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christoph

RCLine User

  • »christoph« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Münster NRW

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1

Montag, 11. November 2002, 10:57

Ruderanlenkung


Hallo,

ich bin gerade dabei einen F4Y zu bauen. Laut Anleitung soll die Ruderanlenkung so erfolgen das das Gestänge parallel zur Wurzel verläuft. Ich denke aber eine Anlenkung im 90 grad Winkel zur Endleiste
wäre sinnvoller. Wie ist das bei euch gelöst?

Gruß
Christoph

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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2

Montag, 11. November 2002, 11:20

Re: Ruderanlenkung


Hoi Christoph,

also ich bau seit meinen letzten 2 EPP Nuris nur noch flexible Bowdenzüge ein,
die ich dann senkrecht zur Endleiste (wie von Dir beschrieben)
in der *Mitte* des Ruders aus dem Flügel wieder "rauskommen".

Vorteil: Das Ruder biegt sich nicht unter extremer Last (z.B. bei schnellem Flug, das soll ja mal vorkommen) so durch als wenn es nur ganz innen mit dem Gestänge verbunden ist.

Vorteil 2: Dadurch daß der Bowdenzug elastisch ist, verträgt das Ruder schon mal heftigere "Hits", hab noch kein (Plastik)-Getriebe damit schrotten können, trotz extremer Crashes (he he)

Vorteil 3: Du kannst den Bowdenzug komplett unsichtar im Flügel verlegen, das Servo wird (je nach Flügeldicke) so eingebaut, daß der Servoarm nach *UNTEN* in den Flügel zeigt, dort ist der Bowdenzug etwas
tiefer eingebaut und wird dann in schönem Rundbogen im Flügel verlegt, so daß er in der Mitte des Ruders schön im 90° Winkel zum Ruder rauskommt.

Vorteil 4: Du kannst den Bowdenzug hinten meist in der Länge justieren, so daß Du die Ruderanlenkung schön gleichmässig mechanisch nachjustieren kannst, ohne elektronische Gimmicks an deiner Fernsteuerung
(ich flieg ne alte Graupner 6014 non-digital ;-)

Vorteil 5: Du kannst damit natürlich auch schöne Halbruder, gekürzte CZ-Ruder oder sowas realisieren, damit verlierst Du weniger Höhe in den Kurven... Gut zum Thermikkurbeln...

Jo, dat is meine Meinung,

ciao,
Peter




Peter_K

RCLine User

Wohnort: Kirchheim/Teck

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3

Montag, 11. November 2002, 11:36

Re: Ruderanlenkung


Hoi Peter,

wie ist denn die Nullstelleung / Spiel bei der Anlenkung? Hatte mir mal was ähnliches überlegt, aber aus o.g. Gründen nicht realisiert ....
Schöner Gruß von der Teck

Peter

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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4

Montag, 11. November 2002, 11:52

Re: Ruderanlenkung


Hoi Peter ;-)

Also - das hatte ich vergessen:

Man braucht natürlich ein Bowdenzug-Außenrohr, das *im Flügel versenkt* mit ganz wenig Epoxy festgeklebt wird.  Das Aussenrohr beginnt knapp hinter dem Servo und wird etwa 3 cm vor der Endleiste
aus dem Flügel nach oben herausgeführt und dort auch gut festgeklept (wieder Epoxy). Im Aussenrohr läuft dann der Bowdenzug selbst, mit einem justierbaren Gabelkopf am Ruderende. Dies ermöglicht beidseitig
eine äußerst präzise Einstellung der "Rudernullstellung" (dabei zeigt der Servoarm senkrecht nach unten (in den Flügel) - damit hat man den gleichen Bowdenzugweg für "drücken" und
"ziehen" und damit denselben Ruderausschlag nach oben und unten)

Das Aussenrohr ist zwar festgeklebt aber trotzdem begrenzt flexibel (wie der Flügel eben auch). Dadurch entsteht im "normalen Flugbetrieb" kein Spiel und das Ruder kann äußerst präzise und spielfrei
angelenkt werden. Bei einem "Hit" oder einem "Crash" gibt der Flügel jedoch genug nach, daß es nicht das Getriebe zerreist (ist halt keine Metallstange).
Ich hab diese Bowdenzüge auch schon bei sehr hohen Geschwindigkeiten getestet (Sturzflug aus 50M oder so - dann mehrfache Loopings) und bin seitdem davon überzeugt.

Übrigens noch ein Vorteil: Dadurch daß man einen Bowdenzug verwendet, kann man die Servos sehr nahe der Flügelmitte (nach außen gedreht) einbauen. Dies dient der Zentralisierung des Schwerpunktes und
verbessert die Flugeigenschaften.

Dat wars,
Peter


ekke

RCLine Neu User

Wohnort: D-79206

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5

Montag, 11. November 2002, 19:26

Re: Ruderanlenkung


.
Wo setzt Du den Schnitt für den Bowdenzug, von oben oder von unten[frage]
.

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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6

Dienstag, 12. November 2002, 15:03

Re: Ruderanlenkung


Die Servos werden von oben reingelegt, mit dem Servoarm 90° nach unten.
Der Schnitt für den Bowdenzug ist von oben. Am Anfang relativ tief, dann wird der Bowdenzug jedoch schnell an die "Oberfläche", gelegt (so geschnitten, daß der Bowdenzug das Profil nicht verändert,
also etwas versenkt.

Alternativ dazu (und/oder wenn man nen dünnen Flügel hat) kann man wenn die Servos von unten einbauen, mit dem Servoarm nach oben und dann von oben den Bowdenzugschnitt  machen (die Bowdenzüge werden
auch hier knapp unter der Oberfläche verlegt): Vorteil man muß für den Bowdenzug nicht ganz so tief ins EPP schneiden wie bei Variante 1, hat aber auch die Gefahr daß bei ner härteren Landung die Servos
getroffen werden. Außerdem ist der Flügel an einer kleinen Stelle komplett durchschnitten. Genügend Strappingtape wirds richten...  [ok]

Bis denne,
Peter

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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7

Donnerstag, 14. November 2002, 09:27

Re: Ruderanlenkung


Ähm nochwas:

Wenn Ihr das so nachbaut, würde mich interessieren ob Euch das besser taugt als eine herkömmliche Stangenanlenkung! Feeeeedback!!!

Danke,
Peter
[shine]

Nikos

RCLine Neu User

Wohnort: D- Rugrgebiet

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8

Freitag, 14. Februar 2003, 16:33

Re: Ruderanlenkung


Hallo Peter.
Ich habe es nachgebaut und bin begeistert.
Die Vorteile sehe ich genauso wie Du.
Anlenkung der Ruder in der Mitte und Servogewicht weit vorn im Zentrum
neben den Akkus.
Ich habe überlegt, ob man die Anlenkung nicht sogar noch ein Stück weiter
nach außen verlegt, weil die Ruder da breiter sind?

Für mich war ein weiterer Vorteil, dass ich kein Z in 1,8mm Schubstangen
sondern in 0,8mm Stahldraht biegen konnte. Da brech ich mir immer einen
ab - wohl weil ich kein ordentliches Werkzeug dazu habe.
(Die Spitzkopfzangen denen das zutraue kosteten über 30,- Euro (bei Conrad))

Bei den Zügen selber hätt ich's gern noch eine Nummer kleiner/dünner.
Ich habe jetzt die, schon einmal in einem anderen Fred diskutierten, Graupner
Züge benutzt. Orangenes Außenrohr, weißer Konststoff Innenzug (den als
Außenrohr verwendet) und darin 0,8mm Stahldraht (eigentlich zur Stabilisierung
gedacht) als Zug.
Ich glaube ein Bowdenzug mit 0,5mm Stahldraht läßt sich in Modellen <= 100cm
besser verlegen.

Noch nicht ganz zufrieden bin ich mit dem Gestängeanschluß für das Ruderhorn.
Diese Stahl-Zylinder mit Loch für den Zug und kleiner schwarzer Imuß Schraube
zum sichern des Zuges. Die sind relativ schwer, nicht so exakt/reproduzierbar
einzustellen wie Gabelköpfe auf Gewindestangen (die sind natürlich noch
schwerer). Und die spielfreie Anbringung am Ruderhorn fällt mir auch immer
schwer, weil der gewindelose Teil des Gestängeanschlusses breiter ist als
das Ruderhorn.

Was nutzt Du denn als Ruderhorn - Zug Verbindung?
Auf den Bildern von dem teilbaren F4Y sind so Kunstoff-Gabelköpfe zu sehen.
http://twegmann.piranho.com/F4Ym/Thumbnails.html z.B. F4Ym13.jpg
Wo bekommt man die? Halten die auch auf 0,8mm Stahldraht?

Tolle Sache mit den Bowdenzügen. ;)Letzte Änderung: Klaus Dohrmann - 14.02.03 16:33:46
Grüße Klaus

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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9

Freitag, 14. Februar 2003, 18:18

Re: Ruderanlenkung


Jo,

danke für den Feedback.
Ich nehm auch die Graupner-Bowdenzüge.

Näheres auf diesem Bild:



Wie man auf dem Bild erkennen kann, nehm ich auch die leichten Plastikgabelköpfe am Servo (da muß man ja auch nix nachstellen, das soll einfach halten), und die justierbaren Metallgabelköpfe an den Ruderhörnern.

Die Plastikgabelköpfe (wie auch die Graupner-Bowdenzüge) gibts beim Staufenbiel, sie werden mit Sekundenkleber auf den Bowdenzug geklebt (nachdem man ihn etwas mit dem cutter angeschnitten hat). Hält
bombig, auch im Hochbelastungs-Einsatz (der Flügel auf dem Bild wird mit dem Profil angeblich bis zu 180km/h schnell, was ich aber sicher noch nicht geschafft hab ;-)

Nun, besten Gruß,
Peter
Letzte Änderung: Peter Knoblach - 14.02.03 18:18:51

Eckhard_K.

RCLine Neu User

Wohnort: Mannheim

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10

Montag, 12. Mai 2003, 22:41

Hallo,

ich habe meinen neues Styro-Leicht-Nuri
( ähnlich F4Y-Mini, Gewicht 170g ) mit Halbrudern
ausgestattet ( Bowdenzug Innerrohr als Führung und
0.8 mm Stahldraht als Anlenkung ).
Es funktieniert seht gut, leichtgängig und spielfrei.

Der mittleren Teil des Ruders ist starr und in "Neutralstellung", d.h.
in Fortsetzung der Profilunterseite eingebaut. Dies hat sich allerdings
als unvorteilhaft erwiesen ( Schwerpunkt muss sehr weit nach vorne ).
Ein Verbiegen in Richtung Mitte brachte Besserung.

Ich tendiere dazu, diese Flächen symmetrisch zu Ober- und Unterseite
einzustellen und eventuell zu kürzen ( wo sich die verlängerte Profil-Oberseite
und Unterseite schneiden ).

Gibt es dazu Erfahrungen ?

Gruß
Eckhard

Bully

RCLine User

Wohnort: Geretsried

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11

Dienstag, 13. Mai 2003, 14:23

Hallo Peter,

in der Verlegung der Ruderansteuerung bist Du ja ein Profi, wie ich mich ja schon live selbst überzeugen durfte. Und deine Argumente sind alle 100% zutreffend.
Von Dir angesteckt habe ich ja auch meine Lightcat mit diesem System ausgerüstet und funktioniert prächtig.

Gerne möchte ich dennoch meine Erfahrung mit der konventionellen direkten Anlenkung auch posten.
Wenn man mit dem Gewicht der Servos an der Tagfläche leben kann und sie nicht unbedingt nahe der Mitte montiert sein müssen, ist die Montage zur Anlenkung direkt im 90-Grad-Winkel zum Ruder wesentlich einfacher und nimmt nicht soviel Zeit in Anspruch. Auch ist das Gesamtgewicht natürlich kleiner, da die kurze direkte Anlenkung mit einer Stange (ich nutze 1,5mm Draht) ohne Führungsrohr, etc. weniger Gewicht auf die Waage bringt als der lange Seilzug mit Führungsrohr und Kleinteile.
Dazu ist der Aufwand der Montage geringer und eine Spielfreiheit ist auch mit wesentlich weniger Aufwand zu realisieren. Einfach eine passende, möglichst leichte Stange zurechtbiegen, auf eine exakte Bohrung (Spielfreiheit) im Ruderhorn und Servohebel achten und das war es auch schon. Wenn man vorher exact (!) die Länge gemessen hat und genau biegt braucht man kaum nachjustieren. ja ja, daß exakte Arbeiten.... ;)
Ganz klar ist folgender Nachteil der direkten Anlenkung, wie schon von Dir erwähnt. Die Servogetriebe nehmen leichter Schaden (ist mir auch schon passiert!) bei unsanften Landungen. Das verstärkt sich dann auch noch, wenn die Anlenkung auf der Unterseite ist. Dämpfen läßt sich dies Problem, indem man einfach ein Stückchen EPP for den Servohebel als Schutz aufklebt, der die evtl. entstehenden Kräfte aufnimmt.
Drum lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...... :ok:


dieter w

RCLine User

Wohnort: Grünstadt (Pfalz)

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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12

Dienstag, 13. Mai 2003, 14:39

Hallo Christoph,
aus meiner Sicht ist es aerodynamisch besser, die Rudergestänge parallel zur Wurzelrippe, also in Flugrichtung anzuordnen. Je größer der Pfeilungswinkel, desto ungenauer wird dabei aber die Anlenkung. Das Ruderhorn muss dabei rechtwinklig zum Anlenkdraht stehen und nicht rechtwinklig zum Ruder. Das Ruderhorn macht bei Ruderbewegungen neben der Drehbewegung eine Art Kippbewegung, die zur Verspannung des Gestänges führen kann. Deshalb wähle ich in der Praxis eine Kompromisslösung, indem die Anlenkung irgendwie zwischen parallel zur Wurzel und rechtwinklig zum Ruder erfolgt. Das Ruderhorn wird dann noch leicht gedreht auf das Ruder montiert, so dass der Fehlwinkel auf alle drei möglichen Stellen (Drahtrichtung, Fehlwinkel Ruderhorn - Ruder, nicht ganz rechtwinklig abgewinkelter Draht) verteilt wird. Bei den üblichen Pfeilwinkeln der Nuris ergibt das eine feste Anlenkung.
:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

Bully

RCLine User

Wohnort: Geretsried

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13

Dienstag, 13. Mai 2003, 15:48

Zitat

Original von dieter w
Das Ruderhorn muss dabei rechtwinklig zum Anlenkdraht stehen und nicht rechtwinklig zum Ruder.


Natürlich!! Der rechte Winkel von Ruderhorn zum Anlenkdraht muß , wie immer, eingehalten werden.
Drum lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...... :ok: