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Joshua.m

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1

Montag, 9. Februar 2009, 18:36

RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

Hallo Antik-/Klassikmodell-Freunde,


da mich die RC1 Modelle aus vergangenen Tagen sehr interessieren, habe ich mir eine Tabelle mit allen Weltmeistern angelegt, was ich bisher so im Netz gefunden habe.
Leider sind noch einige Lücken vorhanden, die ich hiermit auffüllen möchte.

Folgende Angaben wären von Interesse:

- In welchem Jahr die WM stattfand
- In welchem Land und Stadt
- Name des Weltmeisters
- Nation des Weltmeisters
- Modell des Weltmeisters
- sonstiges wie z..B. Kunstflugprogramm oder Kurioses

bitte nur RC1/F3A Weltmeister angeben.

Ich fange mal mit dem ersten RC1-Worldchampion an.

Jahr : 1960
Ort der WM: Schweiz/Zürich
Name des Weltmeisters: Ed Kazmirski/USA
Modell des Weltmeisters: Orion
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Joshua.m

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2

Montag, 9. Februar 2009, 18:42

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

1961 fand angeblich keine WM statt, oder ?



dann dürfte das der 2. RC1-Weltmeister sein


Jahr : 1962
Ort der WM: Henley/England
Name des Weltmeisters: Tom Brett / USA
Modell des Weltmeisters: Perigee
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Joshua.m

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3

Montag, 9. Februar 2009, 18:50

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

3. RC1 Weltmeister

Jahr : 1963
Ort der WM: Genk, Belgium
Name des Weltmeisters: Ralph Brooke/USA
Modell des Weltmeisters: Amanusa
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  • Tr51228(1).jpg

4

Montag, 9. Februar 2009, 23:49

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

Hallo Joshua,

Zitat

Original von Joshua.m
da mich die RC1 Modelle aus vergangenen Tagen sehr interessieren, habe ich mir eine Tabelle mit allen Weltmeistern angelegt, was ich bisher so im Netz gefunden habe.
Leider sind noch einige Lücken vorhanden, die ich hiermit auffüllen möchte.

Folgende Angaben wären von Interesse:


ich fände es auch von Interesse, ab wann mit Proportionalanlagen geflogen wurde, bzw. welcher Art oder welchen Fabrikates die Fenklenkanlage des Weltmeisters im betreffenden Jahr war. Ein RC1-Programm mit einer Tip-Tip-Anlage? Konnte man das überhaupt fliegen?

Ciao
Klaus

5

Dienstag, 10. Februar 2009, 15:03

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

ja, konnte man
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

hholgi

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6

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:11

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

Hi,
einer ders konnte hat mirs fliegen beigebracht .... lebt leider nicht mehr.
(Gelernt hab ich allerdings auf Proportional)
Grüsse
nur selberfliegen ist noch schöner :dumm:
holgi fliegt: Stratos, Rasant, Rasant Speed, SuperAir, FourStar64, IDEAL V, Loki, Curare, TAO mit mc/16/20 Hott im: www.moewe-delbrueck.de

7

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:54

Sehr wohl, konnte man ;-)))

Ich habe hier noch ein Buch von 1964 aus dem Neckar-Verlag, Autor Fritz Heese, Titel "R/C-Modellflug", in dem u.a. genau anhand von "Balkendiagrammen" beschrieben wird, zu welchem Zeitpunkt in einer Figur welcher Kanal mehr oder minder kurz oder lang "anzutippen" ist.

"Kunst(flug) kommt von Können" ;-)

Gruß
Herbert Eberbach

Joshua.m

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8

Dienstag, 10. Februar 2009, 18:24

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

also der Ralph Brooke flog 1963 definitiv proportional, das geht aus der WM-Analyse hervor.

Interressant ist Platz 2 mit Fritz Bosch (Germany), der flog mit einer Telecont 9
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Joshua.m

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9

Dienstag, 10. Februar 2009, 18:34

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

und hier das Modell des Vize-Weltmeisters 1963
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Joshua.m

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10

Dienstag, 10. Februar 2009, 19:45

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

hier noch ein Portrait von Tom Brett mit seiner Perigee
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  • Tom Brett.jpg

Joshua.m

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11

Donnerstag, 12. Februar 2009, 11:24

Zitat

Original von h.eberbach
Sehr wohl, konnte man ;-)))

Ich habe hier noch ein Buch von 1964 aus dem Neckar-Verlag, Autor Fritz Heese, Titel "R/C-Modellflug", in dem u.a. genau anhand von "Balkendiagrammen" beschrieben wird, zu welchem Zeitpunkt in einer Figur welcher Kanal mehr oder minder kurz oder lang "anzutippen" ist.

"Kunst(flug) kommt von Können" ;-)

Gruß
Herbert Eberbach




Kann mal jemand ausführlich erklären wie man damals mit einer "Tipp-Tipp" -Anlage gesteuert hat.

Bin selber auch nur mit proprtional groß geworden.


Joshua

hholgi

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12

Donnerstag, 12. Februar 2009, 15:15

einfach ausprobieren

Hi Leute,

das kann man ganz einfach selber ausprobieren.
Mit einen billig RC auto für Kids, am besten der Rote Renner von Fisher Price.
Für Kids ab 3J :tongue:

Der geht im Wohnzimmer aber schon zügig im 2. Gang. und macht nur Vollausschläge wenn man lenkt..
Trotzdem kann man recht präzise damit fahren ... wenn man übt. Einfach mal ein paar Tassen aufstellen oder so.

Grüsse
nur selberfliegen ist noch schöner :dumm:
holgi fliegt: Stratos, Rasant, Rasant Speed, SuperAir, FourStar64, IDEAL V, Loki, Curare, TAO mit mc/16/20 Hott im: www.moewe-delbrueck.de

13

Donnerstag, 12. Februar 2009, 15:30

Hallo Joshua,

Zitat

Original von Joshua.m
Kann mal jemand ausführlich erklären wie man damals mit einer "Tipp-Tipp" -Anlage gesteuert hat.

Bin selber auch nur mit proprtional groß geworden.


Ich auch, deshalb kann ich es mir kaum erklären. Denn Tip-Tip-Anlagen waren nicht nur nicht proportional sondern auch nicht simultan, d.h. man musste die einzelnen Steuersignale nacheinander eingeben und sie wurden auch nacheinander ausgeführt und nicht gleichzeitig.

Zur Telecont 9 Anlage, die unser Vizeweltmeister Fritz Bosch 1963 benutzte, muss es wohl zumindest einen Proportional-Aufsatz gegeben haben, was immer das war.

Ciao
Klaus

14

Donnerstag, 12. Februar 2009, 15:47

Joshua,

die wohlgemeinte Erklärung von holgi wird Deine Frage vielleicht nicht ganz beantworten ;-))) ? Ich versuch es mal:

Zunächst muss man die Funktion der damaligen Anlagen verstehen: Die Sender haben zunächst nur eine Trägerfrequenz (27,12 MHz-Band) ausgestrahlt. Wenn ein Ruderkommando gewünscht war, hat man einen mehr oder weniger langen Knüppel bzw. Schalter betätigt, der einen "Tongenerator" in Betrieb setzte, dessen Signal dem Träger in Amplitudenmodulation aufmoduliert wurde. Empfangsseitig wurde der Ton erkannt und über ein Relais, später einen Schalttransisitor, ein Stromkreis geschlossen, der wiederum einen Servomotor in die eine oder andere Richtung in Betrieb setzte. Dieser Servomotor bewegte einen Ruderarm in einen Ausschlag, der mechanisch begrenzt war und über eine Rutschkupplung wurde verhindert, daß der Servomotor blockiert wurde. Bei einem länger andauernden Ausschlag arbeitete sich also der Servomotor an der Rutschkupplung ab...
Und jetzt kommt die Pointe: Wurde das Ruderkommando, sprich der entsprechende Ton, abgeschaltet, hat eine Rückstellfeder den Ruderarm des "Servos" wieder in Neutralstellung gebracht. Damit wird klar, daß das ganze System recht träge war und das hat man sich zunutze gemacht:

Wenn man senderseitig mit geübter "Daumengymnastik" in kurzen Zeitabständen die Rudersignale gegeben hat, war es möglich, gewisse Zwischenstellungen der Ruder herbeizuführen, deren "Ungenauigkeit" dann auch durch die Trägheit des Modells nicht mehr auffielen.

Noch ein Punkt: Die verschiedenen Funktionen wurden durch unterschiedliche Töne ausgewählt und es waren pro Funktion immer zwei Töne nötig, nämlich einen Ton z.B. für Seite rechts und einen zweiten für Seite links etc. Anlagen für 4 Funktionen (Seite, Höhe, Quer, Motor) waren also "8-Kanal-Anlagen". Mit dem Aufkommen der Prop-Anlagen wurden dann pro Funktion "ein Kanal" gerechnet . Graupner war recht lange die einzige Ausnahme, die in der Werbung ihre 8-Kanalanlagen noch mit "16 Kanälen" verziehrt haben.

Gruß
Herbert Eberbach

Joshua.m

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15

Donnerstag, 12. Februar 2009, 18:12

Hallo Herbert,

vielen dank für deine Erklärung.

Mit dem Seitenruder , Querruder und Höhenruder ist mir das schon so einigermaßen klar. Wie aber haben die das mit der Motordrossel gemacht ?

Haben die bei Vollgas ständig getippt ??

und dazu noch bei einem Looping das Höhenruder und Querruder gleichzeitig getippt.??

kaum zu glauben......

was haben die folgenden Servos für Funktionen gehabt:?
Bellamatic , Kinematic, Unimatic, Servoautomatic,

Fragen, Fragen, Fragen........ weil es so interessant ist.

Joshua

FBO

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Wohnort: Hamburg

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16

Donnerstag, 12. Februar 2009, 18:29

Ich glaubee ich muss zur verdeutlichung dieses Prinzips die alte Graupner 2 Kanal mal in Betrieb nehmen und ein Video davon machen :D
So ein Servo hab ich irgendwo noch hier rumliegen, der Rest der Anlage liegt bei meinem Vater im Keller rum.

Joshua.m

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17

Donnerstag, 12. Februar 2009, 18:35

Zitat

Original von FBO
Ich glaubee ich muss zur verdeutlichung dieses Prinzips die alte Graupner 2 Kanal mal in Betrieb nehmen und ein Video davon machen :D
So ein Servo hab ich irgendwo noch hier rumliegen, der Rest der Anlage liegt bei meinem Vater im Keller rum.



ja bitte .....


Joshua

Joshua.m

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18

Donnerstag, 12. Februar 2009, 18:52

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

hier gibts zwei Videos von der WM 1963. :D
http://www.rchalloffame.org/Video/1963Internats/index.html

sehe aber nur bunte streifen. :shake:

ist das nur bei mir so ???




Joshua.m

Alter Fessler

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Wohnort: Heinsberg Rheinland

Beruf: Produktioner

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19

Donnerstag, 12. Februar 2009, 21:11

RE: RC 1/F3A Weltmeister von 1960 bis Heute

Hallo!

Superfilm von der WM 1963 in Genk/B. Bei mir funktionieren die beiden Filme einwandfrei, ist nur leider ohne Ton. Einige der illustren Gesichter erkennt man doch noch wieder, Fritz Bosch, Bob Dunham, Ed Kazmirsky oder Henry J. Nichols als Punktrichter.

Übrigens sieht der große Teerkreis und der Blick Richtung Abraumhalde mit den älteren Häusern an der Strasse heute noch genauso aus. In dieser Richtung hat sich nichts verändert in 46 Jahren. Lediglich die Abraumhalde, einer der 'Swartberge' ist heute mehr bewachsen. Es findet auf diesem Teerkreis auch weiterhin Modellflug und Modellflugwettbewerbe statt!

Gruß

Willi
What goes up, must come down! (Tom Petty)

Rudy F

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Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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20

Freitag, 13. Februar 2009, 05:18

Zitat

Original von Frankensteiner
..... Denn Tip-Tip-Anlagen waren nicht nur nicht proportional sondern auch nicht simultan, d.h. man musste die einzelnen Steuersignale nacheinander eingeben und sie wurden auch nacheinander ausgeführt und nicht gleichzeitig.


Die Metz Mecatron 10kanal (mit Senderöhre und Spannungswandler) konnte 3-Kanäle, sprich Tonfrequenzen simultan senden.

Motorservo: das hatte halt keine Rückholfeder und lief auch langsamer.

Höhentrimmung: da gab es von Graupner ein zylinderartiges langsam laufendes Spindel-Stellservo, das ins Höhenrudergestänge dazwischengehängt wurde.

Einfliegen: Ununterbrochenes Korrektur-Getippe zwischen Start und Landung und dann mechanische Trimmung nach Gefühl und neuerlicher Testflug etc.

Zumindest am Höhenruder konnte man sich das mit dem "Tropfenservo" ersparen.
:w Rudy

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