haschenk

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41

Dienstag, 25. August 2015, 18:33

Hallo Patrick,

Zitat

Gab es dabei Händel mit Alexander Engel, der um die gleiche Zeit eine IIRC Zehnkanal-Tipanlage gleichen Namens führte? Die eventuell eine umgelabelte Kraft- oder Orbit-Anlage war, die seinerzeit genauso mit vielen, einzelnen Einachsknüppeln kamen. Alexander Engel hielt sich ja oft in den USA auf, was wohl zum (deutschen) Radarmaster und den großen (amerikanischen) Versionen des urspünglich Denzin'schen Telemasters führte.

Davon ist mir nichts bekannt. "MULTIPLEX" ist auch nicht so einfach schutzfähig. Das Wort "MULTIPLEX" als Name für Fernsteuerung (nicht die Firma !) stammt ursprünglich von mir und rührt von dem verwendeten Übertragungsverfahren ("Zeit-Multiplex", sagt nur Fachleuten was) her. Da hätte Engel keine Chance für eine Klage gehabt. Irgendwie haben die Kunden "MULTIPLEX 101" aber als 101te Steuerung einer Fa. MULTIPLEX interpretiert und von der Fa. MULTIPLEX gesprochen; daher haben wir dann etwas später das "MULTIPLEX" mit in den Firmennamen übernommen. "MULTIPLEX " als geschützter Markenname (R) wurde erst viele Jahre später eingetragen. So etwas ist u.a. bei aus der Technik stammenden Begriffen eine schwierige Sache und mit viel Aufwand (z.B. Nachweis der "Verkehrsdurchsetzung") möglich und gilt dann nur für eine bestimmte Produktgruppe. Deshalb ist so eine Marke auch viel Geld wert....

Zitat

Kann ich Deine offensichtlich Wakefield-inspirierte Luftschraube mit 75% ansetzen? Das tatsächliche Fluggewicht kann ich nach Fertigstellung leicht nachwiegen, die Sink. und resutierende Steigleistung berechnen und mittels heute sehr billig gewordenem Vario überprüfen.

Den (maximalen!) Wirkungsgrad würde ich mit 70% ansetzen; und dann ist noch nicht sicher, ob dein Modell auch mit dem zugehörigen Fortschrittsgrad fliegt. Der E1-Prop ist nie in einem Windkanal gemessen worden, und jede andere Messtechnik setzt einen größeren Aufwand voraus. Propeller-Wirkungsgrade sind auch stark von der Re-Zahl bzw. dem Turbulenzgrad der Anströmung abhängig.
Obwohl das im Prinzip seit Jahrzehnten bekannt ist, haben erst neuere Untersuchungen (in Zusammenhang mit der Forschung auf dem Gebiet der Drohnen) quantitative Aussagen ermöglicht. Da könnte man inzwischen locker ein Buch drüber schreiben, wenigstens eine Doktorarbeit (wenigstens eine gibt's sogar, über 400 Seiten...).

Roland Stuck (oder ein anderer Franzose namens Rouais) konnte damals ein paar Props im Windkanal vermessen lassen; leider war der E1-Prop da nicht mit dabei. Der "HiFly"-Prop von Militky/Graupner war damals im max. Wirkungsgrad mit rd. 75% der Beste. Aber das Maximum war sehr "spitz" und damit in der Anwendung schwierig zu erreichen. Das gilt ziemlich allgemein; Props mit einem niedrigeren, aber breiteren Maximum sind in der Praxis meistens genauso gut.

Falls du Interesse hast, wüsste ich da 2 nette Arbeiten:
1.
Den E1-Propeller geometrisch vermessen und dann mit "PropCalc" nachrechnen.
2.
Eine "Messnabe" für Schub und Drehmoment (Messung im Flug) konstruieren, bauen und kalibrieren. Sowas gibt's/gab's bei den "Großen"; für Modelle hat das noch niemand gemacht. Ist sicher machbar, und da kann man noch wissenschaftlichen Ruhm ernten.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (25. August 2015, 19:01)


42

Mittwoch, 26. August 2015, 11:16

die Messnabe ist sicherlich ein spannender Ansatz. Aber ich bin mir nicht so ganz sicher, wie das auf einer 3mm Achse bzw. im Luftschraubenmitnehmer aufgebaut werden sollte - ohne zu sehr die Strömung an der Wurzel zu stören.

Denkbar wäre aber aus meiner Sicht für das Modell ein mobiler Prüfstand, also ein Motorträger mit DMS, der Verwindung des Motors und Druck/Zugkräftekräfte aufnimmt (ohne jetzt zu sehr die Vibrationen zu verstärken). Vor allem im Zusammenhang mit den aktuellen Außenläufern in Vorspantmontage vermutlich universeller einsetzbar

PS: gibts eigentlich schon http://www.me-systeme.de/sensorik/kraftsensoren/k6d27.html, kostet halt...

Dieter_Doerr

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43

Samstag, 29. August 2015, 11:21

E1-Antrieb

Hallo zusammen,

ich habe jetzt den Beitrag mal eine Weile beobachtet wohin er sich entwickelt.
Ich habe die Wahrnehmung, dass der Wunsch besteht, den E1-Antrieb nach neuesten technischen Erkenntnissen perfektionieren zu wollen.
Warum, wozu?
(Er hat doch früher den Flieger in die Luft gebracht.)

Jeder heute verfügbare serienmäßige kleine BL Motor für Parkflyer wird im Zusammenhang mit den original E1 Luftschrauben den Flieger in die Luft katapultieren.
Wirkungsgrad hin oder her!
Alleine die Gewichtsreduktion durch Einsparung im RC und Akku Bereich gegenüber früher wird dem Flieger völlig neue Perspektiven eröffnen.

Ich denke eher, dass man sich dahingehend ausrichten sollte, dass die damalige Antriebsoptik möglichst nahe rekonstruiert werden sollte, Antriebsleistung ist nicht mehr das Thema.
Davon gibt es heute mehr als genug.
Priorität würde ich dem Erscheinungsbild geben, dieses sollte einigermaßen stimmig zu früher sein.

Die Höllein Modifikation von Motor/Getriebe find ich Klasse und ist auch heute noch nachbaubar.
Diese war mir nicht bekannt, bis jetzt hier die Bilder eingestellt wurden.
Wobei ich da noch einen BL-Motor einfließen lassen würde, weil es inzwischen einfach Stand der Technik ist und völlig problemlos funktioniert.

Viele Grüße, Dieter

44

Sonntag, 10. April 2016, 02:24

Hallo zusammen,- was für eine erfreuliche und hochinteressante Seite!

Ich hatte neulich das unverschämte Glück, einen stark gebrauchten, aber nicht hoffnungslosen "E 1" mitsamt Original-Antrieb zu erstehen.
Im Moment wird er vorsichtig entkleidet und ausgebessert. Mein Ziel ist es, ihn nur leicht modernisiert wieder in die Luft zu bringen.

Ich bin wie Patrick der Meinung, dass die Original-Propeller optisch einfach zu diesem Modell dazugehören und einen Teil seines Charakters ausmachen.
Eine Nachfertigung dieser (bei mir schwarzen) Blätter mitsamt Mittelstück würde mich brennend interessieren. War das Material Nylon?

Ich werde versuchen, die offenbar wenig gelaufenen EFT-1 - Antriebe mit 2 kleinen modernen Reglern (Sanftanlauf) und Lithium-Akkus zu versorgen;
die urige Platine bleibt aber aus musealen Gründen an ihrem Platz,- soviel Gewichtsluxux darf sein. Nur der Motor-scharf-Schalter wird davon benutzt.

Ein dritter EFT-1 aus meiner Sammlung bleibt mir noch als Reserve. Er kann evtl. mal einen "E 2" - Nachbau antreiben. (Wobei ich davon ausgehe,
dass der "E 2" von der Bauart her eine um 22% verkleinerte Version des "E 1" ist,- ungefähr richtig so?)
Mag sich wohl noch einer der Zeitzeugen erinnern, wo bei dem Prototyp der Antrieb saß? Unter der Fläche oder weiter vorn unter der Haube?
Und welcher Art war die Fernwelle verwirklicht worden? Und war es aus Gewichtsgründen ein Holzpropeller am Heck? Fragen über Fragen...

Ich hoffe, hier noch viel über die frühen Elektroflieger lesen zu können.
Herzlichen Gruß,
Jan

DAS Treffen von Retro-Modellen, Holzwürmern, Youngtimern,
und allem "alten Geraffel" - diesmal in Kaltenkirchen!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »jannicam« (10. April 2016, 02:50)


fliegerass1

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45

Donnerstag, 14. Juli 2016, 15:05

Was hat die Firma S. Kussmaul ing. (heute multiplex) in der Zeit 1958-1963 gemacht?

Hallo zusammen,
ich bin sozusagen der Neue hier auf dem Portal und möchte auch Fragen über Fragen stellen.
Ich habe diese Komunikation in den letzten Monaten mit verfolgt, da ich mich eine wenig für die Historie der Firma Multiplex und deren Produkte interessiere.
Meine grundsätzliche Frage wäre, was tat Herr S. Kussmaul in der Zeit von der Gründung am 1.5.1958 bist in das Jahr 1963? Welche Entwicklungen und Produkte sind dort entstanden?
Wenn einer von Euch (vielleicht Zeitzeugen) mir dies beantworten könnte, oder noch Unterlagen, Zeitschriften, - Bauteile hätte, wäre das phänomenal.

LG Dieter :)
Holm und Rippenbruch

46

Donnerstag, 14. Juli 2016, 17:01

vielleicht erklärt sich das hier im Nachbarforum.
http://wiki.rc-network.de/index.php/Multiplex

fliegerass1

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47

Donnerstag, 14. Juli 2016, 21:39

Vielen Dank
e-Beaver
den link kenne ich und in dieser Darstellung sind fehlerhafte Daten.

Zb. ist 1964 auf der Nürnberger Messe die MPX 10 vorgestellt worden. Dies Konzept ist aber von H. Kussmaul nicht weiterverfolgt worden.
Hierfür gibt es Modell Revue Berichte (Quellen).
Die MPX 101 wurde als Prototyp auf der Nürnberger Messe 1964 gezeigt (Bericht K. Bauerheim) aber erst ab 1965 auf der Nürnberger Messe vorgestellt und ab September/Oktober an die zahlende Kundschaft ausgeliefert worden.
Dies zeigen Berichte aus Modell und FMT.

So wird die Geschichte richtig.

Was mich detailliert interessiert, ist der Zeitraum 1958 bis 1963, welche detaillierten Produkte hat S. Kussmaul ing Kleingeräte (offensichtlich Nebenberuflich) zu seiner SEL Beschäftigung entwickelt und angeboten?
Diese Zeit scheint mir sehr interessant zu sein.

Lg Dieter :)
p.s. www.multiplex-rc-history.de
Holm und Rippenbruch

PatrickK

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48

Mittwoch, 14. September 2016, 00:15

Engel Multiplex 3x4

Hallo Helmut,

Irgendwann um diese Zeit (weiß nicht mehr, wann) wurde dann auch der Firmenname in "MULTIPLEX S. Kußmaul" geändert, d.h. der Name der ersten Fernsteuerung wurde zum Firmenname.

Gab es dabei Händel mit Alexander Engel, der um die gleiche Zeit eine IIRC Zehnkanal-Tipanlage gleichen Namens führte? Die eventuell eine umgelabelte Kraft- oder Orbit-Anlage war, die seinerzeit genauso mit vielen, einzelnen Einachsknüppeln kamen. Alexander Engel hielt sich ja oft in den USA auf [..]

Alles Quatsch = falsche Kaffeesatzleserei von mir. Letzte Tage beim Radeln lag so ein Ding plötzlich - wie durch ein Wunder - auf dem Tisch:
(Das Gekrakel an der Verlängerungsspule der Antenne ist nicht an der Antenne, sondern auf dem Tisch, ein Kunstwerk der kleinen Urenkelin des Erbauers der Anlage. He, wenn ich radel', hab' ich maximal mein Taschenhirn mit Auch-Kamerafunktion dabei ;-)



Man sieht die Bücher davor, nur daß ich zu dusselig war, sie richtig herum hinzulegen. Die hatte ich schon beiläufig gesehen, aber nie bewusst wahrgenommen. Das sind die Bauanleitungen für diese Anlage, sie wurde eventuell anfangs auch als Bausatzanlage verkauft. Im '65er-Engelkatalog ist davon allerdings keine Rede. Reuter aus Haiger hatte es mit der Rehaton so getan: Einzelteile, zusammengestellte Bausätze und auch fertige Anlagen. Ebenfalls immer mit getrennten Knüppeln, mit dem jeweiligen Senderausbau mitwachsend.

Gerd Hoyer war Funkamateur, da konnte man sowas einfach. Das war damals offenbar nicht unüblich, auch die beiden ersten Redakteure der Zeitschrift "Modell" waren Funkamateure. Ich vermute, daß es die spannende zivile Weiterführung dessen war, was etliche im Krieg gelernt hatten. Wie ich zu Gerd Hoyer komme? Gar nicht. Aber ich habe mit seinem Schwager vor etwa 15 Jahren eine Langholzfuhre Waldbäume zu Brennholz zusammengesägt, seine Schwiegertochter hat mit meiner Frau zusammen vor zwanzig Jahren Voltigierunterricht gegeben. Mit seinem Sohn hatte ich schonmal ein paar Stunden telephonisch Lautsprechertechnik gelernt, weil er Beschallungsanlagen z.B. für Reitställe entwirft und installiert.

Die vielen Einachsknüppel waren aber richtig vermutet. Wer zu den "Experten" gehörte, der mehr als drei (oder mit einer Erweiterung gar fünf) Kanäle sinnvoll einsetzen konnte, kam damit klar. Sagte mir zumindest Gerd Hoyers Sohn, der sie "natürlich" selbst geflogen hatte. Die Kreuzknüppel eines Variophon S-Senders lassen nur die Betätigung auch einer Achse gleichzeitig zu, Dauersignal war bei einer Tip-Anlage die Ausnahme. Siegfried Kußmaul hatte für die seine Flatterpropgeber gebaut. Zu der finde ich jetzt aber die Anzeige nicht auf meiner Platte, nur eine Vorstellung dessen in eienm Artikel in "Modell" vom April '64. Auch die Telecont von Reichert hat "geführte" Kreuzknüppel, die man nicht in die Ecke stellen konnte. Dafür hatte der Herr Reichert später seinen eigenen Flatterpropaufsatz geliefert.

Ich weiß, daß das nicht gerade zum E1 gehört, ich war ja nur über den Namen "Multiplex" gestolpert. Und dafür brauche ich in dieser verschwiegenen Ecke hier keinen eigenen Thread.

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (14. September 2016, 00:26)


PatrickK

RCLine User

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49

Freitag, 30. September 2016, 00:10

Reuter aus Haiger hatte es mit der Rehaton so getan: Einzelteile, zusammengestellte Bausätze und auch fertige Anlagen.

Dieter "fliegerass1" hatte es schon herausbekommen, Peter Hoyer mir gestern bestätigt: auch diese Engel Multiplex wurde in der Serie von Reuter gebaut.


Letzten Sonntag war in der Flugwerft Schleißheim vom Landesverband Bayern des DAeC Flugtag mit Retroausstellung. In (einer) der nächsten MFI kommt ein Bericht dazu. Für mich bzw. für hier interessant war mein Standnachbar, der an seinem ziemlich originalen E1 nicht mehr die originalen 360er-Motoren, sondern etwas leistungsstärkere 400er Permäxe dran hatte. Das passt ohne großen Aufwand, ist nur ein wenig länger. Zusammen mit der Gewichtsersparnis eines Teebeutel-Zweizellers und der leichteren Empfangsseite reicht ihm das zum Fliegen. Ein wenig mehr Steigleistung finde natürlich auch ich angenehmer, bin durch Helmut und Stefan Höllein belehrt worden, daß das Getriebe mehr Leistung eben doch gut wegsteckt, und ich erinnerte mich, daß ich aus früheren Bestellungen bei Multiplex noch 480er mit 3/32"-Welle habe, die außerhalb des Imperiums als 2.3mm gehandelt wird. Es gab dafür einen sinnvollen Grund, den ich nach einem Dutzend Jahren nicht mehr weiß - egal, die liegen hier nur dumm rum, und es will sie eh keiner mehr. Ich hab' einen mal draufgesteckt:



Der Aufkleber mit "Multiplex Permax 480" kommt runter, die silberne Verzinkung gegenüber der gelben Chromatierung nehm' ich vorerst hin, aber werde mal beim lokalen Fachmann fragen, ob er nicht eine "Retro-Beize" für mich hat. Weiter oben hatte ich von kleinen Bürstenlosis erzählt, die ich in die 360er-Blechbüchsen versenken könnte, aber die stemmen leider nicht wirklich mehr Wellenleistung, das wäre wirklich nur meine Spielerei für eine originalere Optik gewesen.

Also darf ich mal wieder zwei Motoren hübsch unter Wasser einlaufen lassen, das Ritzel und den Entstörfilter ummontieren und endlich - nach Jahren ;-/ - den Bau des Fliegers angehen. Angesichts meines Bautempos erscheint mir das als pragmatische Lösung ;-)

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (30. September 2016, 00:19)


50

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 16:13

... und damit bist Du noch eindeutig schneller als ich.
Das sind ja interessante Beobachtungen aus Schleißheim.
Bei mir schwirren noch 2 nass eingelaufene 400'er
(1x links- und 1x Schild-verdreht-rechtslaufend) von einem
nie fertig gewordenen Propellerboot-Projekt herum. Die haben
ab jetzt eine neue Aufgabe. Danke für die Vorrecherche, Patrick!
Ob wir wohl zur Retro Nord '17 zwei Stück E1 erleben?
Gruß Jan

DAS Treffen von Retro-Modellen, Holzwürmern, Youngtimern,
und allem "alten Geraffel" - diesmal in Kaltenkirchen!

PatrickK

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51

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 17:20

Nein, vom E1 bin ich wieder weggekommen (worden), weil Markus "purzel" aus Leutkirch mir den Ausdruck der Pläne des Scirocco "aufgezwungen" hat. Da hatte er seinen alten Plotter ziemlich neu, da will man sowas noch gern machen ;-) Der ist zwar nicht von Helmut Schenk, sondern von Gerhard Allgaier, hat aber weiterhin die EFT-1-Antriebe. Und er hat die Störklappen dringend vorgeschlagen.



Die Antriebe sind inzwischen bei acht Zellen angekommen, und den von mir von Anfang an vermuteten Serien-Parallelschalter gab es nun zumindest als "Tuningteil":



(Die Bilder sind aus dem '77er-Katalog, daher verschwindet der linke Rand im Falz.)
Trotz der propagierten, guten Segelflugleistungen ist's ein Jahr später Herbert Krottenmüller mit seinem Carrera Primus, der die Höhenrekorde abräumt. Die Bühlermotoren sind im Gesamtkonzept leistungsfähiger.

Er wird noch engagierter gestartet als der Mossi der Konkurrenz, der Ort schaut mir sehr nach Wetzlar aus:



Nein, er ist nicht dreimotorig, das ist nur die Windfahne der Antenne.

Nicht soo wichtig, aber es war mir aufgefallen, daß mein neuerliches Reinplatzen hier eine inzwischen vergleichsweise hohe Zahl darstellt:


;-)

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (5. Oktober 2016, 17:28)


haschenk

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52

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 22:28

Hallo,

Zitat

Der ist zwar nicht von Helmut Schenk, sondern von Gerhard Allgaier

Nö, der "Scirocco" war nicht von Allgaier, sondern von Roland Sommer; damals Mitarbeiter von MPX. Auf dem Bild startet der gerade das Modell. Von Roland Sommer war auch der "Big Lift".
Wetzlar könnte stimmen...

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (5. Oktober 2016, 22:36)


53

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 07:23

Moin,
passt ja nich' so ganz, aber hier etwas Lesefutter zum Scirocco aus der Modell vom Juni 1978.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/
»Gast20171202« hat folgende Bilder angehängt:
  • 2.jpg
  • 3.jpg
  • 4 (2).jpg

54

Mittwoch, 10. April 2019, 23:11

Die Grübeleien zum Bau eines "E2-ähnlichen" Modells hören bei mir nicht auf,
daher nahm ich mir noch mal das Foto des unter der Decke hängenden Prototypen genauer vor.
Die Verkleinerung auf 180 cm SPW entspricht der m.M. nach letzten (neuesten) Annonce
bzw. Absichtserklärung (die mit dem orangem Hintergrund.)
Kann es sein, dass die Luftschraube verkleinert wurde und nicht dem
im Handel gewesenen original EFT-1 - Antrieb entsprach?
Auch kommt mir das SR ungewöhnlich schmal vor.
Als Haube könnte man der Ähnlichkeit wegen die eines "Filius" einsetzen.
Ich habe einen E1-Plan hergenommen und etwas modifiziert, um irgendwie eine Ähnlichkeit
zum Foto herzustellen. (Der Rumpf kann sicher noch etwas flacher werden).
Bitte den Stand insgesamt als noch sehr vorläufig betrachten!
»jannicam« hat folgende Bilder angehängt:
  • F27EE2CC-C33B-4804-842E-65D47982B276.jpeg
  • 7E6EC8D8-7F5A-4A3E-B640-B813AEA6739A.jpeg

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jannicam« (10. April 2019, 23:19)


55

Donnerstag, 11. April 2019, 09:46

Kleine Ergänzung:
Auf dem Anfangs von Dieter Doerr geposteten Bild vom
startklar machen des Prototyps, ist das Leitwerk mitsamt der
schmalen SR-Flosse dann doch wieder dem E2-Foto sehr ähnlich.
Das SR des "E1" wurde offenbar erst später (Baukastenversion) vergrößert.

Gruß Jan

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PatrickK

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56

Freitag, 12. April 2019, 10:32

[..]"E2-ähnlichen" Modells[..]
Kann es sein, dass die Luftschraube verkleinert wurde und nicht dem
im Handel gewesenen original EFT-1 - Antrieb entsprach?

Das halte ich wegen ..

Die Propeller hat MPX selbst hergestellt. Die eigentliche Formgebung von mir in Balsa ("aus dem Vollen" geschnitzt, kann man wörtlich nehmen), danach ein Positiv-Urmuster aus Alu (MPX-Werkzeugbau zusammen mit mir); die Formeinsätze dafür mussten wir außer Haus machen lassen, da CAD und CNC-Fräsmaschinen damals noch unerschwinglich waren. Alle anderen Werkzeuge für KS-Teile konnte MPX selbst anfertigen; spritzen aller Teile natürlich auch.

.. für ziemlich unwahrscheinlich.

BTW: ich meine mich auch an ein Photo des E2-Rumpfinneren erinnern zu können, wie der EFT-1-Antrieb im Raum unter dem Flügel sitzt. Ich find's nur nicht - verdammi ...

Auch stell' ich's mir e weng schwierig vor, dem "geneigten (Elektroflug-)Anfänger" eine sauber fluchtenden Einbau der Fernwelle hinreichend ans Herz zu gelegt zu bekommen, daß sich nicht in den Vereinen breitmacht, daß das Ding doch'n Scheiß ist ... Das und die "ungewohnte" Optik eines Heckprops hatten S. Kußmaul vielleicht zum Elektro-Baby bewogen.

Analogon: es hatten sich Enten trotz aller Schreiberei von Dieter Schall nie nennenswert als Modell verbreitet, Burt Rutan musste bei seinen manntragenden trotz der von ihm passend ausgelegten Überziehsicherheit die elektrische "stall warning"-Rüttelei am Steuerknüppel nachrüsten, um die Zulassung in den USA zu bekommen.

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (12. April 2019, 10:37)


57

Freitag, 12. April 2019, 11:29

Dem "verdammi..." möchte ich mich herzhaft anschließen!
Such-such-such- das Bildchen! ;)
Die Überlegung in Bezug auf "Anfängertauglichkeit" finde ich plausibel,
obwohl man das ja bei etwas damals so Exotischem wie Elektroflug
nicht unbedingt als Motto wählen musste.

Gruß Jan
(, bei dem noch ein Elektro-Baby mitsamt Antrieb in seiner Schachtel schläft)

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Ströher

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58

Samstag, 13. April 2019, 09:28

... darf ich da mal meinen Senf dazu geben?....
Also, ich besitze eine E1.... Die war schon eigentlich in der Tonne vom Vorbesitzer! Und das in der Aufbauphase!
Sie fliegt bei mir mit zwei "Gross" Getriebemotoren! (ich glaube, 350er?? Motörchen mit einer eventuell 8:1 Übersetzung??

Und dann kam der Vorbesitzer und brachte mir die Original Motoren und Luftschrauben! Wo die Luftschrauben geblieben sind, weiß ich nicht! Aber die Original Motoren, vierhunderter mit einer, ich glaube 16 : 1 Übersetzung, sind noch im "Neuen" Zustand bei mir!!!!

Naja, das mit dem Pendelleitwerk war und ist immer noch "kriminell" bei meinem Segler! Also? Fliegen nur mit viiieeelll Adrenalin im Blut!!! Aber er fliegt.....
So..... Senfglas ist leer... ;) :)
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

59

Samstag, 13. April 2019, 12:29

Na Dieter,- dann halte ihn mal schön in Ehren! ;)

Die Motoren waren noch nicht ganz aus der Klasse, die man heute unter dem Sammelbegriff 400'er versteht.
Entsprachen dann eher "360'ern" - das kann man weiter vorne nachlesen,- wenn ich mich richtig erinnere, waren es für die Serienfertigung schließlich Mabuchis. Heutige 400'er (bis hin zu 480'er) lassen sich bei entsprechendem Wellendurchmesser aufgrund des gleichen Gewindeabstands aber anpassen.
(Welle kürzen, Ritzel aufpressen/kleben).
Das gut gefettete Getriebe sollte den Betrieb aushalten. Bodenberührungen der schweren Propeller sind aus gutem Grund gefürchtet, denn die Abtriebswelle ist nun mal nur 3mm stark.
Ein wenig Abhilfe schuf später das modifizierte „Dauer-Gear", (nicht mehr Multiplex, sondern m.W. in begrenzter Zahl über Höllein zu bekommen), welches mit Kugellagern und einer 4mm Prop-Welle versehen war. (Irgendwo habe ich noch eine Zeichnung dazu).
Die Übersetzung beim EFT-1 war/ist 1:10.
Über die HLW-Befestigung per Scharnier haben schon einige die Stirn gerunzelt, aber "gefühlt" genausoviele E1 Besitzer sagen, es sei ok so. Mein E1 fliegt allerdings noch nicht, daher hab ich hier keine eigene Erfahrung.

Gruß Jan

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Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »jannicam« (14. April 2019, 12:26)


Ströher

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60

Sonntag, 14. April 2019, 09:37

Die Motoren waren noch nicht ganz aus der Klasse, die man heute unter dem Sammelbegriff 400'er versteht.
Entsprachen dann eher "360'ern"

Hmmmm Jan, die liegen da rum! Die jetzigen Antriebe werden bei dieser von mir verlangten "Beanspruchung" aber noch eine Zeit lang laufen...... :D!!! Naja, so einmal bis zwei mal im Jahr müssen sie halt.... :hä: 8( :)
Ich hatte, wegen der kurzen Getriebewelle, aus Alublech "Propelleranschläge" gemacht! Sieht nicht sehr professionell aus. Funktioniert aber! Eigentlich hat das Modell (aus meiner Sicht) nur ein Problemchen. Die Befestigung der vorderen "Lagerung" des HLW's ist nicht so toll von denen.... Dafür habe ich dann ein Metallscharnier eingebaut. Und das der hintere Teil dann buchstäblich "im Bowdenzug hängt" ist schon recht gewöhnugsbedürftig! Aber einmal im Jahr muss er halt in die Luft!!!
Die Knickflügel (Ohren) wurden auch erst später angeraten! Und so fliegt er halt mit "geraden" Flächen"!!! Aber er fliegt und ist nicht in der Tonne!!!!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

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