1

Freitag, 30. Januar 2004, 22:55

EWD und Flugeigenschaften?

Hallo Kunstflieger,

im Bauplan meiner Staudacher (2m, NACA 0010, 40ccm) fand ich die Angaben EWD 0°, Sturz 0° und Seitenzug 1,5°.
Lassen sich daraus, speziell von der 0° EWD, bestimmte Flugeigenschaften ableiten?
Muß dadurch der Schwerpunkt weit hinten geflogen werden, um die nötige Anstellung in der Luft zu erreichen?
Wenn ich mit dem Schwerpunkt auf die sichere Seite will, muß dann auch die EWD größer werden?

Gruß
Rolf
C ARF Extra 2,30 m / DA50 R
3W Xtrafun 2,00 m / 3W28i
Hughes MD 530 / E550-Mechanik
Raptor E550 / Trainerversion
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2

Samstag, 31. Januar 2004, 00:08

RE: EWD und Flugeigenschaften?

Hallo Rolf,
Du siehst das schon ganz richtig, Schwerpunkt recht weit nach hinten und Du hast einen recht neutral fliegendes Modell, zumindest in punkto Rücken und Messerflug. Dabei ist der Schwerpunkt eigentlich solange auf der sicheren Seite wie Du noch sicher fliegen kannst!
Eigentlich müsste(nicht Theoretisch,eher praktisch) die ewd minimal positiv sein, so im bereich 0,3 grad.
Ich denke das Du evtl Höhe entsprechend trimmen musst, aber in einem bereich den man optisch wohl kaum wahrnimmt.
Wer ist der Hersteller?
Gruß, Christof

3

Samstag, 31. Januar 2004, 07:40

Hallo Christof,

danke für den Tipp!
Es ist eine Staudacher S300 von JR-Models.
Ichhabe mal die Steckungen von HLW und Fläche zueinander vermessen und komme da sogar auf -0,2°, also muß ich die Löcher für die Fixierstifte schon unsymmetrisch bohren, um überhaupt auf 0° zu kommen. Ich werde mal ausmessen, ob ich 0,3 Grad noch bohren kann (für mich wären das ja schon 0,5). Ich denke, etwas Drücken im Rückenflug geht ja in Ordnung, aber geradeaus fliegen mit getrimmten Höhenrudern macht bestimmt Probleme im Messerflug o.ä.

Gruß
Rolf
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wigensflieger

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4

Samstag, 31. Januar 2004, 09:06

hallo,

Zitat

Ich denke, etwas Drücken im Rückenflug geht ja in Ordnung


ich drücke im rücken eigentlich immer recht gerne ein kleines bisschen. bei ganz neutralen flugeigenschaften kann man sonst leicht vergessen, dass man falsch herum fliegt und man somit eher zieht als drückt. d.h. dass die kiste dann ganz schnell im dreck liegt...
mfg
christian
Einfach mal reinschauen
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1-msc

5

Samstag, 31. Januar 2004, 14:14

Halo Rolf,
Eine EWD im negativen Bereich bei einem nichttragenden Profil halte ich für sehr merkwürdig. Bei tragenden ist das richtig so, viele Hersteller geben ihren Modellen deutlich zu hohe positive Anstellwinkel, die sie mit entsprechend großem Sturz auszuleichen versuchen. Das sind die Modelle die beim Erstflug immer so wegsteigen... :no:
Bevor Du aber am neuen Modell rumbohrst würde ich noch dreimal nachmessen!
JR Modells sind meiner Meinung nach recht gute Konstruktionen, meine flogen zumindest recht gut.
Ich baue ==[] selber grade einen Diablo 2000 AA mit dickem Aussenläufer und 32 Lipos! Habe allerdings nicht die EWD nachgemessen...
Gruß, Christof


PS, Sinn des 0 grad Einstellwinkels ist eigentlich das man im Rückenflug nicht drücken braucht..... ;)

6

Samstag, 31. Januar 2004, 20:01

Hallo Christof,

die JRler machen es sich da ziemlich einfach, die sagen einfach, vor dem Bohren auf den richtigen Sitz achten. Demnach fallen die Bohrungen dann aus.
Ich werde aber auf jeden Fall noch mal nachmessen.
Für mich bleibt dann nur die Frage, ob ich die Kombination 0°, 0° und 0° als getestet und gut akzeptieren soll, oder lieber in den leicht positiven Bereich wechseln soll und dann bezüglich Motorsturz auch wieder nur raten kann..

Gruß
Rolf
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7

Montag, 2. Februar 2004, 08:17

Hallo Rolf,
kannst die Werte (0° EWD und Sturz, 1,5° Zug) m.E. ruhig übernehmen, ist im Kunstflug absolut üblich und bewährt. Die 0° EWD funktionieren meist sehr gut zusammen mit vollsym. Profilen und ohne Sturz. Da vollsymm. Profile annähernd keine Druckpunktwanderung aufweisen, kann die Schwerpunktlage vglw. weit zurückversetzt werden bis knapp vor den Druckpunkt. Die Kompensiererei von EWD mit Sturz etc. ist eugentlich überflüssig. In leicht neg. EWD und entsprechend pos. Sturz sehe ich wiederum überhaupt keinen Sinn, manche machen das aber bei bestimmten Modellen und behaupten das sei nötig....
Gruß!

8

Montag, 2. Februar 2004, 13:13

Hallo

wenn deine EWD 0 Grad ist dann heißt es aufpassen!!! Das geht schon solange du mim Schwerpunkt einigermaßen vorne beilbst. Dann musst du nämlich das höhenruder leicht nach oben trimmen und hast somit EWD. Wenn du aber den Schwerpunkt nach hinten verlagerst ist deine Trimmung neutral damit der flieger nicht wegsteigt(keine EWD) und der Flieger neigt zum unterschneiden.

Gruß Sebastian
There are two kinds of people......
.........Acromasters
.........and those who wish they were

[SIZE=2]www.sebastianmayer.tk [/SIZE]

9

Montag, 2. Februar 2004, 16:59

Hallo Sebastian,

ich glaube, dieser Umstand hat mich meine Extra gekostet.
Es war, wie Du sagst. Höhenruder gut sichtbar nach oben, was im Messerflug nicht so prall war. Die EWD war ca. 0.2°. Dann habe ich gaaanz langsam den Schwerpunkt nach hinten geschoben, um die Trimmung wieder neutral zu bekommen. Und dann kam der große Strömungsabriß am Höhenruder. Gleich mehrfach hintereinander - final.
Dabei war ich noch nicht einmal ansatzweise auf dem Weg in Richtung neutrale Trimmung.
Deshalb bin ich so verunsichert 8(

Gruß
Rolf
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10

Montag, 2. Februar 2004, 17:46

...aus diesem Grunde tastet man sich ja auch von einer sicheren etwas vorderen SP-Lage langsam an das Ideal hin. Und zwar unter Anpassung der mitbeeinflussenden Parameter wie Sturz und HR-Trimmung. Und am Ende wird das H-Ruder auch bei 0° EWD im Strak sein, ansonsten stimmt ein anderer Parameter nicht.
Dieses Einflugprozedere geschieht horizontal und vertikal, irgendwer hats mal sehr zutreffend verfasst...wo, weiß ich nicht mehr. Probiers mit Deinen Werten und der Erstflug wird klappen.....mit Unterschneiden hat das von Dir Beschriebene übrigens nix zu tun...

11

Montag, 2. Februar 2004, 22:19

Hallo Achim,

doofe Frage, was versteht man denn unter Unterschneiden?
Ich war übrigens der Meinung behutsam vorgegangen zu sein. Nach jedem Fitzelchen Blei am Heck immer wieder versucht, die Höhentrimmung zu neutralisieren - ging noch nicht, das führte bei jeder Geschwindigkeit sofort zu einem Sinkflug. Ich habe mit jeder Einstellung immer mehrere Flüge gemacht, um verschiedene Dinge zu testen.
Der Flug vor den abrupten Ende verlief noch ohne erkennbare Änderungen am Flugverhalten und dann.............;(

Gruß
Rolf
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12

Donnerstag, 5. Februar 2004, 09:04

Hallo Rolf,
Unterschneiden bedeutet eigentlich, dass ab einer gewissen Geschwindigkeit der Flieger zunehmend nose down abtauchen will mit weiter zunehmender Fahrt, bis er sich (im Extremfall) gar nicht mehr durch Ziehen abfangen lässt. Ursache ist klassisch ein zu torsionsweicher Flügel, der sich mit steigender Geschw. in Richtung neg. Anstellwinkel verwindet. Das kannst in Deinem Falle wohl ausschließen (steif, dickes Profil, geringe Streckung, etc.). Unterschneiden wird noch begünstigt, wenn der Druckpunkt des Profils wesentlich hinter dem eingestellten Schwerpunkt liegt (also bei "kopflastiger" Einstellung), u.a. weil auch der fürs Abfangen nötige Restausschlag am HR bereits dadurch eingeschränkt ist, weil schon für Neutralflug zur Nickmoment-Kompensation hochgestellt wurde.
In der Regel hätte ich keine Bedenken, den Erstflug mit folgender Einstellung zu wagen: EWD=0° , Sturz 0° oder +1° (nach "oben"), Seitenzug 2-3°, SP ca. 5% von t vor t/3. Aber nagel mich nicht fest, mir fehlt "das Modell vor Augen".
Kannst ja noch das HR für den Anfang leicht auf Ziehen trimmen, hilft beim Start. Und Achtung, sobald Du beim Schwerpunkt nach hinten verschieben merkst, dass das Abfangverhalten insbes. bei geringer Gasstellung zu kritisch wird, sofort aufhören, rückgängig machen und an andere Parameter rangehen. V.a. den Sturz verringern bzw. leicht "nach oben". Mit dem Schwerpunkt immer vor dem Druckpunkt bleiben, sonst unfliegbar...

13

Donnerstag, 19. Februar 2004, 22:24

Hallo Achim,

ich habe mir jetzt mal die tm/3-Lage ausgemessen. Dabei läge der Schwerpunkt ca. 35mm weiter hinten, als in der Bauanleitung angegeben. Ich habe mit zwei Schwerpunktprogrammen nachgerechnet und diesen Wert nochmals bestätigt.
Soweit erfreulich.
Nur habe ich nun gesehen, daß ich dann (bei einer Rippenfläche) ca. 35mm hinter dem Hauptholm (und gleichzeitig hinter der dicksten Stelle des Profils liege).
Könnte der Grund für die werkseitige Angabe daher die Lage des Holms sein, also mit Festigkeitsargumenten begründet?

Gruß
Rolf
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14

Freitag, 20. Februar 2004, 12:02

Hallo Rolf,
wie groß ist denn t überhaupt? SP 35mm hinter Holm und Herstellerangabe erscheint schon etwas viel. Ist auch eine Steckung drin? Wenn ja, verläuft das Steckungsrohr an der Rückseite hinter dem Holm? Fotos wären auch mal nicht schlecht, z.B. per mail...weil bildlich besser vorstellbar...
Gruß, Achim

Passion

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15

Freitag, 20. Februar 2004, 20:18

Halloo Rolf ,mit 0° ewd kannste fliegen .Fliegt auf dem Rücken recht neutral .Ich lasse den Flieger senkrecht und Leerlauf vom Himmel fliegen, und schaue dann ob er über die Kabine ,also höhe macht oder ob er auf tiefe abhaut, wohlverstanden bei neutralem Höhenruder!!.Jenachdem gebe ich ihm dann etwas Anstellung oder auch nicht .Eventuell gibt an deinem Flugzeug etwas anderes einwenig Auftrieb ,so dass EWD 0° geht zum fliegen !!

16

Freitag, 20. Februar 2004, 21:33

Hallo Achim,

Foto kommt demnächst.
Wenn ich durch das Steckungsrohr in die Fläche schaue, kann ich den Hauptholm beinahe mittig sehen. Ich schicke mal die ganzen Geometridaten gleich mit.........

Gruß
Rolf
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Montag, 23. Februar 2004, 08:35

Allet jlar, mach det!
Gruß!