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Sonntag, 3. September 2006, 10:40

Frage zur Bespannung nach alter Väter Sitte

Hallo zusammen,

meine mit Spannlack und Polyestergewebe oder Flies bespannten transparenten Modelle bekommen nach Jahren eine gewisse Unansehlichkeit. Die zusätzlich mit 2K-Lack lackierten, wie meine Lo 100 Baujahr 1978 ausgenommen. Verwendendet habe ich fast immer Spannlack der großen Fliegerei, der eigentlich relativ resistend ist. Ich habe mir schon überlegt, die fertig bespannten Oldis noch mit einem zusätzlichen Anstrich des Spannfix Immun zu versehen, der ja sehr gut sein soll. Mischt ihr bei dickeren Spannlackanstrichen etwas Pallistol zur Elastität bem Spannlack bei, um Risse nach Jahren die Brüchigkeit zu verhindern? Was habt ihr für Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht?
Danke im Voraus für euere Antworten.

Grüße mit Holm und Strippenbruch Günther Hg

2

Sonntag, 3. September 2006, 12:45

RE: Frage zur Bespannung nach alter Väter Sitte

Hallo Günther,

Zitat

Original von Guenther_Hager
Ich habe mir schon überlegt, die fertig bespannten Oldis noch mit einem zusätzlichen Anstrich des Spannfix Immun zu versehen, der ja sehr gut sein soll. Mischt ihr bei dickeren Spannlackanstrichen etwas Pallistol zur Elastität bem Spannlack bei, um Risse nach Jahren die Brüchigkeit zu verhindern? Was habt ihr für Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht?


Ich verwende gerne Spannfix Immun im Gegensatz zu Clou Spannlack, der bei mir beim Trocknen immer matt wurde. Zur Erhöhung der Elastizität kenne ich nur die Beimischung von Rizinusöl, dass es auch mit Ballistol geht, ist mir neu. Ich habe mal Rizinus beigemischt, eine Langzeiterfahrung damit habe ich leider nicht.

Das Problem der Brüchigkeit und von Rissen kenne ich nur bei Papier- und Seidebespannungen, bei Nylon und anderen synthetischen Geweben ist mir das noch nicht aufgefallen.

Ciao
Klaus

3

Sonntag, 3. September 2006, 18:47

Hi Klaus,

das matte mit dem Clouspannlack hatte ich auch vor sehr langen Zeiten (etwa 30 Jahren), auch bekam meine damaligen Bespannung bei feuchten Wetter Donauwellen, die beim trocken wieder verschwanden. Es mag sein, dass dieses hygrogene Verhalten heute nicht mehr vorhanden ist. Der für den Flugzeugbau zugelassene hat diese Eigenschaft nicht, auch glänzt dieser etwas, was sichallerdings nach Jahren verliert und er spannt außerdem enorm. Deshalb wollte ich nach der Lackierung mit diesem Spannlack nachträglich eine Art Schutzschicht mit Spannfix Immun auftragen. Ich kenne auch einen Modellflieger, der die Schutzschicht mit tranparenten 2K-Lack aufbringt, was meiner Meinung nach sehr gut ist, wenn keine Reparaturen anfallen, da bei Spannlack auf Spannlack immer wieder eine gute Verbindung, auf jeden Fall besser als auf 2K-Lack erbringt.

Außerdem ist dieser Spannlack dem Spannfix Immun gegenüber preiswerter, ich noch etwa 5 Liter habe, er auch besser spannt, bliebe die Frage, ob der Schutzanstrich mit dem Spannfix Immun auf Dauer den junfräulichen Glanz behält, oder man nur mit ihm spannen muss.

Gruss Günther Hg

4

Montag, 4. September 2006, 19:58

Hallo Günther,

Zitat

Original von Guenther_Hager
... bliebe die Frage, ob der Schutzanstrich mit dem Spannfix Immun auf Dauer den junfräulichen Glanz behält, oder man nur mit ihm spannen muss.


Also ich habe gerade noch einmal in der Werkstatt an zwei alten Modellen, die ich Ende der 70er gebaut habe, nachgeschaut. Ich habe damals praktisch nur Spannfix Immun, farblos und farbig, verarbeitet.

Die Fläche der alten Box Fly wurde mit orangenem Papier bespannt und vielfach mit Spannfix Immun farblos bis zum Hochglanz lackiert. Die Papierbespannung glänzt heute noch wie neu, das Papier scheint gar nicht mal besonders spröde geworden zu sein. Ich habe das allerdings jetzt nicht intensiv getestet. ;)

Der Rumpf und die Fläche (Holz ohne Rippen) meiner alten Carrera Bölkow Junior wurde mit Seide bespannt und mit weissem und rotem Spannfix Immun vielfach bis zum Hochglanz lackiert. Der Glanz hat in keiner Weise nachgelassen. Zwischendurch wurde die Bölkow einmal mit Wik (?) Zweikomponentenlack beschichtet, hauptsächlich um die Aufkleber zu schützen. Dies verstärkte den Glanzgrad allerdings noch etwas. Irgendwann löste sich die Zweikomponentenbeschichtung an einigen Stellen. Entweder hatte ich den Untergrund nicht ausreichend angeschliffen oder ich mischte die Komponenten im falschen Verhältnis. Die Zweikomponentenbeschichtung lies sich mechanisch/chemisch entfernen, ohne dass die Spannfix Lackierung im Geringsten angegriffen wurde. Noch heute fühlt sich die Oberfläche des Modells eher nach Kunststoff an, keinesfalls wie ein bespanntes Holzmodell, was es doch ist.

Dies sind meine Erfahrungen mit Spannfix Immun. Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.

Ciao
Klaus

5

Dienstag, 5. September 2006, 19:53

Danke Klaus, das sagt mir, dass der Immun doch eine gewisse Überlegenheit fürs Aussehen nach längerer Zeit hat. Drei Fragen noch, wieviel Anstriche sind in etwa erforderlich um einen Glanz bei der Seidenbespannung zu bekommen und mit oder nur ohne Verdünnung?

Gruss Günther Hg

6

Samstag, 9. September 2006, 08:26

Hallo Günther,

eine exakte Anzahl der Spannfix Immun Anstriche kann ich Dir nicht nennen. Es waren aber aus der Erinnerung leicht verdünnt (ca. 5%) so zwischen 5 - 7 Anstriche nötig, um den gewünschten Glanz zu erhalten. Mal mehr, mal weniger, genau gezählt habe ich sie nie.

In letzter Zeit habe ich bisweilen den Ehrgeiz, auf papierbespannten farblosen Holzflächen spiegelblanke Oberflächen ohne jedwede sichtbare Holzstruktur zu erzielen. Da zähl ich schon mal gar nicht mehr. Hierfür nehme ich etwas stärker verdünnten Spannlack und schleife nach jedem Anstrich glatt (matt), die letzten Male mit 400 - 800er Schleifpapier nass. Wenn ich mit dem halbnassen Finger drüber rubbele, muss es dann quietschen. :)

Ciao
Klaus

7

Dienstag, 12. September 2006, 00:35

Danke Klaus für Deine Angaben.

Ich habe 2Liter Spannfix Immun und 1 Liter Verdünnung über eBay gekauft, da ich eine Menge für die Flächen und Leitwerke einer Weihe 50 in 5m benötigen werde.
Die Bespannung werde ich mit Spannflis für die freien Rippenflächenbereiche und darüber, wie auch über die gesamte Fläche ein Polyestergewebe (Chiffon aus der Restetruhe) zur besseren Haltbarkeit machen. Das Polyestergewebe hat einen leichten antiken Farbton, was der Bespannung der damaligen Zeit entspricht.
Da ich noch einige Liter Spannlack von der großen Fliegerei besitze, werde ich damit die Grundierung machen und ein wenig Talkum hinein rühren. dann lässt sich es besser schleifen und die Oberfläche wird auch glatter.

Gruss Günther

8

Mittwoch, 27. September 2006, 13:42

mit zwei Litern wirst Du nicht sehr weit kommen, vor allem weil die Verdünnung stark flüchtig ist, wenn der Deckel nicht mehr richtig schließt.

Spannfix ist eigentlich nur zum Spannen des Papiers da (nachdem es erstmal feucht vorgespannt wurde). Später wurden dann auch die klassischen Emaillacke drübergepinselt. Vorteil des alten Immun-Lacks ist halt die Kraftstoffbeständigkeit gegen Methanol und Rhizinusöl, aber das ist ja beim Segler nicht so das Thema...

Bei einem derartigen Riesenvogel könnte ich mir auch eine Bespannung mit 25g Glasfasergewebe (Festigkeit!!!) und Parkettlack vorstellen, gibt auch einen leicht gelblichen Ton... Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie gut sich das Gewebe spannen läßt. Auf Balsa als Beschichtung geht das ganz gut...

Hühnerpuster

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Wohnort: Bergisch by Nature

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9

Samstag, 30. September 2006, 20:26

Aloha!

Wie bespannt man überhaupt?

Habe mir ein Modell gekauft, bei dem in der Anleitung steht: Japico-Modelspan (?) verwenden, mit Spannfix Imun tränken.

Bei Anderen hier im Forum las ich: Clou Parkettlack verwenden. (Parkettlack bei mir vorhanden).

Wie geht das? Woher welches Papier? Wie vorgehen?

(Der Flieger ist eine Graupner Me 109 als "Schnellbaukasten", Balsa, geplant mit Elektroantrieb)

Danke im voraus.
MFG
Hühnerpuster

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hühnerpuster« (30. September 2006, 20:27)


10

Montag, 2. Oktober 2006, 22:59

Hallo Stefan,

ganz so unbedarft bin ich nicht, da ich schon seit über 5 jahrzehnten mit Spannlack gearbeitet habe und darüber auch schon Veröffentlichungen gemacht habe. Mir geht es darum, da die von mir im allgemeinen verwendeten Spannlacke aus der großen Fliegerei nach Jahren etwas unansehlich werden. Meine Lo 100, die ich 1978 gebaut und bespannt habe, habe ich allerdings mit einer 2 K-Lack Endlackierung ausgestattet. Da habe ich lokischer Weise das Problem nicht. Auch bei GFK-Bespannungen sind nach jahren vor allem die Reparatuflicken sehr unansehlich und die Bespannung ist auch einer Kotton- oder Polyeste- Bespannung an Haltbarkeit unterlegen. Wahrscheinlich hast Du meine Eingangsfragen etwas überlesen. Es geht mir darum, eine brillante Tranparentlackierung über einen langen Zeitraum zu bekommen.
Trotzdem Danke für Deine Antwort.


Hallo Hühnerpuster,

schau mal hier nach, vielleicht hilft Dir es: http://www.aero-hg.de/2besp.htm



Gruss Günther Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (2. Oktober 2006, 23:02)


11

Donnerstag, 5. Oktober 2006, 13:53

Zitat

ganz so unbedarft bin ich nicht,


war auch nicht so gemeint. Nur die Menge von 2l auf einen 5m Segler bei 5-7 Anstrichen passte da für mich nicht ganz so zusammen.

Hühnerpuster

RCLine User

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12

Donnerstag, 5. Oktober 2006, 19:55

Danke für den Link.

Mit dem neu erworbenen Wissen gehe ich jetzt mal zum Händler meines Vertrauens und kaufe mir dort die benötigten Sachen.
MFG
Hühnerpuster