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1

Montag, 6. Oktober 2008, 19:03

Zelebanu hat Probleme bei hohen Speed mit den Querrudern: Problemlösung gesucht

Hallo,


Ich habe den Zelebanu und bin da mir sehr zufrieden. Motorisiert ist er ordentlich, Wölbklappen sind (noch) nicht eingebaut.

Mir ist der Flieger vor ein paar Wochen abgestürzt-- Ursache zu hohe Geschwindigkeit und zu schwache Servos (20g). :wall:

Ich habe dann die kleinen Servos durch 50g Standardservos ersetzt, auch weil ich noch ein wenig Gewicht wegen des Schwerpunkts brauchte. Die Servos sind wie auf den Bild weit vor den Schwerpunkt montiert und an den Innenseiten der Querruder.

Jetzt zu meinen Problem: Ich habe gemerkt, dass der Flieger trotz der jetzt starken Servos immer noch Probleme hat bei schnellem Flug die Ruder stark genug zu bewegen. Das tritt vor allem beim schnellen Flug nach unten auf. Dann habe ich Probleme den Flieger wieder abzufangen.

Mir ist schon klar, dass die Querruder sehr groß sind, etwa 80 cm lang und 4 cm breit. Bei hoher Geschwindigkeit geht dann nicht mehr sehr viel.


Jetzt habe ich mir überlegt, die Querruder an den Außenseiten bei etwa 20 cm zu trennen und wie auf den Bild zu sehen ist mit 2 10-15g Servos anzusteuern.






Ich möchte diese 20cm Ruder im Flug zu den normalen Querrudern dazu mischen, um die eigentlichen Querruderservos zu entlasten.
Der Nebeneffekt wäre, die äußeren Ruder beim Landeanflug als Landehilfe zu verwenden.


In der Anleitung steht aber das die Querruder außen angebracht werden sollen und die Wölbklappen innen. Das will ich aber nicht, wegen des Schwerpunkts.

So wie er jetzt fliegt, ist das aber wieder nur eine Frage der Zeit, bis er wieder "Runter kommt" , die Ruder sind einfach zu groß um in bei hoher Geschwindigkeit noch abfangen zu können. :wall:


Was meint ihr, können die zwei kleinen Servos die ja nur etwa 20cm Ruder bewegen müssen die großen unterstützen? ???

Würde es auch gehen, die Querruder einfach nur zu kürzen, um den Anpressdruck der Luft zu vermindern?




MfG

2

Montag, 6. Oktober 2008, 19:33

RE: Zelebanu hat Probleme bei hohen Speed mit den Querrudern: Problemlösung gesucht

Wölbklappen außen sind schlecht - dein Flieger wird sehr "unruhig" landen!
Die wissen schon, was sie empfehlen!

neonerl

RCLine User

Wohnort: Starnberg

Beruf: Ingenieur

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3

Montag, 6. Oktober 2008, 19:51

Ich fliege meinen auch sehr schnell (gemessene HG knapp 150km/h).
Mir sind dabei drei Sachen bzgl. Deinen Problems begegnet.

Die Querruder verwinden sich in sich. Das habe ich durch massives tapen sowie einer cfk Stange beseitigt.

Die Querruderverbindung zur Tragfläche verwindet sich. Mittlerweile habe ich die komplette Länge mit Tapescharnieren zugemacht.

Die Stange vom Servo zum Querruder verbiegt sich. Die Stange wird jetzt durch zwei Führungen in der Spur gehalten.
Der Trüg scheint.

4

Montag, 6. Oktober 2008, 21:06

@boris

Zitat

Die Querruder verwinden sich in sich. Das habe ich durch massives tapen sowie einer cfk Stange beseitigt.


Genau das möchte ich durch die 2 Servos innen und außen beseitigen.

Zitat

Die Querruderverbindung zur Tragfläche verwindet sich. Mittlerweile habe ich die komplette Länge mit Tapescharnieren zugemacht.


Das habe ich auch schon gemacht.

Zitat

Die Stange vom Servo zum Querruder verbiegt sich. Die Stange wird jetzt durch zwei Führungen in der Spur gehalten.


Da sehe ich nicht das große Problem, weil beim hochziehen die Anlenkung ja "zieht" und nicht "schiebt". Mir geht es ja hauptsächlich um die Höhenruderfunktion und weniger um Tiefenruder.


@rainerm

Das mit den Wölbklappen muss ja nicht sein. Ich könnte die äußeren Servos ja nur zur Unterstützung der Querruder einsetzten.


Mein Problem ist jetzt halt nur, dass die 50g Servos an der Innenseite der Ruder nicht in der Lage sind die Ruder ausreichend zu betätigen. Das Liegt aber hauptsächlich an den großen und langen Ruder und nicht an den Servos.

5

Montag, 6. Oktober 2008, 21:35

Hi,

es könnte auch sein, das der Nuri zu weich gebaut ist, so das sich der ganze Nuri bei hoher Geschwindigkeit verwindet. So kenn ich das z.B. von meinem Nurmick, der an der Flitsche auch mal gerne den Rasen von unten betrachten will :^)

Boris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bbukowski« (6. Oktober 2008, 21:36)


6

Donnerstag, 9. Oktober 2008, 22:16

Hallo,


wenn du die Servos in etwa auf Mitte der Ruder setzt wird die Ruderverwindung deutlich reduziert und du benötigst kein zusätzliches Servo.

Aber hey was fliegt Ihr für Antriebe - 150 kmh bzw. völlig verwundene Ruder ??? Bald muss ich Formblätter zur Beantragung eines Waffenscheins mit in die Pakete legen :evil: ;)


Viele Grüße

Christian

neonerl

RCLine User

Wohnort: Starnberg

Beruf: Ingenieur

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7

Freitag, 10. Oktober 2008, 10:23

Ja, ich hab schon überlegt ob ich einen Jagdschein beantrage und Rehe jagen gehe. :D
Der Trüg scheint.

Z-Maniac

RCLine User

Wohnort: Ingolstadt (Ex-Kasseläner)

Beruf: Student

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8

Samstag, 11. Oktober 2008, 09:30

Zitat

Original von BlueIceDragon

Aber hey was fliegt Ihr für Antriebe - 150 kmh bzw. völlig verwundene Ruder ??? Bald muss ich Formblätter zur Beantragung eines Waffenscheins mit in die Pakete legen :evil: ;)


Viele Grüße

Christian


Nö, 100Km/h Strahlgeschwindigkeit (selbstredend an 2s) und ordentlich anstechen, dann zerlegt man das Flugmodell auch schonmal in der Luft :dumm: ;)

Pic Killer

RCLine User

Wohnort: Dorsten

Beruf: Werkstoffprüfer

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9

Samstag, 11. Oktober 2008, 23:33

Moin. :w

Servo mittig,wie Christian schon sagte ist richtig.
Wenn du nen heißen Antrieb drin hast,die Balsaflaps mit 160gr/qm Glas beschichten,oder noch besser Cfk. ;)

neonerl

RCLine User

Wohnort: Starnberg

Beruf: Ingenieur

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10

Sonntag, 12. Oktober 2008, 14:26

Christian. Bau doch mal einen Nuri mit flacherem Profil. Abnehmer gäbe es dafür. :D
Der Trüg scheint.

11

Sonntag, 12. Oktober 2008, 15:34

Hallo Boris,

Mit ca. 10% sind die Profile schon sehr sehr dünn und dürften zu den dünnsten auf dem EPP-Markt gehören. Für richtig schnelle Modelle mit hauchdünnen Profilen ist nach wie vor CFK / GFK der Werkstoff der Wahl. Derzeit bin ich eher am Überlegen eine Serie mit dickerem Profil aufzulegen.
Alle Nuris in meinem Sortiment wurden ursprünglich als Segler ausgelegt - dass sie auch mit Motor sehr gut funktionieren hat sich erst etwas später in der Praxis gezeigt. Durch die mittlerweile extrem günstigen Brushlessmotoren ist allerdings ein Trend zur extremen Übermotorisierung entstanden zu dem das Konzept mit dünnen Profilen bei EPP nicht mehr so recht passt.
Schau einfach kurz in die aktuelle Themenliste hier im Nuribereich und du findest eine Vielzahl an Problemen, die zu einem guten Teil an Übermotorisierung liegen - gelegentlich gepaart mit dem Wunsch das Übergewicht ausgerechnet beim Tapen oder Holm wieder einzusparen. Dazu noch ein etwas verwundener Flügel und schon ist vom guten Flugverhalten nichts mehr übrig. (Das ist auch ein Imageproblem für mich, da die Threadüberschriften potentiellen Kunden schnell ein grundsätzliches Problem mit dem Modell suggerieren: Zitat eines Kunden von gestern: "ich habe gehört, dass deine Flügel zu weich sind"... )
Mit dickeren Profilen lässt sich die Problematik gleich in einigen Punkten entschärfen: einmal durch die in sich bessere Statik und Steifigkeit die schon beim Bau das Risiko von Verzug mindert - und zum anderen auch aerodynamisch, da wir mehr Auftrieb rausholen können was den Start von sehr schweren Modellen leichter macht. Die Geschwindigkeit leidet darunter oft nicht mal sonderlich - gerade im Kurvenflug schlagen sich dicke Profile meist erstaunlich gut und wir sind mit den Modellen in der Regel mehr in der Kurve als am freien laufenlassen.


Viele Grüße
Christian

neonerl

RCLine User

Wohnort: Starnberg

Beruf: Ingenieur

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12

Sonntag, 12. Oktober 2008, 22:43

Meine Vorstellung wäre ja ein dünnes Profil aus einem Styroporähnlichen Material. Dieses wird mit CFK überlaminiert und anschließend wird das Innenmaterial mit einem Lösungsmittel aufgelöst und ich habe eine hohle CFK Hülle.
Sowas kannst Du nicht, oder? :D
Der Trüg scheint.

13

Sonntag, 12. Oktober 2008, 22:56

Boris,
Modelle Abformen muss du schon selber machen. EPP löst sich auch mit Aceton oder ?
Sonst würde Christian Voll-GFk verkaufen, das wird aber teuer !
Gibt es GFK Nuris ?
Alternativ : baue dir einen dünnen Hai :D

14

Montag, 13. Oktober 2008, 00:00

Hallo Boris und Hobbyflieger,

- Laminate mit Styro als Kernmaterial sind eine weitverbreitete Bautechnik die sehr gerne für Einzelstücke und Prototypen von schnellen Modellen verwendet werden. Das Styro bleibt dabei aber meist in der Fläche, da es wesentlich zur Versteifung beiträgt. Auch wenn Styro für sich alleine wabbeliges Zeug ist - ohne den Styrokern ist eine dünne CFK Fläche wesentlich wabbeliger als ohne. Bei dicken Laminaten macht es nicht mehr viel aus - aber dicke Laminate wollen wir ja eigentlich vermeiden.

- Styroflächen zum laminieren könnte ich herstellen - es lohnt sich aber nicht. Diejenigen, die wirklich bereit sind die Sauerei mit Positivlaminaten anzufangen haben meist eh die Ausrüstung um die Kerne selbst zu schneiden und wollen damit einen Eigenentwurf realisieren. Sobald eine kleine Serie zustande kommt macht eine Negativform mehr Sinn.

- EPP lässt sich nicht mit Aceton auflösen - eigentlich mit gar nichts das man privat ohne weiteres bekommen könnte :evil: Am einfachsten geht noch ausschmelzen - aber wie gesagt: ein dünner Schalenflügel ohne Kern ist die Gewichtsersparnis nicht wert.

- CFK / GFK Nuris gibt es einige private - nur kommerzielle Produkte fallen mir zumindest nicht auf Anhieb ein.


Viele Grüße
Christian

Peter_K

RCLine User

Wohnort: Kirchheim/Teck

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15

Montag, 13. Oktober 2008, 07:19

Zitat

Original von BlueIceDragon
- CFK / GFK Nuris gibt es einige private - nur kommerzielle Produkte fallen mir zumindest nicht auf Anhieb ein.

Mamba, Twist, Vector, .... Aber nichts zum segeln, die genannten Modelle sind alle mit Antrieb. Ich weiß nicht, obs die CO-Reihe nicht auch käuflich aus GfK/CfK gibt, ich meinte, es irgendwo gesehn zu haben.

Sehr dünne Profile, Pfeil-Bauweise und dazu noch E-Antrieb sind mit EPP nur schwer torsions- und flatterfest hinzukriegen - das "schwer" im doppelten Sinn als schwierig und gewichtig ... Einfach gehts nur bei sehr kleinen Spannweiten (Leichtgewichte bis max 60cm und uHu). Wer größer baut, braucht kräftigen Kohleeinsatz .... je größer, desto überproportional mehr.

EPP mit GfK belegen ist eine sehr ungünstige Materialkombination .... das EPP stützt das Glas nicht sehr gut (EPP ist punktelastisch), das Glas dagegen ist steif und bricht ..... dann besser Glas auf Styrofoam.
Schöner Gruß von der Teck

Peter