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Abdrehfaktor

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1

Sonntag, 14. August 2005, 21:44

verdeckte Anlenkungen bei Nuris

Hi Leute!

Hab eben ein Update gemacht.

Die Anleitung für verdeckte Anlenkungen findet Ihr unter "News" auf meiner Seite.
Anregungen und Verbesserungsvorschläge erwünscht!

Ciao,
Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (14. August 2005, 21:47)


Nikos

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2

Montag, 15. August 2005, 20:58

Schade

Ochh Schade!
Ich dachte Du hättest Dich auf Deine tolle Art des Rotary Drive System (RDS) angenommen bei dem man von aussen gar nix sieht.
Das würd ich gern mal bauen. Nur eine flache, harte Box fest in ein 4 mm Ruder zu integrieren habe ich keine Idee.

viele Grüße
Klaus

P.S. Ich bin ein echter Fan von Deinen Winglets.

Abdrehfaktor

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3

Montag, 15. August 2005, 21:21

Hi!

Das hat ein Kollege hier aus Braunschweig gemacht. Ich habe aber den Eindruck, dass man nicht den kompletten Servoweg nutzen kann, was Kraft und Auflösung herabsetzt. Zudem meine ich, mich an etwas "weiches Spiel" erinnern zu können. Daher bin ich bei den direkten Anlenkungen geblieben, sonst hätte ich mir diese äußerst elegante Technik nicht entgehen lassen, auch wenns wahrscheinlich viel Friemelarbeit ist :nuts:
Ich werd mal mal Martin Kopplow ne Mail schreiben, wie er das gelöst hat.

Ciao,
Julez

Edit: Anleitung für RDS
Ich seh gerade, man kann ja den Biegewinkel am Draht verändern und damit den Ruderausschlag. So langsam gefällt mir die Sache immer besser :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (15. August 2005, 21:44)


Nikos

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4

Dienstag, 16. August 2005, 09:35

Biegewinkel

Hi!

Ja, der Biegewinkel legt den Ausschlag fest. Dadurch ist die Anlenkung so unflexibel. Denn in Neutralstellung des Ruders soll der Anlenkdraht in 90 Grad aus der Endleiste kommen. Der Winkel legt dann, zusammen mit der Länge des Anlenkdrahtes, die Position des Servos fest.
Ist also nix mehr mit nachträglichen Änderungen.

Gedanklich macht mir bei unseren meist dünnen, leichten Nuri-Rudern aber die Box/Tasche zur Aufnahme des Drahtes die größten Probleme.
Da ergibt sich ja auch ggf. ein Ruderspiel. Ausserdem wird sie nicht mit Druck belastet sondern eher von innen auseinander gedrückt. Und der Anlenkdraht muss leicht darin gleiten.

Jemand schrieb mal, er habe sie für einen Plutoverschnitt aus Pertinax Platinen gemacht. Ich finde es aber nicht mehr wieder. :-(
___________
Grüße Klaus

Ich habe es wiedergefunden:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=8350

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nikos« (16. August 2005, 12:13)


Abdrehfaktor

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5

Dienstag, 16. August 2005, 18:17

Coole Sache! Mit den Berechnungen bin ich gestern so weit gekommen, dass ich bei einem senkrecht zur Scharnierlienie laufenden Torsionsstab alles berechnen konnte, aber bei einem schräg laufenden Stab habe ich dann gegen halb 2 kapituliert. :dumm: Gut dass jemand die Berechnungen gemacht hat :ok:

Mit der Servoverbindung hat er es sich aber etwas schwer gemacht: Ich würde einfach einen Stahldraht zu einem U biegen, dessen beide Schenkel sich in die Löcher des Servohorns stecken lassen. Zuvor wird in die Mitte ein ca 10mm langes Messingrohr gelötet, so dass die Mitte des Stahldrahtes durch ein quer zur Drehachse liegendes Durchgangsloch im vorderen Bereich des Messingrohrs geht und beide Schenkel dann nach vorne wegstehen. In das Messingrohr kann man dann das torsionsübertragende Alurohr stecken und versplinten.

Die Taschen würde ich auch aus Platinenmaterial machen, allerdings nicht aus Pertinax, das ist nur so Phenolharzpapier. So richtig aus GFK- Material mit Balsa 5mm breit als Abstandshalter. Wo das Balsa dann liegt, eine Lochreihe mit 1mm Löchern setzen und das ganze mit Kevlarschnur vernähen und Sekundenkleber tränken. Alternativ ein paar Lagen Glas um die seitlichen und die hintere Kante legen, um ein Aufsprengen zu verhindern.
In die Ruder dann eine Aussparung machen und die Tasche bündig mit der Seite, wo die Scharnierlinie ist, einbauen. Die Gegenseite mit Balsa auffüttern und verschleifen. Anschließend beidseitig ne Lage 160er Glas drüber sollte halten.

Aber irgendwie will ich trotzdem noch nicht richtig glauben dass das alles so 100% spielfrei ist wie eine normale Anlenkung. Bei meinen Anlenkungen kommt alles Spiel aus dem Servo, da der Draht völlig gerade verläuft und die Anlenkungsdrehtdrehpunkte auch völlig spielfrei sind.

Aber was sagte schon Einstein: "Vorurteile zu zertrümmern ist schwieriger als ein Atom."

Muss wohl doch mal ein Testsample bauen.

Ciao,
Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (16. August 2005, 18:20)


Abdrehfaktor

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6

Donnerstag, 18. August 2005, 00:00

Testsample: Daumen hoch!






So! Hab eben etwas Zeit in der Werkstatt verbracht und ein Testsample gebaut. Das Thema hat mich doch nicht losgelassen.
Als Servo ist ein Volt MicroMaxx XP eingebaut. Als Kupplung dient ein Stellring, in den 2 abgewinkelte 2mm- Drähte eingelötet wurden. Ich denke 1,5mm ist auch genug, hatte aber gerade keinen. In dem Stellring steckt ein abgeflachter 3mm- Draht. Dieser steckt in einem 4mm- Messingrohr, welches durch einen aufgeschobenen Stellring fixiert wird. Das Messingrohr steckt im dem Alurohr (20cm) und ist mit 2 1,2mm- Drähten verstiftet. Die beiden Stellringe sind nur aus Testzwecken am Start, im Flugzeug würde ich das Mesingrohr mit dem Stahldraht verlöten. Der Draht in der Tasche ist frei Schnauze gebogen; passt aber ganz gut der Ausschlag. Die Tasche ist wie oben beschrieben gebaut, aber ohne vernähen, da nur zum Testen. Der Draht gleitet mit leichter Kraft rein; Schiebepassung. Das "Ruder" wurde nach alter Väter Sitte angenäht, absolut spielfrei, außerdem fiel mir nix besseres ein.

Ich würde sagen, diese Anlenkung ist etwa 10% schlechter als die verdeckte von mir. Ich habe eben ausführlich bei mit der Zange blockierten Servos daran herumgebogen. Das schwächste Glied ist eindeutig das Servo, es ist viel weniger steif als die Anlenkung.
Das RDS hat kein hartes Spiel, da die Tasche sehr gut passt. Das weiche Spiel bei blockiertem Servo ist absolut ok. Wird die Anlenkung vor der Tasche blockiert bewegt sich auch mit großer Kraft gar nix.

Fazit: Das RDS funktioniert besser als erwartet und braucht sich bei fachgerechter Ausführung vor einer normalen Anlenkung nicht zu verstecken. 5 Euro in die Wortwitzkasse: Natürlich ist diese Anlenkung nachher versteckt.

Einziger Nachteil, neben dem Aufwand: Die Anlenkung ist über 20g schwer.

Nochmal danke an Klaus für die Anregung :ok:

Ciao,
Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (18. August 2005, 00:06)


Nikos

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7

Donnerstag, 18. August 2005, 10:47

Hi Julian!
Ich bin verblüfft. :ok: Manchen geht's Modellbauen halt leichter von der Hand als anderen.

Ist das Alu Rohr nirgends fixiert/geführt? (Im Flieger würd es ja in einer Rinne im EPP liegen; die wohl reichen dürfte.)

Die Übergänge Servo - Servohebel - Stellring - Messingrohr ... lassen sich bestimmt noch minnimieren.
Oft sieht man als Torsionsstab einen durchgehenden Stahldraht/stab (>2mm) mit der Biegung am Ende.
Die Anregung schon im Servo zu modifizieren und die Achse des letzten Ritzels zu verlängern (direkt mit dem Torsionsstab zu koppeln) hört sich pfiffig an, macht das ganze aber weiter unflexibel, wenn man mal ein Servo tauschen muss.

Aus was ist jetzt die Tasche? Platinenmaterial? GFK? Ist doch ne Metallschicht oben drauf, oder?

Toll gemacht! Und so schnell. :nuts:

Edit: Die Führung des Alu Rohrs habe ich glaube ich schon gefunden? Geht da ne Nylonschnur kurz vor der ähhh "Endleiste" ;) rum?
Grüße Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nikos« (18. August 2005, 10:52)


h@bib

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8

Donnerstag, 18. August 2005, 13:16

wie wärs mit der Drela-Variante?

=> Supra RDS Flaps
=> Supra Aileron

gruß

d@vid
..::www.aeroworx.net::..
:dumm: ...denn Stillstand ist RÜCKSCHRITT! :nuts:

Abdrehfaktor

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9

Donnerstag, 18. August 2005, 19:26

Hi!

Danke für die netten Worte erstmal, das motiviert.

Das Rohr ist in der Tat nirgendwo geführt, muss es auch nicht, da nirgendwo Kräfte wirken die es aus der Tasche ziehen. Da deren Bewegung NUR vom Drehwinkel abhängig ist, kann das Rohr liegen wo es lustig ist. Bei einem Modell geht es natürlich durch eine Bohrung in der flügelseitigen Scharnierkante, oder bei einem EPP Nuri halt durch ein Loch durch den Schaumstoff bis zum Servo. Das ist auch der Grund warum ich meine Befestigungsmethode gar nicht so schlecht finde: Durch das Lösen einer Schraube kann das ganze Rohr nach hinten durchgezogen werden, ohne vorne irgendwo eine Aufdickung zu haben, die dann nicht durch das passgenaue Loch passt. Und ich denke, das zusätzliche Gewicht von einem Stellring mit etwas Draht, 1cm 3mm- Draht und 1,5cm 4mm- Messingrohr lassen sich auf der Seite des Servos, die ja nun vor dem Schwerpunkt zu liegen kommen, wohl verkraften.
*denk*--> Idee: Wenn ich statt dem Stahldraht normalen Eisendraht nehme, kann ich diesen durchbohren und so direkt im Alurohr verstiften und im Stellring verschrauben, ohne den Umweg über das Messingrohr.
Im rauhen Hangbetrieb darf das Ganze nicht zu filigran sein, sondern muss sich im Falle eines Wartungsbedarfs leicht ausbauen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die kardanische Verbindung von Servo und Alurohr, so dass geringe Winkelabweichungen die Servolager nicht belasten.

Auf dem GFK- Zeug ist ne dünne Kupferschicht drauf, da daraus normalerweise Platinen geätzt werden. Conrad hatte nix anderes da. Beim Flieger würde ich diese Schicht noch runterschleifen oder gleich unbeschichtetes Material holen.

@ david: Die Stylez von Mark Drela hab ich schon gecheckt, trotzdem Danke. Er hat sehr kurze Anlenkungen, daher muss er sich über Verwindung nicht so viele Gedanken machen und kann ein dünneres Rohr verwenden. Sein Splint wird den Nachteil haben, dass er entweder leicht zu entfernen und spielbehaftet sein wird, oder aber nicht leicht zu entfernen ist wenn er stramm sitzt--> Probleme bei Wartung, siehe oben.

Ciao,
Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (18. August 2005, 19:28)


10

Freitag, 4. November 2005, 20:23

Taschenmaterial

Moin Julez,

Die Kupferschicht auf dem Platinenmaterial ist gar nicht soooo übel. Stahl/Kupfer ist allemal eine bessere Gleitpaarung als Stahl/GFK. Bei der geringen Größe der Bauteile braucht man sicher auch keine Angst vor Empfängerknistern zu haben.

Martin

Abdrehfaktor

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11

Freitag, 4. November 2005, 21:46

Hi Martin! (cooles Avatar übrigens)

Ich denke für härteres Kupfer trifft deine Aussage bestimmt zu, aber dieses scheint irgendwie extra weiches Elektrokupfer zu sein. Ich habe vorher einige Tests gemacht, und irgendwie schien der Stahldraht auf dem Gfk leichter und mit weniger Verschleiß zu reiben als auf der Kupferfläche, wo schon nach kurzer Zeit kleine Freßspuren zu entdecken waren. Zudem muss man berücksichtigen dass ich ohne Schmierung gearbeitet habe, welche das Kupfer wohl begünstigt hätte. Nicht umsonst arbeiten Metallgleitlager geschmiert und Kunstofflager oft trocken.

Ciao,

Julez

12

Samstag, 5. November 2005, 11:43

Moin Julez,

jaja, offen segelfliegen im sommer ist immer noch das zweitgeilste Gefühl der Welt! :-)

In unser aktuelles DLG-Projekt werden auch RDS eingebaut, soll ja alles schön flutschig sein. Allerdings habe ich mir als Gleitpaarung Stahl/POM bzw. Stahl/Iglidur ausgesucht: Das Zeug hat den Vorteil, dass man es in Form von Anlaufscheiben verschiedener Durchmesser und Stärken fertig kaufen kann, so dass man nur noch die benötigten Segmente rausschneidet - fertig.

Dazu werden die Taschen in den Formen gleich mit eingefräst. Diese Reinfrickelei hinterher gefällt mir nicht wirklich. Es soll schon alles an Ort und Stelle sein, so dass man nicht auch noch individuell angepasste Antriebswinkel basteln muß, und hinterher die Progression am Sender korrigieren, sondern eine Form und eine Mischkurve für alle nehmen kann.

Martin

Mike Laurie

RCLine User

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Beruf: Dipl.-Ing.

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13

Samstag, 5. November 2005, 14:23

Zitat

jaja, offen segelfliegen im sommer ist immer noch das zweitgeilste Gefühl der Welt! :-)


nach Modellflug nehme ich an...?!?!

14

Samstag, 5. November 2005, 18:19

Zitat

Original von Sebastian Hampf

nach Modellflug nehme ich an...?!?!



Ääääh, also, wie soll ich's sagen? Das erklär' ich Dir mal, wenn Du älter bist! :O


Martin