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1

Samstag, 9. Juni 2007, 07:09

Revolution in der oberflächenbearbeitung

G´day,
ich hab eine technik entwickelt, wie man die oberfläche vom nuri bearbeiten kann so daß tape und bespannung wesentlich besser halten und ausserdem man sich das bespannen sparen kann, wenn man nicht unbedingt farben braucht.
Ausserdem erhöht sich die festigkeit des flügels!
Dazu braucht man nur Alufolie und ein Bügeleisen.

Bevor man an den Flügel selbst rangeht, sollte man auf jeden fall die stufe ermitteln, wo das epp !langsam! anfängt zu schmilzen.
Das kann man mit dem verschnitt vom nuri machen, und gleichzeitig sollte man auch ausprobieren, welche seite von der alufolie den besseren wert erzielt, bei mir war es die rauhe seite, die nicht so sehr glänzt.

Die temperatur war bei mir etwas unter wolle, und man sollte nicht direkt, nachdem das bügeleisen geheizt hat bügeln, weil es bei mir auf der stufe wolle einen unterschied vom schnell schmelzen und fast garnicht schmelzen gemacht hat (dank bimetall gibts ja bloss ein oder aus).
Auf jeden fall lieber 2 mal bügeln, als in den flügel eintauchen!!!
Bei ecken muss man auch sehr aufpassen, die sind mal schnell eben rundgeschmolzen.

Probiert die technik nicht grade bei eurem neuesten besten flügel aus.
Weil bei mir hat sich die hinterkante leicht verbogen, was ich allerdings ein wenig richten konnte, indem ich die hinterkante mitm bügeleisen einfach in die richtung gedrückt habe, wo sie hinsollte.

Aber wenn alles klappt habt ihr einen Babyar***-glatten nuri, auf dem tape und alles besser hält, die festigkeit des flügels höher ist und der unbespannt doch fast so schnell wie ein bespannter sein sollte. :ok:

Bilder hier:
http://www.paraflying.de/nuri1.jpg
http://www.paraflying.de/nuri2.jpg

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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2

Samstag, 9. Juni 2007, 09:06

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

schaut ganz sauber aus, nur denk ich mir dass die folie bei einem absturz leicht reißen kann. sag bescheid wenn du geflogen bist und abgestürzt bist.

Trotzdem gute idee. bin gespannt was sie aushält

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

3

Samstag, 9. Juni 2007, 09:13

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

Die folie kommt natürlich wieder ab, hab ich vergessen :tongue:

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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4

Samstag, 9. Juni 2007, 09:15

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

aso.... na dann, also du verschmilzt die Oberfläche im prinzip. ok, das hab ich auch schon gemerkt bei meiner Bee. die is aus geschäumtem EPP und da ist die Oberfläche auch viel glatter, und viel härter.

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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5

Samstag, 9. Juni 2007, 09:50

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

Zitat

Original von Emanem
aso.... na dann, also du verschmilzt die Oberfläche im prinzip. ok, das hab ich auch schon gemerkt bei meiner Bee. die is aus geschäumtem EPP und da ist die Oberfläche auch viel glatter, und viel härter.

LG


Weisses Schimmel, schwarze Steinkohle...:D

Ich denke auch, das die Oberfläche fester wird, viele kleine Oberflächenfehler werden zugeschmolzen (Kerbwirkung verringert)
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Manfred Wagner

RCLine User

Wohnort: Rhoen

Beruf: Dipl. Ing. Kunststofftechnik

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6

Samstag, 9. Juni 2007, 10:20

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

Hi zusammen,

das hat mich jetzt so interessiert dass ichs gleich mal ausprobieren musste.

Ergebnis : genial :ok:

Die Oberfläche ist sogar deutlich besser als formgeschäumt, quasi eine PP Folie.
Perfekt glatt, und die Biegefestigkeit hat spürbar zugenommen.

Kleiner Nachteil: von nix kommt nix, soll heissen die Dicke nimmt bei dieser Prozedur etwas ab, was aber in den meisten Fällen unkritisch sein sollte.

Fazit: EPP Flügel mit Finish wie Voll-GFK zum Nulltarif 8)

Grüsse, Manfred

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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7

Samstag, 9. Juni 2007, 11:34

RE: Revolution in der oberflächenbearbeitung

Zitat

Weisses Schimmel, schwarze Steinkohle...


werd ich auch gleich ausprobieren!

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Emanem« (9. Juni 2007, 12:54)


8

Samstag, 9. Juni 2007, 12:44

Zitat

Weißes Schimmel, schwarze Steinkohle...

Nicht ganz. (Form)geschäumtes EPP ist etwas anderes als geschnittenes EPP.

Grüße
Malte

Abdrehfaktor

RCLine User

  • »Abdrehfaktor« wurde gesperrt

Wohnort: Münster

Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

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9

Samstag, 9. Juni 2007, 14:06

Sieht sehr interessant aus.

Sowas ähnliches mache ich, um geschliffene, rauhe Randbogenrundungen glattzukriegen.
http://www.extremflug.de/seite061.htm
(ganz unten)

Eine Alternative wäre evtl Backpapier, weil hier das Bügeleisen besser drauf gleitet. Man müsste allerdings testen, ob hier keine Haftungsvermindernden Trennrückstände abgesondert werden...

Danke für den Tipp,

Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (9. Juni 2007, 14:08)


Manfred Wagner

RCLine User

Wohnort: Rhoen

Beruf: Dipl. Ing. Kunststofftechnik

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10

Samstag, 9. Juni 2007, 14:21

Zitat


Eine Alternative wäre evtl Backpapier, weil hier das Bügeleisen besser drauf gleitet. Man müsste allerdings testen, ob hier keine Haftungsvermindernden Trennrückstände abgesondert werden...



Mangels Alufolie hatte ichs mit Backpapier probiert. Ist mir an einer Stelle sogar am EPP angeklebt.. Von daher scheints die Haftung wohl nicht zu verschlechtern ..

Grüsse, Manfred

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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11

Samstag, 9. Juni 2007, 18:26

Zitat

Original von DrM

Zitat

Weißes Schimmel, schwarze Steinkohle...

Nicht ganz. (Form)geschäumtes EPP ist etwas anderes als geschnittenes EPP.

Grüße
Malte


Ist doch beides expandiertes PP, darauf wollte ich hinaus...:D
Aber der Zusatz Form hilft weiter.

EPP ist eine Kunststoffschaum.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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12

Samstag, 9. Juni 2007, 18:27

mein gott.....seits ihr genau... :D
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

13

Samstag, 9. Juni 2007, 19:19

Revolution !!!

Da hab ich wieder mal mit haushaltsutensilien rumgespielt und wieder was revolutionäres herrausgefunden...

Was passiert wenn ich stretchfolie draufbügel?
Relativ unspektakulär: folie verbindet sich mit dem epp, bringt aber dennoch eine bessere oberfläche als nur bügeln!

Dann hab ich doch ma probiert, was passiert so wenn ich nen glasfasertape bügele?
Ergebnis: die Glasfasern werden in den flügel "einbetoniert".
Nachteil: der streifen klebt danach.

Dann habe ich 1 und 1 zusammengezählt... tapestreifen gebügelt, danach stretch drübergebügelt.
Ergebnis: Tape einbetoniert, tape klebt nichtmehr, restliche oberfläche besser als ohne stretch gebügelt.

Dann kahm erst die idee:
Warum nicht gleich glasfasermatten drauflegen, stretchfolie drüber, und das ganze gedöns festbügeln??
...ist das geil: man spart sich somit den träger der glasfaser, macht den flügel absolut verwindungssteif, und macht gleichzeitig die oberfläche perfekt.


Irgendwelche einwände, oder kritik?... na dann immer her mitm nobelpreis *lol*

Gruss Toby 8)

Ps. eine schicht gewebe und eine folie, gibt 141g/m2 (23mikrometer folie, und 49g/m2 gewebe).
Sind grob 80 gramm für den 120cm flügel, bei ner fläche von ca. 0,6m2.


nochmal Ps. ... Hat jemand die möglichkeit , die idee zu testen? hab kein gewebe.

nomma Ps.
hier bilder:
www.paraflying.de/nurri1.jpg
www.paraflying.de/nurri2.jpg
www.paraflying.de/nurri3.jpg
www.paraflying.de/nurri4.jpg
www.paraflying.de/nurri5.jpg

und nochmal weils so schön ist: Ps.
Ich habe backpapier und alu (nicht glänzende seite) getestet, alu behandelt ist besser in der haftwirkung, backpapier ist besser in der oberflächengüte.

Aber perfekt is immernoch "einbetonieren", wie auf bild 2 zu erkennen ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »sirtobi« (9. Juni 2007, 20:01)


14

Sonntag, 10. Juni 2007, 16:05

RE: Revolution !!!

Hallo sirtobi,
ich habe das Verfahren mit einem Rest epp und sehr feinen Gewebe ausprobiert. Im Ergebnis ist das EPP jetzt mit Gewebe überzogen, das geschmolzene EPP wirkt wie ein Kleber. Die Oberfläche bleibt aber rauh, das geschmolzene EPP saugt sich nicht bis nach oben durch. Mehr hitze brennt das epp nur weiter runter. Jetzt hat man aber vielleicht eine gute Grundlage um das Gewebe mit dünnen Epoxi zu lackieren weil das Zeug dann nicht mehr nach unten durchläuft.
Meine Haushaltsfolie ist auf dem Bügeleisen sofort geschmolzen, auch nicht bei kleinen Temparuturen. Das kriege ich nicht auf das EPP. Was hast du denn genommen ?

Die Frage ist , ob man EPP nicht besser flexibel lässt. Das ist ja gerade der Vorteil bei kleinen Nuris etc.

15

Sonntag, 10. Juni 2007, 18:25

RE: Revolution !!!

Das hört sich doch sehr gut an.
Um die haushaltsfolie draufzubringen habe ich backpapier verwendet.
Backpapier und haushaltsfolie ist von der marke "moderne küche" ausm Rewe.

Epoxy draufzutun war nicht meine idee. Ich will auf dem flügel das gewebe drauf haben, und dann da drüber die folie draufbügeln um das ganze dann zu glätten.
Somit würde das ganze immernoch relativ flexibel bleiben.

Kannst du noch probieren mal die folie aufs gewebe zu bringen, nachdem du das gewebe aufs epp gebügelt hast?

gruss tobi

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

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16

Sonntag, 10. Juni 2007, 20:32

RE: Revolution !!!

habs ausprobiert und bin echt erstaunt!!! respekt! ganz simpel und so effektiv. was mich nur noch stört ist dass eben ziemlich viel EPP schmilzt und die Profiltreue schnell dahin sein kann wenn man nicht aufpasst. is aber nur optimierungssache.

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

17

Sonntag, 10. Juni 2007, 21:02

wenn da zuviel zeug wegschmilzt, musst du das bügeleisen runterdrehen.
Ausserdem kannst du versuchen haushaltsfolie unter das gewebe zu legen, musst aber vorher ausprobieren wie es funzt.
Optimal wäre dagegen eine PP folie die du drunterlegst, die hat eine höhere festigkeit.
gruss tobi

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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18

Sonntag, 10. Juni 2007, 21:20

hmm... ja stimmts chon, is logisch dass ich die temperatur senken muss. das beste ergebnis war halt mit mehr hitze. da muss cih noch den Mittelweg finden.

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

Manfred Wagner

RCLine User

Wohnort: Rhoen

Beruf: Dipl. Ing. Kunststofftechnik

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19

Sonntag, 10. Juni 2007, 22:18

Hi zusammen,

E.T. hat ganz klar den Knackpunkt gefunden, genau wie ichs auch schon formuliert hatte : von nix kommt nix.

Hier mal ein paar Daten: EPP hat ein RG von typ. 20g/dm², PP von ca. 1kg/dm².
Andersrum: EPP besteht zu 98% aus Luft.

Um also aus EPP eine massive PP Folie von z.B. 20 ym zu erzeugen, muss man ca. 1mm "einschmelzen".

Klar, dass bei einer solchen Aktion das Originalprofil nicht mehr vorhanden ist. Dünner wirds auf jeden Fall, was oft eher positiv ist.

Und wenn man bedenkt, was mit Strapping Tape aus einen "Idealprofil" letzlich so rauskommt :wall:

Grüsse, Manfred

Flugrausch

RCLine User

Wohnort: Ingolstadt

Beruf: Dipl.-Ing. (FH), Entwicklungsingenieur

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20

Montag, 11. Juni 2007, 01:57

Super Tipp!!! hab das ganze heute auch mal ausprobiert, funktioniert echt einwandfrei. Der größte Vorteil ist, das man im Prinzip keinen Sprühkleber mehr braucht. Bei mir hielt das Tape so fest, das es beim abziehen lauter Brocken rausgezogen hat. Also genau das gleiche Resultat wie bei 3M 90er Sprühkleber. Und bei ungetapten Nuris, hat man ne deutlich höhere Schmutzresistenz. Das mit der Stretchfolie und dem Glasfasergewebe, hab ich auch mal getestet. Das ganze hat sich schon so einigermaßen verbunden, aber die Stretchfolie, ist halt wie der Name schon sagt, zum stretchen, sprich es ist ziemlich weich im Gegensatz zu Epoxy.

Gruß Johann