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Dienstag, 16. November 2010, 09:41

Ebene verschiebt sich bei Loops

Hallo,

ich habe das folgende Problem:

Bei Loopings verschiebt sicht die Ebene (wenn man von hinten auf das Flugzeug schaut) nach rechts. Sprich ich komme ein paar Meter weiter rechts wieder raus. Am Seitenzug kanns nicht liegen, da der sogar etwas zu klein ist (Beim senkrechten Steigflug muß ich etwas mit Seitenruder rechts nachbessern).

Woran könnte das noch sein?

Headhunter

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2

Dienstag, 16. November 2010, 12:50

flieger um die längsachse nicht sauber ausgewogen, ungleiche höhenruderausschläge, seitenwind, schiefer einflug....

Marko
"Never win a changing team"oder wie sagt der Engländer :nuts: ?

Gruß

Marko

Rab

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3

Dienstag, 16. November 2010, 12:59

Hallo mixeler,

möglicherweise ist die rechte Fläche schwerer als die linke.

Durch die deswegen unterschiedlich großen Trägheitskräfte von linker und rechter Fläche erkennst Du bei der Richtungsänderungen im Looping eine leichte Rollbewegung, als ob etwas Querruder gegeben wird.

Abhilfe: Modell längs auswiegen. An Bug und Heck mittig aufhängen und schauen, welche Flächenhälfte sich zu Boden neigen möchte. Dann mit einem Gewicht am Randbogen der leichtere Fläche ausbalancieren (Schraube ins Holz eindrehen, Blei ankleben)

Grüße, Michael

edit: Marko war schneller

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rab« (16. November 2010, 13:00)


Maverick1987

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4

Dienstag, 16. November 2010, 13:57

sag uns doch erstmal welches modell du fliegst...
"The difference between men and boys is the price of their toys!" :ok:
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5

Mittwoch, 17. November 2010, 06:54

Zitat

Original von Maverick1987
sag uns doch erstmal welches modell du fliegst...


Die Physik ist bei allen Modellen gleich ;-)


Die möglichen Ursachen wurden bereits genannt. Nochmal zusammengefasst:

1. Höhenruderausschläge vergleichen (messen) ob selbige gleich sind.
2. Modell um die Längsachse auswiegen (Achtung: Der Spinner ist nicht immer die genau Flugachse! vorher überprüfen)
3. EWD an allen Ruderflächen vermessen.

Ich gehe nun mal davon aus das alle Ruder auf Neutral getrimmt sind sonst wäre noch ein evt. Verzug einer Fläche/Leitwerk zu prüfen.

Ob eine Fläche schwerer als die andere ist prüfst du am besten in einem großen Looping bei dem du in der 2. Hälfte das Gas etwas stehen lässt. Da wirken dann höhere G-Kräfte und ein ungleichgewicht in der Längsachse kommt schneller ans Tageslicht. Vorraussetzung dafür ist aber auch das deine Höhenruderanlenkung absolut sauber und gleich ist (wenn du z.b. nur ein Höhenruderservo hast und das Ruder einsetig anlenkst und der Verbinder der beiden Ruder nicht ausreichend steif ist kann das auch schon der Grund sein)


Und nun auf besseres Wetter warten und austesten ;-)


Viele Grüße
Jochen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jey« (17. November 2010, 06:55)


Maverick1987

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6

Mittwoch, 17. November 2010, 14:57

Zitat

Original von Jey

Zitat

Original von Maverick1987
sag uns doch erstmal welches modell du fliegst...


Die Physik ist bei allen Modellen gleich ;-)


danke! binsenweisheiten krieg ich auch aufm flugplatz genug, das brauch ich hier nicht!

michael: nenn uns doch bitte deinen modelltyp und größe, dann lässt sich die wahrscheinlichkeit welcher der faktoren wohl am ehesten zutrifft schon bestimmen!
wenn es nicht am wind liegt (hier hilft nur knüppeln, knüppeln, knüppeln...)
würde ich auf eine unterschiedliche ewd der beiden hr tippen!

gruß, magnus
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7

Mittwoch, 17. November 2010, 17:36

eine unterschiedliche anstellung der beiden hr-hälften wäre auch beim normalen geradeausflug als rollmoment erkennbar... das hätte man wahrscheinlich beim normalen einfliegen weggetrimmt und fertig... gewichtsdifferenzen bei den flügeln, sprich schwerpunkt in längsachse nicht mittig, machen sich aber bei g-belastungen wie im loop bemerkbar. auch hier würde man zunächst im geradeausflug zum trimmen neigen und das gewichtsproblem zunächst aerodynamisch lösen... wahrscheinlich wären sogar nur geringe korrekturen nötig. streng genommen müsste man feststellen, dass das rollmoment in dann in normal- und rückenlage unterschiedlich wäre...

durch die g-belastung im loop wird die gewichtsdifferenz aber quasi vervielfacht und tritt hier unter umständen erst spürbar zu tage... einfacher erst mal die ausschläge am hr prüfen und angleichen. wenn das passt, um die längsachse auswiegen. aerodynamische effekte würde ich eher ausschließen, die würde man auch beim normalen "rundflug" bemerken...

Marko
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Gruß

Marko

8

Montag, 22. November 2010, 09:46

Wenn Seitenzug stimmt und Modell ausgewogen ist liegt es am Propeller.

Der sich drehende Prop erzeugt bei Lageänderung (sprich Looping) eine Kraft. Diese ist so gerichtet das das Flugzeug nach Rechts, bzw. Links gezogen wird. (Positiv bzw. Negativloop aus Normallage)

siehe auch hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4zession
http://www.prop.at/kurzber/fiala.html (Phänomen Nr. II)