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Sonntag, 1. Dezember 2002, 17:58

CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Hallo,
Bin grad dabei mir einen CO5 (Aerodesign) zu bauen, Spannweite 250cm, Flügeltiefe 24cm, MH45, vorgesehen ist Styroporkern(Fassadendämmplatten) und Fichtenfurnierbeplankung (1mm).
Meine Frage dazu: wird das auch ohne Gewebe ausreichend steif, odr bau ich mir da einen Flattermann?
Bin ein bisserl verunsichert, da ist immer von viel Kohle kreuz und quer usw. die Rede, ist das bei so einem gepfeilten Nurflügel mit eher mäßiger Streckung schon ein Problem? Will nicht zu schwer bauen,
soll ja auch ein bisserl für die Thermik sein. Als Antrieb werd ich einen 600er mit Getriebe dranbauen, zum Hangfliegen abnehmbar.

Liebe Grüße
Erich

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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2

Dienstag, 3. Dezember 2002, 16:51

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Ja die Torsion ist bei 2,50M und nur 1mm Furnier meines Erachtens schon ein gewaltiges Problem!
Auch wenn es so scheint, daß der Nuri subjektiv "Langsam" unterwegs ist, wirken doch ganz gewaltige Kräfte bei einem 2.50m Flügel!

ich würde
a) eine "Schicht" Glasroving über die ganze Flügelbreite,  in der Mitte etwas dicker, so 4cm und am Rand weniger, so 1cm auflaminieren

b) zusätzlich im 45° Winkel entweder glas oder besser kohle auflaminieren, zur Not tuts vielleicht auch im 45° Winkel aufgeklebtes Strappingtape.

Ich hab hier mal ein Foto, wie ich mein 1,50M Speedwing DS "gestrapped" hab, damit Du eine Idee davon bekommst:


Beste Grüße,
Peter

3

Donnerstag, 5. Dezember 2002, 11:11

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Hallo,

danke für die Antwort, hm, das ist mein erster Nuri, von einem Horten und einem Delta mal abgesehen.
Das Fichtenfurnier ist um einiges fester als Balsa, hab vor daß ich mit PU-Kleber beplanke, Epoxi will ich nicht nehmen weil ich meine Werkstatt nicht über 10 Grad heizen kann. Also, da ich außen deshalb
nicht so einfach was  nachher außen drüberlaminieren kann werd ich eine Schicht Glas zwischen Furnier und Styro legen, bin gespannt ob das mit dem Kleber funktioniert (Fermacell Estrichkleber von
Fels). Strappingtape Außen will ich aus optischen Gründen vermeiden.

Hat vielleicht jemand mit dem CO5 konkrete Erfahrungen, sind die Klappen nötig/ wirkungsvoll odr kann man das Ding auch ganz gut ohne fliegen?

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Erich

hawkeye

RCLine User

Wohnort: D-80000 München

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4

Donnerstag, 5. Dezember 2002, 11:45

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Achtung!

Ich bezweifel, daß das mit dem Estrichkleber langfristig hält. Hab noch nie gehört, daß man damit Faserverbundwerkstoffe laminieren kann...

Probier das auf jeden Fall vorher auf einem Teststück Styropor aus, sonst ist der schöne Flügel hin!
(Wäre doch ungut wenn sich im Flug auf einmal die komplette Beplankung löst, oder?)

Besten Gruß,
Peter

PS: Was den CO5 angeht, hast Du mal auf www.aerodesign.de gekuckt, die haben da (leider nur geringe) Infos darüber, aber auch generelle Infos über den Umgang mit Faserverbundwerkstoffen und dem Bau im
Allgemeinen.


Alpicort

RCLine User

Wohnort: Neu Wulmstorf

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5

Donnerstag, 5. Dezember 2002, 11:45

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Klappen wichtig !!!
1. Landehilfe  (Butterfly)
2. Startstellung (Gummi oder Winde) (wird bei mir viel beigemischt)
3. Zur allgemeinen Geschwindigkeitsänderung (Thermik-fliegen,turnen ect. )
ohne Klappen müsst es ein CO2 sein (?)

Draussen zu kalt : bau dir doch aus Styro-Platten eine passende Kiste mit Deckel,        2 Glühlampen a 100 W rein , Temperatur messen/überwachen .  
Gewebetape außen würd ich auch als "Sünde" ansehen .

Gruß Rainer
PS:Haste nicht interesse an Meinem Flieger ??(Soll wech)  ggf mich anmailen

6

Donnerstag, 5. Dezember 2002, 13:18

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


@Peter,
hm das laminieren damit hab ich schon ein wenig probiert, der PU-Kleber benetzt sehr gut, und die Verbindung zum Styro und Holz ist auch sehr gut. Wenn er von einem Gewebe aufgesaugt wird schäumt er praktisch
nicht. Ausgehärtet ist das Zeug nicht ganz so hart wie Epoxi, abr doch wesentlich härter als das Matrixmaterial bei Strappingtape (zumindest von dem das ich kenne), da das ganze ja im Sandwich liegt glaube
ich daß die Glasfasern ausreichend damit fixiert werden. Da eine Kleinserie(3-4Stück) geplant ist kann ich ja beim Prototypen mal was neues ausprobieren, wenn's nix wird mach ma dann halt einen mehr.

Temperbox hab ich eine, ist nur zu klein. :(
Außerdem hat sich meine Waage durch den Einfluß von ausgelaufenem Härter so verzogen daß sie unbrauchbar ist[angryfire]

@ Rainer,
danke für die Infos über die Klappen, hab wenig Erfahrung mit Fliegern die Widerstandsmäßig kein aerodynamisches Verbrechen sind[lil][ok]
Nein, danke, deinen Flieger will ich dir nicht abkaufe, einen großen Teil des Erfolgsgefühls macht bei mir aus etwas zu fliegen was ich selbst gebaut hab[grin1]

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Erich

7

Freitag, 6. Dezember 2002, 21:45

Re: CO5 - Erfahrungen? Welche Beplankung, Gewebe notwendig?


Ok, jetzt hab ich das Flächenkleben Mit dem PU-Kleber ausprobiert:
1mm Fichtenfurnier,
Bis ca. 3/4 der Spannweite dünnes Gewebe (weiß nicht mehr genau welches das ist) zwischen Holz und Styro gelegt,
und das ganze mit ca. 300kg beschwert.
Hab vorher die Furniere etwas angefeuchtet damit der Kleber sicher aushärtet, Kleber aufgetragen, ok, nicht grad sparsam. Erster Vorteil der mir aufgefallen ist : Keine Topfzeiten. Dann das ganze gepresst,
aushärten lassen(ca. 16 Stunden- sicher ist sicher).
Hm die Flächen sehen gut aus, der Kleber ist rundherum etwas herausgequollen (war nicht grad sparsam damit) und ist dort wo Platz dazu hatte(ausgebrochene Ecken im Styrokern) aufgeschäumt- netter Nebeneffekt.
An dem überstehenden Gewebe kann ich kaum einen Unterschied zu Epoxi feststellen, auch keine Schaumbildung.
Das ganze wirkt recht steif und stabil, scheint funktioniert zu haben, abgesehen davon daß ich sparsamer mit dem Kleber hätte sein können (oft genug gesagt). Die Flächen wiegen zusammen 980 Gramm (2.5
Meter Spannweite, 24cm Tiefe), Sicher kein Spitzenwert, abr da lassen sich sicher noch ein paar Gramm einsparen.
Also, für normale Flächen werd ich wohl das Zeug weiterverwenden, da einkomponentig, temperaturunempfindlicher und ich glaub auch eine Spur leichter als Epoxi wenn man die richtige Dosierung heraussen
hat, muss dazu mal eine Versuchsreihe machen, auch damit wie sich das Zeug unter Vakuum verhält.
Fazit bisher: recht brauchbare Alternative.

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ErichLetzte Änderung: Preitler Erich - 06.12.02 21:45:48