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valoucho

RCLine User

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1

Samstag, 8. März 2003, 20:56

Segelnuri mit Magnetaktuator?

Moin,

heute wars für den Rhino leider zu windig hier in KA, deshalb hab ich über ein neues Projekt nachgedacht:

Ein Styronuri, Stil in etwa Zagi oder Lightcat (höhere Streckung als der Rhino), geschnitten aus ziemlich leichtem und empfindlichem Styro. Ruder aus 3 mm Depron, Akku 145 mAh LiPoly (hab ich hier noch rumfahren), Empfänger Infrarot (mit genug Power geht das, zumindest laut meiner Rechnung!), Servos selbstgewickelte Magnetaktuatoren.

Erstmal eine Erklärung warum: Ich hab gegenwärtig keinen Segeltauglichen Empfänger und auch keine Miniservos mehr, will aber ein Fliegzeug zum gemütlichen Fliegen an windstillen Tagen, möglichst mit Thermikoption. Deshalb Magnetaktuatoren, weil die leicht und billig herzustellen sind, die Elektronik dazu auch nicht schwer ist und ich schon immer mal schauen wollte, ob Infrarot auch Outdoor geht :evil: :evil: :evil: :evil:

Gedanken mache ich mir vor allem wegen der geringen Drehmomente der Aktuatoren, http://www.didel.com spricht von ca. 6 gcm (ähm, die korrekte Maßeinheit wäre wohl Ncm, soll ja Schwerefeld-unabhängig stimmen :tongue: :tongue: ), die kleinen Graupner-Servos haben aber etwa hundertfach so hohe Drehmomente (ca. 6 Ncm).

Auch wird es garantiert nervig, den Schwerpunkt einzustellen, da die Magnetaktuatoren weit hinter dem Schwerpunkt liegen (okay, ginge mit Gestänge).

Kommentare? (Ich weiß, eine idiotische Idee :dumm: :dumm: :dumm: )

CU, by Seb
Ich bin ein "alter Europäer".

hopfen

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2

Samstag, 8. März 2003, 21:22

Hallo Sebastian
schätze mit den aktuatoren erleidest du schiffsbruch vorallem wenns ein schnellerer schwerer Nuri wird.

Meine grobe Rechnung ist so das ich für 1 Gramm Baugewicht ca 2-3 Gramm/cm Steuerkraft erhalte. ich weis Erddingsda ;-)

Wenn Gewicht keine Rolle spielt kannst du natürlich möglichst viel Kupfer in die Spule reinwickeln und auch möglichst hohe ströme durchschicken.

Für kleine leichte HLG s zum thermikkurbeln ist es sicher eine Möglichkeit.

Meine kleinen Aktuatoren in den Fliegerchen haben eine Kraft von ca 1 - 2 g/cm ähm Erddings..


Für deinen Nuri - einfach probieren und berichten
Schwerpunkt seh ich keine Probleme oder eben mit Gestänge.


Ps:
bei mir liegt grad so ein NURflügel aus 1 mm dünnen Depron geschnitten mit 25 cm Spannweite rum und hat zur Zeit 1,7 Gramm

Der sollte auch mal sowas werden
Horst wünscht viel Spaß beim Fliegen und experimentieren. - Einige Infos auf flying . . CDR Motore & Micromodelle: flying(alt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hopfen« (8. März 2003, 21:26)


valoucho

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3

Samstag, 8. März 2003, 21:37

Hi Hopfen,

du hast Recht, das mit den Aktuatoren ist kritisch. Ich dachte fürs erste an eine Spannweite von 50 cm (damit mir Reynolds nicht unnötig in die Suppe spuckt). Und eben so langsam und leicht wie möglich, damit erstens die Abstürze sanft sind, zweitens das Ding stressfrei zu fliegen ist und drittens eben die Ruderkräfte klein bleiben.

Die Aktuatoren will ich in der Tat mit einer größeren Spule wickeln, in dem Gewichtsbereich spielen 2 Gramm mehr nicht sooooo die Rolex, und wenn doch wird eben höher geworfen ;-)))

Was mir übrigens aufgefallen ist: Niemand kommt auf die Idee, Aludraht einzusetzen. Zwar ist die Leitfähigkeit im Vergleich zu Kupfer wesentlich schlechter, wenn man aber nachrechnet kommt man auf eine 30 % bessere Leitfähigkeit pro _Gramm_. Und da uns das Volumen wenig interessiert (okay, in der Spule schon, denn je weiter der Draht vom Magnet weg, desto geringer sein Beitrag zum B-Feld) wäre das doch noch ne Möglichkeit ein paar Zehntel zu holen.

Hab das mal für ein Zeppelinprojekt durchgerechnet, da ging es aber eher um die Zuleitungen zu den Motorgondeln.

Wie hast du bei dem 25 cm Nuri denn das Profil gemacht, mit Rippen? Klingt interessant, erzähl mal mehr. Mein Plan war bisher Vollstyro.

CU, by Seb

PS: Auch der dauernde Stromverbrauch der Spulen macht mir Sorgen. Dauernd 30 mA pro Spule reinzupumpen, nur damit der Magnet genug Drehmoment hat ist irgendwie ineffizient, denn eigentlich erfordert ja das Festhalten des Ruders keine Leistung.
Ich bin ein "alter Europäer".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »valoucho« (8. März 2003, 21:43)


hopfen

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4

Samstag, 8. März 2003, 22:24

Hallo Sebastian
das Problem ist nur wo bekommt man 0,06mm Aludraht hauchdünn lackiert daher?

Die Aktuatoren brauchen im Normalflug keinen Strom vorausgesetzt die Trimmung ist richtig eingestellt.
Beim Normalen Nuri treten wegen des S- Schlages jedoc hRuderkräfte auf.
Daher empfiehlt es sich den S-Schlag nicht hauptsächlich mittels der Ruder zu realisieren sonderen diese nur über einem kleinen Bereich lose im Luftstrom anzuordnen und den S- Schlag star in die Fläche zu integrieren.

Mein nuri segelt zwar bereits, aber nur mit Gleitzahl 1/4
er besteht momentan nur aus der 1 mm Depron Platte und einer aufgeklebten Nasenleiste aus Depron,
Vorgesehen sind allerdings schon ein paar Rippen und die Oberseite mit Kondesatorfolie bespannt.

Plan
Nuri 25*12,5 cm 2 Gramm
145 mah Lipoly 4 Gramm
Motor direkt? 1 Gramm
Luftschraube 0,3 Gramm
Empfänger 1,7 Gramm v. Micro-Car
2 Aktuatoren 1 Gramm

Summe ca 10 Gramm+
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valoucho

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5

Sonntag, 9. März 2003, 12:08

Hi Hopfen,

na da bin ich ja mal gespannt, wie dein Depron fliegt. Gleitzahl 1/4 ist aber wirklich noch nicht so berauschend ==[]

:nuts: Immerhin gibts da dann ne Menge Optimierungsmöglichkeiten, muss man positiv sehen :ok:

Ich hab mir jetzt mal Profile von Nuris angeschaut (die geniale Seite von http://www.aerodesign.de sei an dieser Stelle sehr lobend erwähnt) und überlege, ob ich es mit einem Sipkill oder einem MH60 probiere. Beim Sipkill würde ich dann den Zagikiller im Maßstab 2:1 bauen, also 61 cm SPW (keine Angst, ich werde das Design nicht kommerziell verwerten), die vorderen paar cm aus EPP, den Rest aus sehr leichtem Styro.

Welches Profil wäre denn wohl besser, MH60 oder Sipkill? Oder bin ich bei 61 cm SPW schon in den Klauen von Meister Reynolds?

CU, by Seb

PS: Aludraht lackiert in dieser Größe finde ich leider auch nicht. Wenn ich Zeit und Muse finde rechne ich aber mal durch, ob es in einer realen Spule (also Dicke der Leiter > 0) was bringt. Unlackiert gibt es Aludraht als Weidezaun für die Viehhaltung.
Ich bin ein "alter Europäer".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »valoucho« (9. März 2003, 12:11)


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6

Sonntag, 9. März 2003, 12:38

Leute ich will mir schon seit längerem einen Nuri mit 25 cm Spanweite bauen ich würde die teile von den micro autos nehmen (Spulen, magnet platine)
ich würde den motor abklemen und dafür 2 Spulen ran machen geht das?
Und dann die Spullen so zusammen machen das man Höhe und Tiefe links und rechts Steuern kann. Weis einer wenn man an den Motor 2 Spulen ran macht ob die Spulen dann nicht durchbrennen? Oder wenn man z.B links steuert muss ja das eine ruder hoch und das andere runter da muss ich ja 2 Spulen koppeln langt da der strom aus um den Magneten anzuziehen?

hopfen

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7

Sonntag, 9. März 2003, 12:39

Hallo Europäer

Meinen micro-Nuri hab ich vorübergehend verworfen,

Hab gestern hier noch etwas gestöbert und bin dabei auf einen
micro Drenalin mit 20 cm Spannweite gestoßen.

Ein stück Depron lag in Griffweite und der Föhn auch

zugeschnitten,
S- Schlag Profil geföhnt
gewogen = 4,5 Gramm
10 Gramm Balast getankt

Wurftest

Segelt nicht schlecht

Das wird der neue Kleine da das Konzept als großer erprobt ist.
Abmagerung auf 10- 11 Gramm folgt.



Zum Sipkill Profil

Find das Profil echt gutmütig und mein nuri wird ständig bestaunt wie er durch die Luft geigt ;-)
Bin ja auch einer der ganz wenigen Nuri Flieger in der Gegend
Als Drachenflieger hätt ich mich nie gewagt so durch die Gegend zu fegen :nuts:


Er hat eine Spannweite von kompakten 70 cm
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hopfen

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Sonntag, 9. März 2003, 12:55

Hallo Zagi

mit der Fersteuerung der micro cars kommst du bei einem Nuri wahrscheinlich nicht zurecht.
du brauchst dann zb.auch 3 oder 4 Spulen

1 für links
1 für rechts
1 für Höhe/Tiefe am Motoausgang über getrennte Höheruderflosse.
oder je 1 spule in der Seitenruderflosse die über den Motorausgang die Höhe steuert, dann wird aber die Mischung / Einstellmöglichkeit Begrenzung fraglich.
(der Draht kann über die Querruderspulen gewickelt werden)

Ich nehme an du willst keinen Motor mehr steuern also segeln oder den ständig eingeschaltet lassen.
die Spulenausgänge bzw Motorausgänge kannst du locker mit 300 ma belasten.
Horst wünscht viel Spaß beim Fliegen und experimentieren. - Einige Infos auf flying . . CDR Motore & Micromodelle: flying(alt)

valoucho

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9

Sonntag, 9. März 2003, 15:56

Uuiuiui,

hab mich mal bei Martin Hepperle auf der Homepage rumgetrieben, dabei ist mir aufgefallen, daß bei meinem Konzept die Reynoldszahl an den Flügelspitzen bei v * 0.09 * 70000, also z.b. für 5 m/s bei 31500 liegt. Im Vergleich zu den ca. 100000 vom Vorbild (denn der hat doppelt so hohe chord length und sicher schnellere Fluggeschwindigkeit) bin ich doch ganz schön weit weg, oder nicht?

Jedenfalls spezifiziert Hepperle das MH45 für Reynoldszahlen über 100000, da bin ich dann schon ganz schön weit weg, wie weit das Sipkill da noch geht weiß ich nicht. Was meint ihr, kritisch oder unkritisch?

Außerdem kriegt mein Styroschneidexperte sicher die Krise bei Flügeldicken unter 1 cm, mal sehen :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:

CU, by Seb
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hawkeye

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10

Dienstag, 11. März 2003, 01:07

Nur mal so:


Ihr seid krass.....!

Wenn was von den Dingern die Ihr da vorhabt wirklich fliegt, bitte berichten!!

Besten Gruß und weiter so!

Peter