Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

urzim

RCLine User

  • »urzim« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: -Schweiz

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 27. Oktober 2005, 22:18

EPP-Ruder bei Nurflügler direkt aus den Flächenkernen schneiden?

Hallo Leute

Was spricht eigentlich dagegen, die Ruder beim Nurflügler nicht aus Balsa/Depron herzustellen, sondern diese direkt aus den Flächenkernen auszuschneiden und dann mit Tape wieder zu befestigen? Gibt es da Probleme mit dem Profil oder anderweitige Probleme?

Ich hab mir gerade eine Lightcat bestellt und will diese mit einem kleinen Aussenläufer als Mittelmotor und mit 2s-Lipoly 450er, also sehr leicht ausrüsten. Da hab ich mir gedacht, wenn ich keine extra Ruder bräuchte, dann würde der Nuri noch leichter. Ist meine Ueberlegung falsch?

Gruss
Urs

pstoehr

RCLine User

Wohnort: Scheßlitz

Beruf: Informatiker

  • Nachricht senden

2

Freitag, 28. Oktober 2005, 07:02

RE: EPP-Ruder bei Nurflügler direkt aus den Flächenkernen schneiden?

Hi Urs,

für leichte und langsame Nuris funktioniert das sicherlich ganz gut. Sobald der Vogel aber schneller wird, verwinden sich die Ruder beim Ausschlagen immer mehr und man kann nicht mehr präzise (oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr) steuern.

Viele Grüße
Peter
Mein Verein: Modellflieger Club Merkendorf
Ich: Homepage
Mein zweites Ich: PDPS

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

  • Nachricht senden

3

Freitag, 28. Oktober 2005, 07:26

Die Ruder werden sicher sehr wabbelig.

Die meisten Nuris sind aber erst. aerodynamisch dort, wo sie (hoffentlich für) ausgelegt sind, wenn hinten eine Endleiste in Form von Ruderflächen dranhängen.

Erst die Letzen (= Zack EVO und Zagikiller) haben integrierte Ruder. Wobei dann auch schon das Profil dem Zweck (Endleistendicke) angepaßt ist. usw...

Aber EPP ist ja bekanntermamßen geduldig. Wäre nicht die erste Sache, die wider Erwarten funktioniert.
Liebe Grüße
Dirk

Peter_K

RCLine User

Wohnort: Kirchheim/Teck

  • Nachricht senden

4

Freitag, 28. Oktober 2005, 08:53

@ Dix

Deine Aussage ist nicht ganz richtig ... meinen F4Ys liegen schon seit Jahren profilierte Ruderleisten aus Balsaholz bei, die genau zur Profilkontur passen (die Leisten lasse ich modellspezifisch herstellen). Die einzige Ausnahme davon ist der F4Y-Mini, der hat Doppelstegruder, weil die leichter und flexibel und damit sehr Servo-schonend sind für die 9g-Servos.
Schöner Gruß von der Teck

Peter

benny_911

RCLine User

Wohnort: Tirol

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

5

Freitag, 28. Oktober 2005, 09:17

kommt auf sehr viele faktoren ab.
wenn zb. das profil relativ dick ist, die ruder nicht zu schmal und das epp ein 30er ist, funktioniert das sogar ziemlich gut :ok:
habe in letzter zeit sehr viele epp erfahrungen gemacht ;)

natürlich kommt es auch auf den einsatzzweck usw. an...

grüße benny

urzim

RCLine User

  • »urzim« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: -Schweiz

  • Nachricht senden

6

Freitag, 28. Oktober 2005, 13:39

Danke für die zahlreiche Antwort. Dies hab ich von der Homepage von Friedl Schütz kopiert:

" Der Name umschreibt schon die Konstruktion: Quer(ruder) i(ntegriert). Bisher war das Bauprinzip bei allen EPP Modellen so, dass man das Querruder an den Flügel anhängte. Wahrscheinlich kommt das daher, dass diese Konstruktion bzw. der damit verbundene Schneideaufwand geringer ist. Das stimmt auch. Nur vergisst man dabei, dass man aerodynamisch unheimlich viel verschenkt. Ich hätte das auch nicht gedacht, bis ich mich nun daran machte, das Modell TURN auf integrierte Querruder umzubauen. Doch damit alleine war die Verbesserung nicht abgeschlossen. Das Profil (Sipkill) erfuhr eine winzige Änderung und die Endleiste wurde auslaufend gestaltet. Das heisst, dass das EPP Profil am Ende nur noch eine Dicke von 1,5 mm aufweist! Und nun galt es noch das Schneidproblem zu bewältigen: Es musste eine absolut saubere Hinterkante entstehen und das Material durfte beim Schneiden mit dem heissen Draht nicht wieder verkleben, da es beim Entformen sonst ausgerissen wäre. Nachdem all diese Probleme bewältigt waren und das erste Modell vor mir lag, hatte ich noch Zweifel, ob die relativ weichen EPP Querruder eine saubere Lenkung hergeben würden. Die ersten Tests verliefen vielversprechend. Im Spätherbst konnte ich in den Schweizer Alpen ein paar Testflüge absolvieren. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen! Ich hatte bisher kein Modell, das so gute Flugeigenschaften aufweist, wie dieses! Ich muss vorausschicken, dass es ein Hangwind- und kein Thermikmodell ist. Was nicht heisst, dass es auf Thermik nicht reagiert. Aber im Hangwind ist es einfach unübertroffen! Ab 2.5 Bf ist es in seinem Element. Es setzt die Fahrt in Höhe um, dass es eine Freude ist! Die Wendigkeit ist enorm! Man kann das Modell in einem Radius von ca. 2 Meter herumreissen und in die andere Richtung davon sausen lassen. Rollen und auch Loopings werden anstandslos geflogen. Und wenn man von 100 Metern Höhe herabsticht und dann ins Tal hinauszieht, so wird die Ausgangshöhe sicher wieder erreicht, meistens ist man höher als zuvor. Letzte Tests auf Fuerteventura (Februar 03) bestätigten mir, dass das Modell nicht nur in unseren Bergen so gut fliegt."



Die Lightcat dürfte eine dickere Hinterkante haben, sodass es doch zusätzliche Ruder bräuchte. Oder kann man eine Hinterkante mit dem Bügeleisen/Backpapier ausdünnen?

Gruss
Urs

robert-1

RCLine User

Wohnort: 127.0.0.1

  • Nachricht senden

7

Freitag, 28. Oktober 2005, 14:11

Ich hätte auch gerne mal F4Y-Kerne mit spitzer Endleiste.

Die Ruder kann man ja in der Dicke halbieren, etwas GFK dazwischen und dann wieder zusammenkleben, dürfte stabil genug sein?
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.

Peter_K

RCLine User

Wohnort: Kirchheim/Teck

  • Nachricht senden

8

Freitag, 28. Oktober 2005, 15:05

Zitat

Original von robert-1
Ich hätte auch gerne mal F4Y-Kerne mit spitzer Endleiste.

Die Ruder kann man ja in der Dicke halbieren, etwas GFK dazwischen und dann wieder zusammenkleben, dürfte stabil genug sein?


Ne, so verstärkt wäre das Ruder noch fast genauso torsionsweich wie ohne das GfK. Wenn schon, dann außen oben und unten das GfK drauf, aber das bricht dann wieder ...

Darum nehm ich profiliertes Balsaholz, das ist torsionsfest und stabil genug.
Schöner Gruß von der Teck

Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter_K« (28. Oktober 2005, 15:06)


robert-1

RCLine User

Wohnort: 127.0.0.1

  • Nachricht senden

9

Freitag, 28. Oktober 2005, 18:27

Irgendwie muss man das doch ausreichend tosrionssteif (am besten brushless-fest...) bekommen ohne dass es die EPP-Vorteile total verliert.
Vielleicht CFK-Flachstangen hochkant in Wabenform und beidseitig die EPP-Stücke.

Die hinten "angefrickelten [o-ton kollege]" Ruder sehen halt net soo toll aus...
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.

10

Freitag, 28. Oktober 2005, 19:19

Tjaaa, wenn der Friedl die Modelle nicht verkaufen würde...
So aber muss man von der enthusiastischen Schilderung gleich ein paar ordentliche Prozente Werbung abschneiden...

Was unterscheidet denn ein integriertes QR aus EPP von einem gut an die Profilform angepassten aus Balsa?

Nicht viel würde ich meinen.

Grüße
Malte

Peter_K

RCLine User

Wohnort: Kirchheim/Teck

  • Nachricht senden

11

Freitag, 28. Oktober 2005, 22:44

Zitat

Original von robert-1
Irgendwie muss man das doch ausreichend tosrionssteif (am besten brushless-fest...) bekommen ohne dass es die EPP-Vorteile total verliert.


Du kannst ein CfK-Rohr nehmen (so dick wie das Ruder) und vorne an das Ruder kleben. Durch das Rohr geht dann auch dein Ruderhorn. Jetzt mußt du nur noch eine Hohlkehle ins EPP des Flügels schneiden und das Ruder fast spaltfrei daran lagern ... so kannste dein Ziel erreichen - aber lohnt sich dieser Riesenaufwand und das Mehregewicht, wenns mit Balsaruderleisten genauso gut geht ???
Schöner Gruß von der Teck

Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter_K« (28. Oktober 2005, 22:45)


Abdrehfaktor

RCLine User

  • »Abdrehfaktor« wurde gesperrt

Wohnort: Münster

Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

  • Nachricht senden

12

Samstag, 29. Oktober 2005, 20:08

Hi!

EPP ist gut für die Flächen weil es weich ist und nicht bricht. Diese Eigenschaften sind bei Rudern allerdings kontraproduktiv. Da wirst Du auch mit noch so vielen Verstärkungen nichts verändern können. Mach sie aus Balsa gleich von Anfang an, dann hast du nicht die Zeit verschwendent mit dem EPP, weil du sie hinterher sowieso aus Balsa machen wirst.
Nix ist schlimmer als labbrige Ruderwirkungen.

Das ins Profil integrierte Ruder wesentlich besser sind, kann ich bestätigen. Ich lasse meine Kerne hinten etwa 3mm dick. Bauweise siehe Evo_Zack auf meiner Seite.

Allerdings musst Du beachten dass die Lightcat für angehängte Ruder ausgelegt ist und du bei integrierten Rudern an Flächeninhalt verlierst.

Ciao,
Julez

urzim

RCLine User

  • »urzim« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: -Schweiz

  • Nachricht senden

13

Sonntag, 30. Oktober 2005, 00:35

@Julez

"Allerdings musst Du beachten dass die Lightcat für angehängte Ruder ausgelegt ist und du bei integrierten Rudern an Flächeninhalt verlierst."


Den verlorenen Flächeninhalt könnte ich verkraften. Nur bin ich mir nicht sicher, ob ich das Profil in Balsa hinkriege. Inwiefern ist die Lightcat für angehängte Ruder ausgelegt? Fliegt das Ding nicht mit integrierten Rudern oder ist die Hinterkante zu dick?

Gruss
Urs

Abdrehfaktor

RCLine User

  • »Abdrehfaktor« wurde gesperrt

Wohnort: Münster

Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 30. Oktober 2005, 02:22

Hi!

Mit der Auslegung meinte ich in erster Linie Flächetiefe und -inhalt. Falls das Profil keinen S- Schlag haben sollte müssen die Ruder halt etwas nach oben stehen. Im hinteren Bereich kann man sich der Form des Profils ruhig in einer Dreieckform annähern, so groß ist der Fehler nicht. Also einfach gucken wie dick die Ruder an der Scharnierkante sein müssen und nach hinten einfach dünnerhobeln und -schleifen bis die Hinterkante etwa ~2mm dick ist.

Ciao,
Julez