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Alter Fessler

RCLine User

  • »Alter Fessler« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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1

Freitag, 23. Juni 2006, 13:56

Frage zum Material bei Antik-Modellflugzeugen

Hallo.

Ich trage mich mit dem Gedanken, mal ein "richtig" altes Modell zu bauen. Es soll ein Winkler JUNIOR sein. Bauplan ist noch als Kopie in der Familie und deshalb soll es der sein.

Meine Frage bezieht sich auf die aufgelisteten Materialien. Balsa war damals in Deutschland für den Modellbau noch unbekannt, also mußten Kieferleisten und Sperrholz ran. Aber was für Sperrholz ist das? Das 1 mm Sperrholz, kann ich da irgendwelches aus dem Modellbauhandel nehmen? Oder muß es eine bestimmte Holzart sein?
Für das dickere (3 oder 4 mm) kann ich da billiges und leichteres 3-fach Pappel-Sperrholz aus dem Baumarkt nehmen?
Ich denke, daß diese Bauweise in Kieferleisten und Sperrholz wesentlich schwerer ist als in Balsa/Sperrholz, oder gab es zu dieser Zeit andere Holzqualitäten als die, die wir heute kennen?

Schöne Grüße
Willi Schmitz
What goes up, must come down! (Tom Petty)

2

Freitag, 23. Juni 2006, 14:17

RE: Frage zum Material bei Antik-Modellflugzeugen

Hallo Willi,

ein wie ich finde gutes Vorhaben! Falls du am Samstag, den 24.06. nicht nur Fußball schauen willst, würde ich dir empfehlen, ab 11.00 Uhr nach Brueggen zum Treffen für klassische Modellflugzeuge zu kommen, da sind genügend Antikmodeller samt Modellen, die dir alle deine Fragen zuverlässig beantworten können!

Mehr Info bei www.lsv-brueggen.de oder sonst über PN

Fred

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3

Freitag, 23. Juni 2006, 19:53

Sperrholz ?

Hallo Willi !

Es gab früher kein Pappelsperrholz, wenns dir Festigkeitmäßig ausreicht kannst du es verwenden, früher wurde nur Buchen und Birkensperrholz (ist leichter)
verwendet.
Wenn die Rippen und Spanten Aussparungen haben, sind sie nicht wesentlich schwerer als festikkeitmäßig gleiches Balsaholz.

Viel Spass beim Antikmodellbau.


Servus Fred

Hohentwiel

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4

Samstag, 24. Juni 2006, 21:54

Hallo Alter Fesseler, das von dir benötigte Material bekommst Du heute noch in einem guten Fachgeschäft. Kann mich heute noch an ein Gespräch mit Jupp Wimmer (Inter-Ex Mitbegründer, Leonardo 2000 Entwickler) in Friedrichshafen erinnern als er mir sagte, wenn die Preise für Balsaholz weiter so steigen baue ich meine Modelle wieder wie früher aus Sperrholz. Natürlich ist Pappelsperrholz nicht unbedingt der Ersatz. (Bröselholz) Habe erst vor kurzem bei meinem Händler 0,6mm Buchensperrholz eingekauft. Das hat natürlich bei unseren Mengen auch seinen Preis. Was nicht unerheblich ist, das Material versucht nach dem Aussägen gerne eine "Propellerform" anzunehmen. Damit mussten unsere Altväter aber auch leben, und der Umgang mit Bespannpapier und Spannlack ist auch "spannend" :ok:
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

Modellflieger

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5

Samstag, 24. Juni 2006, 22:01

RE: Frage zum Material bei Antik-Modellflugzeugen

Hallo Willi,

die Modell wurden überwiegend aus Birkenflugzeugsperrholz und Kiefernleisten Aufgebaut, zu der Zeit war Balsaholz in Deutschland durchaus bekannt aber da kein heimischer Werkstoff nicht im Einsatz bzw. zu bekommen.

Pappelsperrholz kanst du außer für Füll und Nasenklötze die damals aus Vollmaterial waren verwenden ansonsten hat solch ein Plunder nichts in einem Antikmodell zu suchen, wenn da 3 mm Sperrholz angegeben ist dann wohl für Belastete Teile also Flugzeugsperrholz.

MfG

Torsten Hoppe

www.Oldtimerflugmodelle.de

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Alter Fessler

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6

Donnerstag, 29. Juni 2006, 13:10

Danke für die vielen Tips!

Hallo!

Ich bedanke mich recht herzlich für die vielen Tips. Ich hätte nicht gedacht, daß eine Frage zu Antik-Modellen soviel Resonanz erzeugt. 8(

Ich werde also zu Birkensperrholz und Kiefernleisten greifen. Unser hiesiger Modellbauhandel hat diese Sachen sogar noch im Sortiment. Mit Bespannpapier und Spannlack kenne ich mich noch aus, das ist kein Problem, aber das Verziehen der Holzteile schon vor dem Bespannen macht mir doch etwas Kopfzerbrechen. Man ist ja nur noch Balsa, Depron und Kohle gewöhnt.

Das Teil aus 3mm Sperrholz ist der Rumpfkiel. Es wurde wohl weniger aus Festigkeitsgründen denn aus Gewichtsgründen aus diesem Material gemacht. Das spart Blei in der Nase. ;)

Ich wohne zwar sozusagen "um die Ecke" zum LSV Brüggen-Schwalmtal, aber leider war ich am Wochenende wegen einem Fesselflugwettbewerb verhindert. Sonst wäre ich sicherlich dort gewesen! Gibt es einen Bericht darüber irgendwo im Netz?

Schöne Grüße

Willi Schmitz
What goes up, must come down! (Tom Petty)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alter Fessler« (29. Juni 2006, 13:15)


Modellflieger

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Beruf: Modellbaufachhändler

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7

Donnerstag, 29. Juni 2006, 15:42

RE: Danke für die vielen Tips!

Hallo Willi,

die meisten Antikmodelle werden heute mit Bespannvlies bespannt, es wird wie Papier mit Spannlack aufgetragen, hat aber den Vorteil das es deutlich Reißfester und Durchstoßhärter ist als Papier und mit dem Bügeleisen gespannt werden kann.

Der Antikoptik tut das keinen Abbruch da es wie eine Papierbespannung aussieht.

MfG

Torsten Hoppe

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