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Niels_Holgerson

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1

Montag, 7. Januar 2008, 12:11

Erfahrungen mit dem Strolch von Aeroplan.de?

Servus,

ich hätte da mal eine Frage an die Antikfliegergemeinde, und zwar gefällt mir der Strolch von Aeroplan.de.

Nun wüsste ich gern, ob den schon jemand gebaut hat und wie die allgemeine Qualität des Bausatzes so ist und wie sich der Strolch so fliegt.



Gruß Niels


hier noch der Link: http://www.aeroplan-modelle.de/aerosite022.htm

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Niels_Holgerson« (7. Januar 2008, 12:12)


2

Montag, 7. Januar 2008, 23:12

RE: Erfahrungen mit dem Strolch von Aeroplan.de?

Hallo Niels,

ich habe den "Strolch" zwar noch nicht gebaut, aber er ist einer meiner Favoriten für die Zukunft. Sicher ist der "Strolch" eines der interessantesten Modelle aus den 30er Jahren. Seit vielen Jahren wird er von der Firma Aeronaut (nicht Aeroplan) als Werkstoffpackung für momentan 27,50 € und Bauplan für 9,50 € vertrieben. Die Firma Aeroplan vertreibt zwei CNC- Sätze, den billigeren für momentan 79.- €. Ich habe vor Jahren das auch von Aeronaut vertriebene "Baby" gebaut, welches wie der Strolch vom Erbauer Kirschke stammt. Bei so einer Werkstoffpackung musst Du alle Holzteile (Sperrholz) aussägen, das ist schon ziemlich aufwändig. Beim Strolch würde ich eher auf einen CNC-Bausatz zurückgreifen.

Zu den Flugeigenschaften des "Strolch" kann ich nicht viel sagen. Er ist ein beliebtes Modell auf Antikmodellfliegertreffen. Ich glaube aber, er würde Dich nicht enttäuschen. Es ist schon ein imposantes Modell.

Ciao
Klaus

Niels_Holgerson

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3

Dienstag, 8. Januar 2008, 08:37

Servus Klaus,

na das hört sich ja ganz gut an, bin auch noch am überlegen mir nur den Bauplan zu holen und dann in Balsaleichtbauweise zu bauen, da mir die Sperrholzbauweise zu schwer vorkommt, na mal sehen, aber wenn ich mir einen Bausatz holen sollte wird es auf jeden Fall der CNC von Aeroplan sein.

Gruß Niels

4

Dienstag, 8. Januar 2008, 10:10

Hallo Niels,

Zitat

Original von Niels_Holgerson
bin auch noch am überlegen mir nur den Bauplan zu holen und dann in Balsaleichtbauweise zu bauen, da mir die Sperrholzbauweise zu schwer vorkommt


Ups! Das kann nicht gut gehen. Die Balsaholzspanten brechen Dir weg wie nix. Lass das besser sein, das Gewicht und die Stabilität des Strolch in Originalbauweisemit dünnen Sperrholzspanten ist absolut okay und angemessen.

Ciao
Klaus

Niels_Holgerson

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5

Dienstag, 8. Januar 2008, 10:42

Servus Klaus,


na dann werde ich Ihn erst einmal in der vorgesehenen Bauweise erstellen und fliegen und dann schauen, ob ich noch was sparen kann beim nächsten.


Gruß Niels

6

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:11

Hallo Niels,

bei mir fliegen derzeit aktiv ein "Strolch" und ein "großer Winkler", auf Baubrett und Helling wächst ein "Jaguar" heran. Alle drei Modelle sind von "Aeroplan". Die Frästeil- oder Bausätze sind sauber gearbeitet und wirklich eine große Erleichterung. Über die Preise habe ich absolut nichts zu meckern.
Baulich ist der "Strolch" von den Dreien, die ich beurteilen kann, sicherlich der einfachste. Dabei ist "einfach" höchst relativ. Es stehen nämlich etliche "Holzwurm-Tätigkeiten" an. So sind beispielsweise die Randbögen für Flächen und Leitwerke aus dünnen Kiefernleisten zu laminieren. Für den Knickflügel ist eine Hellingvorrichtung zu bauen. Für den Rumpf reicht ein ebenes Baubrett, aber Leisten wässern und vorbiegen, schäften, beplanken und bespannen gehören bei solchen Projekten zum Handwerk. Damit die Aeroplan-Bausätze gelingen, sollte ein Mindestmaß an Holz-Erfahrung vorhanden sein.
Der "Strolch" ist sicherlich verlockend - vor allem, weil er sowohl in der Ebene wie am Hang exzellente Flugleistungen bringt. Zu bedenken ist aber, dass beispielsweise eine einteilige Fläche vorgesehen ist - die will transportiert sein, oder halt geändert (zweiteilig), was Erfahrung benötigt. Und je größer ein solcher Holzvogel ist, umso größer ist die Gefahr, das Verzüge und andere Fehler "eingebaut" werden.
Wenn Du es also mit den "Antiken" versuchen willst, machst Du mit dem "Strolch" keinen Fehler. Zu erwägen wären aber auch "Rhön" oder "Ursinus" (aus dem Hause "Aeroplan"). Eine gute Quelle gibt es zudem in Wien (www.kirchert.com).
Leider habe ich keine Bau-Fotos vom Strolch, deshalb zur Anschauung "Winkler"- und "Jaguar"-Bilder vom Baubrett und den fliegenden "Strolch".

Hiolm- und Rippenbruch

Manfred
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • strolch fliegt.jpg

7

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:14

Strolch-Landung
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • landung.jpg

8

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:15

Strolch-Flug
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • geheimbergstrolch.jpg

9

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:19

Rumpf-Helling "Jaguar"
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • rumpf251107.jpg

10

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:21

Leitwerk biegen (Winkler)
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • slwbiegen2.jpg

11

Dienstag, 8. Januar 2008, 17:22

SLW "Jaguar"
»mawberlin« hat folgendes Bild angehängt:
  • seitenleitwerk.jpg

Niels_Holgerson

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12

Mittwoch, 9. Januar 2008, 08:35

Servus Manfred,

Ja mit "Leitwerke aus dünnen Kiefernleisten zu laminieren" "Leisten wässern und vorbiegen, schäften" habe ich noch keine Erfahrungen, ich denke aber, das ich das auch anders lösen kann, wird dann wohl nicht so bombenfest, aber wird schon gehen.
Holzbauerfahrung habe ich denke ich schon einige, da ich etliche Holzbaukästen fertig gestellt habe, und auch schon 1-2 Eigenkonstruktionen in Holz umgesetzt habe.
Mit Papier oder Bespannfließ und Bespannlack habe ich auch noch nicht gearbeitet, kann ich da auch Folie einsetzen, oder ist das Stilbruch?

Der Ikarus wäre vielleicht auch noch interessant, na ja mal sehen welcher Vogel es wird im Moment sind Ikarus, Rhön oder Strolch in der engeren Auswahl, der große Winkler und der Ursinus müssen ja ziemlich schwierig zu bauen sein, was ich so gehört/lesen habe, und kommen erst mal nicht in Frage, ich will mich erst einmal langsam an die Atikszene herantasten.

In meinem ehemaligen Verein gibt es auch jemanden, der sich Wettbewerbstechnisch mit Antikmodellflug beschäftigt, aber Er ist, wie soll ich es ausdrücken, ich sage mal ein bißchen schwierig ;) Ihn könnte ich zur Not auch mal etwas fragen, und ansonsten gibt es ja zum Glück das Forum hier :ok:

Gruß Niels

Ps: bei dem Fliegerkollegen habe ich mich angesteckt mit dem Antikvirus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Niels_Holgerson« (9. Januar 2008, 08:36)


13

Mittwoch, 9. Januar 2008, 10:35

Hallo Niels,
Laminieren von Randbögen, Wässern und Biegen von Leisten sowie ähnlich "typische" Prozeduren des Antikmodellbaus sollte man nicht umgehen, sondern einfach ausprobieren. Es ist keine Hexerei. Am besten zwei, drei Leisten mehr anschaffen und üben, üben, üben. Ersatzkonstruktionen sind nicht nur ein Stilbruch, sondern wohl auch kaum mit weniger Aufwand zu erstellen.
In Sachen Bespannung gebe ich zu bedenken, dass die "Oldies" über Profile verfügen, die mit Folie nicht nur unpassend angezogen aussehen, sondern meist auch schlechter fliegen. Die "turbulentere" Oberfläche der Seiden- oder Papierbespannung ist den Profilen bestens angemessen. Zudem sorgt eine klassische Bespannung mit Papier/Seide und Spannlack auch noch für mehr Festigkeit als Folie. Ein guter Kompromiss ist das Bespannflies, das auch bei Aeroplan im Angebot ist. Zur äußersten Not tut es auch Oratex, dann bedenke aber, dass Flächennase und Teile des Rumpfes mit 0,4 oder 0,6 Millimeter dickem Sperrholz beplankt sein sollten (Stichwort: Festigkeit).
Bei der endgültigen Modellauswahl solltest Du auch den "Specht" aus dem Angebot von www.kirchert.com in Betracht ziehen. Aber wie gesagt: Mit dem "Strolch" liegst Du schon gut; vor allem, was die Flugeigenschaften betrifft: Am Hang ist er trotz der Zweiachsigkeit (nur Höhe und Seite sind angelenkt) recht wendig unterwegs. Ich setze ihn bei Windgeschwindigkeiten bis zu 35 km/h ohne Bedenken ein. In der Ebene bringt eine Graupner-Winde den Vogel in die Luft. Stabil genug ist er dafür (ich hab die Flächennase beplankt), und ein Ausbrechen gibt es bei eingermaßen ordentlichem Bau ohnehin nicht: die üppigen Rümpfe der Oldies wirken wie "Windfahnen". Das muss übrigens auch bei der Dimensionierung der Ruderausschläge (vor allem bei "Seite") bedacht werden.
Summasummarum: Entscheide kurz und knackig eine Entscheidung und schaffe Dir einen Oldi-Bausatz an. Das Wetter ist ja schlecht genug, um hemmungslos zu bauen. Und in diesem Forum (im "Nachbaruniversum" nicht weniger) tummeln sich genug hilfsbereite Holzwürmer.

Holm- und Rippenbruch

Manfred

Niels_Holgerson

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14

Donnerstag, 10. Januar 2008, 10:03

Servus Manfred,

ich werde dann wohl erst einmal die Rhön bauen, um zu schauen ob ich mit der Materie klar komme, wenn die Rhön dann ein Erfolg wird, werde ich mir auch noch ein paar andere Modelle zulegen.


Gruß Niels

15

Donnerstag, 10. Januar 2008, 11:36

Hallo Niels,

wobei der Bauplan der "Rhön" die ganzen Spanten jedoch nicht bildlich darstellt, sondern nur in einer Tabelle die Abmessungen nennt. Zeichnen darfst Du sie selbst, wenn du keinen CNC-Bausatz kaufst.

Das sollte man wissen.

Ciao
Klaus

Langenohl

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16

Donnerstag, 10. Januar 2008, 14:21

Zitat

Original von Frankensteiner
wobei der Bauplan der "Rhön" die ganzen Spanten jedoch nicht bildlich darstellt, sondern nur in einer Tabelle die Abmessungen nennt.


Ja, das war damals[tm] so üblich. Beim 'Ursinus' ist es nicht anders. Zudem sind die Flügelgrundrisse in der Regel nicht im Maßstab 1:1 gezeichnet.
Ein Geodreieck und ein Satz Lineale sind für den Antikmodellbauer unentbehrliche Werkzeuge.
Dietmar

--

17

Donnerstag, 10. Januar 2008, 15:07

Hallo,

um von dem in Antik-Bauplänen oft gezeichneten Maßstab von 1:2,5 auf den zum Bau notwendigen von 1:1 zu kommen, vergrößere ich die entsprechenden Plan-Teile (Randbögen zum Beispiel) am Kopierer.
Vor allem bei meinem aktuellen Projekt (Jaguar) ist mir aufgefallen, dass auch unsere Vorväter nicht völlig ohne Fehler waren. Der Bauplan hat ein paar Ungenauigkeiten, etwa die Darstellung der Rippen nach dem Knick (darauf weist Aeroplan ausdrücklich hin), oder verwechselte Bildbezeichnungen. Mitdenken ist also wärmstens zu empfehlen.


Holm- und Rippenbruch

Manfred

Heinz Stanek

RCLine User

Beruf: Steintechniker

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18

Montag, 21. Januar 2008, 15:44

Zeichnungsungenauigkeiten

Hallo,
von Kirchert, Wien habe ich mir den Plan vom Kirschke "Baby" schicken lassen - sehr preiswert, d. h. absoluter Spitzentiefstpreis. Habe es voriges Jahr gebaut, mit Pendelhöhenruder und Seitenruder versehen und weil mich der Teufel ritt, habe ich eine Schleppkupplung für F-Schlepp eingebaut. Hochstart mit Gummi und Schnur, Hangstart und selbstverständlich F-Schlepp hat toll funktioniert. Erstklassige Flugleistung. Beim F-Schlepp muss das Schleppseit mindestens 20m lang sein, sonst wirft es der Propellerstrahl hundserbärmlich herum. Der Schlepp nur mit Elektro und auf keinen Fall überpowern - gerade so viel, dass es reicht.
Zur Zeit baue ich die ETB 35, ein äußerst anspruchvolles und nach meinem Dafürhalten das schönste Antikmodell überhaupt. Plan ebenfalls von Kirchert.
Grundsätzlich muß man alle Pläne, die nicht von Originalplänen direkt mit Pausgeräten vervielfältigt wurden auf Maßgenauigkei überprüfen. Fotokopierte Pläne habe nahezu alle Verzerrungen und müssen unbedingt nicht nur überprüft, sondern auch korrigiert werden.
Viel Arbeit kann schon dabei raus kommen. Das Endprodukt entschädigt jedoch jede einzelne Stunde Arbeitszeit.
Im Anhang einige Fotos vom "Baby"
Antikmodellbau ist das Schönste - habe vorher sehr viel in den modernen Bauweisen gearbeitet. Eine Epoxi-Allergie verhalf mir wieder zu den schönen Zeiten meiner Jugendbastelzeit.
Zur Nachahmung empfohlen
Grüße aus dem Ennstal von Heinz
»Heinz Stanek« hat folgendes Bild angehängt:
  • Kirschke Baby Rohbau fertiggestellt 001.b..jpg

Heinz Stanek

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Beruf: Steintechniker

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19

Montag, 21. Januar 2008, 15:46

RE: Zeichnungsungenauigkeiten

Noch ein Bild vom "Baby"
»Heinz Stanek« hat folgendes Bild angehängt:
  • Kirschke Baby Rohbau fertiggestellt 003.b..jpg

Heinz Stanek

RCLine User

Beruf: Steintechniker

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20

Montag, 21. Januar 2008, 15:47

RE: Zeichnungsungenauigkeiten

und weils so schön war, noch eins