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181

Mittwoch, 14. September 2005, 07:16

hi

ja - 150 cm ;)

gruss
sturmsch

h@bib

RCLine User

  • »h@bib« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Linz/Oberösterreich

Beruf: Angestellter

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182

Mittwoch, 14. September 2005, 09:42

@sturmsch

hast du beim werfen die ruder im strak oder ein bestimmtes preset eingestellt?

irgenendwelche tendenzen zum rollen / looping?

lg

d@vid
..::www.aeroworx.net::..
:dumm: ...denn Stillstand ist RÜCKSCHRITT! :nuts:

gueP

RCLine User

Wohnort: A-Graz

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183

Mittwoch, 14. September 2005, 13:03

hallo sturmsch,

sieht super aus den SAL-Nuri.
Hast du eventuell eine Zeichenung von deinem Rumpf ?

Grüße
Günter

184

Donnerstag, 15. September 2005, 09:12

hi

nein ... benutze keine presets zum starten ....
habe auch keine probleme beim start mit rollen oder so - schön gerade rauf ;)

ja ... hätte noch eine zeichnung von meinem rumpf ... werde ich noch hochladen ;)

gruss
sturmsch

185

Donnerstag, 15. September 2005, 20:38

wie ist die leistung ? im vergleich zu nen normalen sal fliegerchen?

186

Freitag, 16. September 2005, 09:22

hi

wie gesagt Andreas - ich habe noch nie ein normalen SAL geworfen ;)

ich schätze ich bring ihn so auf ca ... 30-40m hoch ...
hatte aber bis jetzt noch zu wenig starts um alles schön einzustellen
und an meiner wurftechnik zu arbeiten ;)

darum wäre es super wenn noch ein richtiger sal-pilot einen bauen würde :ok:

gruss
sturmsch

187

Samstag, 24. September 2005, 00:12

Moin,

ich habe diesen Thread jetzt einige Zeit nicht beobachtet, und wie ich sehe, habt Ihr einiges geschafft, in der Zwischenzeit. 30-40m sind für jeden SAL-Einsteiger - ob mit oder ohne Leitwerk - ein guter Erfolg. Wenn Du das mit Deinem SAL-Nuri hinbekommen hast, ist das eine sehr gute Leistung.

Schade, dass er beschädigt worden ist.
Was bekamst Du denn für Flugzeiten raus, aus dieser Höhe?
Gibt's eine Weiterentwicklung, oder ist für Dich die Sache jetzt vorbei?

Ich denke nicht, dass man sie so schnell aufgeben sollte, aber man sollte über die Vorgaben, die Peter am Anfang gemacht hat, noch mal neu nachdenken: Selbst wenn es aus statischen Gründen einfacher ist, einen Brett-SAL-Nuri zu bauen, bin ich sicher, dass man damit leistungsmäßig immer den Leitwerklern hinterherhinken wird, und im Handling mit geringer Nickdämpfung und langen Schwänzen wird das auch keine Verbesserung bringen. Warum baut man also überhaupt einen SAL-Nuri? Um zu beweisen, dass es geht, oder um prinzipbedingte Potenziale zu nutzen?
In letzterem Fall würde ich die Möglichkeit größerer Pfeilung nicht ganz außer Acht lassen: Das bringt zwar statische und aeroelastische Probleme mit sich, und diese eklige Schiebe-Roll-Kopplung, hat aber das Potenzial zu höherer Leistung. Wenn ein Nuri überhaupt an die Leitwerkler so weit herankommen kann, dass durch spezifische Flugeigenschaften ein Vorteil bei einigen eng definierten Aufgaben herausspringen könnte (Wurfhöhe/Kreisen) dann ist es nicht das Brett. Und einen Rumpf darf er auch nicht haben, ist ja klar, denn es heißt ja Nurfügel, und nicht Rumpfflügel.

Ich hatte ja vor einiger Zeit an anderer Stelle schon mal verbreitet, wie ich mir so ein Gerät vorstelle: http://de.geocities.com/martinkopplow/Pi…_Scythe_DLG.jpg
Leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen, so was auch tatsächlich zu bauen. Gibt es sonst noch Leute hier, die eher in diese als in die Brettrichtung forschen?

Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Martin Kopplow« (25. September 2005, 00:43)


188

Sonntag, 2. Oktober 2005, 01:19

Hallo Martin

Ich möchte ja nicht ernüchternd wirken, aber ich denke nicht, daß Dein Konzept in der Form machbar ist. Ich habe bei den Arcturus Winglets an wirklich allem gespart und trotzdem wiegen die je 7 Gramm. Und dieses Gewicht muß ausgeglichen werden und das geht nur über einen Rumpf, leider. Und das trotz einer sehr starken Pfeilung.
Auch macht es meiner Ansicht nach keinen Sinn nur auf einer Seite ein Winglet zu verwenden(wenn ich Dein Bild richtig verstanden habe), dies hat Handling Gründe und gibt Probleme bei Windstille (ich habe es ausprobiert ;) )
Aber ansonsten funktioniert das Konzept eines gepfeilten SAL Nurflügels sehr gut und zuverlässig. Mitlerweile verbessere ich meine Wurfhöhen langsam, es macht richtig Spaß.

Gruß

Bernd

189

Sonntag, 2. Oktober 2005, 11:38

Hallo Bernd,

Ooch, ernüchternd ist die ganze Sache auch so schon genug ... da mach' Dir man keine Sorgen. ;-) Der Flieger auf dem Bild ist aus mehreren Gründen schwer machbar, allein schon wegen der Klappenanordnung ist er zu aufwändig, und er ist auch extrem schlank, was sicherlich statisch nicht leicht in den Griff zu kriegen ist. Er soll eher zeigen, dass die Sache anders aussehen kann, als gewohnt.

Mit den Winglets hast Du sicherlich absolut recht: Deren Gewicht ist gleich doppelt schädlich, weil sie einerseits sehr weit hinter dem Schwerpunkt sitzen (müssen) und andererseits auch noch weit außen, was sich im SAL-Start ungünstig auf den Drehimpuls auswirkt.
Beides war ein Grund für die Überlegung mit dem einseitigen Winglet, welches ja (so weit im Nachlauf) eigentlich schon kein Winglet mehr ist, sondern eher eine Seitenflosse. Unerwartete Wingletverluste bei anderen Fliegern haben gezeigt, dass man damit sehr wohl noch fliegen kann. Wenn man allerdings ein übliches Nuri-Winglet verliert, hat das sicher mehr Einfluss auf die Auftriebverteilung im Außenflügel als 'mein' hinter dem Fügel angeordnetes, das ja nur so weit hinten sitzt, damit es den Auftrieb des Außenflügels nicht so sehr mit dem Schiebewinkel koppelt. Der SLW-Hebelarm ist da eher nebensächlich.
Das einseitige SLW hätte zwei Vorteile:
- Es ist bei gleichem erreichbaren Maximalauftrieb leichter zu bauen.
- Es erzeugt auch über seinen mit dem Schiebewinkel anwachsenden Widerstand ein rückdrehendes Moment nach der SAL-Freigabe.
Da es (flächen- und auftriebsmäßig) für den SAL-Start ausgelegt werden muss, ist es für den normalen Flug sicher überdimensioniert. Stabilität ist also gewährleistet, ein leicht asymmetrisches Handling ist aber nicht zu vermeiden, das ist klar. Der Flieger bekommt zumindest eine Vorzugskreisrichtung.
Zudem ist auf der 'nackten' Flügelseit der Weg für eine Wurfhilfe frei.

Ob es nun so kommt oder nicht, jedenfalls denke ich, dass es nur dann sinnvoll ist, überhaupt einen SAL-Nurflügel zu bauen, wenn man eine gewisse Leistung erwarten kann (unterhalb derer Fliegen einfach keinen Spaß macht), also scheidet ein Brett IMHO aus. Der Gepfeilte bietet zumindest diesen Vorteil, mit den Nachteilen werden wir schon irgendwann noch fertig :-). Einfach einen Nuri nach bekanntem Muster auf 1,5m zu skalieren klappt ganz sicher nicht, das haben wir ja schon gesehen. Genau so, wie die Leitwerkler beim Umstieg vom Javelin-Style zum SAL/DLG in der Auslegung radikaler wurden, wird das auch für den Nuri erforderlich sein. Kann sein, dass wir mit unüblich großen Pfeilungen arbeiten müssen, oder eben auch die Symmetrie hinterfragen.

Ich kenne den Rippen-Nuri (Scimitar?) von Deiner Website und dem Video. Hast Du den inzwischen auch schon mal in steifer gebaut? Wie hoch kommst Du inzwischen?

Viele Grüße,

Martin

190

Sonntag, 2. Oktober 2005, 13:08

Mitlerweile habe ich die Tests mit der Scimitar eingestellt und habe sie auf Elektro umgerüstet. Der Flieger mit dem ich im Moment fliege ist folgender:
http://www.zanonia.de/arcturus.php

Nur kurz zum Modell, es hat eine Streckung von 8 und eine Pfeilung von 32°. Meine Erfahrungen mit assymetrischen Winglets habe ich in dem Artikel beschrieben. Das Video und die Bilder sind noch von den ersten Flügel, mitlerweile habe ich einen Wurfstift, so daß mit der Flieger beim Werfen nicht mehr aus der Hand rutscht. Außerdem sieht man auf dem Video ein Durchsacken beim Kurvenflug, allerdings hatten die Ruder eine negative Differenzierung, dieses Problem habe ich behoben, seit dem macht das Modell mir richtig viel Freude. Empfänger und Akku sind in der Fläche untergebracht, den Rumpf braue ich nur für die 60gramm Blei in der Nase.

Das Gesamtgewicht des Fliegers beträgt stolze 560 Gramm. Ein Leichtgewicht ist es nicht, aber das Fliegen und der Start sind absolut unkritisch.

Bis März nächsten Jahres werde ich meine Hobbys und Provatleben auf 0 herunterfahren müssen, aber wenn ich wieder leben kann werde ich eine zweite Arcturus bauen, diesmal sollte ich ein Gewicht von 300Gramm unterschreiten können, ich habe schon ein paar neue Ideen.

Diesmal wollte ich halt einen Flieger, der sowohl in der Luft als auch bei Einschlägen robust ist. Leichtbauen in dieser Spannweitenklasse ist schwierig, aber nicht unlösbar.

Eine Frage noch, welche Flugzeiten haben eigentlich SAL Leitwerkler ohne Thermikeinfluß ? Dann verrate ich auch welche Flugzeiten ich habe :D

Und wird die Flugzeit nach dem Steigflug gemessen, oder nach dem Wurf?

Gruß

Bernd

wstark

RCLine User

Wohnort: Linz,Österreich

Beruf: Pensionist

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191

Sonntag, 2. Oktober 2005, 14:05

Zitat

Original von BPfeiffer
Eine Frage noch, welche Flugzeiten haben eigentlich SAL Leitwerkler ohne Thermikeinfluß ?

Einsteiger: ca. 35 m Wurhöhe, 60-70 Sekunden abgleiten
Fortgeschrittene: ca. 45 m Wurfhöhe, 80-90 Sekunden abgleiten
Experten: ca. 55 m Wurhöhe, 100-110 Sekunden abgleiten

Zitat

Und wird die Flugzeit nach dem Steigflug gemessen, oder nach dem Wurf?

Ab Verlassen der Hand bis zum Stillstand.
It's BoBo

Patrickk

RCLine User

Wohnort: 87764 Legau/Allgäu

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192

Sonntag, 2. Oktober 2005, 16:48

Hallo,

Zitat

Original von BPfeiffer
Ich habe bei den Arcturus Winglets an wirklich allem gespart und trotzdem wiegen die je 7 Gramm.

Ohne mir jetzt diesen Flieger angeschaut zu haben, will ich mal diesen Link einwerfen. Etwa auf der Mitte der Seite habe ich mich zum letzten Stand der Zagi-Winglets ausgelassen, wobei der Zagi zwar nicht unbedingt DLG-tauglich ist, aber das Wegwerfen auf diese Art doch lässiger wirkt (und ich es aufgrund eines Unfalls inzwischen auch kaum noch nach Speerwurfart kann). Bei dessen abgefetztem Winglet drängt sich das auch geradezu auf. Es ist leider kein Bild dessen auf der Seite, es hat sicher nicht die aerodynamische Qualität des Winglets von Martin, der ja nun schließlcih Akademiker dieser Profession ist ;-)

Also Bernd, da ist vielleicht noch was zu sparen.

Werners Flugzeiten kann ich mittels Lolo bestätigen.

servus,
Patrick

193

Sonntag, 2. Oktober 2005, 18:28

Zuerst mal zu den Winglets, sie sind wie in dem Link beschrieben in geodätischer Bauweise gebaut, leichter geht es wirklich nicht.

Bevor ich jetzt die Flugzeiten der Arcturus angebe, möchte ich noch mal darauf hinweisen, daß sie mit einem Abfluggewicht von 560 Gramm hat, das wirkt sich sowohl auf die Hochstarthöhen, als auch auf die Flugzeit aus. Die Flächenbelastung ist fast doppelt so hoch wie bei einem Leitwerkler. Im Moment packe ich so um die 40 Sekunden, allerdings gemessen nach ausklinken, ich packe es einfach nicht nach loslassen die Stopuhr zu betätigen. Es ist also noch ein langer Weg, bis man die Flugzeiten der Leitwerkler erreicht, aber das ist bei dem Gewicht auch nicht verwunderlich. (es wäre mal interessant zu wissen wie die Flugzeiten eines auf 560Gramm aufbalastierten Leitwerklers sind)

Im Moment packe ich es auch noch nicht meine ganze Wurfkraft in Höhe umzusetzen. Wenn ich zu stark werfe, steigt der Flieger fast senkrecht weg, aus diesem senkrechten Steigflug ist es unmöglich lange Flugzeiten zu bekommen, da unweigerlich ein Looping oder ein Strömungsabriß daraufhin folgt. Also werfe ich noch recht mäßig und passe Stück für Stück die Starttrimmung an. Vielleicht kann ich darüber die Flugzeit noch mal um 10 Sekunden verbessern, aber 1,2min kann das Modell mit diesem Gewicht beim besten Willen nicht erreichen.

So jetzt muß ich wieder was arbeiten, wie gesagt ich habe erst nächstes Jahr wieder richtig Zeit.

Gruß

Bernd

wstark

RCLine User

Wohnort: Linz,Österreich

Beruf: Pensionist

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194

Sonntag, 2. Oktober 2005, 19:04

Zitat

Original von BPfeiffer
Im Moment packe ich so um die 40 Sekunden, allerdings gemessen nach ausklinken

40 Sekunden bei dem Gewicht und Handstart sind sind beachtlich.Oder hast Du per "Flitsche" gestartet ?

Zitat

(es wäre mal interessant zu wissen wie die Flugzeiten eines auf 560Gramm aufbalastierten Leitwerklers sind)

Ich kenne niemand, der so ein"Monster" per SAL gestartet hat.Aber mehr als 50 Sekunden scheinen mir unrealistisch....

Zitat

Wenn ich zu stark werfe, steigt der Flieger fast senkrecht weg, aus diesem senkrechten Steigflug ist es unmöglich lange Flugzeiten zu bekommen, da unweigerlich ein Looping oder ein Strömungsabriß daraufhin folgt.


Versuche es einmal mit den, bei Leitwerklern üblichen 2/3 Stufen Schalter:
Launch Preset: Wölbklappen leicht nach oben
Thermik Suche: Wölbklappen im Strak
Thermikkreisen: Wölbklappen ca. 5 Grad nach unten
It's BoBo

Patrickk

RCLine User

Wohnort: 87764 Legau/Allgäu

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195

Sonntag, 2. Oktober 2005, 19:16

Hallo Bernd,

Zitat

Original von BPfeiffer
Zuerst mal zu den Winglets, sie sind wie in dem Link beschrieben in geodätischer Bauweise gebaut, leichter geht es wirklich nicht.

Schick mir doch bitte mal deren Randbedingungen, vielleicht schaff ich's ja mal, da ein wenig dran herumzuspielen.

Zitat


Abfluggewicht von 560 Gramm hat, das wirkt sich sowohl auf die Hochstarthöhen,

Die sind deshalb (vermutlich) nicht schlechter. Man will nur nicht den ganzen Tag diese Masse herumschlenzen müssen: ich halte über 400g für "wird langsam lästig".

Zitat

Im Moment packe ich so um die 40 Sekunden, allerdings gemessen nach ausklinken, ich packe es einfach nicht nach loslassen die Stopuhr zu betätigen.

Drum macht's ja auch der Helfer beim Wettbewerb. Auf der grünen Wiese drücke ich die Stoppuhr mittels Knüppeltaste am MPX 3030-Sender (viel zu schwer zum SALen) oder den Kippschalter des kleinen Cockpitsenders, der die Motorlaufzeit stoppen soll, der aber mit Verzögerung zu erreichen ist. Und beim Abwurf habe ich mit meiner sonsttgen Körperkoordination zu tun. Aber auf der o.e. Wiese fliege ich ja nur für mich, ohne Rahmenzeit oder so.

Zitat


es wäre mal interessant zu wissen wie die Flugzeiten eines auf 560Gramm aufbalastierten Leitwerklers sind.

Ja. Allerdings sehr ich da zum einen das Problem, daß es in den Rümpfen gestopft voll AKA kein Platz für Ballast ist und vor allem, daß die Belastung des Rumpfs beim Schleudern gewaltig steigt. Nachdem ich meinen ersten KIS mit gewickeltem Leitwerksrohr wegen Flächenschraubenbruchs beeindruckend intensiv zerstört hatte, bin ich da etwas vorsichtig geworden :-/

Zitat

Im Moment packe ich es auch noch nicht meine ganze Wurfkraft in Höhe umzusetzen. Wenn ich zu stark werfe, [..]

Kommt Zeit -> kommt Übung -> kommt Höhe. Ohne Gewalt! Das gilt auch für Leitwerkler, bei denen man davon ausgehen kann, daß der Flieger das beherrscht.

Zitat

ich habe erst nächstes Jahr wieder richtig Zeit.

Dann habe ich ja viel Zeit (!= "hinreichend" ... ;-) zum Spielen an Winglets.

servus,
Patrick

196

Montag, 3. Oktober 2005, 00:32

@ Werner

Zuerst mal zu dem Start, es ist natürlich ein SAL Start, und kein Bungee, oder Flitsche

@ Patrick

Ich denke nicht, daß es viel bringt noch viel an den Winglets zu arbeiten, aber ich suche die Tage mal die Zeichnung mit den genauen geometrischen Daten der Winglets. Folgendes Problem, die Winglets wiegen 7 Gramm, die Folie mit denen sie bespannt ist (Oracover light) wiegt schon 3,5 Gramm, selbst wenn Du es packst noch ein Gramm zu sparen, reduzierst Du das Gesamtgewicht lediglich um 10%. damit man aber kein Blei in der Nase des Fliegers bräuchte darf aber das Winglet aber gar nichts wiegen.

Die Winglets sind übrigens starken Torsionslasten ausgesetzt.

Wo man richtig Gewicht sparen kann ist der Flügelaufbau, hier muß man sich eine Konstruktion ausdenken, die die Kraft von den Winglets in den Holm überleitet, ohne auf die Flügelschale übertragen zu werden, ansonsten löst sich irgendwann durch die Kräfte bei der Landung oder beim Werfen die Flügelschale ab. Ich habe bei diesem Flieger eine massive Kohle D-Box gebaut, die genau diese Aufgabe übernimmt. (es ist ja ein Prototyp) Das muß jetzt aber leichter und besser gelöst werden.

Und genau an diesem Punkt (und wenn man die Steckung wegläßt) kann man dann auf einen Schlag 200 Gramm sparen. Vielleicht kann man dann die Leitwerksflächen der Winglets kleiner bauen und kriegt darüber 2 Gramm Gewichtsersparnis.

Ach noch etwas, es fliegen doch mitlerweile einige Bretter mit ähnlich furchterregenden Flächenbelastungen, was habt Ihr denn für Flugzeiten? Das wäre doch jetzt ein fairer Vergleich. 30 Sekunden solltet Ihr doch erreichen oder? Bietet jemand mehr als 40?
Gruß

Bernd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BPfeiffer« (3. Oktober 2005, 00:34)


197

Montag, 3. Oktober 2005, 13:21

Moin Bernd, Werner und Patick,

Nun hab' ich mich auf Bernds Website mal wieder umgesehen. Der Arcturus (die?) gaht ja nach seinem relativ ruhigen Wurf ziemlich gerade raus, ziegt kaum 'Schwänzeln' und Rollen. Er nimmt aber auch betont lange (mehrere Drehungen) Anlauf und gibt dann frei, ohne einen Peitscheneffekt befürchten zu müssen, wie bei DLG-Starts üblich. Da aber die Sache sooo sicher erscheint, kann ich mir gut vorstellen, dass das mit etwas mehr 'Bums' auch noch höher geht.
Wir haben bei den Leitwerklern gesehen, dass oft der Schwänzeleffekt bei schwachen Würfen eher stärker ist.

Zum Gewicht: Ich durfte gestern einen Kisal werfen, der über 400g wog. Alter Schwede! Damit habe ich glatt 10m weniger geschafft, als mit meinem Killefitt (300g).

Andererseits habe ich letztes Jahr mit einem Killefitt DLG Versuche gemacht, und habe ihn Schrittweise bis auf das nach F3K erlaubte Maximalgewicht von 600g aufballastiert, das Gewicht also satt verdoppelt.
Erfolg des Ganzen war, dass zuerst einfach der Wurf anstrengender wurde, dann aber die Wurfhöhe rapide abnahm. Interessant ist dabei, dass ich den Drehimpuls dabei nur mimimal verändert hatte, weil alles Blei nahezu im Schwerpunkt angebracht wurde.
Eine Verdoppelung des Gewichtes hat aber nicht die Halbierung der Flugzeit mit sich gebracht - so einfach ist es denn doch nicht. 25% Verschlechterung höchstens. Ich hab' aber die Zettel verschlampt ...
Ein weiterer Versuch, bei dem ich je 100g etwa 400mm vom Rumpf entfernt unter den Flügel geklebt habe, war ernüchternd: Wurfhöhen unter aller Sau. Das war vorher klar, aber es war nett, das mal zu testen. 20g an jedem Flächenende angeklebt hatten einen stärker negativen Effekt als 100g im Rumpf.

Was ich damit sagen will ist folgendes: Das Stukturgewicht muß runter. Wenn bei einem Pfeil-Flieger 60g Blei in der Nase sitzen, bedeutet das, dass über den Flügel verteilt mindestens 180g Material zu viel eingebaut sind, und dann bei 7g-Winglets noch was schinden zu wollen, ist selbst bei 100% Einsparung nicht ausreichend.

Ich denke daher, dass Patick, wenn er denn schon was optimieren will (das will er numerisch angehen, oder?) seine Energie in den Flügel stecken sollte. Da ist mehr Potenzial drin.

Ich denke, wenn wir auf ein Abfluggewicht von 260g kommen (was ich zur Not wohl beweisen muss), dann wird der Bedarf an Wingletfläche sich fast halbieren, was das Problem der Winglets schon fast von selbst löst. Es ist also eine sehr effektive Kohlebauweise angesagt.

Ob Winglets im Nachlauf tatsächlich unten/oben symmetrisch sein müssen, ist noch nicht bewiesen, oder? Das hat bisher eher strukturelle als aerodynamische Gründe. Eine 2/3 zu 1/3-Lösung wie bei den meisten Leitwerklern würde die Bruchgefahr deutlich verringern.

Viele Grüße von Martin
der jetzt erst mal in den Keller geht und weiterbastelt ...

198

Montag, 3. Oktober 2005, 14:43

@ Martin Du sagtest:
Eine 2/3 zu 1/3-Lösung wie bei den meisten Leitwerklern würde die Bruchgefahr deutlich verringern.

Bei der Scimitar hatte ich 2/3 zu 1/3 Winglets, also zwei drittel gingen nach oben und 1/3 nach unten, und diese Winglets haben gut funktioniert. Diese Winglets haben halt nur irgendwann angefangen zu flattern, die symmetrischen machen das nicht mehr. Aber wenn man richtig baut, dürfte es kein Problem sein, wieder auf die anderen Winglets umzurüsten.

Die Arcturus hat einen schweren Flügel, da kann mit etwas Sachverstand ohne weiteres viel Gewicht eingespart werden.

Wie gesagt, bis März habe ich keine Zeit, bin dahin könnt ihr jede menge Modelle bauen.

Und an den Flugzeiten der Bretter bin ich wirklich interessiert, denn dadurch, daß in diesem Re-Zahlen Bereich Wölbklappen wenig bringen, könnten die hier konkurenzfähig sein.

Gruß

Bernd

199

Montag, 3. Oktober 2005, 16:08

Hallo Bernd,

ich habe gerade gesehen, dass sich da zwei Nachrichten inhaltlich ziemlich überschnitten haben, sorry, hab' ich erst nach dem Absenden gesehen.

Deinen letzten Satz mit den Re-Zahlen würde ich noch nicht unbedingt unterschreiben. Hier hängt sicher auch einiges an der Flächenbelastung und damit an den erforderlichen Ca's.

Im HLG-Leitwerklerbereich sind die Re-Zahlen nicht anders als sie bei einem HLG-Nuri zu erwarten sind, und ohne Klappen baut da derzeit keiner mehr, eben aus der Erfahrung, dass es eben doch was bringt, und zwar so viel, dass es das Mehrgewicht und den Widerstand wettmacht.
Ich habe zwar auch schon verschiedenlich die Meinung vertreten, dass bei hochgestreckten DLGs über den Wegfall der Klappe UND der Querruder diskutiert werden müsse, aber das ist ein Extremfall, der Re-mäßig noch unter unserem aktuellen Beispiel liegt.
Gerade die Klappen sind eines der Argumente für den gepfeilten Nuri, denke ich, dazu noch die Möglichkeit, nicht mit entwölbtem Außenflügel in der Thermik herumeiern zu müssen. Hast Du den Höhenverlust in Kurven bei der Arcturus mal darauf abgecheckt, dass Du mit dem Höhenruder einfach 25% Deines Auftriebes abschaltest, bzw. Deine Polare im Außenflügel, gerade wenn Du das Ca für die Kurve brauchst, durch Entwölben nach unten verbiegst? Leitwerkler verwenden diese Klappenposition gerne und erfolgreich als Landehilfe ;) .

Im Übrigen: Ja, der Winter kommt, es darf gebaut werden :) . Besser gesagt: Es MUSS gebaut werden :-o . Danach wissen wir hoffentlich mehr.

Martin

200

Montag, 3. Oktober 2005, 19:59

Zum Thema Höhenverlust, im Moment habe ich keine Differenzierung mehr in der Quer/Höhenrudern, und habe so gut wie kein Durchsacken in den Kurven. Das Auslegungs Ca ist bei 0,3 so daß ich kaum noch Höhe ziehen muß und den Auftrieb den das Höhenruder vernichtet gleicht der Tiefensprung aus. Wichtig war mir bei dem Flieger eine hohe Flügeltiefe und da macht trotz der hohen Pfeilung eine Wölbklappe wenig Sinn, weil das aufrichtende Moment einfach zu klein ist. Bei der Scimitar hingegen hatte die Wölbklappe eine wirklich gute Wirkung, ich kann hier sogar alle Klappen nach unten senken. Aber ich kann mich noch gut an die ersten Worte von Andreas Herrig erinnern, als er die Scimitar sah, er sagte Re Zahl ist alles. Und ich denke er hat da Recht. Die Arcturus hat ein besseres geringes Sinken als die Scimitar und das ohne Wölbklappe. Wir haben bei den Nurflügeln halt nicht so viele Freiheiten wie die Leitwerkler.
Bei größeren Spannweiten ist das anders, meine Scimitar mit 2,6m Spannweite hat eine vernünftige Re-Zahl und jeder der sie beim Nurflügeltreffen im Taunus hat fliegen sehen muß ihr die Leistungsfähigkeit zusprechen. Aber als 1,5m Modell ist sie ein schöner Alltags und Spaßflieger, aber kein Hochleistungs HLG und das sagen alle, die sie im Moment fliegen.

Es gibt allerdings noch kein vernünftiges Pfeilflügel SAL-HLG Profil, wenn man einen Flieger mit einer Streckung von 12 realisieren könnte würde eine Wölbklappe Sinn machen. Da die Arcturus im Moment aber sehr gut fliegt wird mein nächster Schritt sein, sie baulich auf deutlich unter 300g zu bringen und keine Änderungen in der Aerodynamik zu machen, ich denke das dürfte der richtige Weg sein. Im nächsten Schritt kann man dann die Aerodynamik verbessern. Es ist alles noch ein langer Weg.

So genug geschrieben, ich muß wieder an die Arbeit ;(
Gruß

Bernd