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1

Mittwoch, 2. März 2005, 14:55

Fernwelle Bei BL-Motoren?

Hallöchen!

Ich möchte mir einen F4y mini zusammenstellen der möglichst ohne Ballast auskommen soll. Als Motor möchte ich einen Typhoon micro 6 und als Akku einen E-Tec Lipoly mit 1200mah verwenden.

Wenn ich den Motor hinten einbaue werde ich den Schwerpunkt allerdings nicht ohne Ballast hinbekommen.

Eine Möglichkeit wäre natürlich den Motor mit Prop einfach in der Flügelmitte einzubauen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man damit ganz schöne Verluste hat weil das EPP in der Mitte ja recht dick ist. Ausserdem kann man keinen Klapplatte verwenden.

Hat jemand von euch Erfahrung mit einer Fernwelle? Was nimmt man da am Besten? Und hält so eine Fernwelle die Belastung auch aus ohne zu vibrieren?

Danke schonmal für eure Antworten.

degloe

RCLine Neu User

Wohnort: Kreis Pinneberg

Beruf: Zivi

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2

Mittwoch, 2. März 2005, 18:15

Hi!
Ich selbst hab zware keine Ahnung davon, aber im parkflyer-forum hat das einer gemacht (soweit ich mich erinnern kann allerdings ohne Brushlessi...) und die Anleitung gepostet....

Hier hast du mal den Link:
http://www.parkflyer.de/cgi-bin/ikonboar…ic=77&start=350

Dennis

urzim

RCLine User

Wohnort: -Schweiz

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3

Mittwoch, 2. März 2005, 21:57

Ich hab auch schon eine Welle gebaut:

Man nehme:

2 Kugellager mit Bund
1 Messingrohr
1 Stahldraht


Messingrohr ablängen, Kugellager an den Enden mit Sekundenkleber ankleben, Stahldraht einführen und fertig. Nun braucht es noch den passenden Mitnehmer sowie eine Kupplung zur Verbindung der Motorachse mit der Welle.

Und fertig ist die kugelgelagerte Welle.

Guten Appetit!


Die Komponenten müssen natürlich von den Dimensionen aufeinander abgestimmt sein. Nicht zu verachten ist jedoch, dass eine solche Welle auch etwa 10-15g wiegt!

Gruss
Urs

dieter w

RCLine User

Wohnort: Grünstadt (Pfalz)

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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4

Donnerstag, 3. März 2005, 08:31

Ich hab aus dem gleichen Grund eine Fernwellenlösung beim Sport Wing gemacht und war Anfangs auch recht zufrieden damit. Allerdings ist die Kupplung zwischen Motor und Welle nicht ganz trivial, da hier doch recht nette Momente wirken. Eine Kraftübertragung mit Silikonschlauch und/oder Schrumpfschlauch hat überhaupt nicht gehalten. Letztendlich hat mir ein Kollege ein Drehtail angefertigt, welches genau passt und beidseitig verschraubt ist.
An einem heißen Sommertag hatte ich dann derartige Vibrationen im System, dass der Steller sogar die Synchronisation verloren hat. Zunächst dachte ich, die Welle sei verzogen. Im Keller lief das Ganze dann wieder rund. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass sich der Flügel bei Sonneneinstrahlung leicht verwölbt (im Flug nicht feststellbar) und damit den Rundlauf zunichte macht.
Ich werde deshalb bei EPP-Fliegern zumindest keine längeren Fernwellen (in meinem Fall 18 cm) mehr einsetzen.
:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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5

Donnerstag, 3. März 2005, 12:29

so klappts:

stator auf alurohr, zwei kulags an beiden enden, stahlwelle.

bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

6

Donnerstag, 3. März 2005, 12:35

Wurpfel,
allererste Sahne, vor allem der Luftschraubenmitnehmer. Hält der so gut, wie er aussieht? Und kannst Du mal beschreiben, aus was der genau ist?

Kuni

Thomas Simon

RCLine User

Wohnort: vun dehäm

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7

Donnerstag, 3. März 2005, 13:11

Gucksdu:

Beispiel 1 (nur annerstrum)

Beispiel 2

Welle kann eine Hohlwelle sein, dann wiegts nur ein paar gramm.

Grüße Thomas

Abdrehfaktor

RCLine User

  • »Abdrehfaktor« wurde gesperrt

Wohnort: Münster

Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

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8

Donnerstag, 3. März 2005, 18:20

Hi!

Ich hab sowas an meinem K10 XXL und es funktioniert hervorragend. Du nimmst eine Kohlefaserwelle welche möglichst gut in die Kugellager passt. Zur Befestigung des hinteren Kugellagers guckst Du auf meiner Homepage beim Agggro, da steht alles beschrieben. Ich würde desweiteren eine Mittelrippe empfehlen, an der man Motor und Welle sauber zueinander ausgerichtet befestigen kann.



Ciao,
Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (3. März 2005, 18:22)


dieter w

RCLine User

Wohnort: Grünstadt (Pfalz)

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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9

Donnerstag, 3. März 2005, 23:30

Wenn ich die Lösungen von Wurpfel und Julian ansehe, dann entdeck ich einen wesentlichen Unterschied zu meiner Lösung: bei ihnen sind Motor und hinteres Gegenlager über eine biegesteife Konstruktion miteinander verbunden (Rohr bzw. Mittelrippe), während bei mir Motor und hinteres Lager zwar sauber ausgerichtet sind, aber nur einzeln im EPP befestigt sind. Damit wirkt sich bei mir der EPP-Verzug unmittelbar aus, bei den anderen beiden Lösungen nicht (trifft analog auf Thomas´ Lösung zu, da der GFK-Rumpf auf der kurzen Distanz auch keinen Verzug zulässt).

Damit komme ich zu dem Schluss, dass meine Lösung zwar sehr leicht ist, aber leider nix taugt. Wenn also Fernwelle, dann müssen die Einzelkomponenten des Antriebsstrangs möglichst starr - nicht nur über das EPP - miteinander verbunden sein.
:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

Thomas Simon

RCLine User

Wohnort: vun dehäm

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10

Freitag, 4. März 2005, 07:45

Eine Kupplung kann man sich auch aus 2 Stellringen anfertigen.

Je eine Stirnfläche mit der Feile bearbeiten, bis das Messing zum vorschein kommt, beide Ringe auf eine Welle, die kein Lot an nimmt, so mit den Stiftschrauben befestigen, dass ein Spalt von 0.05-0.1mm zwischen den befeilten Flächen entsteht und die Stiftschrauben in die selbe Richtung weisen. Dann mit dem Lötkolben die Stellringe erwärmen, Lötzinn an der gegenüberliegenden Seite ansetzen und das Lot durch den Spalt mittels kapilarer Wirkung richtung Lötkolbenspitze fließen lassen. Je größer die Ringfläche der Stellringe ist, umso besser.

Edit: Oder gleich die Motorwelle durch eine längere Welle ersetzen.
Edit2: Wellen und Kupplungen gibts auch bei den Schiffchenfahrern.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Thomas Simon« (4. März 2005, 07:51)


JayPi

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11

Freitag, 4. März 2005, 10:43

@julian und @wurpfel,

etwas OT:

wie verhindert ihr das der klappprop beim anlaufen des motors nach vorne durchschlaegt?

gruss, joerg

Holi

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12

Freitag, 4. März 2005, 11:04

Hallo Joerg,

Zitat

Original von JayPi
@julian und @wurpfel,

etwas OT:

wie verhindert ihr das der klappprop beim anlaufen des motors nach vorne durchschlaegt?

gruss, joerg


Das geht mit einem mittig auf das LS Mittelstück aufgeklebten Sperrholzstreifen oder einem Stück Kabelbinder. Den hab ich einfach unter den Spinner geklemmt und mit angeschraubt. Wirkt wie eine Feder. In der anderen Richtung gehts auf grund der Fliehkraft nicht.
»Holi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Nuri.jpg
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holi« (4. März 2005, 11:05)


JayPi

RCLine User

Wohnort: Luebeck

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13

Freitag, 4. März 2005, 11:36

@holger,

super idee! werde ich ausprobieren. danke fuer den tip und das photo :ok:

gruss, joerg

Holi

RCLine User

Wohnort: Dresden

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14

Freitag, 4. März 2005, 13:07

nix zu danken, Hauptsache es funzt. So siehts übrigens im ganzen aus.
»Holi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Colorado Umbau.jpg
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holi« (4. März 2005, 13:09)


wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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15

Sonntag, 6. März 2005, 12:02

schaue dir mal den klappi an:
das überschwingen wird zuverlässig durch den vorderen bund verhindert.
der prop geht aber ganz soft auf, es ist von auge nix sichtbar..und der geht sofort zu und hängt nicht runter.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Holi

RCLine User

Wohnort: Dresden

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16

Sonntag, 6. März 2005, 15:16

Zitat

Original von wurpfel1
schaue dir mal den klappi an:
das überschwingen wird zuverlässig durch den vorderen bund verhindert.
der prop geht aber ganz soft auf, es ist von auge nix sichtbar..und der geht sofort zu und hängt nicht runter.

kann Dir im Moment nicht folgen, welchen Bund meinst Du, wie meinst Du das. Das was beim Zugprop der Rumpf verhindert, nämlich das Überkippen eines Blattes über die Motorachse verhindere ich mit dem Kabelbinder. Wenn der Motor in der abgebildeten Propellerstellung anläuft klappt das übergekippte Blatt nicht auf > Folge: durch die gewaltige Unwucht reißt es den Motor aus dem Flieger.
»Holi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Klappprop.jpg
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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Thomas Simon

RCLine User

Wohnort: vun dehäm

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17

Montag, 7. März 2005, 09:31

Genau. Das muss auf alle Fälle verhindert werden. Nach meiner Erfahrung tendieren allerdings vor allem die größeren Latten, so ab 12-13", beim Aufklappen zu einer Art "Einschwingverhalten", bei der sie bis zu einem cm (vielleicht auch mehr, lässt sich schlecht messen) über die Betriebs-Drehebene nach vorne überschwingen können. Wenn zur Endleiste nicht genügend Platz ist oder kein Anschlag vorhanden ist, kanns da schonmal rappeln. Ich persönlich bringe auch einen Gummiring, O-Ring oder ne Feder an, die die Latte bei ausgeschaltetem Motor zusammenklappt.

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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18

Dienstag, 8. März 2005, 23:46

Hi leutz

beim starten des motors können die klappblätter 2-3cm weiter als die normalstellung nach vorne schwingen. kann böse schnitte in die endleiste geben :evil:

die kupplung ist gefräst und gedreht: nach vorne begrenzt ein anschlag den prop auf seinem weg, nach hinten verhindert ein kleiner bund das einseitige klappen.
durch dieses superschmale mittelstück liegen die blätter in der wirbelschleppe des motors.


der motor ist ein 183.05cdr mit einer 6x3. geht senkrecht mit dem mosquito und 2kok350 :evil:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (8. März 2005, 23:47)


Holi

RCLine User

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19

Mittwoch, 9. März 2005, 08:17

Zitat

Original von wurpfel1
Hi leutz

beim starten des motors können die klappblätter 2-3cm weiter als die normalstellung nach vorne schwingen. kann böse schnitte in die endleiste geben :evil:

die kupplung ist gefräst und gedreht: nach vorne begrenzt ein anschlag den prop auf seinem weg,


die Blätter sollten im offenen Zustand aber nicht dauern an dem Bund anliegen, sie müssen sich schon voll öffnen können und dann noch etwas Spiel zum Bund haben. Und der Öffnungswinkel ist abhängig von der Blatthalterung und deren Winkel zum Blatt. Dein Mittelstück würde u.U. nur für diese Blattform gehen, wenn Du Blätter von anderen Herstellern nimmst, könnten die beim Öffnen hart anschlagen und brechen.
Zur Verdeutlichung was ich meine hab ich ein Bild angehängt. Trotz gleichen Öffnungswinkels müßte der Anschlagbund am Mittelstück jedesmal anders gearbeitet sein. Da wäre es einfacher die 2-3cm nach hinten zuzugeben und den Prop weiter von der Endleiste weg zu montieren. Nebenher wird die ganze Sache leiser und bestimmt auch der Wirkungsgrad besser.
»Holi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Propp. Mittelstück.jpg
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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JayPi

RCLine User

Wohnort: Luebeck

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20

Mittwoch, 9. März 2005, 11:01

passiert dieses überschwingen zur endleiste hin eigentlich auch wenn man nur langsam gas gibt oder nur beim "brutalen" gasgeben? eventuell könnte es sonst ausreichen einen softanlauf am steller zu programmieren.

@wurpel,

wieviel wiegt denn dein mosquito? der motor auf dem bild oben ist aber kein 180er, gell? (hab auch so eine schicke glocke mit langloechern drin :nuts: . die ist aber fuer einen 200er stator. oder hast du so dicke magnete drin? )

gruss, joerg