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Dieter_Doerr

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1

Sonntag, 22. Juni 2014, 13:40

Multiplex E1 Elektrosegler

Hi zusammen,

wenn der Partick schon so höflich darum bittet, mache ich nochmal neu einen Beitrag zum Multiplex E1 Elektrosegler auf.
Der alte Beitrag ist leider beim Daten Crash verloren gegangen.

Es ist nicht ganz klar, ob der Multiplex E1 oder der Graupner Hi-Fly zuerst auf der Welt war.
Einer wurde zuerst angekündigt, der Andere war damals anscheinend wenige Monate früher lieferbar.
Wie auch immer, rein äußerlich hatten sie eine ähnliche Erscheinung und ein ähnliches Konzept.
Der E1 war aber leichter und eher auf Segelflug, als auf Motorflug optimiert.

Hier mal das Deckblatt von dem Buch "Elektroflugmodelle" von Erich Rabe (2. Auflage von 1979, Richard Pflaum Verlag, München).
(Heute noch ohne Probleme über Buch Antiquariat in neuem Zustand erhältlich.)
Darin wird sehr schön der Anfang der Elektro-Fliegerei beschrieben.
Darin gibt es Informationen zum E1 und auch zum Hi-Fly.
Erich Rabe hatte ja früher die Strategie, Themen in verschiedenen Zeitschriften und Büchern stets mehrfach zu veröffentlichen und zu "vermarkten".
Daher gibt es zum Thema Multiplex E1 noch viele weiteren Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften.
Insbesondere in der Zeitschrift Modell war ein Bericht über den Erstflug vom Prototyp des E1, bei dem er damals Helmuth Schenk begleiten durfte.

Bei "Hucke" gibt es den Bauplan noch heute zu kaufen.

So, mal sehen was so alles zum Thema zusammen kommt.

Grüße, Dieter
»Dieter_Doerr« hat folgendes Bild angehängt:
  • MPX_E1_redziert.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dieter_Doerr« (22. Juni 2014, 19:37)


Dieter_Doerr

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2

Sonntag, 22. Juni 2014, 19:58

Hi zusammen,

hier kommen zwei Bilder aus vergangener Zeit.

Bildquelle: "Elektroflugmodelle" von Erich Rabe (2. Auflage von 1979, Richard Pflaum Verlag, München).

Zum Einen der Prototyp des Multiplex E1 und zum Anderen ein Bild seines direkten Wettbewerbers, dem Graupner Hi-Fly.
Der Verwandschaftsgrad ist aus dem Antriebskonzept ersichtlich.
Jeweils Zweimotorig mit Schubantrieb durch Klappluftschrauben.
Die abgebildeten Personen waren zu der Zeit damals wohlbekannte Experten in der Modellflug Szene.
Helmuth Schenk mit dem E1 und Erich Rabe mit dem Hi-Fly.

Viele Grüße, Dieter
»Dieter_Doerr« hat folgende Bilder angehängt:
  • MPX_E1_Prototyp_redziert.jpg
  • Hi_Fly_reduziert.jpg

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Jettaheizer

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3

Montag, 23. Juni 2014, 13:31

Hallo Dieter,

das Thema hab ich gleich mal abonniert, da ich selber einen Hi Fly besitze. Hast Du noch nähere Daten zu den Antrieben? Meine Anfrage bei Graupner blieb in diesem Punkt leider erfolglos.

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

Dieter_Doerr

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4

Montag, 23. Juni 2014, 16:25

Hallo Franz,

für den E1 bin ich mit Infos gut gerüstet, bei dem Hi-Fly muss ich ein wenig in den Büchern kramen.
Lässt sich aber alles rekonstruieren!
Gib mir etwas Zeit, das Wissen ist vorhanden, muss nur zusammen getragen und aufbereitet werden.
Danke für dein Interesse.

Viele Grüße
Dieter

PatrickK

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5

Montag, 23. Juni 2014, 16:47

.. und der Hi-Fly noch dazu

Hallo,

[..] mache ich nochmal neu einen Beitrag zum Multiplex E1 Elektrosegler auf.

Brav!

Zitat

Es ist nicht ganz klar, ob der Multiplex E1 oder der Graupner Hi-Fly zuerst auf der Welt war.
Einer wurde zuerst angekündigt, der Andere war damals anscheinend wenige Monate früher lieferbar.


Angekündigt waren beide auf derselben Spielwarenmesse Nürnberg 1973:



und



Ich war damals(TM) in dem Alter, in dem man seine erste heimliche Mopedfahrt, seine erste heimliche Freundin, seinen erste selbstgekotz^h^rauchte Zigarette noch genau erinnert. Außerdem wohnte meine (erheblich ältere) Schwester mit Mann und (später auch) Kindern im Einzugsbereich der Münchener S-Bahn, meine Eltern fuhren öfter dort hin, und ich in Folge mit der S-Bahn nach München zu Schinacher am Stachus, den damals durchaus Modellbau führenden Spielzeugabteilungen der Kaufhäuser, zu Radio-Rim in der Bayerstraße, zu Conrad usw. Und gelegentlich in den Olympiapark, in dem zu Anfangszeiten auch noch Hangflug erlaubt war. Ich bin mir relativ sicher, daß ich den E1 schon vor den bayerischen Sommerferien dort gesichtet hatte, der Hi-Fly erst dann, als die Nächte wieder deutlich früher anfingen und ich oft erst in der Dämmerung wieder bei meiner Schwester auftauchte.

Zitat

Der E1 war aber leichter und eher auf Segelflug, als auf Motorflug optimiert.

Die Angaben in den Katalogen zeigten das durchaus. Außerdem empfand ich es zunächst zwar noch nicht als soo frevelhaftes Treiben, aber in den Jahren darauf, als ich die Modellgazetten bei meinem Schwager alle durchbetete, daß die Firma Graupner so schrieb, als hätte sie den Elektroflug erfunden, aber sogleich einen Verbrechermotoraufsatz für den Hi-Fly anboten. Konkret stieß es mir auf, als zum Mosquito 1975 die Motorgondel für einen TD 051 an einer Flügelhinterkante angeboten wurde, die könne man auch beim Hi-Fly (und Amigo) einsetzen. Muß man den Hi-Fly doppelt verbrechern, nur weil er auch zwei Ekeltromotoren gehabt hatte ..?

Zitat

Bei "Hucke" gibt es den Bauplan noch heute zu kaufen.

Das hatte ich in dem verschollenen Thread zunächst als Mangel beklagt, bis irgendwer sagte, daß der E1 bei den Verbrennern untergekommen sei. Dabei gab es für den nie einen Verbrenneraufsatz.

Zitat

Die abgebildeten Personen waren zu der Zeit damals wohlbekannte Experten in der Modellflug Szene.

Jibbet kein Bild von Fred Militky, wie er den Flieger wenigstens hält? Zumindest von seinem Solarflieger existiert so eines in den damaligen Graupnerbibeln.

[..] da ich selber einen Hi Fly besitze. Hast Du noch nähere Daten zu den Antrieben?

Das stapelt sich bei mir ebenfalls - kommt Zeit, kommt Info. Wie Dieter schon sagte ;-)

servus,
Patrick

Jettaheizer

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6

Montag, 23. Juni 2014, 16:51

Hallo Dieter,

ist nicht so eilig, ich hab mit dem Modell eh noch ein wenig Arbeit.
Ich fürchte, dieses Jahr werde ich damit nicht mehr fliegen können, vorher hab ich noch einige andere Baustellen abzuarbeiten...
Aber so hab ich genug Zeit, authentische Komponenten zu besorgen.
Danke schonmal!

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

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PatrickK

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7

Montag, 23. Juni 2014, 18:51

Hallo,

Konkret stieß es mir auf, als zum Mosquito 1975 die Motorgondel für einen TD 051 an einer Flügelhinterkante angeboten wurde, die könne man auch beim Hi-Fly (und Amigo) einsetzen.

Jene:



Zitat

Jibbet kein Bild von Fred Militky, wie er den Flieger wenigstens hält?

Doch:



Hier die ausgelobten Daten:



Wobei ich schwer den Eindruck habe, daß die Motordaten zwar jeweils einzelnen stimmen mögen, es aber keinen gemeinsam stattfindenden Punkt derer gibt :-/

Hier der betreffende Planausschnitt:



servus,
Patrick

8

Montag, 23. Juni 2014, 20:10

Hallo

Hat jemand ein Bild der Höhenruderanlenkung bzw. Höhenruderaufnahme auf dem Leitwerk ? Bei mir, war bislang nur ein einfaches Kunstoffscharnier verbaut welches doch sehr wacklig ist und kaum eine genaue EWD-Messung zulässt. Wo wir gerade bei der EWD sind, gibts da ein paar Angaben dazu ?

Dieter_Doerr

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9

Montag, 23. Juni 2014, 20:55

Hallo

Hat jemand ein Bild der Höhenruderanlenkung bzw. Höhenruderaufnahme auf dem Leitwerk ? Bei mir, war bislang nur ein einfaches Kunstoffscharnier verbaut welches doch sehr wacklig ist und kaum eine genaue EWD-Messung zulässt. Wo wir gerade bei der EWD sind, gibts da ein paar Angaben dazu ?
Hi "Marko"?

Hi-Fly oder E1, worüber reden wir bei deiner Frage?

Gruß, Dieter

PatrickK

RCLine User

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10

Montag, 23. Juni 2014, 23:57

N'Ahmd Marko(?)

Hat jemand ein Bild der Höhenruderanlenkung bzw. Höhenruderaufnahme auf dem Leitwerk ?

Joh:








Das sind nur Telephonbilderchens "mal eben schnell" unter der Schreibtischlampe geknipst, sie sind genauso lidschäftig wie die HR-Lagerung. Als Q&D-Lösung fiele mir ein, daß Du das nach einigen Dezennien wohl einfach ausgelutschte Ruderscharnierchen mit Wärme da rauslöst (das empfohlene 5min-EP ist (nicht nur) diesbezüglich sehr fügsam) und Dir ein neues einklebst. In gleich nuddeliger Art, dann kannst Du es bei einem manierlichen Umbau auch wieder leicht aus dem Weg schaffen.

Zitat

Wo wir gerade bei der EWD sind, gibts da ein paar Angaben dazu ?

"Bei waagerecht liegendem Rumpf [..] muß die Wippen-Oberseite ebenfalls horizontal liegen. Der volle HR-Ausschlag soll ca. +-4° betragen, der volle SR-Ausschlag soll ca, 30-35° betragen."

Da der Rumpf eine Kufe hat, muß man eine Leiste rechts und links davon als Unterlage verwenden. Anno 2014 würde ich ein Servo in das beplankte Vorderteil der SR-Flosse setzen, das spart Kraft/Strom und bringt Präzision.

servus,
Patrick

11

Dienstag, 24. Juni 2014, 04:17

Wow, dass ging aber super schnell :ok:

Es handelt sich bei mir um den E1.
Genau das sind die Angaben die ich gesucht habe .
Ich bin aber gerade dabei, mir eine andere Lösung für meine HR Anlenkung einfallen zu lassen. auf jeden Fall, wird die stabiler :D .
ich kann gern noch ein paar Bilder senden.
Ach übrigens. Mein E1 ist nicht mehr motorisiert, er soll mir als reiner Thermik / Hangsegler dienen.

12

Dienstag, 24. Juni 2014, 16:38

Hallo,

allen Nachbauern möchte ich aus eigener Erfahrung dringend(!) empfehlen, in den Flächen nur ausgesuchte Kiefernholme mit enger, nicht diagonal verlaufender Maserung, und das zusammen mit einer stabilen Verkastung, zu verwenden, damit die Flächen eine gewisse Steifigkeit und Bruchsicherheit haben.

Mir ist mein E-1 der ersten Stunde (braucht noch jemand den passenden Lader dazu? ;) ) leider beim leichten(?!) Andrücken beim Ausflug aus einer kräftigen Frühsommerthermik geplatzt und senkrecht eingefahren ...

Gruß
Herbert

PatrickK

RCLine User

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13

Mittwoch, 25. Juni 2014, 00:07

Hallo Herbert,

danke für den Tip!

Ich hatte ja bereits mehrmals meine Elektroflug-Erstausstattung beschrieben: 1977 eine vom Vereinskameraden abgekaufte Mossi-Nachempfindung, sehr hübsch gebaut und gar nochmals 100g leichter als die Graupner-Katalogangabe. Ein großer Teil dieser Einsparung beruhte auf dem Weglassen der oberen Beplankung. Franz meinte damals durchaus richtig, daß das ja eh nur eine Profilverbesserung darstellen solle, aber durch das Weglassen der unteren Beplankung leiderleider ein großer Teil Torsionsfestigkeit verschenkt wurde. Er habe das durch eine doppelte Papierbespannung ausgeglichen, und das durch den Bespannungseinfall verdünnte Profil sei offenbar kein Schaden. Dieses Modell hauchte sein Leben dadurch aus, daß ich es - mittlerweile übermütig geworden - mit einer sportlichen Kurve vor der Landung lässig-elegant und vor allem noch mit Vermeidung der Baumreihe dahinter reinlanden wollte. Ich hab's eingefahren ...

Mit der Erfahrung, daß solch ein Flieger doch arg fragil ist und anheizen so gar nicht verträgt, hatte ich beim nächsten Modell, einem Robbe Edelweiss, Störklappen eingebaut. Und mich dafür in mächtige Unkosten gestürzt: ein Miniservo im Flügel, allein so teuer wie zwei Flugakkus. Dem hat's irgendwann aber auch den Flügel zerrissen, was an meinem Wunsch nach rot-transparenter Folie lag - wie bei einer Zuhälter-Corvette. Der Rumpf war dann natürlich auch hin.

Nun liegt hier seit Jahren ein Edelweiß-Neuaufbau (und baut sich einfach nicht allein fertig ...), hier eine Detailaufnahme:



Der weiße Stab auf dem Untergurt nennt sich Polystal und stammt von Simprop, ist eine GFK-Stange mit manierlicher Biegbarkeit, er soll in erster Linie als reibungsarme Schubstange dienen. Das funktioniert auch, aber ebenso funktioniert er als Zug- und (unterm Obergut, hier nicht sichtbar) Druck- und Ausknickverstärkung nahezu unsichtbarer Art. Gegenüber der vielgeliebten Kohlefaser hat der den Vorteil der doch vorhandenen Biegsamkeit, daß nicht a) das Holz dort bricht, wo der Kohlestab zuende ist und b) das Holz noch mehr zu tun hat, als nur schön zu sein -> die Verklebung zwischen Holmgurt und Glasfaserstab hält. Polystal ist auch schwerlich dazu zu bewegen, daß es aufspleißt.

Der Kupferlackdraht dient der Versorgung der Servos für die Störklappen. Da einzeln angesteuert, ergeben die so etwas ähnliches wie eine Queruderfunktion. Auch das ist nicht neu, wurde in den Anfangssechzigern oft propagiert, daß man mit zwei ggü. einer Bellamatik erheblich billigeren und der Kontakte beraubten Gruner-Relais mit zwei (simultanen) Tip-Kanälen erstens eine Richtungssteuerung und zweitens eine Lande- und Thermikausstiegshilfe hat.

Nochmals der Hinweis auf Franz' Bespannung: kräftiges Papier (gips heute vermutlich nicht mehr, also zweilagig), kräftige Seide (Pongé 8 = gut 30g/qm) oder dickes Vlies (normales doppellagig oder schon selbst dickes - gibt's bei mir) bringt eine erhebliche Steigerung der Festigkeit bei einem so leichtem Holzgerippe drunter. Helmut Schenk empfahl, die geschlossenen Balsaflächen mit 12g-Papier zu bespannen und nur die offenen Rippenfelder mit 22g-Papier. Solche Gewichtsknauserei braucht's heute nicht mehr: meine damalige Microprop hatte 60g für den 6K-RX, jeweils 40g für die Miniservos und 120g für den Blaustrumpf. Für die Summe ist heute der Antrieb gleich mit dabei. Das o.e. Servo im SLW wiegt als Tahmazo TS-1002 4,7g und zeichnet sich durch eine sehr hohe Haltbarkeit, den möglichen Betrieb ab einer LiPo bis sicher zwei LiFePo4 (und auch zwei LiPos,, nur habe ich mich noch nicht getraut, die mit der Spannungsspitze frisch ab Lader zu betreiben) und vor allem durch ausgesprochen geringen Stromverbrauch aus. Es ist hierzulande unter dem Namen Dymond D47, Robbe FS 31 pico, Pichler S1809 und noch einigen Namen im Vertrieb. OK-Model ist der eigentliche Hersteller. Diese 4.7g plus acht Zentimeter Schubstängelchen plus drei Adern CuLackdraht 0.3mm bis dorthin wiegen weniger als allein der frühere Bowdenzug.

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (25. Juni 2014, 00:19)


14

Mittwoch, 25. Juni 2014, 02:56

Hallo,
plus drei Adern CuLackdraht 0.3mm bis dorthin wiegen weniger
8(
nicht nachmachen, Kinners!

Ciao
Klaus

15

Mittwoch, 25. Juni 2014, 15:04

0,3mm CuL hat einen Querschnitt von 0,07mm² - bei 5A/m² sind das 350mA für Dauerlast.

Allerdings wird mir damit auch klar, weshalb die dann an 2S LiPos betrieben werden kann, denn der Spannungsabfall macht sich dann schon bemerkbar. Abe die laufen dann ja auch bis 1S noch, also insgesamt recht unkritisch.

16

Mittwoch, 25. Juni 2014, 16:23

Hallo,

mir ging es bei meiner Anmerkung nicht um den Spannungsabfall, den halte ich bei dieser Anwendung für eher unkritisch, sondern um die Ausführung des Servokabels als verdrillten(!) Kupfer"lack"draht ohne jegliche weitere Isolation. Als ob es keinerlei Scheuerstellen gäbe. Puuhh!

Dann doch lieber 0,14mm² isolierte Schaltlitze mit 2,5g/m.

Ciao
Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frankensteiner« (25. Juni 2014, 21:51)


PatrickK

RCLine User

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17

Mittwoch, 25. Juni 2014, 22:24

Butter bei die Fische ...

Hallo,

früher(TM) kannte ich auch mal die Faustformel 5A/qmm, bei größeren Querschnitten relativ weniger, bei kleinen relativ mehr, da die Wärmeabfuhr besser gegeben ist. Bis mich mal ein Mechatroniker etwa im Alter meines Sohnes aufklärte, daß mein Wissen als veraltet gälte, "heute" nimmt man 10A/qmm an. Aktuell nachgeschaut gilt das. Bei der dortigen Gruppe 1 komme ich auf eine runtergerechnete Belastbarkeit von 770mA, wegen der o.e. Randbedingung real sogar mehr. Interessanter ist aber der Leitungswiderstand. Gemäß dieser Seite habe ich 0,01721 Ohm • mm²/m / 0.07qmm * 0.75m = 0.184 Ohm. Gemessen hatte ich den Strom des unten abgebildeten Servos mit Hilfe von Stefan Merzens Unitest bei einer Versorgungsspannung von 5.4V mit 195mA bei maximaler Servogeschwindigkeit und Belastung rein durch die Störklappe (der Unitest speichert den Maximalwert). Mit Fingerbremsung komme ich auf 330mA, das tut aber in den Ohren weg, das Herz fühlt mit dem Getriebe ;-) Von daher ist die Kabeldimensionierung völlig i.O. Zum Widerling: bei den begründet abgeschätzten 75cm Gesamtkabellänge fallen bei 330mA 61 Millivolt ab. Damit kann ich^h^mein Servo leben. Dabei unterschlagen habe ich die jeweils zwei Lötstellen an der kleinen Übergangsplatine vorm Servo, die am alten Moulinex Digitron-Stecker innen und die am Anschlußkabel. Noch nicht unterschlagen habe ich die weiteren Lötstellen und die Kabellänge beim Edelweiss, so er denn jemals real existieren sollte ;-) Das verwendete Blei-Zinn-Eutektikumlot mit einem geringen Kupferanteil hat einen spezifischen Widerstand gut zehnfach über dem Elektrokupfer. Dieser Cu-Anteil im Lot hilft beim Fließen auf ollen Kabeln, die bei meinen ollen Moppeds zu richten sind, das ist etwas schwierig zu bekommen.

@Klaus
Der Kupferlackdraht war Bosch, Honda, Mazda, Citroen an ihren Lichtmaschinen und auch den früheren mechanischen Reglern jahrzehntelang gut genug, auch die freischwebenden Enden von der Zünderregerwicklung zum Zündkondi des weltweit meistgebauten Verbrennungsmotors, dem fast liegenden Einzylinder der Honda Cub, der seit über fünfzig Jahren gebaut und in Asien millionenfach mit Umzugsgut, hektoliterweise Suppe und ganzen Familien belastet wird und das mitmacht. Das dürfte zwischen Sibirien und den Tropen in unmittelbarer Nähe eines oszillierenden Kolbens und der dazugehörigen Temperaturschwankung eine deutlich höhere Beanspruchung darstellen, als in meinem verkasteten Edelweissholm und auch dessen Außenläufer im Mabuchi-Tarnkleid.

BTW: Du willst kein dreiadriges, Weich-PVC-isoliertes Servokabel durch die im Styroflügel des Robbe Arcus verlegten ehemaligen Bowdenzug-Außenrohre zu den Servos vor den Querrudern schieben müssen ...

So, nu gips endlich was zum Gucken: ;-)

Die derzeit (= vorhin um halb neun) reale Kabelverlegung:



Der "extra-starke" Stromfresser:



Besagte Hondas:



und



servus,
Patrick

18

Donnerstag, 26. Juni 2014, 13:09

der Lackdraht hat die positive Eigenschaft, höhere Temperaturen als die PVC-Litze auszuhalten. Und ist auch ein hervorragendes Mittel, um die Wicklungen in mechanisch gänzlich unbelasteten Bürstenmotoren (auch in Schwingschleifern und Schlagbohrmaschinen) elektrisch auseinanderzuhalten. Gut, wenn man nur PVC kennt, dann hätte ich da auch Sorgen ;)


Schöne Verkastung, sauber aufgebaut !

joeloebig

RCLine User

Wohnort: Freigericht

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19

Donnerstag, 26. Juni 2014, 21:02

Hallo,
8(
nicht nachmachen, Kinners!

Ciao
Klaus
hallo zusammen
entgegen aller Mutmaßungen und Bedenken.(nicht meiner)

Ich flieg Modelle seit mehr als 5 Jahren mit Culackdraht, sei es im Antikmodell weil ich das Kabel nicht sehen will oder alten Retromodellen wo es wesentlich besser iss den alten Zug als Kabelkanal zu nutzen als den Flügel aufzuschneiden.
Ich benutze meist 2X0.5 und 1X0.3

Kinners last euch nicht entmutigen... es funktioniert
Wie man sieh hab auch damals[TM] Patrick überzeugen können.

Gruss
Jo

PatrickK

RCLine User

Wohnort: 87764 Legau/Allgäu

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20

Donnerstag, 26. Juni 2014, 23:43

Hallo,

Zitat von »e-beaver«

Schöne Verkastung, sauber aufgebaut !

Du meinst den sechsrädrigen Umzug mit Flautenschieber? ;-)

Zitat von »joeloebig«

Wie man sieh hab auch damals[TM] Patrick überzeugen können.

?

Den Arcus hatte ich beim Natterer in Mailand gekauft, als es noch die DDR gab und ich dort mittendrin in der "selbständigen politischen Einheit Berlin (West)" wohnte. Daß ein Zentralservo mit Bowdenzügen noch mistiger als Umlenkhebel an geführten Stahldrähten ist, habbich gaanz schnell gemerkt. Fast so schnell wie die Tatsache, daß ein Speed 600 mit Ring diesen Flieger mit zehn meiner früher heißgeliebten Sanyo SCR nur so hoch bekommt, wie ich ihn werfen konnte. Bei diesem Gehungere möchte man nicht noch mit dem QR diskutieren, ob seine und meine Wünsche irnkwie in Kongruenz zu bringen sind ... Also flog der 600er raus, ein 700er rein (versteh' ich heute ned mehr, daß der da reinpasste) und sinnierte, wie ich Kabel zu den separaten Servos hin bekommen könnte. Zu dieser Zeit wusste ich nix von Rydi, erst recht nicht von Dir, hatte zwar eine Internet-Mailaddi über SNAFU in Berlin, konnte aber kein Usenet darüber beziehen. An GABELN hatte ich u.a. die Modellbau.ger, in der Rydi sich später zum MOD aufschwang, nicht wissend, daß es vor ihm schomma einen gegeben hatte. Es existierte auch eine halbtote Modellbau-Mausgruppe ;-)

Stei! Polizop! Zurygg zum Thema! Ich wollte hier eigentlich nur über über die Elektromodelle der sog. ersten Generation reden, in erster Linie natürlich den E1, dazu passend den Hi-Fly, natürlich den E2, der jemals nur in zwei Exemplaren und einer Anzeige existiert hatte, und noch den Scirocco als aufgehübschten E1. Nicht über die davor (Taplin, Silentius ohne und mit Bentert-Fernsteuerung und Bruß) und nicht die danach (Mossi, ETH3, Edelscheiss, die ganzen Bouchers, Primus, Belektra, ...) Und auch nicht über Honda Cubs, Monkey CZ100, Daxen und deren Erwartungserfüllungen, ebensowenig über DFUe zu Datenföhnzeiten ;-)

BTW: mir ist in der Bucht vor gut einem Jahr ein sehr schlecht beschriebener und sonderbar (um?)gebauter HS 81 Clou mit MPX EFT1-Antrieben für erfreulich kleines Geld zugeflogen. Mein erster Gedanke war "Hä?", mein zweiter, daß das wohl eine famose Zusammenstellung für diese Zeit gewesen war. Der könnte auf einem der inzwischen zahllosen Bildern der AMD-Website zu sehen sein.

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (26. Juni 2014, 23:57)


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