Hans-Joachim Müller

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521

Donnerstag, 16. Mai 2019, 10:51

Hallo Frank,
mit der KHK-Extra habe ich jetzt mein 5. F3A-X Modell fertig. Die technische Ausstattung der Maschinen sind alle fast gleich, alle 5 haben einen DA 100 l, Delro- Luftschraube 24" x 11,5" x 3. 4 haben 2 Krumscheiddämpfer im Rumpf, die Extra das erste Mal jetzt 2 Schalldämpfer von MTW. Ich habe in meinen Unterlagen nachgeschaut und gesehen, dass die DA 100 - Motore bei mir anfangs alle etwas niedriger drehten, so knapp über 6000 U/min. Später kamen sie dann auf 6500 U/min. Ähnlich macht's jetzt der neue Motor. Selbst wenn er nicht die 6500 erreichen sollte wie die anderen Motoren ist's eigentlich egal. Mehr als senkrecht steigen geht halt nicht. Der eigentliche Unterschied sind halt nur die Dämpfer und der MTW-Dämpfer ist verglichen mit den Krumscheiddämpfern wesentlich kleiner im Durchmesser. Ging ja nicht anders, sonst hätten die beiden Dämpfer nicht in die KHK-Aufnahmen im Rumpf gepasst. Ich klage da aber auf hohem Niveau. Ich bin gestern auf unserem Platz geflogen, wir hatten es hier bei uns sehr windig, der Wind lag aber genau auf der Bahn. Also - Start im Sturm: Gas rein, nach 3 - 5 m hob die Extra ab, sah aus als ob sie aus dem Stand heraus abhebt, und senkrechtes Steigen wie die Sau. Bin also sehr zufrieden mit ihr und habe sie schon oft geflogen. Wenn ich sie mit meinen anderen Maschinen von Delro vergleiche fällt auf, dass sie um die Längsachse bei in etwa gleichen Ruderausschlägen wie die anderen Maschinen, etwas agiler ist. Vielleicht liegt es an den leichteren Flächen, oder an den Hohlkehlescharnieren? Gestern habe ich sie 5 x geflogen, mehr hatte ich bei dem Wind dann doch nicht die Lust. War zwar alles kein Problem, nur beim Landen mußte man schon etwas aufpassen.
Dir dann auch weiterhin viel Spaß mit dem Flieger.
Gruß aus Remscheid
Jochen
PS. Bzgl. des Halbgasverhaltens Deines DA 85: vielleicht würdest Du mehr Erfolg haben, wenn Du die Druckausgleichsbohrung im Vergaser mit einem Schlauch versehen würdest der im Ansaugbereich des Vergasers endet. Ich habe schon öfters festgestellt, dass sich durch solche Maßnahme der Zwischengasbereich verbessern kann.
»Hans-Joachim Müller« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG-20190320-WA0012.jpg
  • 20190320_140014.jpg
Je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denen, die nicht fliegen können.
Nietzsche

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DUEF

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522

Freitag, 17. Mai 2019, 08:11

Hallo Jochen,

ich habe nach meiner Erkenntnis mit einigen top Leuten gesprochen, Reso und DA85 ergibt Mega Leistung aber keine Laufkultur bei jeder Gasstellung.

Das mit dem Röhrchen im Ansaugbereich habe ich nie verstanden....so wie das 3W immer noch macht.

Die Bohrung im Deckel ist nur zum Druckausgleich, damit die Membran sich bewegen kann... ein Schlauch drauf und in einen beruhigten bereich in den Rumpf legen macht Sinn...damit die unterschiedlichen Druckverhältnisse unter der Haube,
keine Auswirkung hat.

Im Aussaugbreich des Vergasers legen...bewirkt das je höher die Strömgeschwindigt ein Unterdruck auf die Membran wirkt und somit angeboben wird ... was dann passiert ... weiss ich nicht..:-))

Grüße
Frank
Grüße
Frank ;)

Hans-Joachim Müller

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523

Freitag, 17. Mai 2019, 12:47

Hi Frank,
bei einigen meiner Flieger habe ich den Schlauch in den Rumpf hinein verlegt, andere Flieger haben keinen Schlauch auf dem Vergaser. Der Grund war immer, dass manchmal die Motoren in der Luft im Halbgasbereich zu fett liefen und sich das Ganze über die Leerlauf- und Vollgasnadel nicht mehr optimieren ließ ohne dass das Laufverhalten dann im Leerlauf- oder Vollgasbereich wieder schlechter wurde. Um das dann bei der Extra alles ganz richtig zu machen habe ich direkt von vorneherein einen Schlauch in den Rumpf verlegt bis in den Bereich unter der Kabinenhaube. Ich habe den DA zuerst ca. 1,5 Stunden auf dem Boden so einlaufen lassen. Nachdem dann der Motor diese Zeit runter hatte und wirklich in allen Drehzahlbereichen einwandfrei lief kam ein paar Tage später der erste Flug. Was dann passierte war für mich absolut neu: Nach dem ersten Start, Motor Vollgas, zog ich in ca. 50 m Höhe und nach ca. 10 Sekunden Vollgas den Gashebel zurück bis in Halbgasposition. Schlagartig ging der Motor aus! Und das beim Erstflug! Ich mußte mit Rückenwind landen, alles ist aber gut gegangen. Was jetzt machen? Motor geht aus, also zu mager? Das einwandfreie Laufverhalten auf dem Boden widersprach dem natürlich und wie gesagt, sowas hatte ich bislang noch nie erlebt, bei mir geht der Motor vielleicht alle 5 Jahre mal in der Luft mal aus, falls überhaupt.
Zweiter Versuch, Motor auf Vollgas eine halbe Umdrehung fetter. Nach dem Vollgasstart das gleiche Laufverhalten: Nach ca. 10 Sekunden geht auf Halbgas der Motor aus. Nochmal eine halbe Umdrehung fetter an der Vollgasschraube - nach dem 3. Start nach 10 Sekunden auf Halbgas der Motor aus. Dann kam mir die Idee, ob wohl der Schlauch auf der Druckausgleichsbohrung mit der Schlauchverlegung bis in den Rumpf hinein da wohl Schuld dran ist? Ich hatte ja schon früher bei anderen Fliegern festgestellt, dass mit so einer Schlauchverlegung bis in den Rumpf hinein der mittlere Gasbereich trockener wird und das war ja so gewollt. Wird der DA wohl jetzt aufgrund irgendwelcher Druckverhältnisse über die Regelmembran (heißt das Ding so?) im mittleren Drehzahlbereich beim Fliegen im Gegensatz zu den Probeläufen auf dem Boden so abgemagert dass der Motor ausgeht? Ich habe dann den Schlauch von der Druckausgleichsbohrung versuchsweise abgezogen, der Motor lief in der Luft dann zu fett, aber er lief durch! Nach dem Abmagern des Gemisches über die Vollgasschraube lief der Motor dann so wie bei allen anderen meiner Maschinen, in allen Drehzahlbereichen einwandfrei sauber. Was hat mir das jetzt an Erfahrung gebracht: Ich werde nie mehr von vorneherein einen Schlauch auf der Druckausgleichsbohrung anbringen bevor ich die ersten Flüge durchgeführt habe. Erkenne ich dann im Laufverhalten dass der mittlere Drehzahlbereich zu unsauber ist rüste ich den Schlauch nach, nie mehr vorher.
Deshalb hatte ich dir vorgeschlagen den Schlauch nur noch bis in den Ansaugbereich des Vergasers zu verlegen. Ich selber habe das noch nie so gemacht, war aber vorgeprägt durch meine "harten" Erfahrung nach den ersten 3 Probeflügen und deshalb etwas vorsichtig geworden was die Schlauchlänge anbelangt. In meiner Extra müssen Druckverhältnisse vorherrschen wie in keinem meiner anderen Flieger. Weiß man das erstmal ist alles OK.
Gruß Jochen
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Nietzsche

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hans-Joachim Müller« (17. Mai 2019, 14:42)