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JJerome

RCLine User

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1

Mittwoch, 16. April 2008, 18:05

Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Liebe Freunde älterer Flugmodelle,

ich restauriere gerade nebenbei einen alten Motorflieger (Graupner Taxi I). Da ich an anderer Stelle im Forum nicht so die rechte Resonanz gefunden habe, bin ich an dieser Stelle mit meinen Problemchen wohl besser aufgehoben.

Zum Modell: Baujahr 1975, fertig gebaut plus einem sehr guten Satz Schwimmer. Das ganze Paket inklusive alter Graupner-Fernsteuerung, O.S. 6,5 ccm (sitzt allerdings fest), Bauplan, etc. von ebay. Ursache bei mir für die Aktion sind natürlich sentimentale Gründe, denn damals hatte ich halt auch ein Taxi...

Der Flieger wurde realtiv übel gebaut, mit Papier faltig bespannt und mit Farbe übergepfuscht. Zu allem Überfluß ist auch noch Verzug drin... Verschleifen oder Aufbau auf dem Baubrett war dem Erbauer wohl unbekannt. Nach dem Öffnen der Bespannung stellte ich mit Schrecken fest: Heißkleber !!!. Das ganze alte Zeug kommt runter und ich möchte das Fliegerchen dann gerne mit Folie bespannen.

Gestern habe ich mich des Höhenleitwerks angenommen. Das war so verzogen, dass ich die Verklebungen geöffnet und es neu aufgebaut habe. Außerdem, war es durchgebrochen, denn der Erbauer hatte einem stumpfen Zusammenkleben der Nasenleiste, gegenüber der vom Bauplan vorgesehenen Schäftung der Vorzug gegeben. Ihr seht meinen Ansatz: ich möchte das alte Teil wirklich restaurieren, bin halt ein Holzwurm.

Die Fläche: Leider auch verzogen und zwar so, dass man das wohl nicht hinbiegen kann. Ich tendiere dahin, die obere Beplankung abzunehmen (hat sich stellenweise gelöst - war wohl der Heißkleber zu früh fest... 8) ), die Fläche dann jeweils zur Hälfte aufzuspannen und neu zu beplanken. Ich hoffe dann den Verzug rauszukriegen ???

Der Rumpf, das Seitenleitwerk und die Ruder sind schlecht lackiert. Die würde ich nach dem Abschleifen dann auch mit Folie bügeln.

Der Hersteller von Oracover und Orastick schreibt auf der Homepage, dass man die Folie am besten direkt auf das geschliffene Holz bügeln soll. Nun sind bei dem alten Flieger auch nach der Restaurierung an Rumpf, Beplankung, Rudern, etc. sicherlich noch Lackreste. Wird das ein Problem?

Ist meine Vermutung richtig, dass ich hier Orastick verwenden sollte?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

Herzliche Grüße

Michael

Alter Fessler

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2

Donnerstag, 17. April 2008, 08:56

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo.

Da hast du dir ja was feines vorgenommen! Das ist verdammt viel Arbeit - aber, Respekt!

Beim Flügel wirst du wohl noch einige Problemchen zu lösen haben. Der TAXI-Flügel ist so aufgebaut, das er schon im unbespannten Zustand äußerst verdrehsteif ist. Das kommt daher, das die Nasenbeplankung mit der Nasenleiste und den Holmen eine D-Box bildet, die schon sehr steif ist. Zusätzlich ist die Endleiste auch noch noch von oben und unten beplankt und zusammen mit den capstrips (wie heißen die auf deutsch?) auf den Rippen ergibt das ein sehr verdrehsteifes Gebilde. Also nur die obere Beplankung abzunehmen wird wahrscheinlich nicht genügen. Das sieht fast nach Totalzerlegung aus, falls das möglich ist.
Dabei solltest du auch noch beachten, das der Flügel ab der Stelle wo er sich nach außen verjüngt noch eine eingebaute Schränkung hat. Die Rippen werden im hinteren Teil zum Randbogen hin hochgezogen, sind also nicht mehr unten gerade, wie in der Flügelmitte! Dadurch ergibt sich die aerodynamische Schränkung, die sehr viel zur Flugstabilität beiträgt.

Folie auf alte Farbe ist ein weiteres Problem. Vermutlich wird es nicht vernünftig halten, Orastick ist auch nicht unbedingt die Lösung. Denn auch Orastick willst du sicher durch Hitze spannen. Dadurch wird die alte Farbe wieder weich und könnte ein gutes Verkleben der Folie verhindern.
Was helfen könnte ist, wenn du auf den Rohbau den Folienkleber streichst, der für das Aufbringen der superleichten Folie ohne Kleberückseite gedacht ist. Leider fällt mir im Moment der Name nicht ein. Gibt es unter anderem von Graupner. Dieser Kleber ist auch ein Heißkleber, aber da man ihn vorher aufstreicht und trocknen läßt, dringt er ins Holz ein, "isoliert" die Farbe und ergibt eine bessere Klebung.
Auf Epoxidharz hält Oracover auch sehr gut. Aber vielleicht fällt diese Methode, das ganze Modell mit verdünntem Epoxi zu bestreichen, aus Gewichtsgründen aus.

Viel Spaß noch bei deinem Projekt.
Gruß
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alter Fessler« (17. April 2008, 08:56)


JJerome

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3

Donnerstag, 17. April 2008, 11:38

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Lieber Willi,

zunächst vielen Dank für Deine Kommentare und Antworten. Ich werde mal zusehen, dass ich ein paar Fotos, die ich gemacht habe, hier einstelle. Das verstärkt den Eindruck ... ;)

Die Dämpfungsfläche vom Höhenleitwerk konnte ich gestern vom Baubrett nehmen und die Schäftungen verschleifen. Sieht schon ganz gut aus.

Zum Flügel:

Zitat

Original von Alter Fessler
Beim Flügel wirst du wohl noch einige Problemchen zu lösen haben. Der TAXI-Flügel ist so aufgebaut, das er schon im unbespannten Zustand äußerst verdrehsteif ist. Das kommt daher, das die Nasenbeplankung mit der Nasenleiste und den Holmen eine D-Box bildet, die schon sehr steif ist. Zusätzlich ist die Endleiste auch noch noch von oben und unten beplankt und zusammen mit den capstrips (wie heißen die auf deutsch?) auf den Rippen ergibt das ein sehr verdrehsteifes Gebilde. Also nur die obere Beplankung abzunehmen wird wahrscheinlich nicht genügen. Das sieht fast nach Totalzerlegung aus, falls das möglich ist.

Gleich wieder eine neue englische Vokabel gelernt: capstrips, die ich auf deutsch Rippengurte nennen würde (?). Auf die hat der Erbauer damals auf der Flügelunterseite gleich ganz verzichtet. Da unten schaut doch eh keiner hin!, was die zum Teil skurilen Verwerfungen der Bespannung auf der Unterseite noch betont... 8) Aber ich ahne schon, dass ich wohl die Beplankungen oben und unten abnehmen muss. Wie ich schrieb, muss ich die Oberseite ja eh öffnen und werde die Rippengurte oben entfernen. Du hast sicherlich damit Recht, wenn Du schreibst, dass der Verzug nur rauszukriegen ist, wenn der Torsionskasten vollständig seiner Wirkung enthoben wird

Beim Zerlegen des Höhenleitwerks stellte ich aber fest, dass das bei Heisskleber ganz gut geht. Das Zeug ist immer noch gummiartig und löst sich ganz gut vom Balsa ab. Ich hoffe man war bei der Wahl des Klebstoffes konsequent. Das sehe ich aber in Kürze. Erstmal werde ich das Leitwerk zuende sanieren.

Zitat

Original von Alter FesslerDabei solltest du auch noch beachten, das der Flügel ab der Stelle wo er sich nach außen verjüngt noch eine eingebaute Schränkung hat. Die Rippen werden im hinteren Teil zum Randbogen hin hochgezogen, sind also nicht mehr unten gerade, wie in der Flügelmitte! Dadurch ergibt sich die aerodynamische Schränkung, die sehr viel zur Flugstabilität beiträgt.

Auch ein sehr guter Punkt. Beim Aufbau der Fläche wird ja die Hinterkant mit einer Balsaleiste unterlegt. Ich habe den Plan jetzt nicht hier und kann daher nicht nachschauen. Passiert das nur am Außenflügel zwecks Schränkung, oder ist das eine generelle Aufbauhilfe? Ist der Rippensatz für den Außenfflügel gestrakt, um die Schränkung zu bewirken? Das ich die Fläche von meinem Taxi gebaut habe, ist halt soch schon über 30 Jahre her... ;) Da muss ich erstmal nachschauen.

Das Folien-Finish:

Ich spiele durchaus mit dem Gedanken die alte Farbe nach Möbeltischlerart zumindest vom Rumpf runterzubeizen, dann wäre das Gröbste schon Mal weg. Ich möchte halt nur nicht mit dem Zeug das Balsa ruinieren.

Anschleifen, die Oberfläche glätten (Mikroballon) und dann wieder lackieren wäre natürlich auch denkbar. Die Glättung der Oberfläche müsste erfolgen, da wahrscheinlich direkt auf das Holz lackiert wurde und die Poren zu sehen sind. Allerdings würde ich dann doch lieber spritzen und da müsste ich erstmal das Equipment beschaffen.

Zitat

Original von Alter Fessler
Was helfen könnte ist, wenn du auf den Rohbau den Folienkleber streichst, der für das Aufbringen der superleichten Folie ohne Kleberückseite gedacht ist. Leider fällt mir im Moment der Name nicht ein. Gibt es unter anderem von Graupner. Dieser Kleber ist auch ein Heißkleber, aber da man ihn vorher aufstreicht und trocknen läßt, dringt er ins Holz ein, "isoliert" die Farbe und ergibt eine bessere Klebung.

Das klingt sehr gut. Da werde ich mal nachforschen. Ich denke auch, dass man duch anschleifen der Lackoberfläche eine Menge runter bekommt und eine ganz gute Basis für den Auftrag dieses Klebers erzielen könnte.

Zitat

Original von Alter Fessler
Auf Epoxidharz hält Oracover auch sehr gut. Aber vielleicht fällt diese Methode, das ganze Modell mit verdünntem Epoxi zu bestreichen, aus Gewichtsgründen aus.

Ich denke auch, dass diese Technik ordentlich für Gewicht sorgt und irgendiwe auch in einer ziemlichen Sauerei enden könnte, wenn man da ohen Erfahrung ran geht.

Hoops, jetzt ist meine Antwort ja erschreckend lang geworden - hoffentlich nicht abschreckend lang... ;)

Mit den besten Grüßen

Michael

P.S.: Ich habe meine Modellflugkarriere übrigens auch mir Fesselflug begonnen - Mustang von Grapner, getrieben von einem Taifun Rasant II

myfly

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4

Donnerstag, 17. April 2008, 13:22

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo Michael,
kaum zu glauben das es schon 30 Jahre her ist, ich habe auch damit angefangen. Und wir haben neulich mit alten Modellfliegern überlegt mal wieder die eine oder ander Taxi zu bauen. Pläne sind noch mehr oder weniger gut erhalten vorhanden. ;)

Zitat

Auch ein sehr guter Punkt. Beim Aufbau der Fläche wird ja die Hinterkant mit einer Balsaleiste unterlegt. Ich habe den Plan jetzt nicht hier und kann daher nicht nachschauen. Passiert das nur am Außenflügel zwecks Schränkung, oder ist das eine generelle Aufbauhilfe?


soweit ich mich erinnern kann wird die Leiste nur am Außenflügel untergelegt, ich glaube es waren 5mm die man dann keilförmit zugeschliffen hat.

Mal nur so gefragt, meinst du nicht es wäre weniger Arbeit einfach eine neue Fläche zu bauen?

Gruß Holger

Jettaheizer

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Wohnort: D-53773 Hennef

Beruf: Prozessleitelektroniker, Werkstattleiter Schaltschrankbau

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5

Donnerstag, 17. April 2008, 15:01

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo Willi,

Zitat

Original von Alter Fessler
capstrips (wie heißen die auf deutsch?) auf den Rippen


die nennen sich ganz schlicht Aufleimer. ;)

@Michael: interessantes Projekt, wünsche dir viel Erfolg dabei!

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

JJerome

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6

Donnerstag, 17. April 2008, 15:12

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo Holger,

Zitat

Original von myfly
kaum zu glauben das es schon 30 Jahre her ist, ich habe auch damit angefangen. Und wir haben neulich mit alten Modellfliegern überlegt mal wieder die eine oder ander Taxi zu bauen. Pläne sind noch mehr oder weniger gut erhalten vorhanden. ;)

Ja, dieser Taxi-Bazillus greift irgendwie um sich und es ist gerade diese erste Generation des Modells, die viele begeistert. Ich habe mich auch öfters gefragt, was es eigentlich ist, was mich und andere treibt den Flieger wiederzubeleben, wo es doch so viele andere nette Modelle gibt.

Zitat

Original von myfly
soweit ich mich erinnern kann wird die Leiste nur am Außenflügel untergelegt, ich glaube es waren 5mm die man dann keilförmit zugeschliffen hat.

Siehst Du, daran kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Da forsche ich heute Abend mal. Ich hoffe nur ich kann diesen Leistentrick dem Bauplan entnehmen, denn die Bauanleitung gehörte leider nicht zu dem im Eingangs-Thread erwähnten Lieferumfang.

Zitat

Original von myfly
Mal nur so gefragt, meinst du nicht es wäre weniger Arbeit einfach eine neue Fläche zu bauen?

Tja, da kannst Du Dich in die Reihe derer begeben, die mich bereits mit mitleidigem Blick ähnliches gefragt haben... :shake: Ein Freund von mir hat wohl Durchgriff auf CNC Schneidetechnik und will mir den Rippensatz fertigen lassen. Darauf werde ich wohl auch zurückkommen. - Ich habe drei Szenarien im Hinterkopf:

1. Ich schaue mir die gekaufte, vergurkte Fläche genauer an und wenn nichts zu machen ist - hasta la vista. Aber noch übt dieses gut 30 Jahre alte Gehölz eine ziemlich Faszination auf mich aus.

2. Sollte 1. wirklich nicht gehen: Aufbau einer neuen Standardfläche.

3. Aber eigentlich wollte ich die neuen Rippen, etc. für eine Fläche mit Querrudern nutzen, die dann ggf. eine Profilmodifikatoin erfährt und weniger V-Form hat. Ich würde gerne mal schauen, wie sich so ein Querruder-Taxi macht und es wäre auch gleich ein Querruder-Trainer für meinen Sohn.

Es grüßt Dich

Michael

JJerome

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7

Donnerstag, 17. April 2008, 15:15

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Zitat

Original von Jettaheizer

@Michael: interessantes Projekt, wünsche dir viel Erfolg dabei!


Guten Tag, Franz,

danke für die guten Wünsche!

Mit besten Grüßen

Michael

Alter Fessler

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8

Freitag, 18. April 2008, 08:15

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo.

@Franz: Na klar - Rippenaufleimer ist der deutsche Begriff. Wenn man nur noch dieses internationale deutsch/englische Fachchinesisch gewohnt ist, dann fallen einem die einfachsten Worte manchmal nicht ein.

@ Holger: Bitte bau keine Querruder in diese Fläche ein! Die ganze Faszination des Taxi geht damit verloren! Es macht auch nur mit Seitenruder Rollen (zwar etwas fassmäßig, aber immerhin). Wenn schon Querruder, dann bau wirklich eine neue Fläche oder noch besser besorge dir als Trainingsmodell einen preiswerten modernen ARF-Flieger in Hochdeckerausführung. Dann ist es nicht so schlimm, wenn dein Sohn etwas kaputt macht. Aber so ein original Taxi sollte im Originalzustand erhalten werden, wenn man schonmal die Möglichkeit dazu hat.
Die Schränkung war nur im Außenflügel eingebaut, ab da, wo sich der Flügel nach außen nochmals verjüngt.

Schöne Grüße
Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

myfly

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9

Freitag, 18. April 2008, 09:28

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Moins zusammen
@alterFessler: ich bau doch noch gar nicht (ist der Michi):nuts:

Nee Michi Querruder solltest Du wirklich nicht einbauen, da gebe ich dem alten Fessler recht, ansonsten wäre es ja eine Maxi ;) Bau das Ding wie vor 30 Jahren, also auch mit orig V-Form ggf. auch mit orig. Lackierung. Klar kann man die Änderungen machen, aber die verändern ja auch den opt. Charakter und den will man ja gerade durch den Wiederaufbau erhalten. Rippen kanst du doch relativ einfach und schnell im Blockverfahren machen.

Gruß Holger

10

Freitag, 18. April 2008, 11:43

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Hallo,

ich hab jetzt mal auf dem Plan und in der Baubeschreibung nachgeschaut. Der Einbau von Querrudern wird weder auf dem Plan dargestellt noch in der Baubeschreibung erwähnt. Das gleiche gilt für meinen 82er Graupner Katalog. Da wird nur das Seitenruder, das Höhenruder und die Motordrossel als steuerbare Funktionen angegeben. Allerdings steht auf der Bauanleitung: "Geeignet zum Einbau einer 2 - 8 Kanal-Fernsteuerung". Aus der Angabe könnte man evt. ableiten, daß die Kanäle 7 und 8 für den Querrudereinbau vorgesehen waren. Weiterhin gab es allerdings noch einen RC-Einbauplan, den ich nicht habe. Vielleicht steht da was in der Richtung drin.

Der zuzuschleifende Balsakeil zur Schränkung hat die Abmasse 500x6x6 mm.

Ciao
Klaus

JJerome

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11

Freitag, 18. April 2008, 17:46

RE: Projekt "Taxi I - Restaurierung"

Liebe Flugmodellbaukollegen,

einmal mehr vielen Dank für eure Kommentare und euren Rat !!! Ich hatte ja versprochen ein paar Fotos hier einzustellen. Hier sind sie bevor ich auf eure Postings eingehe:


Hier zunächst Mal eine Gesamtansicht:


Das Leitwerk, welches direkt am Seitenleitwerk durchgebrochen war...


Das Flügelende und der Randbogen. Die Nasenleiste wurde quasi nicht verschliffen und man erkennt die rustikale Bespann- und Lackiertechnik.


@Wille, @Holger, @Klaus:

Großes Missverständnis !!!

Ich habe natürlich vor das Taxi mit der Originalfläche zu restaurieren und mit der Originallckierung zu versehen (allerdings wie ich hoffe durch Folienauftrag) !!! Alles andere wäre doch ein Frevel. Nein, ich wollte die Möglichkeit nutzen einen Rippensatz schneiden zu lassen und den dann für eine zweite Fläche zu verwenden, die über Querruder verfügt. Ich habe dazu mal einen Thread hier gefunden (ich werde suchen und ihn hier dan angeben), in dem beschrieben wurde, dass das bereits jemand gemacht hat. Es ist dann aber die V-Form deutlich zu reduzieren und ggf. auch ein geeigneteres Profil zu wählen. Erstmal soll das Taxi aber im alten Glanz erstrahlen.

Wegen der Folienbespannung hatte mir Horst Kirschning unter Bastelecke und Tips folgendes geschrieben:

die Lackreste könnten schon etwas unangenehm werden.

Je nach dem mit welcher Folienfarbe du dann arbeitest kann es passieren das die Lackreste durch die Folie hinduchschimmern.
Das sieht dann nicht so toll aus.
Am empfindlichsten sind hier Gelbtöne.Die decken bekannterweise am schlechtesten.
Dabei ist es unerheblich ob du Orastick oder Oracover benutzt.
Versuch die Oberfläche so gut es nur irgend geht von den Farbresten zu befreien.
Im schlimmsten Fall ist es ratsam das farbgetränke Holz(wenns nicht zu viel ist) durch neues zu ersetzen.
Einfaches anschleifen hilft hier leider gar nichts,weil dann zwar deine Folie hält,aber du direkt siehst wo mal Farbe war und wo blankes Holz drunter ist.
Macht zwar etwas Arbeit,aber das Finish sieht später schöner aus.
Bei Folien ist es wie mit Farben.
Selbst ein noch so gutes Material hilft nicht wenn die Vorbereitung der Oberfläche nichts taugt.
gruss
Horst.


So, das war's erstmal von meiner Seite!

Herzliche Grüße und einen guten Start in's Wochenende!

Michael
»JJerome« hat folgendes Bild angehängt:
  • Taxi_I_Gesamtansicht-DSC04444.jpg

myfly

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12

Sonntag, 20. April 2008, 16:47

Hallo Michael,
noch mal zum Thema Folie, es gibt noch Oracover scale, diese Folie ist auf der Rückseite mit einer Silberschicht bedampft, so daß weder Holz oder Farbe durchscheinen kann.

Allen einen schönen Start in die neue Woche. Bis demnächst

Holger

13

Sonntag, 20. April 2008, 21:30

Schönes Projekt mit noch viel Mühe, aber wird sich lohnen!

Wenn Taxi-Fläche mit Querrudern, dann aber das originale Profil mit seinen Schränkungen außen, Querruder dann im Außenflügel mit 17-Gramm-Servos. Geht super, mein nachgebautes Taxi mit E-Antrieb fliegt damit auch bei Wind noch hervorragend :ok:

Vorstellung Taxi E

Windtauglicher als nur mit Seitenruder, mit den gutmütigen Flugeigenschaften des Originals. Dank E-Antrieb mit BL-Außenläufer "ewig lange" Flugzeiten von bis zu 45 Minuten und durch den etwas größeren Prop als bei V-Antrieb enormes Durchzugsvermögen beim Start von Graspiste. Steigflug bis 45 Grad möglich. Nur 1650 Gramm Fluggewicht.

Mein absolutes Lieblingsmodell, geht nun in seine 3. Flugsaison und wird wieder oft mit auf den Platz dürfen. So genial wie ein altes - oder neu gebautes altes - Taxi fliegt kaum ein anderer Hochdecker :D
Walkera Big Lama Alu mit E-sky 4in1 :heart:
esky Lama V3 + V4 :)
Swiss Lama 7.1
Einiges "Flächenzeugs"
Weniger tunen, mehr fliegen :ok:

JJerome

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14

Sonntag, 20. April 2008, 22:28

Guten Abend Holger,

danke für die Info, die leider ein ganz klein wenig zu spät kam. Ich habe jetzt erstmal "Standard"-Oracover in den Farben weiß und hellblau gekauft. Dazu einen Topf Heißsiegelkleber und werde damit jetzt erstmal am Leitwerk ein wenig experimentieren. Wenn es gar nicht geht werde ich auf das von Dir vorgeschlagene Produkt zurückgreifen.

Auch Dir alle Gute für die kommende Woche!

Michael

Zitat

Original von myfly
Hallo Michael,
noch mal zum Thema Folie, es gibt noch Oracover scale, diese Folie ist auf der Rückseite mit einer Silberschicht bedampft, so daß weder Holz oder Farbe durchscheinen kann.

Allen einen schönen Start in die neue Woche. Bis demnächst

Holger

JJerome

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15

Sonntag, 20. April 2008, 22:44

Einen schönen guten Abend Eberhard,

Zitat

Original von Eberhard Mulack
Schönes Projekt mit noch viel Mühe, aber wird sich lohnen!

Das hoffe ich auch und hoffe zudem, dass sich die Mühe wirklich lohnen wird, besonders bei dem mir vorliegenden Patienten. Noch habe ich jedenfalls eine Menge Spaß bei meiner Zeitreise, die meine Frau meditativ nennt... :)

Zitat

Original von Eberhard Mulack
Wenn Taxi-Fläche mit Querrudern, dann aber das originale Profil mit seinen Schränkungen außen, Querruder dann im Außenflügel mit 17-Gramm-Servos. Geht super, mein nachgebautes Taxi mit E-Antrieb fliegt damit auch bei Wind noch hervorragend :ok:

Ich muss nochmal schauen, wo ich den Link gespeichert habe. Wie ich bereits schrieb, wurde das Thema Taxi und Querruder entweder hier im Forum, oder woanders schon Mal diskutiert. Der Ansatz dann die Flügel-V-Form zu reduzieren erschien mir verständlich. Man ging aber wirklich so weit auch über eine andere Profilierung nachzudenken. Sobald ich den Beitrag gefunden habe, stelle ich ihn hier ein. Ich meine auf den Fotos von Deinem Taxj gesehen zu haben, dass es Querruder hat,richtig?

Zitat

Original von Eberhard Mulack
Vorstellung Taxi E

Windtauglicher als nur mit Seitenruder, mit den gutmütigen Flugeigenschaften des Originals. Dank E-Antrieb mit BL-Außenläufer "ewig lange" Flugzeiten von bis zu 45 Minuten und durch den etwas größeren Prop als bei V-Antrieb enormes Durchzugsvermögen beim Start von Graspiste. Steigflug bis 45 Grad möglich. Nur 1650 Gramm Fluggewicht.

Ich habe mir gleich nochmal den ganzen Thread reingezogen - war mir aber bereits aufgefallen. Der abgebildete Flieger ist ein Neubau nach Bauplan? Könntest Du hier bitte eventuell ein paar konstruktive Details über die Integration des Elektroantriebes veröffentlichen? Ich habe zwar einen 6,5er OS Max mitgekauft, werde mein Taxi aber garantiert auch elektrifizieren.

Mit den besten Grüßen

Michael

16

Sonntag, 20. April 2008, 23:26

Hallo Michael,

es gibt von Aeronaut einen Motorträger für Speed 500/600 Motoren, Typ "M" aus Kunststoff, mit Glasfasern verstärkt. Bestell-Nummer 7120/99. Dort passen zum Beispiel Motoren wie die Hacker A30 10-L hinein oder ein Hyperion Z3013-16, den ich einsetze. Prop ist bei beiden Motoren ein 10x5 APC-E an einem 3S Lipo. Der Motorträger wird mit entsprechend Sturz und Seitenzug am Motorspant angeschraubt und kann mit Revell-Farben lackiert werden. Der Akku + Regler nimmt dort Platz, wo sonst der Tank sitzt. Der Deckel dieses Raums ist bis zur Frontscheibe abnehmbar.

Ja, mein Taxi ist nach dem alten Plan gebaut, hatte zuerst keine Querruder, diese wurden nachträglich eingebaut da das Seitenruder im langsamen Flug zu wenig Wirkung zeigte. Besonders bei den Taxi-typischen langsamen Landeanflügen genügte ein Hauch Seitenwind, um in gefährliche Situationen zu geraten. Deswegen wurden die Querruder nachgerüstet.

Verbrenner-Motoren von 6,5 ccm sind eindeutig zu heftig, ein Taxi fliegt mit einem alten OS Max 20 RC mit 3,2 ccm Hubraum einwandfrei und macht damit auf gepfleger Graspiste einen sauberen Bodenstart. Von einer Hartpiste kommt dieser gemütliche Trainer sogar mit einem 2,5 ccm Motor hoch! Die Obergrenze sollte ein 4 ccm Motor sein, dann aber eher einer der gemütlichen Art. Selbst mit einem 2,5 ccm OS konnte das Taxi mit ein wenig Anlauf einen sauberen Looping fliegen, es ist schlank und braucht nicht viel Leistung.

Wenn du möchtest, mache ich mehr Fotos von den Einbauten, besonders Motor, Akkuhalterung und auch Servoeinbau in der Tragfläche.
Walkera Big Lama Alu mit E-sky 4in1 :heart:
esky Lama V3 + V4 :)
Swiss Lama 7.1
Einiges "Flächenzeugs"
Weniger tunen, mehr fliegen :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eberhard Mulack« (20. April 2008, 23:28)


17

Montag, 21. April 2008, 23:43

@ Holger,



waaaa :wall: :wall:

ich wusste doch...ich hab was vergessen...... :wall: ...oracover-scale...

also manchmal....wenn mein Kopf nicht festgewachsen wäre..... ;(

Trotzdem.....der Flieger is noch ne Meeeenge Arbeit bis er wieder Original ausssieht.
Wird sich aber lohnen.Eigentlich dann zu schade zum fliegen ;)

Horst

myfly

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18

Dienstag, 22. April 2008, 10:43

@Horst

jo, ne Menge Arbeit ist es, aber hinterher ist man dann umso stolzer auf sein Projekt, das Gefühl gibt's bei ARF nicht ;)
Bin schon auf den weiteren Hergang gespannt, bis denne

Gruß Holger

JJerome

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19

Dienstag, 22. April 2008, 17:12

Guten Abend, Eberhard,

ich werde das Taxi in jedem elektrifizieren, da ich zum einen keine betrieblichen Einschränkungen wegen des Verbrenners haben möchte und mir das Modell sonst auch zu sehr eingedreckt wird - halt die längst bekannten Argumente.

Ich habe alles für den Antrieb beisammen und werde das auch gerne posten, sobald ich direkt auf die Bauteile zugreifen kann. Die Daten habe ich nicht parat. Allerdings wird es ein 530-Watt-Motörchen plus entsprechenden Regler und Lipos. Das habe ich alles auf Halde. Ich muss ja nicht ständig Vollgas geben...

Mein Taxi, das ich damals hatte, wurde von einem 3,5ccm Taifun-Bison angetrieben (schrieb ich das eventuell schon)? Jetzt wird's halt ein bisschen mehr.

Ich wäre Dir ausgesprochen dankbar, wenn Du mir Fotos von Deinem Antriebseinbau zukommen lassen könntest (sicherheithalber sende ich Dir meine Mail-Adresse per pm, wenn das hier zuviel zu werden droht).

Dir einen schönen Abend!

Michael

JJerome

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20

Dienstag, 22. April 2008, 17:19

Guten Abend, Horst!

Zitat

Original von pa18
ich wusste doch...ich hab was vergessen...... :wall: ...oracover-scale...

Wie ich oben bereits schrieb, habe ich das Oracover schon gekauft (weiß und hellblau). Ich habe jetzt mal das weiße auf eine Stelle am Höhenleitwerk gelegt, an der noch Lackreste sind, die ins Holz eingedrungen sind. Das schien mir doch recht undurchsichtig zu sein. Wird die Folie durch das Aufheizen und spannen transparenter?

Zitat

Original von pa18
Trotzdem.....der Flieger is noch ne Meeeenge Arbeit bis er wieder Original ausssieht.
Wird sich aber lohnen.Eigentlich dann zu schade zum fliegen ;)

Das mit der Menge Arbeit ist wohl nicht ganz verkehrt, aber fliegen soll das Taxi in jedem Fall, sonst könnte ich es ja im anderen Maßstab in Revell bauen, oder? 8)

Herzliche Grüße

Michael