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Dienstag, 15. Mai 2007, 22:36

Flugeigenschaften HS 91 Clou

Moin!

Nachdem der neue Rumpf für meinen alten "Terry" (Bj. 1971) so gut wie fertig ist, kann es in den nächsten Tagen an erste zaghafte Gleitversuche gehen.

Nun denke ich über meine weiteren Schandtaten nach. Zur Auswahl steht noch ein halbfertiger Rohbau einer HS 91 Clou, die ich ca. 1972 anfing und die nie fertig wurde.

Kann mir jemand etwas zu den Flugeigenschaften dieses Vogels sagen, jeweils mit Kunstflug- und Thermik-Flächen?

Ich habe damals 2 Abweichungen vom Plan gemacht: das Höhenruder von Pendelruder auf feste Dämpfungsfläche umgebaut und die Kunstflugflächen auf Querruder umgebaut (schon fertig verkastet). Jetzt überlege ich, diese Änderungen wieder rückgängig zu machen.

Hat da jemand eine Meinug zu?

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

Alter Fessler

RCLine User

Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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2

Samstag, 19. Mai 2007, 13:28

RE: Flugeigenschaften HS 91 Clou

Hallo Ralph.

Lang, lang ists her, aber wenn ich mich recht erinnere, dann war das Pendelleitwerk der HS 91 für die Bellamatics problematisch. Mein damaliger Nachbar, der mich an den Flugmodellbau herangeführt hat, hatte sein HLW auch auf feste Dämpfungsfläche und bewegliches Ruder umgebaut - für TipTip wohlgemerkt! Die Reste des HS 91 Leitwerks müßte ich sogar noch irgendwo haben, sozusagen aus dem Nachlass gerettet.
Ich denke, für eine moderne Anlage mit den Trimm- und Programmiermöglichkeiten sowie der Kraft moderner Servos ist ein Pendelleitwerk kein Problem. Im Gegenteil, ich denke es ist eine einfache Möglichkeit die EWD einzustellen.

Warum sollen Querruder an der kürzeren Fläche schlecht sein. Die Steuerbarkeit dürfte sich doch enorm verbessern. Auch der längeren Fläche dürften Querruder gut stehen. Oder soll das ganze mehr 'original' sein?

Fliegen tut die HS 91 auch nur mit Seite und Höhe sehr gut. Schließlich hatte Hans Schumacher sie damals als 2-Achs-Kunstflugsegler entworfen. Alles was mit Seite und Höhe an Kunstflugfiguren möglich ist, macht die Clou - Rückenflug, Turn, Looping, Achten sogar Rollen, die aber mehr Faßrollen sind. Dabei weiß ich leider nicht mehr, wie eigentlich der Unterschied von kurzer zu langer Fläche war. Ich meine, hier in der Ebene wurde meist die längere Fläche geflogen. Am Hang sollte die etwas kürzere wohl besser, weil wendiger sein.

Schöne Grüße vom linken Niederrhein
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

3

Sonntag, 20. Mai 2007, 21:07

RE: Flugeigenschaften HS 91 Clou

Nabend Willi!

Zitat

Lang, lang ists her, aber wenn ich mich recht erinnere, dann war das Pendelleitwerk der HS 91 für die Bellamatics problematisch.


Ah, ok, das ist natürlich ein Grund. Na ja, Bellamatics wollte ich da nicht mehr einbauen. Obwohl, hmpf, wenn ich so drüber nachdenke...die alte Variophon liegt noch hier... 8)
Nur die passenden Blaustrümpfe fehlen.

Ganz herzlichen Dank für Deine Tips und Erläuterungen. Ich denke, ich werde das Leitwerk erstmal so lassen und die grossen Flächen original bauen. Vielleicht baue ich dann später mal noch einen Rumpf mit Pendelleitwerk.

Mit zunehmendem Alter finde ich alte Flieger im Originalzustand immer interessanter. Die Clou wird dann das Projekt für den nächsten Winter. Erst mal den Terry in die Luft bringen, und dann wartet noch ein Cumulus, der eigentlich nur mal geputzt werden muss.

Da kommt mir gerade ne Idee: es sollte doch möglich sein, für die ollen (grauen) Varioprop-Servos (die stecken noch im Cumulus)das bisschen Elektronik in ein kleines Gehäuse zu packen, um sie an modernen Empfängern betreiben zu können. Hat sowas mal jemand gemacht?

Zitat

Schöne Grüße vom linken Niederrhein


Oh, da grüße ich doch besonders herzlich zurück in die alte Heimat! Ich bin in Anrath aufgewachsen und habe dort bis vor 3 Jahren gelebt.

Jetzt aus der Wesermarsch

Ralph

Alter Fessler

RCLine User

Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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4

Montag, 21. Mai 2007, 10:00

RE: Flugeigenschaften HS 91 Clou

Hallo Ralph.

Ja, dann nochmal herzliche Grüße aus der alten Heimat. Ich wohne in Heinsberg, daß ist nicht allzuweit von Anrath entfernt, außerdem ist unser Firmen-LKW wöchentlich in Anrath und bringt den dortigen Knasties etwas zum Arbeiten vorbei!

Nun zu den grauen Graupner Servos: 2 Sachen sind zu beachten:
die großen grauen, eckigen und auch die kleineren gelben 'mini'-Servos hatten keine Elektronik im Gehäuse, deshalb die Bausteine am Empfänger. Die späteren mit den gerundeten Ecken mit Elektronik gehen auch nicht, da Grundig sich für die Verarbeitung von positiven Impulsen entschieden hatte. Alle anderen verwenden bis heute negative Impulse.

Also am einfachsten wäre es, die alten grauen eckigen oder auch die entsprechenden gelben zu nehmen und zu schauen, ob eine vorhandene Servoelektronik mit dem Motor und dem Poti harmoniert, dann könnte es vielleicht gehen. Wäre wirklich interesant zu erfahren, ob das schon jemand gemacht hat.

Übrigens, einen Terry fliege ich auch noch. Der stammt noch aus einem Original-Baukasten (auch aus dem Nachlaß meines Nachbarn und Mentors)! Ich habe 2 paar Flächen dazu, eine originale mit V-Form und eine 2. mit Querruder und ohne V-Form. Eine ENYA 19 IV sorgt für den Vortrieb (was für ein Stilbruch!). Ich hatte keinen anderen funktionstüchtigen Motor aus der Zeit.
Die Querruder sind eigentlich überflüssig, denn auch nur mit dem Seitenruder läßt sich das Machinchen wunderbar herumwerfen! Nur mit dem Bodenstart hat der Terry so seine Problem. Das Gras muß schon sehr kurz geschoren sein, damit das funktioniert. Es ist zwar immer noch mehr eine Slalomfahrt, aber er hebt ab.

Ein weiteres Übrigens: Am Samstag 23. Juni findet auf dem Platz in Brüggen beim LSV Schwalmtal in der Happelter Heide ein Classic-Treffen statt, wo genau diese Art Modelle erwünscht sind. Vielleicht sollte man einen Besuch in der alten Heimat zu diesem Zeitpunkt planen!

Schöne Grüße
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alter Fessler« (21. Mai 2007, 10:04)


5

Dienstag, 22. Mai 2007, 11:52

RE: Flugeigenschaften HS 91 Clou

Zitat

Original von Alter Fessler
Eine ENYA 19 IV sorgt für den Vortrieb (was für ein Stilbruch!). Ich hatte keinen anderen funktionstüchtigen Motor aus der Zeit.


Ich habe meinen Terry-Nachbau zuerst mit einem OS MAX 10 RC quasi "original" ausgerüstet.
Trotz mit Sicherheit leichterer RC Komponenten war das Modell damit hoffnungslos untermotorisiert.
Jezzt hat es einen 15LA und damit kann man sogar mal drosseln... ;)

6

Dienstag, 22. Mai 2007, 23:23

RE: Flugeigenschaften HS 91 Clou

Ich noch mal...

Zitat

Ich wohne in Heinsberg, daß ist nicht allzuweit von Anrath entfernt, außerdem ist unser Firmen-LKW wöchentlich in Anrath und bringt den dortigen Knasties etwas zum Arbeiten vorbei!


Ach guck. Als Bube habe ich den Jungs die Kofferradios versiegelt, damit sie die nicht auf Funkanlage umbauen. Meine Eltern hatten damals eine von zwei Rundfunk- und Fernseh-Klitschen im Ort.

Zitat

Nun zu den grauen Graupner Servos: 2 Sachen sind zu beachten:


Na ja, die gelben Servos wären Stilbruch: es sind nun mal die grauen Linear-Servos drin (im Cumulus). Die Elektronik ist auch nicht das Ding, die baue ich an einem Abend. Die Sache mit der "falschrummen" Grundik-Ansteuerung ist auch klar. Aber: woher die originalen Steckverbinder nehmen? Und die blau eingeschrumpften DEAC-Akkus?

Hm, vielleicht sollte ich hier mal eine Weile das 27 MHz-Band scannen, um zu gucken, ob...

Zitat

Das Gras muß schon sehr kurz geschoren sein, damit das funktioniert. Es ist zwar immer noch mehr eine Slalomfahrt, aber er hebt ab.


Ich wusste doch, warum ich das Fahrwerk damals schon weggelassen habe :tongue:
Statt dessen hatte ich die erste Hälfte der Rumpfunterseite mit 0,8er Sperrholz etwas haltbarer gemacht.

Zitat

Vielleicht sollte man einen Besuch in der alten Heimat zu diesem Zeitpunkt planen!


Nur zu gerne! Allerdings ist es dieses Jahr zeitlich etwas knapp. Wir haben uns vor 3 Jahren ein Vintage-Modell der etwas größeren Art zugelegt, das im Moment reichlich Arbeit verlangt (siehe Website). Allerdings mit der Option auf einen integrierten Modell-Flugplatz 8)

Für nächstes Jahr werde ich das aber glatt mal ins Auge fassen...

@MechWerkAndi: Vielleicht war die Vorstellung von "ausreichend motorisiert" ja damals eine andere. Meine erste Terry-Version ging mit nem Taifun Sprint recht ordentlich. Ok, mit dem 25er HB war es dann "etwas" peppiger...

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

7

Dienstag, 29. Mai 2007, 14:17

Zitat


Nun zu den grauen Graupner Servos: 2 Sachen sind zu beachten:
die großen grauen, eckigen und auch die kleineren gelben 'mini'-Servos hatten keine Elektronik im Gehäuse, deshalb die Bausteine am Empfänger.

Die alten Servos mit dem Rundstecker haben definitiv keine Elektronik drin und einen Motor, der auf 2.4V ausgelegt ist. Die alten Empfänger brauchten 4 Zellen mit Mittelanzapfung. Man könnte jetzt eine klassische Servoelektronik an diese Motoren anschließen und nach Stellgeschwindigkeit und Lebensdauer schauen.

Zitat

Die späteren mit den gerundeten Ecken mit Elektronik gehen auch nicht, da Grundig sich für die Verarbeitung von positiven Impulsen entschieden hatte. Alle anderen verwenden bis heute negative Impulse.

Ist zwar andersrum, dass Grundig die Negativ-Impulse hatte und der Rest der Welt immer noch mit positiven Signalen fährt, aber dafür gibts die Impulsinverter.

Das ist (für mehrere Kanäle) ein einfacher CMOS-Inverter mit Schmitt-Trigger. Da sind bis zu sechs in einem IC drin. (http://w3.id.tue.nl/fileadmin/id/objects…XX/hef40106.pdf) So hab ichs damals mit meinem Grundig-Empfänger gemacht, um auch andere Billigservos anzusteuern. Oder einfach einen Transistor und drei Widerstände, das funktioniert auch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (29. Mai 2007, 14:19)


Alter Fessler

RCLine User

Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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8

Mittwoch, 30. Mai 2007, 08:22

Hallo Stefan.

Na guuut, Polarität der Impulse ist genau umgekehrt! Ich wollte nur mal testen, ob hier auch einer aufpaßt! ;)

Aber jetzt mal konkret zu den grauen Graupner Rudermaschinen, du scheinst dich ja da auszukennen:
1) Wenn man eine heutige Servoelektronik anschließem würde, wie sähe das mit dem Poti im Servo aus? Ich vermute mal, daß eingebaute dürfte zu dieser Servoelektronik nicht passen, oder? Heißt daß, man muß ein anderes Poti reinfummeln? Oder könnte man die Servoelektronik an das vorhandene Poti angleichen?
2) Die Mittelanzapfung der Empfängerbatterie diente doch dazu, je nach benötigter Laufrichtung, den Motor mit unterschiedlich gepolter Spannung (2,4 V) zu versorgen. Kann man dieser Relikt aus seeligen TipTip-Tagen dann einfach ignorieren?

Schöne Grüße
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

9

Mittwoch, 30. Mai 2007, 10:47

Zitat

Original von Alter Fessler
2) Die Mittelanzapfung der Empfängerbatterie diente doch dazu, je nach benötigter Laufrichtung, den Motor mit unterschiedlich gepolter Spannung (2,4 V) zu versorgen. Kann man dieser Relikt aus seeligen TipTip-Tagen dann einfach ignorieren?


Ich möchte mal behaupten, das nicht.

Meine olle miniron F3, mit für die Zeit erstaunlich kleinem Empfänger, hat das System auch noch, und das war schon Proportional-Technik.

10

Mittwoch, 30. Mai 2007, 10:49

hat nichts mehr mit Tip-Tip zu tun, sondern damit, dass eine Vollbrücke (4 Transistoren) wesentlich teurer ist als eine Halbbrücke (2 Transistoren).

Das Poti sollte mit zeitgemäßer Elektroik harmonieren, wichtig ist halt der Anschluss über alle drei Drähte und die Hoffnung, dass die Schleifbahn/der Kontakt noch brauchbar ist.

Den 2.4V Motor selbst hatte ich auch mal als Antrieb für einen kleinen 1:24 RC-Car (mit C05-Servo an der Lenkung und 4.8V Akku) im Einsatz. Schon robust, aber er dürfte trotzdem im Servobetrieb an seine Grenzen kommen.