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Toby_

RCLine Neu User

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1

Montag, 25. November 2002, 19:24

Antriebskonzept für Zagi


Hy,

mal ne kleine Frage.
Ich habe mir vor einiger Zeit einen Zagi selbst gebaut.
Doch in der Ebene (F-Schlepp) wird er recht schnell langweilig.

Hat jemand von euch eine Idee wie man einen Schwenkbaren Antrieb
Herstellen könnte ?
Der Druckantrieb sollte horizontal wie auch vertikal im Flug verstellt
werden können. (Ich erhoffe mir extreme Wendigkeit)[rolling_eyes]

Hat sich darüber schon jemand von euch mal gedanken gemacht ?

Welche kostengünstige Motorisierung sollte ich benutzen?

Daten meines Zagi:

Spannweite: 1200mm
Gewicht: ca 400g

Mfg
Toby
Letzte Änderung: Tobias Ott - 25.11.02 19:24:36

hawkeye

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2

Dienstag, 26. November 2002, 11:06

Re: Antriebskonzept für Zagi


Moin,

meine Meinung dazu:

a) Viel zu schwierig zu realisieren. Hab mal von nem Twinjet nur mit vertikal schwenkbarem Antrieb gelesen, sicher in diesem Bereich interessant aber warum bei einem Zagi und warum auch noch horizontal
schwenken?

b) Wenn das Ding gut motorisiert ist, ist er auch ohne schwenkbaren Antrieb mächtig wendig (bei großem Ruderausschlag und großen Rudern, und kleinem Modell).


Ich fliege jetzt seit einiger Zeit einen Jeti Phasor 15/4 auf diversen Nurflügeln (von 90cm bis 150cm), hab da auch einige Experimente mit gemacht, z.B. Motorsturz (nach oben/unten), dann Seitenzug usw.

Erstmal zur Wendigkeit: Auf dem 90er Nuri ist das Ding bei Vollgas (8x6er Klapp-LS) nur noch mit Reflexboostern (kennt wer Shadowrun ;-) zu kontrollieren ;-)

Meine Erfahrung zur Motorachsenpositionierung:
Seitenzug (also das von Dir angesprochene horizontale Schwenken) ist der "brontale Killer" ;-) also vergiss das, das Modell wird nicht mehr steuerbar. Es "schiebt" dann über einen
Flügel, ungefähr wie beim Flächenflug wenn man volle kanne Seitenruder gibt und mit dem Querruder kompensiert, nur noch wesentlich stärker, und durch Querruder eventuell nicht mehr zu kompensieren.

Beim Motorsturz bin ich mittlerweile auf den Trichter gekommen, daß es für jedes Modell einen optimalen Sturz gibt, bei dem der Antrieb am effizientesten funktioniert. Ein falsch eingestellter Sturz (bzw.
ein vertikales schwenken) gibt dir nicht zusätzliche Manövrierfähigkeit sondern macht das Modell äußerst instabil, habe gestern mal mit "inversem Sturz", also Druckmotorachse zeigt nach "oben"
probiert - das Modell "hoppelt" in der Luft rum daß es keine Freude ist...

Meiner Erfahrung nach ist ein ganz leicht negativer Sturz sinnvoll. Wichtig scheint es auch den Motor nahe des Flügels zu positionieren, also keinen "Antriebsturm" zu bauen, bei dem der Motor
etwa 10cm vom Flügel weg ist.

Zur Frage de günstigen Motorisierung:
Speed 400er mit Günniprop und 8er 500er Sanyo. Zum Bau des "Motorhalters": Schau Dir mal Maltes ZAP auf www.spassflieger.net an.

Beste Grüße und viel Spaß noch beim Motorflug,
Peter

Toby_

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3

Dienstag, 26. November 2002, 16:22

Re: Antriebskonzept für Zagi


Hallo,
so viel ich weiß gibt es einen amerikanischen
Versuchsträger F16 (Original) mit ablenkbaren Triebwerkstrahl.
Mit dieser Ausführung ist der Jet sehr viel Wendiger
geworden. [shine]

Warum sollte es dann auch nicht mit einem Modell funktionieren ?

Der Zagi bietet sich halt als Versuchsträger an (EPP).
Aber Danke für deine Typ´s, das mit der horizontalen
Verstellung lass ich erst mal lieber.
Doch das mit dem vertikalen Verstellung müsste eigentlich klappen.
Als Antrieb sehe ich einen Speed 480 BB vor.

Ich muss jetzt nur noch eine funktionierende Mechanik herstellen
(auf der Zap von Malte basierend) ???

Hat jemand eine Idee ??

MFG TobyLetzte Änderung: Tobias - 26.11.02 16:22:44

hawkeye

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4

Dienstag, 26. November 2002, 17:04

Re: Antriebskonzept für Zagi


Hi!
also wenn Du es schaffst, lass es mich wissen, in welchem Winkel willst Du denn den Motor vertikal schwenken?
Wie machst Du die "Schwenkvorrichtung" auf dem EPP ausreichend fest?

Ich hab da so meine Zweifel ob das klappt... aber ich will Dich nicht davon abhalten.

Bis denne,
Peter

5

Dienstag, 26. November 2002, 17:39

Re: Antriebskonzept für Zagi


Hi Tobias,

Ein gutes Beispiel für Schubvektorsteuerung sind auch die F-22 und die Suchoi SU-37. Bei beiden befinden sich die Antriebseinheiten erheblich (ca eine Halbspannweite) hinter dem Schwerpunkt. Durch den
längeren Hebel ist natürlich die Wirksamkeit viel größer als wenn Du fast direkt am Schwerpunkt bist wie bei einem Zagi! (Ein Höhenruder in der Mitte von Zagi bringt auch fast nichts anderes als Bremswirkung.)
Außerdem haben beide wohl mehr Schub als sie wiegen!

Es gab mal eine Seite mit Experimentalpibrosen, von denen einer je einen schwenkbaren Speed400-Motor mittig in den Querrudern montiert hatte! Leider kann ich sie nicht wiederfinden... Die Erfolge waren
allerdings nicht ermutigend, soetwas nachzubauen!

Um dem Motor im Zap Schwenkbar zu machen brauchst Du es doch nur hinten zu verbreitern, in der Mitte des Zap und des Flügels eine Aussparung anzubringen, dann eine Schlauchklemme um den Motor, die seitlich
je ein Loch hat, durch das Schrauben rausstehen, auf eine der schrauben ein Ruderhorn, dann in passende Messingröhrchen. Diese auf dem Zap festharzen (Mit etwas Glasmatte oder Roving). Fertig.


Grüße
Malte


Letzte Änderung: DrM - 26.11.02 17:39:23

Toby_

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6

Dienstag, 26. November 2002, 17:39

Re: Antriebskonzept für Zagi


Der Schwenkwinkel des Motor sollte so
groß wie möglich sein.
Der optimale Wert mus halt erflogen werden.[crazy]


Die Befestigung des modifizierten Zap sollte
zwar recht leicht aber sehr fest sein. Mit
Klebeband geht es bestimmt nicht mehr.

Vielleicht mus ich ein paar Befestigungshölzer
in die Oberfläche des Zagi einharzen ?

Heute Abend suche ich auf jedenfall mal den Motor
usw. zusammen.
Toby

hawkeye

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7

Mittwoch, 27. November 2002, 10:15

Re: Antriebskonzept für Zagi


Hmm,

nur noch eine Anmerkung, als ich den Antrieb etwa 5-10° (schwer zu messen) nach oben "geschwenkt" hatte,  wurde die Kiste total unruhig und es war keineswegs leichter einen Looping zu fliegen.
Ich denke Maltes Argument, daß der Schwenkantrieb viel zu nah am Schwerpunkt ist, ist dafür verantwortlich. Um das zu kompensieren müsstest Du einen viel größeren Schwenkbereich bauen.
Ich denke auch, daß zumindest die Messinghülsen (aus dem Schwenkzap) eingeharzt werden müssen.
Schick uns mal Bilder von Deinem Baufortschritt, wenn Du das wirklich machst,

ciao,
Peter


8

Mittwoch, 27. November 2002, 15:59

Re: Antriebskonzept für Zagi


Klar müssen die Messinghülsen eingeharzt werden. Auf jeden Fall mit einem Streifen Matte oder Roving, ansonsten halten sie nichts aus.

Du kannst die Klebebänder am Zap noch sichern, indem Du je einen Streifen quer darüberklebst.
Wenn Du das Zap unbedingt fester als mit 5cm breitem Klebeband befestigen willst, nimm Strapping-Tape! Das ist aber eigentlich nicht nötig und beim Crash geht viel mehr kaputt, weil sich die Verbindung
nicht lösen kann.
Das Zap hält hinten bombig, weil die Klebestreifen nach unten um die Endleiste herumgehen und vorne, wo es sich lösen könnte, ist die Befestigung ganz vone an so einem langen Hebel, daß die auftretenden
Kräfte sehr gering sind.

Grüße,
Malte
Letzte Änderung: DrM - 27.11.02 15:59:47

Toby_

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9

Mittwoch, 27. November 2002, 19:55

Re: Antriebskonzept für Zagi


Hy,
aus mangelnder Zeit kann ich leider erst nächste Woche
mit dem Bau beginnen.
Wenn ich dann was Brauchbares
zusammengebastelt hab mach ich natürlich ein paar
photos.

Was meint ihr? Reicht ein Standardservo zum schwenken des Motor?

Bis dann dann

Toby


10

Mittwoch, 27. November 2002, 20:54

Re: Antriebskonzept für Zagi


Ein Standard-Servo ist schon viel zu schwer! Selbst ein 13g Servo sollte dicke reichen, wenn Du die Drehachse halbwegs mittig am Motor anbringst. Es treten doch fast keine Kräfte am Ruderhorn auf.

Grüße,
Malte