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opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

Beruf: Mensch

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21

Samstag, 7. November 2015, 21:32

Schöner Hinweis Axel,
aber ich denke dass es Sofia eher darum geht ihren mit viel Fleiß und Liebe gebauten Flügel ordentlich zum Fliegen zu bringen, als sich einen Neuen, eventuell besseren zu zu legen.
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

22

Samstag, 7. November 2015, 22:48

Sofia,
hast du eigentlich mal geschaut wo der Unterschied zw. dem Eukalyptus Flieger und dem neuen ist?
Der erste war ja wohl perfekt. Was ist bei dem neuen anders.

Hinweise auf Steifigkeit usw. gabs ja schon einige. Aber der erste klappte.

LG Thomas
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


Flattermausi

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23

Montag, 9. November 2015, 16:31

Hallo ihr Lieben,

ich hab das Buch 'Nickel/Wohlfahrt' gelesen und kapiert.
@haschenk, das Buch hat mir ein Kollege meiner Mutter geliehen. :)

Ich hab natürlich nicht alles gelesen und kapiert, aber ich find es sehr gut und alles vor dem 'induzierten Widerstand' finde ich logisch. :)

Die Auftriebsverteilung an meinem Flieger ist nicht elliptisch sondern Auge mal PI.

Im Buch ist eine Flugtaktik bei boeigem Wetter beschrieben.

Schneller fliegen und bei Bö von unten NICHT nachdrücken.

Ich habe aber immer nachgedrückt wenn er im Landeanflug zu langsam wurde.
An den äusseren Klappen, die ja beim Nachdrücken nach unten stehen, reisst die Strömung ab und er nimmt die Nase hoch.
Natürlich war das oft einseitig weil's sonst ja sonst keinen Bruch gegeben hätte. :)

Mit einer optimalen Schränkung sollte die Strömung doch erst in der Mitte abreissen.
Ich hab es aber genau falsch herum gemacht.
Das äussere Drittel geht von -5 Grad auf -3 Grad herunter.
Das mittlere Drittel von -3 Grad auf -1 Grad.
Das innere Drittel von -1 Grad auf 0 Grad.



Was ich noch gesehen habe sind diese Grenzschichtzäune.
Das könnte ich auch noch probieren.


@knuthharders, ich habe 4mm Balsabrettchen als Winglet. Das geht ja noch, aber ich habe innen ein S3014 und aussen ein S3016 Profil genommen. Die sind ganz schön cm-positiv und deshalb reicht meine Schränkung nicht aus, vermute ich.

Wenn ich die Folie runtermache und die Beplankung etwas anfeuchte müsste ich doch etwas mehr Schränkung rein bekommen.
Natürlich trocknen lassen und dann bespannen.

In Tunesien haben wir mit Japan-Papier bespannt.
Und ich hab gedacht Bügelfolie ist besser. :)

@ottopeter, ich habe noch ein Buch mitbekommen.
Eines über den 'Selbstbau kleiner Flugzeuge'.
Da ist die Wirkung von etwas ähnlichen wie Zackenbändern gezeichnet. Die Dinger kommen vor die Ruder.
Da werden 2-3 mm grossen Wirbel erzeugt und die Strömung liegt sauber am Ruder an. *blöd glotz*

In dem Buch geht es aber über manntragende Kleinflugzeuge mit 500 Kg, weiss nicht mehr so genau.
War ein lesefreudiges Wochenende und das muss sich jetzt etwas setzen.
Aber ich verstehe von Euren Kommentaren viel viel mehr.

@Archy62, ich hab jetzt die Turbulatoren auf den Bildern gesucht.
Da sind keine oder ich bin blind ?

@Axel, auf den CO5 bin ich schon gestossen. Da ist einiges in meinen Flieger eingeflossen. Hätt ich ihn doch genau nachgebaut, dann müst ich Euch keine Löcher in den Bauch fragen.

Ich hoffe ja dass mein Flatterproblem an den Klappen liegt.
Die Torsionssteife kann ich nur schwer verbessern. Halt etwas mit der Papierbespannung.

Mein Flieger in Tunesien ist aber nicht steifer so vom Bauchgefühl her.

Die Klappen geben bei eine Bö von unten aber automatisch leicht Tiefenruder. Die Schnuranlenkung ist geschickt abgestimmt.
Bei meinem aktuellen Flieger biegt es die Flügel durch und das ergibt bei der starken Pfeilung ganz leichtes Höhenruder.

Ausserdem hat der Flieger in Tunesien keinen Ruderspalt.
Die Rippen hinter dem Holm werden verbogen.

Das ist aber wirklich viel Fummelarbeit, diese Bauweise.

Ich mag sowas, hab auch schon einen kleinen Teppich geknüpft.
War ein Minusgeschäft. Der Touri hat mich gnadenlos runtergehandelt. :)

@Ottopeter, ich will schon einen neuen Pfeil bauen.
Aber erst will ich den Flatterpfeil gescheit zum fliegen bringen.

Ich denke da gibt es noch einiges zum Lernen.
Aber schon jetzt mit etwas Theorie und den Grundbegriffen fällt mir das Lesen wirklich leichter.

@Thomas, zusammengefasst liegt der Unterschied daran dass der Flieger in Tunesien komplett durchgerechnet war.

Ich habe ein Programm, 'ProfilBieg.exe', auf dem Laptop meiner Mutter gefunden mit dem man Profile verbiegen kann.

Ein anderes Programm, 'nurfluegel.exe' - das hab ich hier auch schon gesehen, rechnet die Auftriebsverteilung aus.

Und dann schwirrt da 'XLRF5.exe' herum das irgend etwas macht was ich mir noch ansehen muss. :)

In 'FlugSim.exe' kann man frei definierbare Flieger in Zeitlupe kurven lassen und auch die Auftriebsverteilung im Kurvenflug ansehen.

Der Eukalyptusflieger schein auf das letzte zehntel Grad ausgetüftelt zu sein.

Das lernt man aber nicht in der Propeller-Bar.
Ich komme mir schon irgendwie blöd vor.

Verwirrte Grüße Sofia

24

Montag, 9. November 2015, 16:52

Hallo Sofia

wen du doch die Daten für den Eukalyptusflieger hast

kannst du doch dein Flieger mit vergleichen oder den dan nachbauen

Wen du mit Oracover Folie bespannt hast dan kannst du über die Folie auch eine Schränkung reinbekommen

den Flügel mit der Folie so verdrehen bis es passt ohne das er Bricht und dan im verdrehten zustand die Folie dort wo die Folie Beulen schlägt

einfach schrumpfen . So kann man Verzüge aus vielen Flächen rausbügeln

Bei dir ebend anders rum du möchtest ja deine Schränkung am Flügel ändern nur bevor du die Folie abreist würde ich es erst mal so versuchen.

Norbert
Spaß am Fliegen
Habe an Nurflügel mein :heart: verloren besonders an Hortenflieger

http://www.modellflug-re.de/links.html

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kalle123

RCLine User

Wohnort: Mönchengladbach

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25

Montag, 9. November 2015, 19:33

... ich hab das Buch 'Nickel/Wohlfahrt' gelesen und kapiert.


Da zieh ich meinen Hut.

Hab das Werk nun 2 oder 3 Jahre hier und ich kann das nicht von mir behaupten.

cu KH

opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

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26

Montag, 9. November 2015, 20:04

@ Sofia,
da bist Du ja auf dem richtigen Weg. :ok:
Bin gespannt, wo hin der Dich noch führt.
Tja, in der Propeller bar kann man nette Leute kennen lernen, die Fachforen sind dann im Speziellen wesentlich ergiebiger.
Würde mich freuen, Dich mal auf einem UT kennen zu lernen. :w
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

Flattermausi

RCLine User

  • »Flattermausi« ist der Autor dieses Themas

Beruf: Flugzeugbau :)

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27

Montag, 9. November 2015, 23:18

Hallo Kalle,
... ich hab das Buch 'Nickel/Wohlfahrt' gelesen und kapiert.


Da zieh ich meinen Hut.

Hab das Werk nun 2 oder 3 Jahre hier und ich kann das nicht von mir behaupten.

cu KH
Ich hab das Vorwort kapiert. :)
Nein, also bis zum 'Ringintegral' konnte ich schon folgen aber dann war es aus.... :dumm:

Der induzierte Anstellwinkel ist:
A: eine wohlschmeckende Frucht.
B: Ein elektrisch geladenes Geodreieck.
C: Keine Ahnung, wir werden alle sterben, der eine früher, der andere später. Ich muss das nicht wissen.
D: eine Flugtechnische Grösse die keiner kapiert.
:D

Liebe Grüße Sofia

Flattermausi

RCLine User

  • »Flattermausi« ist der Autor dieses Themas

Beruf: Flugzeugbau :)

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28

Montag, 9. November 2015, 23:34

Hallo Ottopeter,
@ Sofia,
da bist Du ja auf dem richtigen Weg. :ok:
Bin gespannt, wo hin der Dich noch führt.
Tja, in der Propeller bar kann man nette Leute kennen lernen, die Fachforen sind dann im Speziellen wesentlich ergiebiger.
Würde mich freuen, Dich mal auf einem UT kennen zu lernen. :w
Ich glaub auch das ich auf dem richtigen Weg bin.
Ein paar Felsen sind zu sprengen, aber dafür hab ich ja Euch. :heart:

Die mischen mir in der Propellerbar sicher was Explosives. :evil:

@Norbert, ich hab den Eykalyptus-Flieger nach ausgedruckten Profilschablonen gebaut und unter jeder Rippe war ein individueller Klotz wegen der Schränkung.
Es gibt keinen Plan mehr und ich kann aus privaten Gründen im Moment nicht Nachhause fliegen. :hä:

Das Schränkung reinbügeln werde ich probieren.
Ich kann ja mit Holzleim Klötzchen ankleben und solange bügeln bis die Klötzchen plan auf einer Platte aufliegen.


Ich Danke Euch sehr für die Hilfen. Ihr seid toll. :heart:

haschenk

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29

Dienstag, 10. November 2015, 02:34

Hallo Sofia,

"Schränkung verkehrt rum" ist natürlich ganz übel... vielleicht hilft auch noch (neben den schon genannten andern Maßnahmen) ein "Hochstellen" der Querruder um ein paar Grad. Dazu musst du dann natürlich den Schwerpunkt "passend" dazu weiter nach vorne verschieben.
Den Unterschied zwischen *aerodynamischer* und *geometrischer* Schränkung kennst du ?

Gegen das Flattern gibt's kein einfaches "Gegenmittel" als (vor allem) torsionssteif zu bauen. Falls die Bespannung abgemacht ist, evt. die Felder zwischen den Rippen mir Diagonalen "auskreuzen". Sonst flieg' halt langsamer.... Übrigens (etwas vereinfacht gesagt): Jeder konventionelle Tragflügel hat eine "kritische Geschwindigkeit", bei der er zu flattern beginnt oder "divergent abdreht"; diese hinreichend weit hinauszuschieben gehört zu den Pflichtaufgaben der Flugzeugkonstrukteure.

Noch eine kleine Kuriosität: Flattern ist schon angehenden Luftfahrt-Ing.s (Akafliegern) bei einem "Forschungsmodell" (Pfeil-Nurflügel) passiert. Die haben damals dann den Flügel verspannt (incl. Spannturm). Aerodynamisch eine leichte Katastrophe, aber weil's den eigentlichen Forschungszweck nicht beeinträchtigt hat, war das möglich.

Ich hänge mal noch ein schon ziemlich altes Script von mir an, bei dem es um die fundamentalen Begriffe *Längsgleichgewicht*, *Längsstabilität*, *Nullmoment* und *Neutralpunkt* und *Schwerpunktlage* geht. Die Formeln, die darin vorkommen, muß man nicht unbedingt lesen und verstehen; man kann sie auch nur als Herleitung/Beweis des Gesagten ansehen. Es geht vielmehr darum, das physikalische, *flugmechanische* Geschehen zu verstehen. Und das ist grundsätzlich immer gleich; egal, ob man sich mit Profilen, Tragflügeln oder ganzen Flugzeugen (jeglicher Bauart) befasst. In dem Script wird auch gezeigt, daß man beim Nurflügel Längsstabilität durch die Profilwahl oder Pfeilung+Schränkung (oder eine Kombination davon) erreichen kann. Als ich das geschrieben habe, hat's den "Nickel/Wohlfahrt" noch nicht gegeben, sonst wäre der natürlich im Literaturverzeichnis mit drin.

Im Modellflug hat man es aber zusätzlich fast immer mit Re-Zahl-"Misteffekten" zu tun; damit fange ich jetzt aber schon garnicht an...

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgende Datei angehängt:

Flattermausi

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30

Dienstag, 10. November 2015, 11:18

Hallo Helmut,

vielen Dank für das Skript, es ist viel verständlicher als das im 'Nickel/Wohlfart' beschrieben ist.

Da ist mir auch gleich ein Fehler von mir aufgefallen:

Zitat

aber ich habe innen ein S3014 und aussen ein S3016 Profil genommen. Die sind ganz schön cm-positiv
Das ist falsch, S3014 und S3016 sind cm-negativ.

Ich habe die Querruder schon mal höher gehabt, den Schwerpunkt weiter vorne aber auch die Wölbklappen tiefer.
Er war nicht so stur zu rollen und er ist nicht abgekippt.
Nur war die Flugleistung unterirdisch.
Ich habe aber in zu grossen Schritten experimentiert, das war wahrscheinlich zu viel des Guten.

Ich stelle nur mal die Querruder etwas hoch und vielleicht die mittleren Hilfsquerruder. Das ist ja ein Flügel mit 3 Klappen pro Seite, alle gleich lang.

Dann sollte doch das Nullmoment des Gesamtfliegers etwas positiver - also schwanzlastiger - werden und die Stabilität etwas höher werden.

Geometrische/Aerodynamische Schränkung habe ich glaube ich verstanden.
Man kann z.B. in der Flügelmitte ein Cm negatives Profil nehmen und Aussen ein stärkeres Cm positives Profil.
So hat man auch ohne geometrische Schränkung ein positives Gesamtmoment.

Aber gut fliegen wird der nicht weil genau das hab ich ja aus Versehen gebaut.
Das S3016 ( Aussenprofil ) ist weniger gewölbt als das S3014 ( Innenprofil).
Ohne geometrische Schränkung reisst die Strömung zuerst aussen ab was ja nicht lustig ist. :)
OK, ohne Schränkung würde der im Rückenflug fliegen, das hatte ich auch schon, das war extrem gruselig und die Landung war reines Glück.

Aber auch durch zu wenig Schränkung reisst die Strömung ab und zu Aussen eher ab. Halt gerne in Bodennähe. :)
Im Geradeausflug kann ich den durch ganz leichtes Ziehen schön aushungern.
Setze ich die Wölbklappe ( -2, 5, 10 , 10, 5, -2 , Sechsklapper :) ) kreist er ganz langsam aber mir kommt es so vor als ob die Leistung weg ist.

Zitat

Sonst flieg' halt langsamer....
Hihi, ich flog mal bei kaum Wind, um an den Klappen herum zu spielen, in der Gegend herum.
Auf einmal geht es rauf, ich freu mich. Ja geil, Thermik. Nach 2 Minuten war der Flieger winzig und ich will aus der Thermik raus.
Es ging aber überall rauf und der Flieger wird immer kleiner.
Ich gebe moderat Gas. Dann hör ich ganz leise Flattern und ich war sofort bei einem Puls von 130. Ich bremse, aber der Schall braucht etwas und da hab dann ich die Flatter bekommen.
Ich hab ihn gnadenlos überzogen und zum Glück war der Thermikspuk dann vorbei sonst wäre der Flieger weg.

Bei dem Eukalyptusflieger konnte man über die Knüppelstellung einfach die Geschwindigkeit einstellen.
Schnell mit 30 Grad nach unten, kein Problem. Wirklich anfängertauglich.

Meine letzte Hoffnung ist wirklich das die Klappen flattern.
Ich hab kurze Ruderhebel und die Kugelanlenkungen habe ich entfernt weil die Servos geknurrt haben wenn es kalt war.
Zudem ist der Ruderspalt auf der Tesaseite 1.5 mm breit.

Hinter dem Holm kann ich aber auch Streben einkleben wenn alles nichts hilft. Am besten mit Leim ?
Ich puzzel ja gerne. :)

Die Verspannung kenne ich vom Segeln.
Das macht nachts Lärm und das ist unnötige Lärmenergieverschwedung. :D

Wir haben einen uralten Drachen in Tunesien.
Da sind elastische Stangen längs in das Segeltuch eingenäht.
Die werden mit dünnen Stahlseilen hoch gehalten sonst würden das Segel Flattern ?

Nochmal zu dem Script, das ist wirklich gelungen, auch im Hinblick auf den im Nickel/Wohlfahrt recht kryptischen Abwind weit hinter dem Flügel.
Der Flügel scheint ja in einem realen Wirbel 'bergauf' zu fliegen. Ist das der induzierte Anstellwinkel ?

Durch die elliptische Druckverteilung unter und über dem Flügel strömt die Luft über dem Flügel nach innen und unter dem Flügel nach aussen.
OK, kapiere ich.

Hinter dem Flügel hast Du diese kleinen Wirbel gezeichnet die aber doch real nicht existieren können weil sie sich ja gegenseitig bremsen.
In der Mitte des Flügels ist ja in Spannweitenrichtung kein Druckgradient also auch kein Wirbel.
Nach Aussen hin steigt der Gradient zwar an, aber wie sollen denn die 'Infinitesimal-Wirbel' den frei drehen drehen ?
Links drehen alle im Uhrzeigersinn und rechts Gegen den Uhrzeigersinn.
Das knirscht im Getriebe und es dreht sich auch nichts.

Vielen lieben Dank, Sofia.

31

Dienstag, 10. November 2015, 21:56

@Archy62, ich hab jetzt die Turbulatoren auf den Bildern gesucht.
Da sind keine oder ich bin blind ?



Moin Sofia , habe es gerade selber erst bemerkt.....das war der falsche Fotosatz :O
Hab aber den richtigen gefunden. Den mit den andauernden Testklebungen , des Zackenbandes :D
Das Endergebniss lag dann doch an der Stelle auf dem Oberflügel,
wie Robert S. ihn in der Bauanleitung dokumentiert hat und die Endfotos zeigen.... :ok:
Das letzte Foto zeigt einfach mal das doch recht heftige Jedelsky Profil , der puren Balsaholzflächen
»archy62« hat folgende Bilder angehängt:
  • cccccccc.JPG
  • CIMG5853.JPG
  • CIMG5855.JPG
  • CIMG5851.JPG
Gruß von der Küste ,Joachim


Fläche : Dynam Pitts Python S12--PZ Extra 300--Dynam Hawker Tempest
Segler : MPX EG Pro--Baracuda 1500 E -
Speedo Pro MK II--Schweißgut Chinook II - Thor - Nuri XXs - Nuri163 - Green Wing - Strong Mini - Miro Light - EPP Hai
Wasser : TT-Outlaw JR OBL
Erde: HSP Torche Pro...Märklin-Spur Z
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http://www.mfc-tarp.de

Flattermausi

RCLine User

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32

Mittwoch, 11. November 2015, 09:24

Moin Joachim,

sagt's mal sagt's ihr wirklich immer 'Moin' oder ist das hier ein Forenspass ? :D

Jetzt sehe ich die Turbulatoren :) und bin etwas verwundert dass die so weit vorne sind.
Danke Dir für die Bilder.

In einem Buch über echte, grosse Flieger wird eine turbulente Grenzschicht als absoluter Leistungsfresser verteufelt.
Bei unserem Drachen ist aber ca. 20 cm hinter der Nasenleiste eine dicke Zickzacknaht die leistungssteigernd wirken soll.

Ich habe mir das so vorgestellt dass sich Links- und Rechts-drehende Wirbel abwechseln und das eigentlich gar nicht richtig turbulent ist.
Es ist doch ein geordnetes Chaos, wie meine ganzen Unterlagen. :nuts:

Gibt es eine VERSTÄNDLICHE Formel um die Grenzschichtdicke aus zu rechnen ?
Ich habe keine Vorstellung ob das 1 mm, 5mm, 10mm oder 50mm sind.
In allen Zeichnungen sieht die Grenzschicht an der Endleiste immer 10 cm dick aus. :dumm:

Das Letzte Bild ist ja wirklich heftig. 8( 8( 8(
Ich hab die Servos komplett in der Fläche und habe bei den Anlenkungen aerodynamischen Wahnsinn betrieben.
Hab da sicher 2 Tage rum gebastelt.
Alleine für meine Gewichtsparrippen habe ich locker 10 Tage gebraucht.

Ich hab noch welche für ein Brett das in meinem Kopf schwirrt.


Was wiegt denn Dein Flieger und welche Spannweite hat er ?

Ich habe schon etwas mit dem 'Nurfluegel.exe' - Programm herum gespielt und ich denke mein absoluter Leichtbau war für die Katz.
Die Folie war sau teuer. :(

Liebe Grüße Sofia

kalle123

RCLine User

Wohnort: Mönchengladbach

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33

Mittwoch, 11. November 2015, 11:44

Viele Fragen, Sofia.

Noch ein Buch. Holm dir mal den Simons.

Martin Simons - MODEL AIRCRAFT AERODYNAMICS.

Gruß KH

PS. Zum "Moin" - Hab mal ein Jahr in Flensburg studiert. Lange her. Da sagt man "rund um die Uhr" moin moin

opflettner

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34

Mittwoch, 11. November 2015, 12:23

Leichtbau ist nie für die Katz, solange die geforderte Stabilität gewährleistet ist. Du kannst ja jederzeit aufballastieren. Das hat den Vorteil, dass Du das Gewicht I. Den Mittelpunkt bekommst und dadurch eine höhere Agilität um die Längsachse erreichst.
Die Dicke der Grenzschicht wird im Allgemeinen völlig über schätzt, sie ist natürlich Geschwindigkeitsabhängig und beträgt bei uns Modell Flieger als turbulente Grenzschicht nur wenige mm im einstelligen Bereich.
Da wo diese turbulent anliegende Grenzschicht sich ablöst, entstehen Wirbel, die wesentlich größer sind und beim Unter/Überdruck Ausgleich an der Flügelspitze durch aus auf das Querruder drücken können und dort dann eine virulente Strömung erzeugen, die die Querruder in ihrer Wirkung stark beeinträchtigen. Deswegen beim Lippischfluegel die Winglets und Horten hat das durch eine spezielle Auftriebsverteilung gelöst, bei der fast keine Randwirbel durch den Druckausgleich bestehen, weil das Flügelenden fast keinen Auftrieb liefert (Schränkung) und durch die extreme Zuspitzung an den Flächenenden.
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
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Schiller

haschenk

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35

Mittwoch, 11. November 2015, 21:25

Hallo Sofia,

Zitat

In einem Buch über echte, grosse Flieger wird eine turbulente Grenzschicht als absoluter Leistungsfresser verteufelt.

Das ist völlig richtig. Aber manchmal braucht(e) man die Turbulatoren auch (selbst bei großen Airlinern), um Strömungsablösungen in den Griff zu kriegen. Heutzutage, wo aerodynamische Güte bei manntragenden Fliegern sehr wichtig ist, sind Turbulatoren nahezu tabu. Ausgenommen sind nur gewisse Fälle bei mittleren und kleinen Re-Zahlen, wo der Widerstand durch lokale Ablösungen noch höher wäre.
Die Kunst bei Turbulatoren ist, daß man sie gerade so groß macht wie notwendig (u.a. abhängig vom Anstellwinkel) und nicht größer, und daß man sie richtig plaziert. Das geht letztendlich auch heute noch nur durch Experimente, Windkanal-Untersuchungen etc., bei den "Großen", und bei Modellen.
Für Modelle gibt's aber Faustregeln, mit denen man nicht viel falsch macht, wenn's nicht gerade um Wettbewerbsmodelle geht; s. Anhang

Zitat

Ich habe mir das so vorgestellt dass sich Links- und Rechts-drehende Wirbel abwechseln und das eigentlich gar nicht richtig turbulent ist.

Nein; wenn der Turbulator zur Re-Zahl passend ausgelegt ist (Form und Größe), dann zerfallen die Einzelwirbel schon nach einer sehr kurzen Laufstrecke in isotrope Turbulenz.

Zitat

Gibt es eine VERSTÄNDLICHE Formel um die Grenzschichtdicke aus zu rechnen ?

Faustformel ja, richtige Rechnung nein. Bei der Berechnung von Grenzschichten gibt's jede Menge Parameter; Re-Zahl (auch mit der Lauflänge gebildet, Druckgradient(en), Lage des Umschlagpunkts, Entwicklung des Grenzschichtprofils.... wenn ich dir dazu Links angäbe, würdest du nichts mehr rechnen wollen.

Zitat

Ich habe keine Vorstellung ob das 1 mm, 5mm, 10mm oder 50mm sind.

Die Grenzschichtdicke wächst mit der Lauflänge; bei Modelltragflügeln vorne Größenordnung 1/10mm, an der Endleiste Größenordnung einige mm im unteren einstelligen Bereich. In den üblichen Skizzen werden Grenzschicht und ihre Details absichtlich immer überhöht dargestellt.

Im Anhang noch ein Artikel dazu aus dem Web, den ich von HTML nach *.doc konvertiert habe.
Achtung: Da man *.doc-Dateien hier nicht hochladen kann, habe ich die Extension auf *.bmp geändert. Also zuerst aus "bmp" wieder "doc" machen, dann sollte es mit Word klappen.

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgende Datei angehängt:

36

Mittwoch, 11. November 2015, 21:34

Sofia,
eine gute Beschreibung kannst du auch hier finden.
http://www.mh-aerotools.de/airfoils/turbulat.htm
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


haschenk

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37

Freitag, 13. November 2015, 04:32

Hallo,

hier ist das Script nochmal, als PDF.
Qualität ist etwas schlechter, aber macht die Sache etwas einfacher...

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgende Datei angehängt:

38

Freitag, 13. November 2015, 17:26

Moin Joachim,

sagt's mal sagt's ihr wirklich immer 'Moin' oder ist das hier ein Forenspass ?



Moin wird hier an der Küste zu jeder Tageszeit gesagt.....ob du kommst , oder du gehst . Das kommt teils aus der dänischen Nachbarschaft.

"Moin" ist Standard gaaanz oben in Flensburg.......


"Moin Moin " wäre schon zu viel Gesabbel :D
Gruß von der Küste ,Joachim


Fläche : Dynam Pitts Python S12--PZ Extra 300--Dynam Hawker Tempest
Segler : MPX EG Pro--Baracuda 1500 E -
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mannikiel

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Wohnort: Kiel

Beruf: Spazierenfahrer

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39

Freitag, 13. November 2015, 17:46

Und verwirrenderweis wird in manchen Ecken "Moin Moin" statt "Tschüß" gesagt. 8(
Nu haben sich zwei Fatzebuch-Gruppen zusammengeschlossen, um Taranis- und OpenTX-Nutzern zu helfen:

https://www.facebook.com/groups/712191765525582/

Würde mich freuen, wenn noch mehr dazukämen.... :prost:

LG vonner Küste
Carsten :w

Flattermausi

RCLine User

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40

Dienstag, 17. November 2015, 13:09

Moin, :D

ich hasse Gesabbel, also in gesprochener Form. :)

@Kalle, das Buch habe ich vorgemerkt.
Das Nickel/Wohlfahrt lese ich gerade am liebsten wegen der Flugberichte.
Das müssen ganz schon mutige Jungs sein die da mit dem Schwerpunkt rumspielen und sich dann zum testen rein hocken. 8( 8( 8(

Ich dreh ja schon fast durch wenn ich an der Klappeneinstellung was geändert habe.

@Helmuth, ich hab das so verstanden dass der Druckanstieg die laminare Strömung anfällig für Ablösungen macht die laminar oder turbulent sein können.
Ob die Gebilde laminar oder turbulent sind ist nicht so entscheidend, sie sich weit dicker als eine durch einen Turbulator erzwungene turbulente Strömung an geeigneter Stelle.
Ausserdem, was bringt der S-Schlag in den Momentenhaushalt ein wenn da eine dicke Blase drauf klebt (1). :)

Zitat

Für Modelle gibt's aber Faustregeln, mit denen man nicht viel falsch
macht, wenn's nicht gerade um Wettbewerbsmodelle geht; s. Anhang
Und so ist es ja auch, ich will beim langsam Kreisen wenig Verluste haben und gutes Handling.
In der Thermik geht's ja eh rund und die Strömung ist oben nur ganz kurz laminar, laut Script. :)

Bei einmal überziehen mit abkippen verliert ein ausgereiztes Wettbewerbsmodelle mehr Höhe als ein Nurflügler mit guten Flugeigenschaften. Also bei meinen Flugkünsten. :)
Ich flieg ja meistens in der Thermik wenn ich denn eine finde.
Und beim Thermiksuchen will ich ja auch keine 200 fliegen, sonst find ich die ja nicht mehr wenn ich abgebremst habe. :)

Im Nickel/Wohlfahrt lästern sie über meine Bretchenwinglets.
Im Langsamflug werden Winglets kräftig von aussen angeströmt und die laminare Strömung auf dem Flügel kann durch die Wirbel vom Winglet da laminar ablösen (, ausser Sofia pappt da einen Turbulator hin :) ).

Nochmal Danke für das Script, ich kann mir das geschehen in der Grenzschicht jetzt besser bildlich vorstellen.
Das heisst jetzt nicht dass ich Nickel/Wohlfahrt jetzt komplett verstehe, aber es wird besser. :)
Ich werde, wenn ich einen neuen Rumpf gebaut habe, das am Flieger ausprobieren.
So wie ich das sehe ist die einzige Gefahr, dass er im Schnellflug deutlich weniger Leistung hat. Da flattert er aber eh. :)

@Ottopeter, Leichtbau macht mir Spass und gut zu hören dass es nicht für die Katz ist.
Das Wendemoment und alles andere wird sicher besser wenn kleiner Luftkräfte den Flügel rollen.

Blöd, dass am Schwerpunkt kein Flieger ist. :)
Ich muss den Rumpf länger bauen.

@Thomas, danke dir für den Link.
Die 'Pneumatic Turbulators' sind ja genial.

Ein Pimpfi in Tunesien hat die Nase von seinem Brett im Langsamflug abgesenkt und dabei sind kleine Zacken ausgefahren.
Nachteil 1: Im Schnellflug sollte alles super glatt sein, war es aber nicht.
Nachteil 2: Die Zacken waren bei 33%, also zu weit hinten für den Schleichflug wie kürzlich hier gelernt.
Nachteil 3: Das Brett hatte 1 Meter Spannweite und war eher was für den Hang. Bei Windstärke 4-6 im Sommer war das für die Katz. :minimarder:

Liebe Grüße Sofia

(1) Luft ist ein klebriger zäher Schleim, so hat mich meine Mutter in die Aerodynamik eingewiesen. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sofia« (17. November 2015, 13:57)