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1

Dienstag, 1. Januar 2008, 21:43

2-Achs-Filou

Moin!

Nachdem mein alt-neuer Terry fertig ist (Erstflug folgt, sobald die Schlammwüste draußen sich wieder in begehbares Land verwandelt), steht mir der Sinn nach neuen Taten: ein neuer Filou soll entstehen, diesmal mit Höhenruder.

Da schon andere diese brilliante Idee hatten, kann mir vielleicht der eine oder andere ein paar Tips geben.

Als Höhenruder habe ich im Moment die Idee, etwa 25...30 mm (parallel zum Hauptholm) abzuschneiden, zu verkasten und wieder anzuschlagen. Paßt das in etwa?

Dann die Befestigung des gesamten Leitwerks. Oregenol (also je ein Gummiring vorne und hinten) geht nicht.
Fest verleimen? Gefällt mir nicht wirklich, das ist blöd zu lagern und eine Sollbruchstelle. Im Moment schwebt mir eine Lösung vor, die mir an der Fläche des "Kleinen Uhu" gut gefiel: ein halbes Buchenrundholz, das unten am Leitwerk aufgeleimt ist und in ein entsprechend gefrästes Gegenstück im Rumpf greift. Das ist formschlüssig, kann aber bei Bedarf leicht abscheren. Montage des Leitwerks dann mit 2 Gummi-Ringen.
Wie habt Ihr das gemacht?

Servos: ausgeguckt habe ich mir die C 121. Reichen die für so ein Fliegerchen?
Mit solch neumodischem RC-Krams habe ich noch keine Erfahrung.
Mit Gewißheit kann ich nur sagen, daß ne Bellamatic locker reicht. Aber das hilft nicht wirklich weiter... ;)

Motorisierung: reicht ein PeeWee oder sollte es ein 0,8er sein? Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, was ich da früher mal drauf hatte.

Ach ja, der Motor-Aufsatz (111). Das war, glaube ich, eine Tüte bedrucktes Balsa und Sperrholz ohne separaten Plan. Das Ding will ich nach einem Bild auf dem Filou-Plan nachbauen. Der Aufbau war, wenn ich mich recht entsinne:
Als Basis ein dünnes Sperrholz-Brettchen (1 mm?), darin eingelassen ein Pylon aus Sperrholz, außen mit Balsa beplankt. Oben drauf ein kreuzförmiges Spantengebilde mit Motorspant und ein paar Balsa-Klötzen. Korrekt?

Vielleicht kann mir ja jemand ein bisschen auf die Sprünge helfen. Die Pläne habe ich in den letzten Tagen gescannt, morgen abend werde ich anfangen, die ersten Spanten zu fertigen.

Liebe Grüße aus der Wesermarsch (& ein frohes neues Jahr!)

Ralph

2

Mittwoch, 2. Januar 2008, 19:10

RE: 2-Achs-Filou

Hallo Ralph,
schönes Projekt :ok:
Ein Filou war das allererste Modell überhaupt, welches ich in Händen halten durfte ( da war ich so um die 9 oder 10 Jahre alt ).

Zitat

Original von ralph_fischer
Servos: ausgeguckt habe ich mir die C 121. Reichen die für so ein Fliegerchen?

sollten auf jeden Fall reichen.
Gruß aus
Wolfram

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfram Holzbrink« (2. Januar 2008, 19:11)


3

Donnerstag, 3. Januar 2008, 15:25

Ralph,

die Beschreibung des Motoraufsatzes ist nach meiner Erinnerung korrekt. Unter das dünne Auflagebrettchen wurde noch ca. 2 mm Balsa geklebt und nach außen hin verschliffen, um die Auflage der V-Form der Fläche etwas anzupassen.

Ich hatte seinerzeit einen 0,8 ccm Cox (Babe Bee), der von der Leistung her "angenehm in Ordnung" war. Ich bezeichne das so, weil ich damals nur mit einem Kanal auf Seitenruder geflogen bin und somit auf korrekten Trimm und angepasste Motorleistung angewiesen war.

Viel Erfolg und Spaß
Herbert Eberbach

4

Donnerstag, 3. Januar 2008, 23:12

Moin Herbert,

Zitat

Unter das dünne Auflagebrettchen wurde noch ca. 2 mm Balsa geklebt und nach außen hin verschliffen, um die Auflage der V-Form der Fläche etwas anzupassen.


Jo. Inzwischen haben mir zwei hilfreicher Geister die Unterlagen des Motoraufsatzes geschickt (ein Riesen-Dankeschön noch mal dafür!), da ist das zu sehen.

Ich hatte in Erinnerung, daß das Basis-Brettchen längs geteilt, angeschliffen und wieder mit V-Form verleimt wurde. Das war wohl bei einem anderen Teil so. Oder ich irrte mich einfach.

Zitat

Ich bezeichne das so, weil ich damals nur mit einem Kanal auf Seitenruder geflogen bin


Ich auch. Eine zweite Bellamatic hätte man vielleicht noch hineingezwungen, einen zweiten Kanal-Baustein aber nun gar nicht mehr ;-)

Der Babe Bee ist auch in der Anleitung erwähnt. Den gips ja sogar noch bei Graupner. Allerdings zu einem ziemlich unchristlichen Preis für so ein bisschen Motor. Nu ja, das Besondere war schon immer...:-)

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

Alter Fessler

RCLine User

Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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5

Freitag, 4. Januar 2008, 09:45

Hallo.

Ein Babe Bee-Derivat gibt es in Epay oft für 17,- oder 18,- Euro nagelneu. Hat allerdings keinen Tank. Aber hinter dem Motor ist auf dem Aufsatz noch genug Platz für einen Tank. Dann brauchst du halt die 'Stromlinienverkleidungen' nicht zu montieren.Außerdem hast du dann die Möglichkeit, die Dauer des Motorlaufs zu bestimmen. Beim original Tank des Babe Bee ist die Laufzeit arg kurz.
Mit Filou und "nur Seitenruder" habe ich auch angefangen, dieses Modell fliege ich hin und wieder immer noch, ist mittlerweile so 30 Jahre alt. Allerdings ist mittlerweile ein 1ccm Diesel drauf, eben auch mit separatem Tank.

Übrigens für den Motoraufsatz beim Filou war das Balsa-Füllstück immer unter dem Sperrholzbrett und wurde dann schräg an den Flügel angepasst. Beim Aufsatz für den AMIGO war das Sperrholz geteilt, da ja der senkrechte "Pfosten" zischen die Flügelhälften kam und die seitlichen Sperrholzstücke stützten gegen den Flügel ab. Sie mußten auch entsprechend der Flügelwölbung gebogen angeklebt werden. Beim Filou sitzt der Aufsatz ja 'auf' dem Flügel da der Filou eine einteilige Fläche hat.

Gruß
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

6

Freitag, 4. Januar 2008, 11:28

Hallo,

Zitat

Original von Alter Fessler
Ein Babe Bee-Derivat gibt es in Epay oft für 17,- oder 18,- Euro nagelneu. Hat allerdings keinen Tank. Aber hinter dem Motor ist auf dem Aufsatz noch genug Platz für einen Tank. Dann brauchst du halt die 'Stromlinienverkleidungen' nicht zu montieren.Außerdem hast du dann die Möglichkeit, die Dauer des Motorlaufs zu bestimmen. Beim original Tank des Babe Bee ist die Laufzeit arg kurz.


Also, wenn der Motoraufsatz 111 original aussehen soll, und darum geht es ja wohl, bleibt keine Wahl. Die Stromlinienverkleidungen müssen montiert werden und der Motor muss ein PeeWee 0,33ccm oder BabeBee 0,8ccm mit angeflanschtem Tank sein. Der PeeWee ist allerdings zu schwach. Alternativen sehe ich allenfalls bei den 0,8ccm-Cox-Varianten mit vergrößertem Tank (von 6 ccm auf 9 ccm).



Ciao
Klaus

Alter Fessler

RCLine User

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Beruf: Produktioner

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7

Freitag, 4. Januar 2008, 13:35

Hallo.

Soll es ein Museumsstück für unter die Zimmerdecke sein, oder soll der Filou fliegen?

Aber mal im Ernst. Natürlich kann man das historisch Genaue auf die Spitze treiben, aber wenn man mit dem Teil fliegen will, dann muß man auch der Praxis gerecht werden, zumal ja die Steuerung des Höhenruders nie vorgesehen war.
Ein Babe Bee von Graupner ist sehr teuer und u.U. darf man damit nicht fliegen, weil trotz "Schalldämpfer" zu laut. Wenn es geht, warum keinen in Ebay ersteigen, kosten einen Bruchteil eines neuen Motors und jeden Tag stehen welche drin.

Ich bin auf den Diesel ausgewichen, weil ich durch die Propellerwahl und reduzierte Drehzahl noch ganz gut mit dem Lärm hinkomme. Dann muß man allerdings Abstriche beim Aussehen des Motoraufsatzes machen. Klar ist original schöner, aber manchmal nicht praktisch.

Gruß
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

8

Mittwoch, 16. Januar 2008, 00:07

So, ich noch mal...

Der Filou ist nun im Bau, heute Abend habe ich die Seitenwände an den Rumpf geleimt.
Und mache mir jetzt, wo ich das Fliegerchen so vor mir sehe, Gedanken darüber, was wo einbauen.

Eigentlich hatte ich vor , die Servos (laut Plan) zwischen Spant 5 und 6 einzubauen und den Rest möglichst weit vorne zu verteilen.

Wenn ich mir das jetzt so ansehe, habe ich keine Lust mehr, _irgendwas_ hinter dem Schwerpunkt einzubauen, weil die Schnauze ja doch arg kurz ist. Die Lackierung will ich nach Katalogbild machen, das wird (vor allem hinten) auch einiges wiegen.

Frage an die, die den Filou fliegen: wo habt Ihr was eingebaut?

Im Moment neige ich dazu, die Servos zwischen Spant 4 und 5, den Empfänger vor Spant 4 und den Akku ganz vorne einzubauen.

Es wäre schön, ohne viel Blei hinzukommen.

Ach ja, der Akku: wieviel Kapazität sollte der haben bei einem Freifliegerchen mit 2 kleinen Servos (also kein Punk am Knüppel), wenn man eine Stunde Flugzeit ohne Nachladen anpeilt?

Liebe Grüße aus der (stürmischen) Wesermarsch

Ralph

Alter Fessler

RCLine User

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Beruf: Produktioner

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9

Mittwoch, 16. Januar 2008, 08:28

Hallo Ralph.

Also auf jeden Fall den Nasenklotz soweit aushöhlen, daß du den Akku darin unterbringen kannst. Im Originalplan ist der Nasenklotz ja auch hohl um einen Teil der DEAC-Zellen unterzubringen.
Bei den heutigen Kapazitäten der Akkus bringst du leicht 800 mAh Zellen darin unter, wahrscheinlich sogar 1100er KAN oder ähnliches. Das reicht auf jeden Fall für mehr als 1 Stunde Flugzeit, auch für zwei Stunden.

Du hast recht, alles soweit wie möglich nach vorne. Zwei kleine Servos passen nebeneinander direkt hinter dem Spant an der Flügelvorderkante (Spant 4?). Wenn das zu fummelig, dann setze sie halt hintereinander. Ist dann immer noch fast alles vor dem Schwerpunkt.

Wenn du es hinbekommst, dann nimm als Anlenkung keine Stahldrähte ( in der Anleitung sogar abgewinkelt) sondern 1,5 mm oder 2 mm Kohlestangen wie von den Slowflyern bekannt. Aber eine gerade Führung der Kohlestäbe ist unbedingt notwendig!

Kein Ruderhorn mit Quicklink, sondern Ansteuerung der Ruder mit durch Schrumpfschlauch verbundene Kohlestäbchen. Ist spielfrei, leichtgängig und leicht. Es erspart auch den Kugelkopf bei der schrägen Seitenruderanlenkung. Ist genial einfach und schnell herzustellen und für einen 0,8er Cox reicht das allemal. Ich habe diese Anlenkungen mittlerweile in mehreren Kleinmodellen verbaut.

Gruß
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

10

Mittwoch, 16. Januar 2008, 21:08

Hallo,

Zitat

Original von Alter Fessler
Bei den heutigen Kapazitäten der Akkus bringst du leicht 800 mAh Zellen darin unter, wahrscheinlich sogar 1100er KAN oder ähnliches. Das reicht auf jeden Fall für mehr als 1 Stunde Flugzeit, auch für zwei Stunden.


Ich würde sagen 3 - 4 Stunden und mehr. Seinerzeit waren die 500mah Empfängerakkus bei 2-Achs-Betrieb für 2,5 - 3 Stunden gut. Meist war es der Senderakku, der mit Zellen gleicher Kapazität zuvor schlapp machte.

Zitat

Original von Alter Fessler
Wenn du es hinbekommst, dann nimm als Anlenkung keine Stahldrähte ( in der Anleitung sogar abgewinkelt) sondern 1,5 mm oder 2 mm Kohlestangen wie von den Slowflyern bekannt. Aber eine gerade Führung der Kohlestäbe ist unbedingt notwendig!
Kein Ruderhorn mit Quicklink, sondern Ansteuerung der Ruder mit durch Schrumpfschlauch verbundene Kohlestäbchen. Ist spielfrei, leichtgängig und leicht. Es erspart auch den Kugelkopf bei der schrägen Seitenruderanlenkung.


Hast du davon mal ein Bild?

Ciao
Klaus

11

Mittwoch, 16. Januar 2008, 21:13

Moin Willi,

Zitat

Bei den heutigen Kapazitäten der Akkus bringst du leicht 800 mAh Zellen darin unter, wahrscheinlich sogar 1100er KAN oder ähnliches.


Als Akkus habe ich mir jetzt Eneloops in der Größe AAA ausgeguckt. Die sollten als Würfel vorne ziemlich genau in die Schnute passen. Die 800 mA sind wohl ok.

Zitat

Du hast recht, alles soweit wie möglich nach vorne. Zwei kleine Servos passen nebeneinander direkt hinter dem Spant an der Flügelvorderkante (Spant 4?).


Ist Spant 4, ja. Dahinter passen die C121 ganz gut nebeneinander, das habe ich nachgemessen.

Zitat

Wenn du es hinbekommst, dann nimm als Anlenkung keine Stahldrähte ( in der Anleitung sogar abgewinkelt) sondern 1,5 mm oder 2 mm Kohlestangen wie von den Slowflyern bekannt.


Tja, diesen gewinkelten Stahldraht habe ich auch mit Stirnrunzeln angeguckt. Als Alternative sind mir Kunststoff-Bowdenzüge oder ne Seil-Anlenkung eingefallen. Andererseits: das ist ja ein A1-Flieger, kein Pylon-Renner.

Mit so "neumodischen Zeugs" ;) wie Kohlestangen habe ich überhaupt keine Erfahrung. Am Freitag Abend fahre ich wieder zu "meinem" Modellbau-Laden, da sehe ich mir sowas mal an. Ist halt jedesmal ne Reise von gut 50 km...

Besten Dank für Deine Tips & Grüße in die alte Heimat

Ralph

Alter Fessler

RCLine User

Wohnort: Heinsberg Rheinland

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12

Donnerstag, 17. Januar 2008, 08:16

Hallo.

An Klaus:
Leider habe ich kein Bild zur Hand, aber schau mal bei den Baubeschreibungen der Indoor Slowflyer wie Knuffel usw. nach. Dort im Slowfly Forum wurde das alles mehrfach, auch mit Bildern, beschrieben.
Ist wirklich total simpel! Die lange Schubstange vom Servo wird mit 5 mm Abstand an ein kurzes, ca. 30 mm langes, Stückchen Kohlestab mittels Schrumpfschlauch angeschrumpft. Das Stück Schrumpfschlauch zwischen diesen beiden Stäben ist das 'Scharnier'. Das kurze Stück kannst du dann in beliebiger Länge (Ausschlaggröße) und Position(relativ zur Drehachse des Ruders)) im Ruder verkleben.

An Ralph:
Wenn dir eine Kombination aus modern und althergebracht lieber ist, dann nimm 2 mm Kohlestange als Schubstange, mit Schrumpfschlauch und Sek.-Kleber befestigst du kurze Stücke 1 mm Draht daran. Am Draht machst du dann so ein "Z" daran, damit hängst du die Schubstange ins Servo ein. Am Ruderhorn nimmst du so eine Befestugung, ich weiß nicht wie man die nennt, die hat auf einer Seite ein 2mm Außengewinde um das Teil im Ruderhorn zu befestigen. Gegenüber ist ein 3 mm Innengewinde mit Madenschraube und einem 2mm Querloch. Die Schubstange schiebst du durch das Querloch und sicherst sie mit der M3 Madenschraube. Die Länge kannst du dabei auch noch genau einstellen. Supersache die auch noch relativ leicht ist. Ich verwende immer diese Teile von Graupner, da diese am kleinsten und leichtesten sind.

Gruß
Willi

Hab' was gefunden: Anleitung Knuffel Seite 6:
http://schnurzz.de/know/knuffel-anleitung.pdf
What goes up, must come down! (Tom Petty)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alter Fessler« (17. Januar 2008, 08:30)


13

Donnerstag, 31. Januar 2008, 23:46

Moin!

So, der Bau des "Filou" geht langsam, aber stetig weiter.
Neulich war im im Laden, um zwei C121 zu besorgen. Ergebnis:
"Hamwa grad nich. Nehmse die hier, sind auch sehr gut."

Ok, also eingepackt. Zuhause gucke ich mir die Dinger mal näher an und stelle fest: Aha, Jamara XT Micro Blue.

Eine kurze Recherche in der passenden Ecke dieses Forums ergab alles mögliche, von "ok" bis "völliger Schrott".

Meine Frage: Was tun? In den Filou einbauen oder für kleine Schiffchen auf Seite legen und was anständiges kaufen? Hoch gelobt werden ja offenbar die Hitec HS-55. Oder eben C121.

Noch eine Frage zum Empfänger: Ist der C17 (gewichtsmäßig) ok oder sollte es ein leichterer sein? Der R600 sieht recht niedlich aus, ist aber schon deutlich unempfindlicher.

Mir fehlt einfach die Erfahrung, ob ein leichter Empfänger hier Gewicht spart oder ob ich das als Blei ohnehin wieder reinpacken muß. Im Vergleich zu der Variophon-Anlage wiegt ja eigentlich alles fast nichts.

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

14

Freitag, 8. Februar 2008, 21:55

Komponenten Grp Filou

Hallo Ralph !

Die Empfehlung mit den C-121 oder HS 55 war schon nicht schlecht. Die Jamara-Servos kenne ich zwar nicht, aber rein gefühlsmäßig möchte ich sagen, dass diese für die doch eher geringen Anforderungen im Filou reichen werden.
Skeptischer sehe ich den C-17, der zwar kompakter als die Variophon/Varioprop sein mag, aber immer noch (für heutige Verhältnisse) ein dicker Empfänger ist und gerade so hochkant in den Filou passt. Schau dir mal die Schulze alpha oder delta Empfänger an, die sind kompakt und besitzen "volle Reichweite".
Mein Filou Nr 2 (Nr 1 besaß ich so um 1970 als Freiflieger) fliegt seit 2005 mit Schulze 435 und zwei C-261.Weitere Details lasse ich besser weg, denn du scheinst stärker an einer authentischen Wiederauferstehung zu haften als ich (bis ins Detail originaler Motoraufsatz). Mein Filou fliegt dagegen LiPo-bürstenlos-elektrisch ! Für mich kein Stilbruch, eher zeitgemäß, aber da hat eben so jeder seine Vorstellungen.


Toni
»Laser2000« hat folgendes Bild angehängt:
  • Filou.jpg

15

Samstag, 9. Februar 2008, 22:42

RE: Komponenten Grp Filou

Moin Toni!

Zitat

Die Jamara-Servos kenne ich zwar nicht, aber rein gefühlsmäßig möchte ich sagen, dass diese für die doch eher geringen Anforderungen im Filou reichen werden.


Klar, von der Stellkraft sollten die dicke reichen. Was mir Sorgen macht, ist die Zuverlässigkeit. Im Vergleich zum C121 klingen die einfach scheixxe. Da bin ich empfindlich :)

Zitat

Skeptischer sehe ich den C-17, der zwar kompakter als die Variophon/Varioprop sein mag, aber immer noch (für heutige Verhältnisse) ein dicker Empfänger ist und gerade so hochkant in den Filou passt.


Jo, habe ich schon ausprobiert: so gerade eben. Die Schulzes habe ich auf dem Radar, die gefallen mir ganz gut.
Erwogen habe ich noch den R600 von Graupner, weil ich noch die Gummimotor-Cessna von Graupner becoxen und verzweiachsen will. Aber der hat schon eine deutlich geringere Empfindlichkeit. Die Idee war, hier 2 Fliegen mit drei Klappen zu schlagen. Aber so dolle ist die Idee wohl nicht... ???

Zitat

Weitere Details lasse ich besser weg, denn du scheinst stärker an einer authentischen Wiederauferstehung zu haften als ich (bis ins Detail originaler Motoraufsatz).


Ja, stimmt schon, aber da bin ich kein Dogmatiker. Alte Flieger stehen ja nicht unter Denkmalschutz ;)
Dein "Filou" ist doch eine richtig elegante Erscheinung. Ein paar Fragen habe ich dazu noch:

  • Wie hast Du die Kabinenhaube gemacht? Alter Bestand oder selbstgezogen?
  • Die gleiche Frage zu den Schriftzügen. Etwas Schlaueres als selbstklebende Kopierfolie ist mir noch nicht eingefallen.
  • Wie groß hast Du die Klappe am Höhenruder gemacht? Ich habe gestern nach langem Überlegen einen beherzten Schnitt 27 mm hinter dem Holm gemacht...


Ach so, einen habe ich noch: wie ist Dein Kleiner motorisiert?
Mir sind zwar heute in der Elektrobucht zwei Cöxe zugelaufen (Babe Bee und Golden Bee), womit die Antriebsfrage erstmal geklärt wäre.
Aber ich habe auch die dekadente Idee, einen elektrischen Motoraufsatz zu bauen. Einfach, weil mich die Drehstromantriebe technisch interessieren.
Charme haben die Dinger für mich eher nicht: sie klingen nicht, sie riechen nicht... ;)

Wer mag, kann mir ein wenig über die Schulter schauen (für Tips bin ich immer dankbar...):

Unsere Modellbau-Ecke

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

16

Sonntag, 10. Februar 2008, 06:51

Grp Filou

[Hallo Ralph !

Gerade habe ich dir mal über die Schulter geschaut, du bist ja schon ein gutes Stück voran gekommen. Sieht echt gut aus bisher !

Zu deinen Fragen:

1. Die Kabinenhaube ist aus irgendeiner Umverpackung entstanden, ich glaube es war eine Laptop-Maus. Sie passte keineswegs optimal und wenn du eine bessere Lösung findest, wäre ich interessiert, den Flieger in diesem Punkt zu optimieren.
2. Die Schriftzüge wurden in einem Werbestudio auf Selbstklebefolie geplottet. Noch kenne ich keinen Weg Decals herzustellen.
3. Die Ruderfläche des Höhenleitwerkes ist bei mir max. 28 mm tief, also ein fast identischer Wert. Die Ruderwirkung ist extrem gut, man braucht nur wenige Millimeter Ausschlag.
4. Als Motorisierung kommt eine Hacker B20-31S mit 4:1 Getriebe, Hacker Master 8 Steller und ein 3-zelliger 640 mAh LiPo zum Einsatz. Die Komponenten waren die Reste meines ersten Depron-Fliegers. Cox'e kamen von Anfang an nicht in Betracht, da ich früher schon die Dinger nicht gescheit zum Laufen bekam und ich keine Lust auf einen mit Ölnebel überzogenen Filou hatte, was sich bei denCox'en nicht vermeiden lässt. Auf die Idee mit einem Elektro-Motoraufsatz bin ich damals nicht gekommen, wäre aber problemlos machbar. Mit einem Micro-Außenläufer (z.B. MicroRex 1600) und Steller (z.B. YGE 8) im Aufsatz sowie 2 LiPo-Zellen im Rumpf würde das sicher funktionieren.. Genau diesen Antrieb habe ich für meinen Topsy vorgesehen, der inzwischen bis auf das Finish fertig ist. Die Leistungs eines Cox erreicht man damit allemal und das öl- und lärmfrei und mit höchster Zuverlässigkeit.

Toni

17

Sonntag, 10. Februar 2008, 22:10

RE: Grp Filou

Moin Toni!

Zitat

Sieht echt gut aus bisher !


Na ja, die kleinen Fehlerchen sieht man auf den Bildern nicht. Die verschwinden zwar unter einer gnädigen Papierbespannung, ärgern mich aber trotzdem. Ein bisschen...:-)

Zitat

Sie passte keineswegs optimal und wenn du eine bessere Lösung findest, wäre ich interessiert, den Flieger in diesem Punkt zu optimieren.


Das einzige, das mir bisher einfiel, ist eine Form zu bauen und dann entweder tiefziehen oder diese Schrumpfschlauch-Nummer zu probieren. Beides habe ich noch nie gemacht.

Zitat

Die Schriftzüge wurden in einem Werbestudio auf Selbstklebefolie geplottet.


Ok, das ist im Prinzip die Idee, die ich auch hatte. Ich nehme mal an, Du meint per Laserdruck. Plotter sind diese etwas altertümlichen Dinger, bei denen 8 farbige Stifte übers Papier sausen. Die kenne ich eigentlich nur noch aus Hardcore-CAD-Umgebungen. Für Vollflächen sind die nicht so dolle.

Zitat

Die Ruderwirkung ist extrem gut, man braucht nur wenige Millimeter Ausschlag.


Prima. Meine Überlegung war, daß diese Freiflugkisten ziemlich eigenstabil sind und schon einen ordentlichen Hebel brauchen, um sich zu bewegen. Dann werde ich da mal Scharniere setzen und den Schlitz offen lassen.
Im Übrigen gips ja heute so nette Software-Krücken wie exponentielle Stellkurven, die einem Anfänger das Leben erleichtern 8)

Zitat

Als Motorisierung kommt eine Hacker B20-31S mit 4:1 Getriebe, Hacker Master 8 Steller und ein 3-zelliger 640 mAh LiPo zum Einsatz.


Das sagt mir so erstmal nicht viel (ich habe gerade gut 30 Jahre Modellbau-Pause beendet). Was mich mal interessiert: was wiegt so ein Antrieb tutto completto, also Motor, Akku und Steller?

Zitat

Mit einem Micro-Außenläufer (z.B. MicroRex 1600) und Steller (z.B. YGE im Aufsatz sowie 2 LiPo-Zellen im Rumpf würde das sicher funktionieren.


Meine Idee war, einen völlig autonomen elektrischen Motoraufsatz zu bauen, den nur ein dezentes Kabel für den Steuerimpuls mit dem Rumpf verbindet. Da könnte ich im Rumpf hinter der Fläche eine kleine Pfostenleiste einbauen und hätte die Wahl zwischen elektrisch und stinken :-)
Aber inzwischen habe ich mal ein bisschen geguckt und finde den (finanziellen) Aufwand für Lithium-Polymer-Akkus und Lader/Balancer etwas heftig für ein nettes Experiment. Und mit NiCd/NiMh wird das ja wohl eher nix...

Zitat

Genau diesen Antrieb habe ich für meinen Topsy vorgesehen


Ach guck mal. Eine Topsy habe ich auch noch im Sinn, vielleicht schon nach dem "Filou". Übrigens ist mir vor kurzem in "meinem" Modellbau-Laden ein Original-Topsy-Baukasten zugelaufen, der da in der hintersten Ecke schlummerte und die Jahrzehnte überdauert hat. Gab sogar noch Rabatt, weil "den alten Kram ja sonst doch keiner mehr kauft".
Der Baukasten bleibt aber im Schrank, die Pläne habe ich ja schon. Es könnte aber auch ein "Satellit" werden. Mal sehen...

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ralph_fischer« (10. Februar 2008, 22:11)


18

Montag, 11. Februar 2008, 19:47

Hallo Ralph !

Da bin ich ja gespannt, wie du das mit der Kabinenhaube löst. Ich werde es hier weiterverfolgen.

Nein ich habe keinen Laser-Drucker gemeint, sondern einen Schneidplotter, der besitzt statt einem bunten Stift ein Messer, das die Konturen der Schrift auf der hier schwarzen Klebefolie durchtrennt. Der Schriftzug wird dann mit einer Transferfolie auf das entsprechende Objekt übertragen. Schau mal bei jr-foliendesign.de rein, die machen damit ganze Modelloberflächen.

Gewichte/Preise Antriebskomponenten
Meine Getriebevariante bringt so rund 120 gr auf die Waage, nicht gerade leicht, war aber vorhanden. Es geht heute definitiv leichter und preiswerter

MicroRex 1600 20 gr ca 40 Euro
YGE 8 5 gr ca 40 Euro
LiPo 2S1P 400-600 mAh 30 gr ca 20 Euro

Natürlich sind dann noch Ladegerät und ggf ein zweiter Akku zu addieren, aber ein einfaches Ladegerät a la LiPo Charger 4 gibt es auch für rund 20 Euro. Mir hat dieses Gerätchen das erste LiPo-Jahr recht gute Dienste geleistet.
Alles nicht ganz billig, aber auf der anderen Seite bekommt man funktionsfähige COX, den teuren Nitrosprit .... auch nicht geschenkt und darf dafür nach jedem Flugtag das vollgesiffte Modell putzen.


Toni

19

Freitag, 29. Februar 2008, 22:25

Moin!

In den letzten 2 Wochen ging es mit dem Filou nicht recht vorwärts (ich bin kaum aus dem Büro rausgekommen).
Das wird jetzt hoffentlch besser...

Aber ne andere Sache: mit meiner Frau habe ich neulich über geeignetes Bespann-Material für den Rumpf diskutiert (weil Japan-Seide in den Läden hier ums Verrecken nicht mehr zu kriegen ist). Jetzt hat sie mir einfach mal bei einer Bestellung für ihr Hobby nen Quadratmeter Seite mitbestellt, in einer Qualität namens "Pongee 05" (was mir genau nichts sagt). Das wäre das leichteste, das sie gefunden hätte.

Das Material fühlt sich prima (also sehr dünn) an und wiegt ca. 25 g/qm.

Frage: ist das als Bespann-Material für den Rumpf geeignet?

@Toni: Ach so, Schneidplotter. Der geht natürlich prima. Inzwischen habe ich übrigens einen Anbieter für laserbedruckbare Schiebebilder gefunden. Die URL habe ich gerade verdusselt, finde sie aber bei Interesse wohl schnell wieder.

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

20

Mittwoch, 2. April 2008, 20:37

Nabend!

Mit dem Filou ist es in der letzten Zeit etwas vorangegangen. Und schon tauchen die nächsten Fragen auf... :)

Den Rumpf habe ich mit der erwähnten Seide (Pongee 05) bespannt. Das ging wider Erwarten absolut problemlos und faltenfrei, auch an den Rundungen. Das Leitwerk ist komplett mit Papier (12 g) bespannt.

Verwirrt haben mich einige Gewichtsmessungen:

Rumpf, leer, mit Kabinenhaube, 2 x Porenfüller: 70 g
Rumpf, wie oben, aber mit Seide bespannt + 2 x Spannlack (1:1 verdünnt): 78 g

Leitwerk komplett, 2 x Porenfüller: 20 g
Leitwerk wie oben, bespannt, 2 x Spannlack (1:1 verdünnt): 23 g

Ist diese für meinen Geschmack enorm niedrige Gewichtszunahme realistisch oder spinnt meine Waage?

Dadurch kam ich auf die Idee, die Tragfläche auch mit Seide zu bespannen. Ist das bei so einem filigranen Fliegerchen machbar oder zieht mir die Seide die Fläche krumm und schief?

Das Leitwerk habe ich nach dem Antrocknen des Spannlacks sofort für 24 h mit Stecknadeln auf Leisten fixiert. Das gibt natürlich ziemlich unschöne Löchlein. Wie macht ihr das?
Kann man den Decklack (auch Spannlack) ohne anschließendes Aufspannen riskieren?

Fragen über Fragen...

Ein paar weitere Bilder des Filou gibt es hier:

Bastelbilder Filou

Liebe Grüße aus der Wesermarsch

Ralph