deine Erwartungshaltung passt m.M.n. nicht mit deinen Suchkriterien zusammen.
Wenn du unbedingt bei Schaum bleiben willst, dann schau lieber nach einem Solius oder Heron von MPX.
Wenn du dann noch mehr willst solltest du das hier
Wo ich allerdings nie lande, das ist ein Modellflugplatz

nochmal überdenken
bis bald Maik

Surfenderfalke

RCLine Neu User

Wohnort: Wermelskirchen

Beruf: Mechatroniker

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6

Mittwoch, 21. August 2019, 14:17

Lasst die bunten Vögel aus der Jugendzeit noch einmal zur Sonne fliegen, dunkel ist es noch lang genug. Die Retro Graupner Nostalgie Baupläne
gibt es bei mir, und noch vieles mehr, angefangen vom AMIGO 1960 bis 1990.

7

Mittwoch, 21. August 2019, 22:37

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
@Fluxxer
Das Gewicht ist für einen 2,6m Segler völlig unproblematisch, auch wenn der Hersteller bei der Angabe "beschönigt".
Was mir negativ auffällt ist die fehlende V-Form, die für "echtes Segelfliegen" wie Thermikkreisen untauglich ist. Evtl. könnte man die Flächensteckung gegen gebogenen Stahl austauschen.
Hierbei habe ich zwei Verständnisprobleme. Wieso sollte das Gewicht unproblematisch sein, nur weil der Segler groß ist? Thermikschläuche haben nur einen gewissen Durchmesser, der gerade in Bodennähe auch mal nur wenige Meter betragen kann. Wenn ich dann mit einem schweren Segler mit hoher Fahrt durchschieße, dann ist meine Verweilzeit in der Thermik sehr kurz. Enge Wenden kann ich auch nicht fliegen, ohne wie ein Stein durchzusacken. Mein gebraucht gekaufter Easy Glider war ein ganz alter - noch mit Bürstenmotor mit Getriebe. Nachdem der bald hin war, ersetzte ich ihn durch einen (leichteren) A2212/930kV, und positionierte ihn aufgrund dessen niedrigeren Gewichtes vor der Nase (also weiter vorn), damit die Trimmung trotz Gewichtersparnis weiter stimmte. Zum Thermikfliegen habe ich mich auch im Akkugewicht reduziert und einen kleineren Akku eingesetzt, als der der derzeit empfohlen wird. Gefühlt wurde das "Obenbleiben" ohne Motor durch diese Gewichtsersparnis erheblich einfacher.
Mein zweites Verständnisproblem liegt in der V-Thematik. Meine bisherigen Beobachtungen belaufen sich darauf, daß sich der Easy Glider mit seiner leichten V-Form eher stabilisierte womit ich beim Kreisen häufiger mal Querruder geben mußte. Bei der ASW ist das nicht so. Einmal in "Schieflage" kreisend beharrt sie in dieser. So unangenehm ist das gar nicht mal. Welche Nachteile siehst Du denn beim Fehlen einer V-Form?


@flymaik:
Wenn du unbedingt bei Schaum bleiben willst, dann schau lieber nach einem Solius oder Heron von MPX.
In der Tat. Die beiden hatte ich auch schon mal im Visir (und im Multiflight auch schon einige Stunden geflogen). Den Solius habe ich allerdings der fehlenden Wölbklappen wegen ausgeschlossen. Beide besitzen zudem eine höhere Flächenbelastung (35-36g/dm^2) gegenüber dem Easy Glider (27g/dm^2). Da hatte/habe ich halt meine Bedenken (s.o.) für den Thermikeinsatz?! Was das mit dem "Modellflugplatz" anbelangt, da gebe ich Dir Recht. Klar, da wäre die Lerngeschwindigkeit echt hoch. Allerdings würde das mein enges Zeitkontingent nebst Beruf, Familie, Hausrenovierung etc. überschreiten - oder ich wäre ein Vereinskollege, der für den Verein nie Zeit aufbringt. Da will ich dann auch niemandem zur Last fallen...

@Surfenderfalke
http://www.rc-network.de/magazin/artikel…art_099-01.html
Vielen Dank für den Link!!! Einige Dinge habe ich sicherlich intuitiv richtig gemacht, jedoch stehen da wirklich gute Tipps, auf die ich nie im Leben gekommen wäre!

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »foamy« (21. August 2019, 22:45)


8

Donnerstag, 22. August 2019, 09:06

Es macht wenig Sinn, sich allein auf die Flächenbelastung festzulegen. Jedes Profil braucht seine Strömungsgeschwindigkeit um vernünftig arbeiten zu können.
Du schreibst ja auch das du bei rel. kräftigem Wind fliegst. Da ist aufballasieren auch eine Option. Macht man im EasyGlider gern mit einer Gewindestange, o.ä. im Steckungsrohr.
Die Landegeschwindigkeit ist mit Butterfly erheblich geringer, als mit einfachem Querruder hochstellen. Vorausgesetzt, man bekommt die Wölbklappen min. 70° nach unten.

Was das mit dem "Modellflugplatz" anbelangt, da gebe ich Dir Recht. Klar, da wäre die Lerngeschwindigkeit echt hoch. Allerdings würde das mein enges Zeitkontingent nebst Beruf, Familie, Hausrenovierung etc. überschreiten

Geht mir nicht anders und funktioniert bei mir seit Jahren. ;)
Mein Job lässt als Freizeit nur das Wochenende zu.
bis bald Maik

9

Donnerstag, 22. August 2019, 17:31

Zu deinen Verständnisproblemen:
Je größer der Segler, desto schwerer wird er zwangsweise (mehr Material) und darf er sein. Das ausschlaggebende Maß ist die Flächenbelastung g/dm². Je größer das Modell, desto höher darf die Flächenbelastung werden, hängt u.a. mit der Re-zahl zusammen.
Aber: in der Regel ist es so, daß ein leichtes Modell schöner und leichter zu fliegen ist. Bei Seglern gilt das vor allem beim Thermikfliegen.
Deshalb hab ich auch geschrieben, das Gewicht bei deinem Modell ist "unproblematisch" weil immer noch ausreichend leicht für die Größe.
Zur V-Form:
diese ist u.a. für die Querstäbilität zuständig, also dafür daß das Modell nicht mit hängener Fläche fliegt. Beim Thermikkreisen brauchts die V-Form, damit das Modell nicht in die Kurve fällt, und auch für den Auftrieb. Je mehr V-Form, desto mehr Auftrieb liefert die kurveninnere Fläche, weil diese flacher liegt.
Grundsätzlich gilt: Je mehr V-Form, desto enger läßt sich ein Segler kreisen. Dazu braucht man aber das Seitenruder zum "stützen". Einleiten mit dem Querruder, Kreisdurchmesser mit dem Höhenruder, bzw. der Höhentrimmung, drinhalten mit dem Seitenruder.
Früher waren die Anfängersegler meist nur mit Höhe und Seite gesteuert, damit konnte man wunderbar kreisen. Vorraussetzung war genügend V-Form.
Heute sind viele Modelle einfach nur Kopien mit "Schlimmverbesserungen", weil die "Konstrukteure" keine Ahnung haben, nur nachmachen und vereinfachen, damit noch billiger produziert werden kann. Bestes Beispiel dafür ist die fehlende, bzw. bei vielen Modellen die viel zu geringe V-Form. Einfach deshalb weil man als Steckung billige gerade Stangenware verwenden kann.
Die fehlende V-Form bei deinem Modell ist ein Grund warum du die Kurven "durchschießt", ein weiterer Grund wird evtl. ein zu weit vorn liegender Schwerpunkt sein.

Das ist mit ein Grund, warum ich meine Modelle ausnahmslos selbst konstruiere und baue. Auslegung und Bauweise immer für den angedachten Einsatzzweck.
Schau dir mal die "echten" Segler an, die haben theoretisch schon relativ viel V-Form (Dreiseitenansicht). Im Flug noch mehr, da sich die Flächen um einiges nach oben biegen, schau dir mal Flugbilder an. Beim engen Kreisen nochmal mehr, da biegen sich die Flächen ordentlich nach oben. Bei Modellen ist ein Flügel, der sich bei Last biegt aber nicht bricht und vor allem nicht verwindet, nicht so leicht und schon gar nicht billig herzustellen. Deshalb ist auch bei "Scaleseglern" die V-Form praktisch zu gering.
Einfach mal zum nächsten Segelflugplatz fahren und fragen ob du mitfliegen kannst. Ist schon ein Erlebnis wenn eng gekreist wird, da wird die V-Form groß und die Arme schwer .

PS: ich kann weder zitieren, noch smileys einfügen, woran liegts?

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Fluxxer« (22. August 2019, 18:19)


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